Photovoltaikanlage kaufen Tipps 2021

Photovoltaikanlagen nutzen die Kraft der Sonne, um Strom zu erzeugen. Das Prinzip der Photovoltaik basiert auf der Fähigkeit einiger Materialien, Sonnenlicht in Strom umzuwandeln. Dieses physikalische Prinzip ist seit längerer Zeit bekannt, wird aber erst in den letzten Jahrzehnten intensiver angewandt. Bislang ist die Entwicklung von Solarzellen noch nicht abgeschlossen, weshalb in Zukunft weitere Neuerungen zu erwarten sind.

Photovoltaikanlage Funktion

Wie funktioniert eine Photovoltaikanlage?

Grundsätzlich wandelt eine Photovoltaikanlage Sonnenstrahlen, die auf die Zellen der Anlage treffen, in Strom um. Die Umwandlung von Sonnenlicht in Strom geschieht mithilfe von Solarzellen, die aus Silizium bestehen.

Durch die Sonnenstrahlen werden die neutral geladenen Teilchen in der Zelle angeregt und Elektronen freigesetzt. Die Solarzellen verfügen über Metallkontakte, welche die Elektronen weiterleiten und so wird Strom zur Verfügung gestellt. Anschließend werden die Elektronen wieder zurück in die Solarzellen geleitet.

Dort verbinden sie sich wieder mit den positiven Teilchen zu neutralen Teilchen und können erneut der Stromerzeugung dienen. Es handelt sich bei einer Photovoltaikanlage um einen geschlossenen Kreislauf.

Der Prozess wiederholt sich ständig und es wird fortlaufend Strom erzeugt. Um eine ausreichend hohe Spannung zu erzeugen, besteht eine Photovoltaikanlage nicht nur aus einer Solarzelle, sondern aus einer Vielzahl an zusammengefügten Solarzellen. Bekannt sind Photovoltaikanlagen auch als PV-Anlagen. Hier können Sie mehr zur Funktion lesen

Photovoltaikanlage Komponeten

Solarmodule

Solarmodule sind Hauptbestandteile einer Photovoltaikanlage. Wichtig ist, dass Solarmodule von hoher Qualität sind und vor allem langlebig. Hier erfahren Sie mehr über Photovoltaik Module.

Wechselrichter

Er ist das Herzstück einer jeden Photovoltaikanlage. Bei Photovoltaik Wechselrichtern sollte Sie Markenware bevorzugen. Hier lesen Sie alles Wichtige rund um Wechselrichter.

Batteriespeicher

Zu einer modernen Photovoltaikanlage gehört ein Batteriespeicher. Tagsüber wird der Speicher geladen und abends kann der gespeicherte Strom dann verbraucht werden. Dadurch können auf lange Sicht die Stromkosten signifikant gesenkt werden.

Mithilfe eines Batteriespeichers können Sie sich auch unabhängig vom Stromversorger werden. Hier finden Sie alles über Photovoltaik Speicher.

Unterkonstruktion

Ein fester Halt der Solarmodule auf dem Pfannendach oder Flachdach ist besonders wichtig. Hierfür ist eine qualitativ hochwertige Unterkonstruktion absolut notwendig. Weitere Informationen finden Sie hier.

Solarkabel

Robuste Solarkabel, die jedem Wetter strotzen sind, für jede Photovoltaikanlage unabkömmlich. Sie verbinden die Solarmodule mit dem Wechselrichter. Hier gibt es weitere Informationen.

Photovoltaikanlage Kosten

Eine Photovoltaikanlage ohne Speicher mit 5 kWp kostet inklusive Montage und Mehrwertsteuer ca. 6.000 – 9.000 €.

Eine Photovoltaikanlage mit Speicher mit 5 kWp kostet inklusive Montage und Mehrwertsteuer ca. 14.000 – 18.000 €.

Abhängig vom Preis sind die verbauten Komponenten, der Montageaufwand und die örtlichen Gegebenheiten. Es handelt sich diesbezüglich um Schätzpreise.

Es entstehen weitere Betriebskosten. Unter Photovoltaik Kosten finden Sie weitere Informationen.

Photvoltaikanlagen Kosten Rechner

Photovoltaikanlage Voraussetzungen

Grundvoraussetzung für jede Photovoltaikanlage ist eine geeignete Dachfläche. Ist eine solche vorhanden, sollte im Vorfeld abgeklärt werden, ob ein Bau auf dieser Dachfläche wirtschaftlich ist oder nicht. Dies hängt vom Standort und von vielen weiteren Faktoren ab, damit Sie den optimalen Nutzen für sich ziehen können.

Dachart

Schrägdach

Optimale Bedingungen finden Hauseigentümer bei einem Schrägdach für den Bau einer Photovoltaikanlage. Hier wird die Anlage parallel zur Eindeckung des Daches installiert. Bei den meisten Schrägdächern kann die vorhandene Eindeckung einfach bestehen bleiben. Sie schützt natürlich weiter von Wind und Wetter.

Es gibt zwei Möglichkeiten die Solarmodule auf das Dach zu montieren. Die Aufdachmontage eignet sich perfekt bei bereits bestehenden Dächern, währenddessen bei Neubauten auch die Indachmontage infrage kommt. Somit übernimmt die Photovoltaikanlage die Funktion des Daches. Aufgrund fehlender Hinterlüftung ist bei einer Indach-Solaranlage mit 5 % weniger Ertrag zu rechnen. Hier finden Sie weitere Informationen.

Photovoltaikanlage Aufdachmontage
Photovoltaikanlage als Aufdachmontage auf einem Schrägdach

Flachdach

Der Vorteil eines Flachdachs ist, dass Sie die geeignete Unterkonstruktion nach Ihren Wünschen ausrichten können. Sie haben die Möglichkeit die Module nach Süden ausrichten oder eine Ost/West Ausrichtung zu wählen. Ein erfahrener Solarteur hilft Ihnen bei der Entscheidung.

TIPP: Bei Flachdächern sollte im Vorfeld die Statik geprüft werden. In der Regel ist mit ca. 20 kg/m² Mehrbelastung für das Dach zu rechnen. Falls keine Statik Unterlagen mehr vorhanden sind, sollte ein fachkundiger Statiker zurate gezogen werden.

Kleines Flachdach mit Photovoltaik Modulen
Kleines Falchdach mit verschiedener Ausrichtung der Solarmodule

Dachneidgung

Eine Dachneigung von 20-30° ist optimal für die Produktion von Solarstrom. Bei einem Schrägdach werden die Module parallel montiert. Bei einem Flachdach werden die Module aufgeständert.

Sonneneinstrahlung Deutschland

In Deutschland haben Sie sehr gute Voraussetzungen um die Sonnenenergie wirtschaftlich zu nutzen. Hier können Sie Ihre persönlichen Solardaten abrufen.

Verschattung

Eine mögliche Verschattung mindert den Ertrag einer Photovoltaikanlage signifikant. Große Bäume oder Gebäude in der Nachbarschaft führen zu großen Einbußen. Bei der Planung einer Photovoltaikanlage muss dies im Vorfeld mit bedacht werden. Die gesamte Leistung einer Photovoltaikanlage durch einen etwaigen Schattenwurf auf das Dach beeinträchtigt wird, ist es sinnvoll, auf betroffene Bereiche des Daches keine Solarmodule zu installieren. Dies betrifft auch kleine Verschattungen, durch TV-Schüsseln und Kamine oder Äste.

Dachausrichtung

Die Richtung, in die Ihr Dach zeigt, auch Azimut Winkel genannt, ist einer der Hauptfaktoren, der bestimmt, wie viel Sonne Ihre Solarmodule im Laufe des Tages sehen werden.

Die optimale Photovotlaikanlagengröße

Der Jahresstromverbrauch des jeweiligen Haushalts ist eine wichtige Grundlage bei der Dimensionierung einer Photovoltaikanlage. Des Weiteren ist dies natürlich die zur Verfügung stehende Dachfläche. Eine typische Photovoltaikanlage hat in Deutschland eine Leistung von 5 kWp.

Das entspricht einer Dachfläche von ca. 35-40 qm, die für die Solaranlage eingeplant werden sollte. Ein Elektroauto sollte in Zukunft mit eingerechnet werden.

Umso mehr Module Sie auf dem Dach haben, umso mehr können Sie sparen.

Photovoltaik Planung

1. Photovoltaikanlagen Finanzierung und Förderung

Die Kreditanstalt für Wiederaufbau (KfW) gewährt Ihnen eine günstige Finanzierung für eine Photovoltaikanlage über Ihre Hausbank. Des Weiteren stehen Ihnen weitere Möglichkeiten um einen Solarkredit zu bekommen zur Verfügung. Diese finden Sie hier.

In Deutschland profitieren Sie von der Einspeisevergütung, die durch das EEG auf 20 Jahre fixiert ist. Hier finden Sie die aktuellen Fördersätze.

Zudem profitieren Sie in den einzelnen Bundesländern über weitere Förderung für Photovoltaik Speicher. Sprechen Sie mit Ihrem Solarteur über dieses Thema.

2. Solarunternehmen finden

3. Der Vortort Termin

Ein fachkundiger erfahrender Solarteur erkennt auf einen Blick, welche Probleme auftreten können und hat hierfür eine Lösung parat.

Daran erkennen Sie einen guten Solarfachbetrieb

  • Ein Vorort Termin ist Pflicht. Erst wenn die Gegebenheiten vor Ort persönlich geprüft wurden, erstellt das Unternehmen ein Angebot.
  • Kein Zeitdruck. Sie entscheiden, wann die Anlage gebaut wird.
  • Der Solarteur geht auf Ihre individuellen Wünsche, bzgl. Photovoltaik Module, etc. ein.
  • Das Angebot umfasst die Photovoltaik Komponenten jeweils einzeln auf. Zudem sollte das Angebot verständlich sein. Wenn nicht, fragen Sie nach!
  • Eine individuelle Wirtschaftlichkeitsberechnung ist für jedes Angebot Pflicht.
  • Stringverschaltungen, Anmeldungen, Genehmigungen und Inbetriebnahme werden Ihnen vom Solarteur mitgeteilt

TIPP: Hören Sie auf Ihr Bauchgefühl und führen Sie eine Internetrecherche durch. Fragen Sie den Solarteur nach etwaigen Referenzen.

4. Vergleich von Angeboten für eine Photovoltaikanlage

Vergleichen Sie 3-5 Angebote miteinander. Das mag aufwendig sein, aber immerhin geht es um eine Investition, die im besten Fall länger als 20 Jahre halten soll. 

Solarmodule

Angaben über Hersteller, Nennleistung, Wirkungsgrad, ggf. Perfomance Ratio, Garantien und Gewährleistungen mit Datenblättern. 

Wechselrichter

Angaben über Hersteller, Wirkungsgrad, Nennleistung, Anlagenüberwachung, etc. Ist ein Monitoring mit dem Smartphone via App möglich?

Batteriespeicher

Angaben über Hersteller, Zyklenzahl, Speicherkapazität. Ggf. ist der Speicher im Bundesland förderfähig.

Leitungen

Einsatz von 6 mm² Kabel ist Standard. Verluste, etc. Welche Länge wird genutzt?

Dachbelegung

Das Solarfachunternehmen hat die Möglichkeit mithilfe einer Fotomontage Ihr Dach virtuell mit Solarmodulen zu belegen. Ist die Belegung optimal oder besteht die Möglichkeit durch eine andere Modulgröße Ihr Dach besser zu nutzen?

Preis für eine Photovoltaikanlage

Preise für eine Photovoltaik Anlage sollten immer in kWp erfolgen. Das günstigste Angebot ist nicht immer das Beste. Wie gesagt geht hier um die Langlebigkeit der Photovoltaikanlage. Hier finden Sie weitere Informationen zu den Photovoltaik Kosten.

5. Auftragserteilung und Inbetriebnahme

Nach der Auftragserteilung teilt Ihnen das Solarfachunternehmen die Daten für die Installationen mit. Dies erfolgt meistens in Teilschritten. Sie sollten mit dem Solarfachbetrieb eine Zahlung auch nach Baufortschritt vereinbaren. Nach der Installation muss die Photovoltaikanlage bei der Bundesnetzagentur angemeldet werden, was vom Eigentümer der Solaranlage erfolgen muss.

Photovoltaikanlage bauen

Den Bau einer Solaranlage sollte erfahrenem Fachpersonal überlassen werden, wenn Sie selbst kein Handwerker sind. Die Dachmontage kann in wenigen Stunden abgeschlossen sein. Die Elektromontage kann etwas mehr Zeit in Anspruch nehmen. Dies kommt auf die örtlichen Gegebenheiten an.

Mithilfe einer Aluunterkonstruktion werden die Photovoltaikmodule parallel auf die vorhandene Dacheindeckung montiert. Hierbei ist wichtig, dass eine Hinterlüftung der Module gegeben ist. Das ausführende Solarfachunternehmen sollte dies mit Vorsicht ausüben, damit die Dämmung oder die Dachziegel nicht beschädigt werden. Hier finden alles zu Photovoltaik Montage.

Photovoltaikanlagen Wartung

Eine Photovoltaikanlage ist nicht besonders wartungsintensiv. Dennoch ist die eine jährliche Wartung der Photovoltaikanlage durch fachkundiges Personal Pflicht. Es lohnt sich einen Wartungsvertrag abzuschließen. Hier finden Sie weitere Informationen zur Photovoltaik Wartung.

Rechtliches zum Bau von Photovoltaikanlagen

Baugenehmigung Photovoltaikanlage

In der Regel ist eine Baugenehmigung für eine Photovoltaikanlage in Deutschland nicht notwendig. Gehen Sie auf Nummer sicher, und fragen Sie bei der örtlichen Gemeinde oder Stadt nach.

Baurecht unterliegt den Bundesländern

Die Bundesländer sind für das Baurecht in Deutschland verantwortlich. Das heißt, es gibt 16 verschieden Landesbauordnungen. Für folgende Voraussetzungen benötigen Sie eine Baugenehmigung:

  • Für eine „Gebäude-unabhängige“ Solaranlage mit einer Höhe von 3 m und einer Länge von 9 m ist in fast allen Bundesländern genehmigungspflichtig.
  • Auf Denkmälern muss eine Baugenehmigung eingeholt werden

Dies sollten Sie auf jedem Fall im Vorfeld abklären! Zudem müssen Photovoltakanlagen beim Netzbetreiber und bei der Bundesnetzagentur angemeldet werden.

Lohn sich eine Photovoltaikanlage mit Speicher?

Ja, eine Photovoltaikanlage mit Speicher lohnt sich. Zum einen bekommen Sie eine Einspeisevergütung für den nicht genutzten Strom, welcher ins Netz abgeführt wird. Zum anderen können Sie den Strom, den Sie selbst mit der Photovoltaikanlage produziert haben, selbst nutzen. Sie müssen somit nicht den teuren Strom vom Stromanbieter zukaufen.

Bei immer weiter steigenden Strompreisen lohnt das. Hier finden Sie diesbezüglich weitere Informationen.

Fazit

Wenn erst mal der Entschluss gefasst wurde eine Photovoltaikanlage zu bauen, der sollte sich im Vorfeld gut informieren und sich in die Thematik einarbeiten. Wählen Sie ein regionales Solarfachunternehmen für die Installation einer Photovoltaikanlage.

Auf lange Sicht werden Sie viel Freude an der Solaranlage haben und eine Menge Geld sparen.