Inbetriebnahmezeitpunkt

Einen ausschlaggebende Bedeutung auf die Höhe der EinspeisevergĂŒtung besitzt der Inbetriebnahmezeitpunkt bei einer Photovoltaikanlage. Mit dem Inbetriebnahmezeitpunkt betrĂ€gt die Laufzeit fĂŒr die VergĂŒtung 20 Jahre zuzĂŒglich die ĂŒbrigen Monate des laufenden Jahres.

Immer wieder gab es Auseinandersetzungen um den exakten Inbetriebnahmezeitpunkt. GemĂ€ĂŸ dem Erneuerbaren Energien Gesetz lĂ€uft der Betrieb der Photovoltaik Anlage, wenn erstmals Solarstrom produziert wird und der Stromverbrauch außerhalb der Anlage stattfindet. Die Clearingstelle EEG hat seit 2010 ein SchriftstĂŒck entworfen, in dem deutlich die Definition des Inbetriebabnahmezeitpunkts festgelegt wurde. Das Arrangement zwischen den Beteiligten und der Solarwirtschaft findet sich im sogenannten „Hinweis“ der Clearingstelle wieder. Die Clearingstelle legt in sieben Punkten die Erfordernisse fest, die zur ErfĂŒllung der Inbetriebnahme einer Photovoltaikanlage gilt.

Durch eine aktive Handlungsweise muss der Strom genutzt werden, der in der Photovoltaikanlage hergestellt wird. Dabei genĂŒgt es schon, wenn die GlĂŒhbirne leuchtet und die Ladung des Akkumulators erfolgt. Es ist nicht ausreichend, wenn an den Anschlussklemmen Spannung liegt. Eine Anwesenheit des Netzbetreibers ist nicht notwendig. Netzleitungen, Netzanschluss, ZĂ€hler, Wechselrichter oder Messeinrichtungen mĂŒssen nicht existent sein. Eine Einspeisung des Stroms in das Netz ist nicht erforderlich. Die Anlage muss zu diesem Zeitpunkt nicht angemeldet sein. Wenn der „GlĂŒhlampentest“ erfolgt, besteht immer die Hypothese, dass die Anlage ihren Betrieb aufnahm und nicht unverzĂŒglich danach funktionsuntĂŒchtig wurde. Durch das Inbetriebnahmeprotokoll, Bilder oder Zeugen kann der Nachweis des Inbetriebnahmezeitpunktes erbracht werden. Es ist ausreichend, den kompletten String zu betreiben, nicht erforderlich ist der Betrieb jedes einzelnen Moduls.




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Durch die oben dargelegten Hinweise steht ein „behelfsweiser“ Betrieb von Photovoltaikanlagen nichts im Wege. Er ist vor allen Dingen zu empfehlen, wenn die Deadline zur Minimierung der EinspeisevergĂŒtung außerdem nicht erfĂŒllt werden kann. Durch die Reduzierung der EinspeisevergĂŒtung besteht die Möglichkeit, das sich bereits bei 10 Kilowatt peak reduzierte Summen von einigen Hundert Euro jĂ€hrlich herauskristallisieren. Die monatlichen Unterschiede fĂŒr den Inbetriebnahmezeitpunkt sind moderat und es ist kein unnötiger Druck auf den Installationsbetrieb erforderlich.

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