Neue Heizung: Kosten und Fördermöglichkeiten

Möchten Sie eine neue Heizung installieren lassen, sollten Sie an Energieeffizienz und Umweltfreundlichkeit denken. Die Anschaffungskosten für eine Heizung mit erneuerbaren Energieträgern sind zwar höher, doch zahlt sich die Investition bald aus. Dauerhaft sparen Sie Heizkosten. Für die Investition können Sie unter bestimmten Bedingungen eine Förderung erhalten. Was die neue Heizung tatsächlich kostet, hängt auch von der Größe ab.

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Heizungsarten, die sich nicht mehr lohnen

Planen Sie eine neue Heizung, sollten Sie an die Zukunft denken. Verschiedene Heizungsarten sind preiswert, doch sind sie Auslaufmodelle, da sie nicht energieeffizient sind oder irgendwann nicht mehr verkauft werden.

Beispiele dafür sind:

  • Ölheizungen mit Anschaffungskosten von 7.000 bis 12.000 Euro, die aber ab 2026 nicht mehr verkauft werden
  • Nachtspeicherheizungen, die Strom 1:1 in Wärme umwandeln, in der Anschaffung 1.000 bis 5.000 Euro kosten, aber aufgrund der Stromkosten nicht mehr empfehlenswert sind
  • Kamin- oder Kachelöfen, die nur einen Raum erwärmen, viel Holz benötigen und daher nicht effizient sind, aber in der Anschaffung nur mit 600 bis 3.000 Euro zu Buche schlagen.

Da alle diese Heizungen nicht mehr effizient genug sind, werden sie auch nicht gefördert.

Finden Sie heraus, welche Heizung zu Ihnen passt mit dem Heizungsrechner.

Pelletheizung - sauber und komfortabel

Für eine Pelletheizung müssen Sie mit Anschaffungskosten von 15.000 bis 20.000 Euro rechnen. Eine Förderung können Sie beim Bundesamt für Wirtschaft und Ausfuhrkontrolle (BAFA) bis zu 45 Prozent der Anschaffungskosten erhalten. Sie benötigen einen Holzpelletkessel, der zumeist im Keller installiert und einmal jährlich aufgefüllt wird.

Die Pellets werden aus Holzresten wie Sägemehl, Hobelspänen oder Restholz aus dem Wald gepresst. Die Heizung funktioniert automatisch, doch müssen Sie hin und wieder die Asche entfernen. Laufende Kosten fallen für den Kauf der Pellets, die Wartung und die Kontrolle durch den Schornsteinfeger an.

Weiter Informationen zur Pelletheizung finden Sie hier.

Kaminheizung - effizient mit wasserführendem Kaminofen

Eine Kaminheizung mit einem einfachen Kaminofen schafft zwar eine Wohlfühlatmosphäre, doch bringt sie keine Ersparnis und eignet sich nur zur Ergänzung einer vorhandenen Heizung. Ein wasserführender Kaminofen verfügt über einen Wärmeüberträger, durch die Wasser fließt, und gibt die Wärme an einen Pufferspeicher ab.

Er eignet sich nur zur Unterstützung einer Heizungsanlage, kann aber für die Warmwasserbereitung genutzt werden. Die Kosten liegen bei 4.000 bis 10.000 Euro. Eine Förderung gibt es dafür nicht.

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Gasheizung mit Brennwertkessel

Eine Gasheizung ist mit Anschaffungskosten von 6.000 bis 10.000 Euro günstig, doch sollte sie mit einem Brennwertkessel betrieben werden, um effizienter zu heizen. Der Brennwertkessel nutzt auch die Restwärme aus dem Abgas. Der Wasserdampf im Abgas kondensiert im Brennwertkessel. Sie müssen daher oft noch einen Abwasseranschluss oder einen Schornstein nachrüsten.

Die Brennwerttechnik ist keine eigene Heiztechnik. Der Brennwertkessel kann auch für Pelletheizungen genutzt oder mit Solarthermie kombiniert werden. Die Anschaffungskosten für einen Brennwertkessel liegen ungefähr bei 3.000 bis 4.000 Euro. Eine Förderung ist nur möglich, wenn erneuerbare Energien wie Solarthermie integriert werden. Sie kann bei der KfW beantragt werden und beträgt ca. 20 Prozent.

Weitere Informationen zur Gasheizung finden Sie hier.

Heizung mit Solarthermie

Die Solarthermie dient der Heizung und der Warmwasserbereitung, während die Photovoltaik zur Stromerzeugung dient. Da die Sonnenenergie nicht das ganze Jahr über verfügbar ist, wird eine Kombination mit einem Brennwertkessel oder einer Wärmepumpe empfohlen.

Bis zu 20 Prozent des Wärmebedarfs kann mit einer Solarthermie-Anlage gedeckt werden. Sie müssen mit Kosten von 5.000 bis 10.000 Euro rechnen und können eine Förderung von der KfW in Form eines zinsgünstigen Kredits erhalten.

Weitere Informationen finden Sie hier.

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Wärmepumpenheizung mit verschiedenen Möglichkeiten

Eine Wärmepumpenheizung benötigt Strom und kostet in der Anschaffung ungefähr 14.000 bis 22.000 Euro. Die Jahresarbeitszahl als Verhältnis vom benötigten Strom zur erzeugten Wärme sollte möglichst hoch sein.

Die Wärmepumpenheizung kann mit einer Photovoltaikanlage gekoppelt werden, damit ein Teil des Stroms selbst erzeugt wird. Wärmepumpen können mit Erdwärme, Wasser oder Luft betrieben werden. Eine Förderung kann bis zu 45 Prozent vom BAFA gewährt werden.

Weitere Informationen zur Wärmepumpe finden Sie hier.

Strom und Wärme erzeugen mit dem Blockheizkraftwerk

Ein Blockheizkraftwerk erzeugt gleichzeitig Strom und Wärme, weshalb auch von der Kraft-Wärme-Kopplung die Rede ist. Ein Motor treibt einen Stromgenerator an. Die Abwärme wird für Heizung und Warmwasserbereitung genutzt.

Da die Stromerzeugung mit der Wärmeerzeugung gekoppelt ist, liegt der Energieverbrauch um 30 Prozent niedriger als bei der getrennten Erzeugung von Wärme und Strom.

Blockheizkraftwerke eignen sich für Gebäude, bei denen der Strom- und Wärmebedarf ganzjährig hoch ist. Die Anschaffungskosten liegen bei 15.000 bis 35.000 Euro. Eine Förderung wird nicht gewährt.

Weitere Informationen zum Blockheizkraftwerk finden Sie hier.

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Brennstoffzelle zur Erzeugung von Strom und Wärme

Eine Brennstoffzelle erzeugt Strom und Wärme. Wasserstoff und Sauerstoff reagieren in der Brennstoffzelle zu Wasser. Dabei entstehen Strom und Reaktionswärme. Der Wasserstoff wird aus Erdgas gewonnen. Die Brennstoffzelle wird mit einem Brennwertkessel kombiniert, der die Wärmeversorgung größtenteils übernimmt.

Für die Anschaffung müssen Sie mit Kosten von 20.000 bis 32.000 Euro rechnen. Eine Förderung kann von der KfW mit dem Programm 433 ab 11.200 Euro gewährt werden.

Was Ihre neue Heizung tatsächlich kostet, hängt von der Größe Ihres Hauses und von der Leistung ab. Sie müssen mitunter mit weiteren Kosten rechnen, beispielsweise für Rohre und Anschlüsse.

Weitere Informationen zur Brennstoffzellenheizung finden Sie hier.

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