Luftwärmepumpe: Alles was Sie wissen müssen!

Wenn Sie Ihr Zuhause mit einer Wärmepumpe beheizen, sparen Sie langfristig viel Geld und helfen das Klima zu schonen. In diesem Beitrag beschäftigten wir uns mit der Luftwärmepumpe und erläutern die genaue Funktionsweise, für welche Fälle sie geeignet ist und welche Kosten dabei auf Sie zukommen. 

Außerdem gehen wir auf die staatlichen Fördermöglichkeiten ein. Denn so können Sie gleichzeitig den Geldbeutel schonen und sich unabhängiger von fossilen Rohstoffen machen.

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Wie funktioniert eine Luftwärmepumpe?

Eine Luftwärmepumpe funktioniert mit dem Prinzip der Wärmeübertragung, dabei nutzt sie die Umgebungsluft als Energiequelle, um Wärme zu erzeugen und damit das Gebäude zu heizen. Sie besteht aus vier Hauptkomponenten: einem Verdampfer, einem Kompressor, einem Verflüssiger und einem Expansionsventil.

Zu Beginn des Prozesses saugt die Luftwärmepumpe die Umgebungsluft über den Verdampfer an. Der Verdampfer enthält ein Kältemittel, das bereits bei niedriger Temperatur verdampft. Während dieses Verdampfungsprozesses wird Wärme aus der Luft aufgenommen und das Kältemittel verwandelt sich in ein gasförmiges Medium.

Das gasförmige Kältemittel wird dann durch den Kompressor geleitet. Der Kompressor erhöht den Druck des Kältemittels und damit auch seine Temperatur. Dadurch steigt die Wärmeenergie im Kältemittel weiter an.

Der nächste Schritt ist der Verflüssiger. Hier gibt das Kältemittel seine Wärme an das Heizsystem oder den Warmwasserspeicher ab. Dabei kondensiert das gasförmige Kältemittel wieder zu einer flüssigen Form, da es seine Wärme an die Umgebungsluft oder das Heizsystem abgegeben hat. 

Schließlich gelangt das flüssige Kältemittel durch das Expansionsventil, wo der Druck reduziert wird und das Kältemittel wieder in den Verdampfer gelangt. So beginnt der Kreislauf von vorne. 

Durch diesen Prozess der Wärmeübertragung und Verdichtung der Luft kann die Luftwärmepumpe aus einer relativ geringen Menge an elektrischer Energie eine große Menge an Wärme erzeugen. In Regel produziert eine Wärmepumpe etwa dreimal mehr Energie als sie aufwendet. 

Sie brauchen keine Angst haben, dass Ihre Wärmepumpe bei sehr kalten Außentemperaturen nicht mehr funktioniert. Durch modernste Technik und das ausgeklügelte Kältemittel arbeiten Luftwärmepumpen auch bei Außentemperaturen bis zu –25 Grad Celsius immer noch effizient. Im absoluten Notfall gibt es einen Heizstab, der die Wärmepumpe unterstützt, das kostet allerdings zusätzlichen Strom.

Luftwärmepumpe Arten

Es gibt mittlerweile auch bei den Luftwärmepumpen verschiedene Typen für unterschiedliche Einsatzgebiete, von der Luft-Wasser-Wärmepumpe über die Luft-Luft-Wärmepumpe bis hin zu den Brauchwasser- und Abluftwärmepumpen. Die Unterschiede erklären wir Ihnen nachfolgend.

Luft-Luft-Wärmepumpe

Die Luft-Luft-Wärmepumpe ist ein Exot unter der Wärmepumpen und unterscheidet sich in ihrer Funktionsweise. Wann könnte sie auch als Klimaanlage bezeichnen, denn sie gewinnt die notwendige thermische Energie aus der Umgebungsluft des Gebäudes und führt sie kontrolliert der Frischluft wieder zu. Sie kommt dabei ohne wasserführendes Heizsystem aus. Es gibt in diesem Fall auch keine Heizkörper, denn die Luft dient als Verteilungssystem für die Wärme.

Luft-Wasser-Wärmepumpe

Die Luft-Wasser-Wärmepumpe ist das klassische Modell. Sie gewinnt die thermische Energie aus der Umgebungsluft des Gebäudes und gibt sie durch den Verdampfer an die Heizkörper im Haus weiter. Dank der einfachen Installation ist es auch eine gute Wärmepumpe im Altbau.

Brauchwasserwärmepumpe

Eine Brauchwasserwärmepumpe basiert auf demselben Funktionsprinzip wie die Luft-Wasser-Wärmepumpe. Mit dem kleinen Unterschied, dass sie nicht zur Heizung des Gebäudes dient, sondern zur Aufbereitung bzw. Erwärmung des Brauchwassers, wenn Sie zum Beispiel duschen möchten oder warmes Wasser benötigen.

Hier ist jedoch Vorsicht geboten, denn Wärmepumpen, die nur zur Aufbereitung von Brauchwasser dienen und nicht der Heizung des Gebäudes sind von der staatlichen Förderung ausgeschlossen.

Abluftwärmepumpe

Die Abluftwärmepumpe basiert ebenso auf dem Prinzip der Luft-Luft-Wärmepumpe, bezieht ihre thermische Energie, aber aus der Abluft des Gebäudes. Die Abluftwärmepumpe ist in ihrer Funktion noch effizienter als die Luft-Wasser-Wärmepumpe, da die Abluft des Gebäudes mehr Energie enthält als die Umgebungsluft.

Luftwärmepumpe Aufstellorte

Je nachdem, ob Sie eine Monoblock-Wärmepumpe besitzen oder ein Split-Gerät gibt es verschiedene Optionen der Aufstellung. 

Hier finden Sie eine Übersicht:

Luftwärmepumpe Innenaufstellung

Auch wenn die Luftwärmepumpe mit der Umgebungsluft arbeitet, ist eine Aufstellung im Innenraum möglich. Allerdings ist dann ein Durchbruch in der Wand nötig, damit die Umgebungsluft angesaugt werden kann. 

Das hat den Vorteil, dass die teure Technik vor Witterungseinflüssen geschützt im Gebäudeinneren steht, und auch die Effizienz leidet kaum darunter. Allerdings sind auch modernste Luftwärmepumpen nicht geräuschfrei. Achten Sie daher auf eine gute Schallisolierung und die Dezibel-Zahl des Herstellers. 

Luftwärmepumpe zur Innenaufstellung
Luftwärmepumpe zur Innenaufstellung von Stiebel Eltron

Luftwärmepumpe Außenaufstellung

Die Aufstellung im Außenbereich ist der Klassiker bei der Installation der Wärmepumpe, denn so kann die Umgebungsluft am effektivsten genutzt werden, und die Lärmbelastung ist geringer. 

Wichtig ist vor allem für eine freie Luftzufuhr zu sorgen, dafür müssen die Abstände zur Hauswand eingehalten werden. Dennoch sollte die Anlage so nahe wie möglich am Haus stehen, denn so sparen Sie an den Installationskosten und vermeiden Wärmeverluste

Achten Sie darauf, dass die Wärmepumpe nicht unbedingt unter Ihrem Schlafzimmer steht, denn auch moderne Geräte haben einen gewissen Geräuschpegel

Luftwärmepumpe als Split-Gerät

Eine Luftwärmepumpe als Split-Gerät besteht aus zwei Komponenten, dem Außen- und dem Innenteil. Außen ist dabei alles verbaut, was Geräusche verursacht. Die Inneneinheit ist dementsprechend klein und praktisch darin befinden sich nur die Regler und der Verflüssiger. Das sorgt für einen sehr geringen Geräuschpegel.

Luftwärmepumpe Split-Gerät
Luftwärmepumpe als Split-Gerät von Weishaupt

Vor- und Nachteile einer Luftwärmepumpe

Jede Art von Wärmepumpe hat ihre eigenen Vor- und Nachteile. Die einfache Installation und die relativ günstigen Anschaffungskosten einer Luftwärmepumpe stehen den Nachteilen wie dem Platzbedarf und der Abhängigkeit von der Umgebungsluft gegenüber. 

Vorteile einer Luftwärmepumpe

  • Einfache Installation: Im Vergleich zu anderen Wärmepumpensystemen ist die Installation einer Luftwärmepumpe relativ unkompliziert und erfordert keine aufwändigen Erdarbeiten, um einen Erdkollektor oder eine Erdsonde zu installieren.

  • Hohe Effizienz: Moderne Luftwärmepumpen sind sehr effizient und können eine hohe Wärmeproduktion im Verhältnis zum eingesetzten Strom bieten.

  • Flexibilität: Eine Luftwärmepumpe ist flexibel einsetzbar und kann in verschiedenen Gebäuden und Grundstücken verwendet werden.

  • Geringere Investitionskosten: Die Anschaffungskosten für eine Luftwärmepumpe sind in der Regel günstiger als bei anderen Wärmepumpensystemen.

  • Zusätzlich auch Kühlung möglich: Mit einer Luftwärmepumpe können Sie Ihr Zuhause an heißen Sommertagen auch kühlen. Mit vielen Systemen ist das möglich, dazu benötigen sie lediglich eine reversible Wärmepumpe, die den Kreislauf umkehrt.

Nachteile einer Luftwärmepumpe

  • Abhängigkeit von Außenluft: Die Leistung einer Luftwärmepumpe hängt stark von den äußeren Witterungsbedingungen ab. Bei extrem niedrigen Temperaturen kann die Effizienz sinken. Das kommt aber in Deutschland sehr selten vor. 

  • Lärmemissionen: Während des Betriebs erzeugt eine Luftwärmepumpe Geräusche, die je nach Modell und Aufstellort als störend empfunden werden können.

  • Platzbedarf: Eine Luftwärmepumpe benötigt ausreichend Platz für die Installation im Außenbereich, einschließlich des Platzes für die Ansaugung der Außenluft.

  • Optik: Die Außeneinheit der Luftwärmepumpe kann als ästhetisch störend empfunden werden und muss möglicherweise an das Design des Gebäudes angepasst werden.

Luftwärmepumpen im Vergleich zu anderen Wärmepumpen

Hier finden Sie einen Vergleich verschiedener Faktoren der einzelnen Typen wie der Luftwärmepumpe, der Erdwärmepumpe und der Grundwasserwärmepumpe

Vor- und Nachteile

Luftwärmepumpe

Erdwärmepumpe

Wasserwärmepumpe

Anschaffungspreis

Gering 

Hoch

Hoch

Aufwand für die Installation

Gering

Hoch 

Hoch 

Abhängigkeit von Umgebungstemperatur

Ja

Nein 

Nein

Flexibilität

Hoch

Gering

Gering

Platzbedarf im Haus

Hoch

Niedrig

Niedrig

Betriebskosten

Hoch

Niedrig

Niedrig

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Luftwärmepumpe Kosten

Eine Luftwärmepumpe kostet zwischen 12.000 und 20.000 € inklusive Installation. Die Preise für die Anschaffung sowie für die Installation sind dabei vom Typ und Hersteller abhängig. Hier finden Sie einen groben Überblick:

Wärmepumpe

Kosten Wärmepumpe

Kosten Installation

Kosten Gesamt

Luft-Luft-Wärmepumpe

Ca. 10.000 €

Ca. 2.000 – 5.000 €

Ca. 12.000 bis 15.000 €

Luft-Wasser-Wärmepumpe

Ca. 10.000 € bis 12.000 €

Ca. 5.000 – 8.000 €

Ca. 15.000 € bis 20.000 €

Auch interressant: Wärmepumpe Kosten – Aktuelle Preise im Überblick 2024

Luftwärmepumpe Förderungen

Für den Einbau einer Luftwärmepumpe gibt es attraktive Wärmepumpen Förderungen vom Bund. Sie können von zinsgünstigen Krediten von der KfW (Kreditanstalt für Wiederaufbau) oder aber finanziellen Zuschüssen durch das BAFA (Bundesamt für Wirtschaft und Ausfuhrkontrolle) profitieren. Eine Kombination beider Optionen ist leider nicht möglich.

Kreditangebot der KfW-Bank:

Kredit – 261 – Wohngebäude Kredit – im Rahmen einer energetischen Sanierung.

  • Kredit bereits ab 0,24 % effektiven Jahreszins (Laufzeit zwischen 4 und 10 Jahren)

  • bis zu 30 Jahre Laufzeit möglich bei 1,65 % Zinsen

  • bis zu 150.000 € pro Wohneinheit, bei Effizienzhaus-Standard* entspricht Klasse 40

  • zwischen 5 – 25 % Tilgungszuschuss möglich – umso höher der Effizienzhaus-Standard, je weniger muss von dem Kredit zurückgezahlt werden

  • verschiedene Effizienzklassen möglich zwischen Stufe 40, 55, 70, 85 und Denkmal, sowie erneuerbare Energien Klasse*

  • zusätzliche Förderungen wie bezuschusste Baubegleitung möglich

* Erneuerbare Energien Klasse

Durch diese Klasse erhalten Sie besonders günstige Bedingungen für die Förderung und mehr Tilgungszuschuss. Dafür müssen Sie eine neue Heizung, wie eine Wärmepumpe, im Gebäude installieren, die mit erneuerbaren Energien funktioniert. Diese muss mindestens 65 % des Energiebedarfs der Immobilie decken.

Mögliche Ersparnis durch KfW-Tilgungszuschüsse:

Effizienzhaus-Klasse

Tilgungszuschuss in &

Möglicher Betrag

Effizienzhaus 40

  20 % von max. 120.000 Euro Kreditbetrag

bis zu 24.000 Euro

Effizienzhaus 40 EE und NH

  25 % von max. 150.000 Euro Kreditbetrag

bis zu 37.500 Euro

Effizienzhaus 55

  15 % von max. 120.000 Euro Kreditbetrag

  bis zu 18.000 Euro

Effizienzhaus 55 EE und NH

  20 % von max. 150.000 Euro Kreditbetrag

  bis zu 30.000 Euro

Effizienzhaus 70

10 % von max. 120.000 Euro Kreditbetrag

bis zu 12.000 Euro

Effizienzhaus 70 EE und NH

15 % von max. 150.000 Euro Kreditbetrag

bis zu 22.500 Euro

Effizienzhaus 85

5 % von max. 120.000 Euro Kreditbetrag

bis zu 6.000 Euro

Effizienzhaus 85 EE und NH

10 % von max. 150.000 Euro Kreditbetrag

bis zu 15.000 Euro

Effizienzhaus Denkmal

5 % von max. 120.000 Euro Kreditbetrag

bis zu 6.000 Euro

Effizienzhaus Denkmal EE und NH

10 % von max. 150.000 Euro Kreditbetrag

bis zu 15.000 Euro

Anmerkung: EE steht für Erneuerbare-Energien-Klasse und NH für Nachhaltigkeitsklasse.

Übersicht der möglichen Zuschüsse zur Luftwärmepumpe:

Zuschussbezeichnung 

Höhe des Zuschusses

Grundförderung

30 %

Geschwindigkeitsbonus

20 % bis 01.01.29 (dann 17 %)

Einkommens-Bonus

30 % (bei jährl. Eink. u. 40.000 €)

Effizienzbonus

5 % für umweltfr. Kältemittel

Mögliche Ersparnis durch BAFA-Zuschüsse

Investitionssumme 

BAFA-Förderung 70 % 

Gesamtsumme

8.000 €

5.600 €

2.400 €

15.000 €

10.500 €

4.500 €

30.000 €

21.000 €

9.000 €

Die Förderung ist bei 70 % und 30.000 € gedeckelt. Also können Sie maximal mit einer Summe von 21.000 € bezuschusst werden. 

Heizkosten einer Luftwärmepumpe

Die Heizkosten der Luftwärmepumpe kommen hauptsächlich durch die Betriebskosten der Wärmepumpe zustande, denn diese funktioniert mit Strom. Wichtig für die Effizienz der Wärmepumpe ist die sogenannte Jahresarbeitszahl (JAZ) der Wärmepumpe. Damit wird gemessen, wie viel Nutzwärme aus der aufgewendeten elektrischen Energie erzeugt wurde.

Wichtig: Damit die Wärmepumpe die Bedingungen für eine staatliche Förderung erfüllt, muss sie aktuell im Jahr 2024 mindestens eine JAZ von 3,0 besitzen. Das bedeutet, dass die Wärmepumpe ca. dreimal mehr Energie erzeugt als sie benötigt.

Beispielrechnung Betriebskosten: 

Jahresenergiebedarf zum Heizen: 20.000 kWh

JAZ: 3,0 

Strompreis pro kWh: ca. 0,28 €

 

20.000 kWh : 3,0 = 6.666,7 kWh

6.666,7 kWh x 0,28 = 1.866 € Stromkosten pro Jahr

Die Kosten sind natürlich stark abhängig von der Bausubstanz und der Dämmung des Hauses sowie dem Heizverhalten der Bewohner. 

Wenn Sie die Wärmepumpe mit einer Photovoltaik-Anlage kombinieren, besteht ein großes Einsparpotenzial bei den Betriebskosten. 

Für Wärmepumpen gibt es meist günstigere Stromtarife. Sie können je nach Anbieter zwischen 1 und 4 Cent pro bezogene Kilowattstunde sparen. Für die Abrechnung ist dann allerdings ein separater Stromzähler nötig. Unter Check24 können Sie einen Preisvergleich der Wärmepumpentarife durchführen und den Besten für sich finden.

Darauf sollten Sie bei einer Luftwärmepumpe achten

Auch wenn eine Luftwärmepumpe sehr einfach zu installieren ist, gibt es einige Aspekte zu beachten: 

  • Ausreichender Platz im Außenbereich: Eine Luftwärmepumpe benötigt genügend Platz für die Aufstellung der Außeneinheit, die die Luft ansaugt. Es sollte genug Raum für die Luftzirkulation vorhanden sein, sodass die angesaugte Luft nicht blockiert wird.

  • Lärmschutz: Der Schallpegel einer Luftwärmepumpe kann je nach Modell und Betriebszustand variieren. Es ist wichtig, sicherzustellen, dass die aufgestellte Einheit keine Lärmbelästigung für die Bewohner oder Nachbarn darstellt.

  • Systemkompatibilität: Es sollte geprüft werden, ob die vorhandene Heizungsanlage mit einer Luftwärmepumpe kompatibel ist. Manchmal sind Anpassungen oder Ergänzungen erforderlich, um die Wärmepumpe in das bestehende System zu integrieren.

  • Bauvorschriften und Genehmigungen: Vor der Installation einer Luftwärmepumpe sollten die örtlichen Bauvorschriften und Genehmigungen überprüft werden. Eventuell sind spezifische Anforderungen oder Einschränkungen zu beachten.

Es ist empfehlenswert, vor der Installation einer Luftwärmepumpe einen Fachmann zu konsultieren, der die örtlichen Gegebenheiten und die spezifischen Anforderungen prüfen kann. Wir vermitteln Ihnen gerne einen qualifizierten Installateuer – kostenlos und unverbindlich.

Hersteller von Luftwärmepumpen

Mittlerweile gibt es zahlreiche Hersteller für Luft-Wasser-Wärmepumpen sowohl in Deutschland als auch im Ausland. Für Hersteller von Luft-Luft-Wärmepumpen ist die Auswahl deutlich geringer.

Hersteller

Herkunftsland

Wärmepumpenart

Alpha Innotec

Deutschland

Luft-Wasser-Wärmepumpen

Buderus

Deutschland

Luft-Wasser-Wärmepumpen

Bosch

Deutschland

Luft-Wasser-Wärmepumpen

Brötje

Deutschland

Luft-Wasser-Wärmepumpen

Daikin

Japan

Luft-Wasser-Wärmepumpen & Luft-Luft-Wärmepumpe

Dimplex

Irland

Luft-Wasser-Wärmepumpen

IDM

Österreich

Luft-Wasser-Wärmepumpen

Michl

Deutschland

Luft-Wasser-Wärmepumpen

Mitsubishi Electric

Japan

Luft-Wasser-Wärmepumpen

Nibe

Schweden

Luft-Wasser-Wärmepumpen & Abluft-Wärmepumpe

Novelan

Deutschland

Luft-Wasser-Wärmepumpen

Ochsner

Deutschland

Luft-Wasser-Wärmepumpen

Panasonic

Japan

Luft-Wasser-Wärmepumpen

Remko

Deutschland

Luft-Wasser-Wärmepumpen

Stiebel Eltron

Deutschland

Luft-Wasser-Wärmepumpen

Vaillant

Deutschland

Luft-Wasser-Wärmepumpen

Viessmann

Deutschland

Luft-Wasser-Wärmepumpen

Waterkotte

Deutschland

Luft-Wasser-Wärmepumpen

Weishaupt

Deutschland

Luft-Wasser-Wärmepumpen

Wolf

Deutschland

Luft-Wasser-Wärmepumpen & Luft-Luft-Wärmepumpe

Testsieger für Luftwärmepumpen

Die Testsieger der Stiftung Warentest waren im Jahr 2023 folgende:

Testergebnisse (Stiftung Warentest)
Anbieter und ModellPreis
(Mittelwert)
Qualitätsurteil
Vaillant Geotherm plus VWS 102/29.060€Gut (2,1)
Alpha-Innotec WZS S100H9.580€Gut (2,4)
Stiebel Eltron WPC 109.810€Gut (2,4)
Tecalor TTF10 eco9.810€Gut (2,4)
Dimplex SI 9KS mit Speicher WWSP 33210.740€Befriedigend (2,6)
Buderus Logafix WPS90IK mit Speicher WWSP30110.740€Befriedigend (2,6)
Junkers TM 90-19.690€Befriedigend (2,6)
Waterkotte Ai1 5008.410.100€Befriedigend (2,7)
Viessmann Vitocal 343 BWT1108.810€Befriedigend (2,9)
Nibe Fighter 1220-1010.580€Befriedigend (3,1)

 

Luftwärmepumpe FAQs

Eine normale Luft-Luft-Wärmepumpe kostet 8.000 bis 10.000 €, während eine Luft-Wasser-Wärmepumpe mit etwa 10.000 - 12.000 € zu Buche schlägt. Hinzu kommen noch die Kosten für die Installation, diese liegen abhängig von den Bedingungen zwischen 2.000 und 8.000 €.
Die höchstmöglichen Förderung für den Einbau einer Wärmepumpe liegt bei 40 %, die förderbaren Kosten sind bei 60.000 € gedeckelt. Also kann maximal ein Betrag von 24.000 € durch staatliche Zuschüsse erbracht werden. Dafür müssen allerdings einige Bedingungen erfüllt sein. Ansonsten ist auch eine Förderung in Form eines Tilgungszuschusses bei einem KfW-Kredit möglich, hierbei sind maximal 37.500 € möglich. Dafür sind allerdings strenge Kriterien bezüglich der Nachhaltigkeitsklasse zu erfüllen.
Eine Luftwärmepumpe eignet sich besonders gut für Häuser mit guter Wärmedämmung und großflächigen Heizkörpern wie Fußbodenheizungen oder Wandheizungen. Ansonsten kann sie nicht effektiv arbeiten. Wenn diese Bedingungen erfüllt sind, eignet sich eine Luftwärmepumpe für sehr viele Typen von Häusern. Egal ob Einfamilien-, Mehrfamilienhaus, Blockhütte oder Bungalow, mit einer Luftwärmepumpe kann der Energiebedarf des Hauses nachhaltig und günstig gedeckt werden.
Wärmepumpen benötigen Strom für den Betrieb, das ist richtig. Allerdings beziehen sie etwa 70 % der notwendigen Energie aus der Außenluft und nur ca. 30 % aus dem Stromnetz. Pro Kilowattstunde Strom werden gut drei Kilowattstunden Wärme abgegeben, daher kann man Luftwärmepumpen nicht als Stromfresser bezeichnen. Die Betriebs- und Heizkosten einer Luftwärmepumpe sind im Vergleich zu einer klassischen Gas- oder Ölheizung gering.
Luftwärmepumpen sind äußerst umweltfreundliche Heizoptionen. Die Voraussetzung ist allerdings, dass der benötigte Strom auch aus regenerativen Quellen stammt und nicht aus Kohle- oder Gaskraftwerken. Eine besonders umweltfreundliche und dabei noch ökonomisch sinnvolle Möglichkeit ist dabei die Stromerzeugung mittels eigener Solaranlage auf dem Dach.
Die Funktion einer Luftwärmepumpe ist auch im Winter nicht gefährdet, denn auch bei Außentemperaturen von bis zu –25 Grad Celsius kann sie das Gebäude immer noch beheizen. Das liegt am verwendeten Kältemittel, das auch bei niedrigen Temperaturen noch verdampft. Kleine Einbußen in der Effizienz muss man bei sehr kalten Minusgraden allerdings hinnehmen.
Eine Luftwärmepumpe lohnt sich vor allem in Neubauten und gut isolierten Altbauten. Am meisten Sinn ergibt eine Luftwärmepumpe jedoch in Verbindung mit einer Solaranlage. Denn so können die Betriebskosten drastisch reduziert werden und auch die Heizkosten für das Gebäude fallen somit sehr gering aus.
Eine Luftwärmepumpe macht in alten Gebäuden keinen Sinn, da diese meist zu schlecht gedämmt sind und der Wärmeverlust zu groß ist. Diesen kann die Wärmepumpe nicht ausgleichen, da sie mit relativ geringen Vorlauftemperaturen arbeitet. In diesem Fall wären andere Heizungsvarianten sinnvoller. Alternativ muss nachträgliche eine Dämmung angebracht werden sowie Fenster und Türen ausgetauscht werden.
Je nach Hersteller und Qualität der Anlage kann man eine Luftwärmepumpe etwa 15 bis 25 Jahre lang einsetzen, bis man an einen Ersatz denken sollte. Wenn es sich um eine Außenanlage handelt, können die Witterungseinflüsse dazu beitragen, die Lebenserwartung der Anlage zu verkürzen.
Ja, Luftwärmepumpen haben im Betrieb einen gewissen Geräuschpegel, den man nicht leugnen kann. Allerdings sind moderne Geräte mittlerweile sehr leise geworden und verfügen oft sogar über einen Nachtmodus, um die Geräuschkulisse zu reduzieren. Die Anlage kann auch im Inneren des Hauses im Keller platziert werden, um die Geräuschbelastung möglichst gering zu halten.