Luftwärmepumpe 2026: Kosten, Funktion, Vor- und Nachteile

Inhaltsverzeichnis:

Luftwärmepumpen gehören zu den am häufigsten eingesetzten Wärmepumpen in Deutschland. Sie nutzen die Außenluft als kostenlose Wärmequelle und können sowohl im Neubau als auch in vielen Bestandsgebäuden eingesetzt werden. Im Vergleich zu Erd- oder Wasser-Wasser-Wärmepumpen sind sie meist einfacher zu installieren und benötigen weder Bohrungen noch Brunnen.

In diesem Ratgeber erfahren Sie, wie eine Luftwärmepumpe funktioniert, welche Arten es gibt, wie hoch Kosten und Stromverbrauch 2026 ausfallen und wann sich der Einbau lohnt. Außerdem zeigen wir, welche Förderung möglich ist, worauf Sie bei Lautstärke, Vorlauftemperatur und Aufstellort achten sollten und welche Luftwärmepumpen besonders interessant sind.

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Was ist eine Luftwärmepumpe?

Eine Luftwärmepumpe ist eine Wärmepumpe, die Umgebungs- oder Außenluft als Wärmequelle nutzt. Sie entzieht der Luft thermische Energie und wandelt diese mithilfe eines Kältemittelkreislaufs in nutzbare Heizwärme um. Je nach Bauart kann die erzeugte Wärme anschließend an das Heizungswasser, die Raumluft oder die Warmwasserbereitung abgegeben werden.

Der große Vorteil gegenüber Erd- oder Wasser-Wasser-Wärmepumpen liegt in der vergleichsweise einfachen Erschließung der Wärmequelle. Für eine Luftwärmepumpe sind weder Erdsonden noch Flächenkollektoren oder Grundwasserbrunnen erforderlich. Dadurch sind Planung, Installation und Investitionskosten häufig geringer.

Am weitesten verbreitet ist die Luft-Wasser-Wärmepumpe. Sie überträgt die aus der Außenluft gewonnene Energie auf das wassergeführte Heizsystem des Gebäudes und kann damit Heizkörper, Fußbodenheizungen und die Warmwasserbereitung versorgen. Daneben gibt es unter anderem Luft-Luft-, Abluft- und Brauchwasserwärmepumpen.

Luftwärmepumpen können sowohl in Neubauten als auch in bestehenden Gebäuden eingesetzt werden. Entscheidend für einen effizienten Betrieb sind insbesondere der Wärmebedarf des Hauses, die erforderliche Vorlauftemperatur und die richtige Dimensionierung der Anlage.

Wie funktioniert eine Luftwärmepumpe?

Eine Luftwärmepumpe funktioniert nach demselben Grundprinzip wie ein Kühlschrank – nur umgekehrt. Während ein Kühlschrank seinem Innenraum Wärme entzieht und nach außen abgibt, entzieht die Wärmepumpe der Außenluft Wärme und gibt diese an das Heizsystem des Gebäudes weiter.

Der Prozess läuft in vier Schritten ab:

  1. Verdampfen: Ein Ventilator führt Außenluft über einen Wärmetauscher. Die darin enthaltene Wärme wird auf ein Kältemittel übertragen, das bereits bei sehr niedrigen Temperaturen verdampft.

  2. Verdichten: Der gasförmige Kältemitteldampf wird anschließend von einem elektrisch betriebenen Verdichter komprimiert. Dadurch steigen Druck und Temperatur deutlich an.

  3. Verflüssigen: Im nächsten Wärmetauscher gibt das heiße Kältemittel seine Energie an das Heizungswasser ab. Dabei kondensiert es wieder und wird flüssig.

  4. Entspannen: Über ein Expansionsventil wird der Druck des Kältemittels abgesenkt. Dadurch kühlt es wieder ab und der Kreislauf beginnt von vorne.

Auch bei Minusgraden enthält die Außenluft noch nutzbare Wärmeenergie. Deshalb kann eine moderne Luftwärmepumpe auch im Winter heizen. Je niedriger die Außentemperatur jedoch ist, desto größer wird in der Regel der Temperaturunterschied, den die Wärmepumpe überwinden muss. Dadurch steigt der Stromverbrauch und die Effizienz nimmt ab.

Für den Betrieb benötigt die Wärmepumpe Strom, erzeugt daraus aber ein Mehrfaches an Wärmeenergie. Wie effizient sie tatsächlich arbeitet, wird unter anderem über den COP, SCOP und die Jahresarbeitszahl (JAZ) bewertet.

Sie brauchen keine Angst haben, dass Ihre Wärmepumpe bei sehr kalten Außentemperaturen nicht mehr funktioniert. Durch modernste Technik und das ausgeklügelte Kältemittel arbeiten Luftwärmepumpen auch bei Außentemperaturen bis zu –25 Grad Celsius immer noch effizient. Im absoluten Notfall gibt es einen Heizstab, der die Wärmepumpe unterstützt, das kostet allerdings zusätzlichen Strom.

Welche Arten von Luftwärmepumpen gibt es?

Luftwärmepumpen nutzen Luft als Wärmequelle, unterscheiden sich jedoch darin, woher die Luft stammt und an welches Heizmedium die Wärme abgegeben wird. Für klassische Wohngebäude ist die Luft-Wasser-Wärmepumpe am verbreitetsten. Daneben gibt es Luft-Luft-, Brauchwasser- und Abluftwärmepumpen.

ArtWärmequelleWärmeabgabeTypischer Einsatz
Luft-Wasser-WärmepumpeAußenluftHeizungswasserHeizung und Warmwasser
Luft-Luft-WärmepumpeAußenluftRaumluftGebäude ohne wassergeführtes Heizsystem
BrauchwasserwärmepumpeRaum- oder AbluftTrinkwasserausschließlich Warmwasser
AbluftwärmepumpeAbluft aus dem GebäudeHeizungswasser oder Zuluftsehr gut gedämmte Gebäude mit Lüftungsanlage

Luft-Luft-Wärmepumpe

Eine Luft-Luft-Wärmepumpe überträgt die gewonnene Wärme nicht auf Heizungswasser, sondern direkt auf die Raumluft. Vereinfacht gesagt arbeitet sie ähnlich wie eine Klimaanlage mit Heizfunktion.

Das System benötigt deshalb keine klassische wassergeführte Heizungsanlage mit Heizkörpern oder Fußbodenheizung. Die warme Luft wird entweder über Innengeräte oder ein Lüftungssystem im Gebäude verteilt.

Luft-Luft-Wärmepumpen eignen sich besonders für gut gedämmte Gebäude mit geringem Heizwärmebedarf. Viele Geräte können im Sommer außerdem umgekehrt betrieben werden und die Räume aktiv kühlen.

Für die Warmwasserbereitung wird in der Regel eine zusätzliche Lösung benötigt.

Luft-Wasser-Wärmepumpe

Die Luft-Wasser-Wärmepumpe ist die am häufigsten eingesetzte Luftwärmepumpe. Sie entzieht der Außenluft Wärme und überträgt diese auf das Heizungswasser. Dadurch kann sie sowohl die Räume beheizen als auch Warmwasser erzeugen.

Sie lässt sich mit einer Fußbodenheizung, Wandheizung oder geeigneten Heizkörpern kombinieren und eignet sich sowohl für Neubauten als auch für viele Altbauten. Ein wesentlicher Vorteil ist die vergleichsweise unkomplizierte Installation.

Luft-Wasser-Wärmepumpen werden als Monoblock- oder Split-Systeme angeboten und können je nach Modell im Gebäude oder außerhalb aufgestellt werden.

Brauchwasserwärmepumpe

Eine Brauchwasserwärmepumpe basiert auf demselben Funktionsprinzip wie die Luft-Wasser-Wärmepumpe. Mit dem kleinen Unterschied, dass sie nicht zur Heizung des Gebäudes dient, sondern zur Aufbereitung bzw. Erwärmung des Brauchwassers, wenn Sie zum Beispiel duschen möchten oder warmes Wasser benötigen.

Hier ist jedoch Vorsicht geboten, denn Wärmepumpen, die nur zur Aufbereitung von Brauchwasser dienen und nicht der Heizung des Gebäudes sind von der staatlichen Förderung ausgeschlossen.

Abluftwärmepumpe

Eine Abluftwärmepumpe gewinnt Wärme aus der bereits erwärmten Abluft eines Gebäudes zurück. Bevor verbrauchte Luft über eine kontrollierte Wohnraumlüftung nach außen geführt wird, entzieht die Wärmepumpe ihr einen Teil der enthaltenen Wärmeenergie.

Diese Energie kann anschließend für die Raumheizung, Warmwasserbereitung oder Erwärmung der Zuluft genutzt werden.

Abluftwärmepumpen kommen vor allem in sehr gut gedämmten Neubauten und Effizienzhäusern zum Einsatz. Da die verfügbare Wärmemenge durch den Luftaustausch begrenzt ist, sind sie für Gebäude mit hohem Wärmebedarf meist weniger geeignet als klassische Luft-Wasser-Wärmepumpen.

Für das typische Einfamilienhaus ist deshalb die Luft-Wasser-Wärmepumpe die wichtigste Variante. Sie bietet die größte Flexibilität und kann eine konventionelle Zentralheizung in vielen Fällen vollständig ersetzen.

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Wie effizient ist eine Luftwärmepumpe?

Wie effizient eine Luftwärmepumpe arbeitet, hängt stark von den Außentemperaturen, der benötigten Vorlauftemperatur, dem energetischen Zustand des Gebäudes und der Dimensionierung der Anlage ab. Da Außenluft im Winter deutlich stärker abkühlt als Erdreich oder Grundwasser, schwankt die Effizienz einer Luftwärmepumpe im Jahresverlauf stärker als bei Sole- oder Wasser-Wasser-Wärmepumpen.

Moderne Luft-Wasser-Wärmepumpen erreichen unter guten Bedingungen dennoch hohe Wirkungsgrade. Entscheidend ist dabei nicht allein ein einzelner Herstellerwert, sondern wie effizient die Anlage über ein komplettes Jahr im realen Gebäude arbeitet.

COP und Jahresarbeitszahl

Zur Bewertung der Effizienz einer Wärmepumpe werden vor allem der COP und die Jahresarbeitszahl (JAZ) verwendet.

Der COP (Coefficient of Performance) beschreibt das Verhältnis zwischen erzeugter Wärme und eingesetztem Strom unter festgelegten Prüfbedingungen. Ein COP von 4 bedeutet beispielsweise, dass die Wärmepumpe aus 1 kWh Strom 4 kWh Wärme erzeugt.

Der COP ist allerdings nur eine Momentaufnahme. Für Hausbesitzer ist die Jahresarbeitszahl aussagekräftiger. Sie zeigt, wie viel Wärme die Wärmepumpe im tatsächlichen Betrieb innerhalb eines Jahres im Verhältnis zum verbrauchten Strom erzeugt.

KennzahlBedeutungBeispiel
COPEffizienz bei einem festgelegten BetriebspunktCOP 4,0 = 4 kWh Wärme aus 1 kWh Strom
SCOPtheoretische saisonale Effizienz unter standardisierten Bedingungenz. B. SCOP 4,5
JAZtatsächlich erreichte Effizienz über ein JahrJAZ 3,8 = 3,8 kWh Wärme aus 1 kWh Strom

Eine gut geplante Luft-Wasser-Wärmepumpe erreicht in der Praxis häufig eine JAZ von etwa 3 bis 4,5. Sehr effiziente Anlagen können darüber liegen, während schlecht dimensionierte Systeme oder Gebäude mit dauerhaft hohen Vorlauftemperaturen deutlich niedrigere Werte erreichen können.

Je höher die Jahresarbeitszahl, desto geringer ist der Stromverbrauch für die gleiche erzeugte Wärmemenge.

Effizienz im Winter

Auch bei Minusgraden kann eine Luftwärmepumpe Wärme aus der Außenluft gewinnen. Selbst kalte Außenluft enthält noch nutzbare thermische Energie. Allerdings sinkt die Effizienz mit fallender Außentemperatur.

Das liegt daran, dass die Wärmepumpe einen immer größeren Temperaturunterschied zwischen Außenluft und benötigter Heiztemperatur überwinden muss. Der Verdichter benötigt dadurch mehr Strom.

Besonders effizient arbeitet eine Luftwärmepumpe daher bei:

  • niedrigen Vorlauftemperaturen,

  • groß dimensionierten Heizflächen,

  • guter Gebäudedämmung,

  • korrekt eingestellter Heizkurve und

  • möglichst gleichmäßigem Betrieb.

Bei Temperaturen um den Gefrierpunkt kann zusätzlich Energie für das Abtauen des Außengeräts benötigt werden. Durch Feuchtigkeit in der Außenluft kann sich Eis am Verdampfer bilden, das automatisch abgetaut werden muss. Das gehört zum normalen Betrieb einer Luftwärmepumpe, verringert während dieser Phasen aber kurzfristig die Effizienz.

Moderne Anlagen sind dennoch für den Betrieb bei deutlich unter 0 °C ausgelegt. Ein elektrischer Heizstab dient in vielen Systemen lediglich als Unterstützung für sehr hohe Lasten oder besondere Betriebszustände und sollte bei einer korrekt dimensionierten Anlage nicht dauerhaft für die Raumheizung benötigt werden.

Stromverbrauch

Der Stromverbrauch einer Luftwärmepumpe lässt sich näherungsweise aus dem jährlichen Wärmebedarf und der Jahresarbeitszahl berechnen:

Stromverbrauch = Wärmebedarf ÷ Jahresarbeitszahl

Benötigt ein Einfamilienhaus beispielsweise 15.000 kWh Wärme pro Jahr und erreicht die Luftwärmepumpe eine JAZ von 3,5, ergibt sich:

15.000 kWh ÷ 3,5 = rund 4.286 kWh Strom pro Jahr

Bei einem Strompreis von 30 Cent pro kWh entsprechen das Heizstromkosten von rund 1.286 Euro jährlich.

WärmebedarfJAZStromverbrauch pro Jahr
10.000 kWh3,5ca. 2.860 kWh
15.000 kWh3,5ca. 4.290 kWh
20.000 kWh3,5ca. 5.710 kWh
15.000 kWh4,0ca. 3.750 kWh
15.000 kWh4,5ca. 3.330 kWh

Für welche Häuser eignet sich eine Luftwärmepumpe?

Eine Luftwärmepumpe eignet sich grundsätzlich für Neubauten und viele Bestandsgebäude. Entscheidend ist weniger das Baujahr als die Frage, mit welcher Vorlauftemperatur das Gebäude an kalten Tagen ausreichend beheizt werden kann.

Besonders effizient arbeitet eine Luftwärmepumpe in Gebäuden mit:

  • niedrigem bis mittlerem Wärmebedarf,

  • guter oder zumindest ausreichender Dämmung,

  • großen Heizflächen,

  • niedrigen Vorlauftemperaturen und

  • einer korrekt dimensionierten Heizungsanlage.

Eine Fußbodenheizung ist dabei von Vorteil, aber keine zwingende Voraussetzung. Auch ausreichend große Heizkörper können mit einer Wärmepumpe effizient betrieben werden.

Luftwärmepumpe im Neubau

Im Neubau sind die Voraussetzungen für eine Luftwärmepumpe in der Regel besonders gut. Neue Gebäude haben einen geringen Wärmebedarf und werden häufig mit Fußboden- oder anderen Flächenheizungen ausgestattet.

Diese Heizsysteme kommen bereits mit niedrigen Vorlauftemperaturen von etwa 30 bis 40 °C aus. Dadurch muss die Wärmepumpe nur eine vergleichsweise geringe Temperaturdifferenz überwinden und kann besonders effizient arbeiten.

Hinzu kommt, dass die Wärmepumpe bereits während der Gebäudeplanung berücksichtigt werden kann. Leistung, Aufstellort, Warmwasserspeicher und Wärmeverteilung lassen sich optimal aufeinander abstimmen.

Eine Luft-Wasser-Wärmepumpe ist deshalb eine der verbreitetsten Heizlösungen für moderne Einfamilienhäuser.

Luftwärmepumpe im Altbau

Auch im Altbau kann eine Luftwärmepumpe sinnvoll und wirtschaftlich eingesetzt werden. Die häufige Aussage, Wärmepumpen seien grundsätzlich nur für Neubauten geeignet, ist nicht richtig.

Entscheidend ist vor allem, welche Vorlauftemperatur das Haus an kalten Wintertagen benötigt. Viele Bestandsgebäude können bereits mit Temperaturen von 50 bis 55 °C ausreichend beheizt werden und sind damit grundsätzlich gut für eine Wärmepumpe geeignet.

Nicht zwangsläufig muss dafür das gesamte Gebäude saniert werden. Häufig reichen einzelne Maßnahmen aus, beispielsweise:

  • Austausch einzelner zu kleiner Heizkörper,

  • hydraulischer Abgleich,

  • Optimierung der Heizkurve,

  • Dämmung der obersten Geschossdecke oder Kellerdecke,

  • Austausch alter Fenster oder

  • Verbesserung der Gebäudehülle.

Schwieriger wird der Betrieb bei sehr unsanierten Gebäuden mit hohem Wärmebedarf und dauerhaft benötigten Vorlauftemperaturen von 65 oder 70 °C und mehr. Moderne Hochtemperatur-Wärmepumpen können zwar auch solche Temperaturen erreichen, allerdings sinkt mit zunehmender Vorlauftemperatur die Effizienz.

Vor dem Einbau sollte deshalb eine Heizlastberechnung durchgeführt und geprüft werden, welche Vorlauftemperatur tatsächlich notwendig ist.

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Welche Vorlauftemperatur benötigt eine Luftwärmepumpe?

Für eine Luftwärmepumpe gilt grundsätzlich: Je niedriger die benötigte Vorlauftemperatur, desto effizienter arbeitet sie.

Die Vorlauftemperatur beschreibt die Temperatur des Heizungswassers, das von der Wärmepumpe zu den Heizflächen geleitet wird. Muss das Wasser stärker erwärmt werden, benötigt der Verdichter mehr Strom und die Jahresarbeitszahl sinkt.

Heizsystem / GebäudeTypische Vorlauftemperatur
Fußbodenheizungca. 30–40 °C
Wand- oder Deckenheizungca. 30–40 °C
Große Niedertemperatur-Heizkörperca. 40–50 °C
Modernisierter Altbauhäufig ca. 45–55 °C
Ältere Heizkörperanlagehäufig ca. 55–65 °C
Stark unsanierter Altbauteilweise über 65 °C

Als guter Orientierungswert gelten maximal etwa 55 °C an kalten Tagen. Kann ein Gebäude damit ausreichend beheizt werden, sind die Voraussetzungen für einen wirtschaftlichen Wärmepumpenbetrieb meist gut.

Luftwärmepumpe Aufstellorte

Je nachdem, ob Sie eine Monoblock-Wärmepumpe besitzen oder ein Split-Gerät gibt es verschiedene Optionen der Aufstellung. 

Hier finden Sie eine Übersicht:

Luftwärmepumpe Innenaufstellung

Auch wenn die Luftwärmepumpe mit der Umgebungsluft arbeitet, ist eine Aufstellung im Innenraum möglich. Allerdings ist dann ein Durchbruch in der Wand nötig, damit die Umgebungsluft angesaugt werden kann. 

Das hat den Vorteil, dass die teure Technik vor Witterungseinflüssen geschützt im Gebäudeinneren steht, und auch die Effizienz leidet kaum darunter. Allerdings sind auch modernste Luftwärmepumpen nicht geräuschfrei. Achten Sie daher auf eine gute Schallisolierung und die Dezibel-Zahl des Herstellers. 

Luftwärmepumpe zur Innenaufstellung
Luftwärmepumpe zur Innenaufstellung von Stiebel Eltron

Luftwärmepumpe Außenaufstellung

Die Aufstellung im Außenbereich ist der Klassiker bei der Installation der Wärmepumpe, denn so kann die Umgebungsluft am effektivsten genutzt werden, und die Lärmbelastung ist geringer. 

Wichtig ist vor allem für eine freie Luftzufuhr zu sorgen, dafür müssen die Abstände zur Hauswand eingehalten werden. Dennoch sollte die Anlage so nahe wie möglich am Haus stehen, denn so sparen Sie an den Installationskosten und vermeiden Wärmeverluste

Achten Sie darauf, dass die Wärmepumpe nicht unbedingt unter Ihrem Schlafzimmer steht, denn auch moderne Geräte haben einen gewissen Geräuschpegel

Luftwärmepumpe als Split-Gerät

Eine Luftwärmepumpe als Split-Gerät besteht aus zwei Komponenten, dem Außen- und dem Innenteil. Außen ist dabei alles verbaut, was Geräusche verursacht. Die Inneneinheit ist dementsprechend klein und praktisch darin befinden sich nur die Regler und der Verflüssiger. Das sorgt für einen sehr geringen Geräuschpegel.

Luftwärmepumpe Split-Gerät
Luftwärmepumpe als Split-Gerät von Weishaupt

Vor- und Nachteile einer Luftwärmepumpe

Jede Art von Wärmepumpe hat ihre eigenen Vor- und Nachteile. Die einfache Installation und die relativ günstigen Anschaffungskosten einer Luftwärmepumpe stehen den Nachteilen wie dem Platzbedarf und der Abhängigkeit von der Umgebungsluft gegenüber. 

Vorteile einer Luftwärmepumpe

  • Einfache Installation: Im Vergleich zu anderen Wärmepumpensystemen ist die Installation einer Luftwärmepumpe relativ unkompliziert und erfordert keine aufwändigen Erdarbeiten, um einen Erdkollektor oder eine Erdsonde zu installieren.

  • Hohe Effizienz: Moderne Luftwärmepumpen sind sehr effizient und können eine hohe Wärmeproduktion im Verhältnis zum eingesetzten Strom bieten.

  • Flexibilität: Eine Luftwärmepumpe ist flexibel einsetzbar und kann in verschiedenen Gebäuden und Grundstücken verwendet werden.

  • Geringere Investitionskosten: Die Anschaffungskosten für eine Luftwärmepumpe sind in der Regel günstiger als bei anderen Wärmepumpensystemen.

  • Zusätzlich auch Kühlung möglich: Mit einer Luftwärmepumpe können Sie Ihr Zuhause an heißen Sommertagen auch kühlen. Mit vielen Systemen ist das möglich, dazu benötigen sie lediglich eine reversible Wärmepumpe, die den Kreislauf umkehrt.

Nachteile einer Luftwärmepumpe

  • Abhängigkeit von Außenluft: Die Leistung einer Luftwärmepumpe hängt stark von den äußeren Witterungsbedingungen ab. Bei extrem niedrigen Temperaturen kann die Effizienz sinken. Das kommt aber in Deutschland sehr selten vor. 

  • Lärmemissionen: Während des Betriebs erzeugt eine Luftwärmepumpe Geräusche, die je nach Modell und Aufstellort als störend empfunden werden können.

  • Platzbedarf: Eine Luftwärmepumpe benötigt ausreichend Platz für die Installation im Außenbereich, einschließlich des Platzes für die Ansaugung der Außenluft.

  • Optik: Die Außeneinheit der Luftwärmepumpe kann als ästhetisch störend empfunden werden und muss möglicherweise an das Design des Gebäudes angepasst werden.

Luftwärmepumpen im Vergleich zu anderen Wärmepumpen

Hier finden Sie einen Vergleich verschiedener Faktoren der einzelnen Typen wie der Luftwärmepumpe, der Erdwärmepumpe und der Grundwasserwärmepumpe

Vor- und Nachteile

Luftwärmepumpe

Erdwärmepumpe

Wasserwärmepumpe

Anschaffungspreis

Gering 

Hoch

Hoch

Aufwand für die Installation

Gering

Hoch 

Hoch 

Abhängigkeit von Umgebungstemperatur

Ja

Nein 

Nein

Flexibilität

Hoch

Gering

Gering

Platzbedarf im Haus

Hoch

Niedrig

Niedrig

Betriebskosten

Hoch

Niedrig

Niedrig

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Was kostet eine Luftwärmepumpe 2026?

Für eine komplette Luftwärmepumpe im Einfamilienhaus müssen Sie 2026 vor Förderung meist mit etwa 25.000 bis 40.000 Euro rechnen. Je nach Gebäude, Hersteller und Installationsaufwand können die Kosten jedoch deutlich darunter oder darüber liegen.

Eine aktuelle Auswertung der Verbraucherzentrale Rheinland-Pfalz von 160 Angeboten für Luft-Wasser-Wärmepumpen zeigt, wie groß die Unterschiede sind: Die Gesamtkosten lagen zwischen 21.099 und 54.168 Euro, im Durchschnitt bei rund 36.400 Euro.

KostenpunktTypische Größenordnung 2026
Wärmepumpe selbstca. 10.000–15.000 €
Speicher, Hydraulik und Zubehörca. 4.000–8.000 €
Installation und Montageca. 8.000–15.000 €
Gesamtkostenca. 25.000–40.000 €
Umfangreicher Altbau / hoher Umbauaufwandteilweise über 40.000 €

Die tatsächlichen Kosten hängen vor allem von der benötigten Leistung, dem gewählten Modell, dem bestehenden Heizsystem, notwendigen Elektroarbeiten und möglichen Umbauten im Gebäude ab.

Anschaffungskosten

Die reine Wärmepumpe macht nur einen Teil der Gesamtkosten aus. Bei einem von co2online untersuchten Einfamilienhaus kostete das eigentliche Wärmepumpengerät rund 11.400 Euro. Einschließlich Pufferspeicher, Heizungswasser, Thermostatventilen und weiterem Material beliefen sich die Anschaffungskosten auf rund 20.400 Euro.

Bei modernen Luft-Wasser-Wärmepumpen können die Gerätepreise je nach Leistung und Ausstattung stark variieren. Hochwertige Modelle mit natürlichem Kältemittel wie R290 (Propan), hohen Vorlauftemperaturen oder besonders niedrigen Schallemissionen liegen häufig im oberen Preisbereich.

Zum Kaufpreis können unter anderem folgende Komponenten hinzukommen:

  • Warmwasser- oder Pufferspeicher
  • Hydraulikmodule
  • Regelungs- und Steuerungstechnik
  • Heizstab
  • Pumpen und Ventile
  • Rohrleitungen
  • Fundament oder Wandkonsole für das Außengerät

Deshalb sollte beim Vergleich verschiedener Angebote immer der Gesamtpreis der Anlage betrachtet werden und nicht nur der Preis der Wärmepumpe selbst.

Installationskosten

Für Montage und Inbetriebnahme fallen häufig weitere 8.000 bis 15.000 Euro an. Wie hoch dieser Betrag ausfällt, hängt stark von den örtlichen Gegebenheiten ab.

In dem von co2online ausgewerteten Praxisbeispiel lagen die Installationskosten bei 10.500 Euro. Darin enthalten waren unter anderem etwa 7.100 Euro für Montage und Demontage der alten Heizung sowie 2.200 Euro für Elektroarbeiten. Insgesamt kostete die Anlage rund 30.900 Euro.

Zu den typischen Installationskosten gehören:

  • Montage von Innen- und Außeneinheit
  • Demontage und Entsorgung der alten Heizung
  • Rohrleitungsarbeiten
  • elektrische Anschlüsse
  • Fundament für die Außeneinheit
  • hydraulischer Abgleich
  • Inbetriebnahme und Einregulierung

Gerade Elektroarbeiten werden in Angeboten teilweise separat berechnet. Muss beispielsweise der Zählerschrank erneuert oder die Elektroinstallation umfangreich angepasst werden, können dadurch mehrere Tausend Euro zusätzlich entstehen. Die aktuelle Untersuchung der Verbraucherzentrale zeigt zudem, dass sich Wärmepumpenangebote erheblich darin unterscheiden, welche Leistungen bereits im Gesamtpreis enthalten sind.

Laufende Kosten

Die größten laufenden Kosten einer Luftwärmepumpe entstehen durch den Stromverbrauch. Dieser hängt vom Wärmebedarf des Hauses und der Jahresarbeitszahl der Anlage ab.

Benötigt ein Haus beispielsweise 15.000 kWh Heizwärme pro Jahr und erreicht die Wärmepumpe eine JAZ von 3,5, werden etwa 4.286 kWh Strom benötigt.

Für spezielle Wärmepumpentarife lag der durchschnittliche Neukundenpreis im Juli 2026 laut Verivox bei rund 20,7 Cent pro kWh. In diesem Beispiel würden damit rund 887 Euro Stromkosten pro Jahr entstehen. Bei normalem Haushaltsstrom können die Kosten entsprechend höher ausfallen.

Hinzu kommen Wartungskosten. Die Verbraucherzentralen nennen hierfür etwa 150 bis 300 Euro pro Jahr. Ein Schornsteinfeger ist bei einer reinen Wärmepumpenheizung dagegen nicht erforderlich.

Laufende KostenBeispiel pro Jahr
Strom bei 4.286 kWh und 20,7 ct/kWhca. 887 €
Wartungca. 150–300 €
Schornsteinfeger0 €
Gesamtca. 1.040–1.190 €

Welche Förderung gibt es für Luftwärmepumpen 2026?

Luftwärmepumpen werden auch 2026 über die Bundesförderung für effiziente Gebäude (BEG) unterstützt. Für private Eigentümer bestehender Wohngebäude läuft die Förderung über das KfW-Programm 458 „Heizungsförderung für Privatpersonen – Wohngebäude“. Seit dem 21. Juli 2026 gelten neue Förderbedingungen.

Für eine förderfähige Luftwärmepumpe beträgt die Grundförderung 30 %. Selbstnutzende Eigentümer können zusätzlich einen Klimageschwindigkeitsbonus sowie abhängig vom Haushaltseinkommen einen Einkommensbonus erhalten.

FörderbausteinFörderung 2026
Grundförderung30 %
Klimageschwindigkeitsbonus16 %
Einkommensbonus10 %, 30 % oder 40 %
Maximale reguläre Förderung70 %
Maximale Förderung bei niedrigem Einkommenbis zu 80 %

Der frühere Effizienzbonus von 5 % wurde zum 21. Juli 2026 abgeschafft. Luftwärmepumpen mit natürlichem Kältemittel erhalten deshalb nicht mehr automatisch eine zusätzliche Förderung allein aufgrund des Kältemittels.

Wie hoch ist der maximale Zuschuss?

Bei einem Einfamilienhaus berücksichtigt die KfW 2026 maximal 28.000 Euro förderfähige Kosten. Daraus ergeben sich folgende maximale Zuschüsse:

  • bei 30 % Förderung: 8.400 Euro
  • bei 46 % Förderung: 12.880 Euro
  • bei 70 % Förderung: 19.600 Euro
  • bei 80 % Förderung: 22.400 Euro

Bis zu 80 % Förderung können selbstnutzende Eigentümer mit besonders niedrigem zu versteuernden Haushaltseinkommen erhalten. Für die meisten anderen Antragsteller liegt die maximale Förderquote bei 70 %.

Wer erhält den Klimageschwindigkeitsbonus?

Der Klimageschwindigkeitsbonus beträgt bis zum 31. Januar 2027 noch 16 %. Er kann von selbstnutzenden Eigentümern beantragt werden, wenn beispielsweise eine funktionierende Öl-, Kohle-, Gas-Etagen- oder Nachtspeicherheizung ersetzt wird.

Auch beim Austausch einer Gaszentral- oder Biomasseheizung ist der Bonus möglich, wenn diese mindestens 20 Jahre alt ist. Die alte Heizung muss fachgerecht demontiert und entsorgt werden.

–> Alles zur neuen Wärmepumpen Förderung 2026 gibt es hier

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Darauf sollten Sie bei einer Luftwärmepumpe achten

Auch wenn eine Luftwärmepumpe sehr einfach zu installieren ist, gibt es einige Aspekte zu beachten: 

  • Ausreichender Platz im Außenbereich: Eine Luftwärmepumpe benötigt genügend Platz für die Aufstellung der Außeneinheit, die die Luft ansaugt. Es sollte genug Raum für die Luftzirkulation vorhanden sein, sodass die angesaugte Luft nicht blockiert wird.

  • Lärmschutz: Der Schallpegel einer Luftwärmepumpe kann je nach Modell und Betriebszustand variieren. Es ist wichtig, sicherzustellen, dass die aufgestellte Einheit keine Lärmbelästigung für die Bewohner oder Nachbarn darstellt.

  • Systemkompatibilität: Es sollte geprüft werden, ob die vorhandene Heizungsanlage mit einer Luftwärmepumpe kompatibel ist. Manchmal sind Anpassungen oder Ergänzungen erforderlich, um die Wärmepumpe in das bestehende System zu integrieren.

  • Bauvorschriften und Genehmigungen: Vor der Installation einer Luftwärmepumpe sollten die örtlichen Bauvorschriften und Genehmigungen überprüft werden. Eventuell sind spezifische Anforderungen oder Einschränkungen zu beachten.

Es ist empfehlenswert, vor der Installation einer Luftwärmepumpe einen Fachmann zu konsultieren, der die örtlichen Gegebenheiten und die spezifischen Anforderungen prüfen kann. Wir vermitteln Ihnen gerne einen qualifizierten Installateuer – kostenlos und unverbindlich.

Hersteller von Luftwärmepumpen

Mittlerweile gibt es zahlreiche Hersteller für Luft-Wasser-Wärmepumpen sowohl in Deutschland als auch im Ausland. Für Hersteller von Luft-Luft-Wärmepumpen ist die Auswahl deutlich geringer.

Hersteller

Herkunftsland

Wärmepumpenart

Alpha Innotec

Deutschland

Luft-Wasser-Wärmepumpen

Buderus

Deutschland

Luft-Wasser-Wärmepumpen

Bosch

Deutschland

Luft-Wasser-Wärmepumpen

Brötje

Deutschland

Luft-Wasser-Wärmepumpen

Daikin

Japan

Luft-Wasser-Wärmepumpen & Luft-Luft-Wärmepumpe

Dimplex

Irland

Luft-Wasser-Wärmepumpen

IDM

Österreich

Luft-Wasser-Wärmepumpen

Michl

Deutschland

Luft-Wasser-Wärmepumpen

Mitsubishi Electric

Japan

Luft-Wasser-Wärmepumpen

Nibe

Schweden

Luft-Wasser-Wärmepumpen & Abluft-Wärmepumpe

Novelan

Deutschland

Luft-Wasser-Wärmepumpen

Ochsner

Deutschland

Luft-Wasser-Wärmepumpen

Panasonic

Japan

Luft-Wasser-Wärmepumpen

Remko

Deutschland

Luft-Wasser-Wärmepumpen

Stiebel Eltron

Deutschland

Luft-Wasser-Wärmepumpen

Vaillant

Deutschland

Luft-Wasser-Wärmepumpen

Viessmann

Deutschland

Luft-Wasser-Wärmepumpen

Waterkotte

Deutschland

Luft-Wasser-Wärmepumpen

Weishaupt

Deutschland

Luft-Wasser-Wärmepumpen

Wolf

Deutschland

Luft-Wasser-Wärmepumpen & Luft-Luft-Wärmepumpe

Testsieger für Luftwärmepumpen

Die Testsieger der Stiftung Warentest waren im Jahr 2023 folgende:

Testergebnisse (Stiftung Warentest)
Anbieter und ModellPreis
(Mittelwert)
Qualitätsurteil
Vaillant Geotherm plus VWS 102/29.060€Gut (2,1)
Alpha-Innotec WZS S100H9.580€Gut (2,4)
Stiebel Eltron WPC 109.810€Gut (2,4)
Tecalor TTF10 eco9.810€Gut (2,4)
Dimplex SI 9KS mit Speicher WWSP 33210.740€Befriedigend (2,6)
Buderus Logafix WPS90IK mit Speicher WWSP30110.740€Befriedigend (2,6)
Junkers TM 90-19.690€Befriedigend (2,6)
Waterkotte Ai1 5008.410.100€Befriedigend (2,7)
Viessmann Vitocal 343 BWT1108.810€Befriedigend (2,9)
Nibe Fighter 1220-1010.580€Befriedigend (3,1)

 

Luftwärmepumpe FAQs

Eine normale Luft-Luft-Wärmepumpe kostet 8.000 bis 10.000 €, während eine Luft-Wasser-Wärmepumpe mit etwa 10.000 - 12.000 € zu Buche schlägt. Hinzu kommen noch die Kosten für die Installation, diese liegen abhängig von den Bedingungen zwischen 2.000 und 8.000 €.
Die höchstmöglichen Förderung für den Einbau einer Wärmepumpe liegt bei 40 %, die förderbaren Kosten sind bei 60.000 € gedeckelt. Also kann maximal ein Betrag von 24.000 € durch staatliche Zuschüsse erbracht werden. Dafür müssen allerdings einige Bedingungen erfüllt sein. Ansonsten ist auch eine Förderung in Form eines Tilgungszuschusses bei einem KfW-Kredit möglich, hierbei sind maximal 37.500 € möglich. Dafür sind allerdings strenge Kriterien bezüglich der Nachhaltigkeitsklasse zu erfüllen.
Eine Luftwärmepumpe eignet sich besonders gut für Häuser mit guter Wärmedämmung und großflächigen Heizkörpern wie Fußbodenheizungen oder Wandheizungen. Ansonsten kann sie nicht effektiv arbeiten. Wenn diese Bedingungen erfüllt sind, eignet sich eine Luftwärmepumpe für sehr viele Typen von Häusern. Egal ob Einfamilien-, Mehrfamilienhaus, Blockhütte oder Bungalow, mit einer Luftwärmepumpe kann der Energiebedarf des Hauses nachhaltig und günstig gedeckt werden.
Wärmepumpen benötigen Strom für den Betrieb, das ist richtig. Allerdings beziehen sie etwa 70 % der notwendigen Energie aus der Außenluft und nur ca. 30 % aus dem Stromnetz. Pro Kilowattstunde Strom werden gut drei Kilowattstunden Wärme abgegeben, daher kann man Luftwärmepumpen nicht als Stromfresser bezeichnen. Die Betriebs- und Heizkosten einer Luftwärmepumpe sind im Vergleich zu einer klassischen Gas- oder Ölheizung gering.
Luftwärmepumpen sind äußerst umweltfreundliche Heizoptionen. Die Voraussetzung ist allerdings, dass der benötigte Strom auch aus regenerativen Quellen stammt und nicht aus Kohle- oder Gaskraftwerken. Eine besonders umweltfreundliche und dabei noch ökonomisch sinnvolle Möglichkeit ist dabei die Stromerzeugung mittels eigener Solaranlage auf dem Dach.
Die Funktion einer Luftwärmepumpe ist auch im Winter nicht gefährdet, denn auch bei Außentemperaturen von bis zu –25 Grad Celsius kann sie das Gebäude immer noch beheizen. Das liegt am verwendeten Kältemittel, das auch bei niedrigen Temperaturen noch verdampft. Kleine Einbußen in der Effizienz muss man bei sehr kalten Minusgraden allerdings hinnehmen.
Eine Luftwärmepumpe lohnt sich vor allem in Neubauten und gut isolierten Altbauten. Am meisten Sinn ergibt eine Luftwärmepumpe jedoch in Verbindung mit einer Solaranlage. Denn so können die Betriebskosten drastisch reduziert werden und auch die Heizkosten für das Gebäude fallen somit sehr gering aus.
Eine Luftwärmepumpe macht in alten Gebäuden keinen Sinn, da diese meist zu schlecht gedämmt sind und der Wärmeverlust zu groß ist. Diesen kann die Wärmepumpe nicht ausgleichen, da sie mit relativ geringen Vorlauftemperaturen arbeitet. In diesem Fall wären andere Heizungsvarianten sinnvoller. Alternativ muss nachträgliche eine Dämmung angebracht werden sowie Fenster und Türen ausgetauscht werden.
Je nach Hersteller und Qualität der Anlage kann man eine Luftwärmepumpe etwa 15 bis 25 Jahre lang einsetzen, bis man an einen Ersatz denken sollte. Wenn es sich um eine Außenanlage handelt, können die Witterungseinflüsse dazu beitragen, die Lebenserwartung der Anlage zu verkürzen.
Ja, Luftwärmepumpen haben im Betrieb einen gewissen Geräuschpegel, den man nicht leugnen kann. Allerdings sind moderne Geräte mittlerweile sehr leise geworden und verfügen oft sogar über einen Nachtmodus, um die Geräuschkulisse zu reduzieren. Die Anlage kann auch im Inneren des Hauses im Keller platziert werden, um die Geräuschbelastung möglichst gering zu halten.