Blockheizkraftwerk Test 2019

Bhkw_schema
© Peter Lehmacher_wikipedia

In der heutigen Zeit wird, aufgrund von stetig steigenden Strompreisen, immer mehr √ľber Alternativen nachgedacht. Ein immer h√§ufiger genutztes System ist das sogenannte Blockheizkraftwerk, kurz BHKW. Einfach gesagt sind dies Heizungen, die gleichzeitig auch Strom produzieren. F√ľr den Laien klingt dies zun√§chst kompliziert, aber ist m√∂glich diese beiden Arbeiten zu verbinden. Wie das funktioniert und alles weitere rund um das BHKW wird nun erl√§utert.

 

 

 

 

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Was genau ist ein BHKW?

Ein BHKW ist quasi ein kleines Kraftwerk, welches nicht besonders viel Platz einnimmt. So kann es problemlos in ein Geh√§use eingebaut werden, dass die Gr√∂√üe eines K√ľhlschrankes hat. Hierdurch l√§sst sich auch der erste Teil des Names, B = Block, erkl√§ren, da die Form des Geh√§uses eben diesem gleicht. Das Kraftwerk sorgt, wie oben schon kurz angeschnitten, jedoch nicht nur f√ľr die Strom-, sondern auch f√ľr die W√§rmeversorgung. In den letzten Jahren wurde die Technik von BHKWs immer weiter entwickelt und aufgrund der hohen Nachfrage werden sie nun in gro√üen Mengen produziert. Bei dem Verbraucher selbst muss die Anlage nur noch angeschlossen und installiert werden.

Was sind die Bestandteile eines BHKWs?

Blockheizkraftwerke bestehen aus drei Hauptbestandtteilen:

‚ÄĘ Motor

‚ÄĘ Generator und

‚ÄĘ W√§rmetauscher

Um den Motor zu betreiben, wird ein Brennstoff ben√∂tigt. Es entsteht Energie, die jetzt von dem Generator weiterverarbeitet wird, und zwar zu elektrischem Strom. Durch diesen Vorgang entsteht Abw√§rme welche von dem W√§rmetauscher zu nutzbarer W√§rme (Heizenergie) umgewandelt wird. Die Motoren, die in BHKWs zum Einsatz kommen, sind sozusagen Weiterentwicklungen der Motoren, die auch in Autos oder Schiffen vorkommen. Der gro√üe Unterschied zwischen diesen und den BHKW-Motoren ist hingegen, dass Letztere konstant laufen und √ľber eine l√§ngere Lebensdauer verf√ľgen.

Womit wird ein BHKW betrieben?

Es gibt unterschiedliche Modelle zu erwerben, die mit unterschiedlichen Ressourcen betrieben werden k√∂nnen. F√ľr diese Zwecke k√∂nnen gleicherma√üen fossile Energietr√§ger, wie zum Beispiel Gas oder √Ėl, wie auch regenerative Rohstoffe, wie zum Beispiel Holzpellets oder auch Hackschnitzeln genutzt werden.

Was bedeutet Wirkungsgrad?

Wenn √ľber BHKWs oder auch andere diverse Kraftwerke gesprochen wird, ist immer wieder der Begriff Wirkungsgrad zu h√∂ren, doch was ist das eigentlich? Einfach gesagt gibt der Wirkungsgrad in Prozent an, wie viel der eingebrachten Ressourcen tats√§chlich auch in nutzbare Energie umgewandelt wird. Ist zum Beispiel von einem Wirkungsgrad von 70% zu h√∂ren, bedeutet dies, dass von den 100% eingesetzten Ressourcen lediglich 70% dieser, in Form von Strom oder Heizw√§rme, genutzt werden k√∂nnen. Ein aktuelles BHKW verf√ľgt √ľber einen Wirkungsgrad von ungef√§hr 80 – 95%. Hier ist auch schon der erste Vorteil dieses Kraftwerks zu diversen Anderen zu erkennen. Die ebenfalls sehr h√§ufig genutzten Photovoltaikanlagen haben einen vergleichsweise sehr geringen Wirkungsgrad (ca. 20%).

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Vorteile von BHKWs

Blockheizkraftwerk - Pflanzenöl
© Franko30_wikipedia

BHKWs werden immer beliebter und das aus unterschiedlichsten Gr√ľnden. Zun√§chst muss hier die Wirtschaftlichkeit erw√§hnt werden. Denn allgemein kann gesagt werden, umso gr√∂√üer das BHKW desto h√∂her die Rendite. Zudem werden staatliche Subventionen f√ľr die Anschaffung eines BHKWs f√§llig. Sollte √ľbersch√ľssiger Strom entstehen, kann dieser ins Stromnetz eingespeist werden, wof√ľr ebenfalls staatliche Zahlungen f√§llig werden. Ein wichtiger Faktor, der diese Kraftwerke so beliebt macht, ist die Umweltvertr√§glichkeit. Durch den hohen Wirkungsgrad l√§sst sich erkennen, dass die eingesetzten Ressourcen fast komplett genutzt werden. Dadurch, dass weniger Verlust als bei anderen Kraftwerken zu verzeichnen ist, f√§llt der Bedarf an notwendigen Ressourcen auch dementsprechend geringer aus. Auch der CO2-Aussto√ü eines BHKWs ist vergleichsweise gering. So wurde festgestellt, dass die getrennte W√§rme- und Stromgewinnung rund 2/3 mehr Aussto√ü hervorbringt als die Kraft-W√§rme-Kopplung eines BHKWs. Allein diese Tatsache, die gleichzeitige Produktion von Strom und W√§rme ist ein gro√üer Vorteil, denn so muss lediglich eine Anlage gekauft und installiert werden.

Nach der Installation geh√∂rt das Kraftwerk fest zu dem Geb√§ude, hierdurch steigt dieses in seinem Wert. Auch das Erscheinungsbild des jeweiligen Geb√§udes wird nicht ver√§ndert, bei der Nutzung von zum Beispiel Photovoltaikanlagen hingegen schon. Die Strompreise steigen immer mehr, eine Tatsache, die den Nutzer eines BHKWs nicht st√∂rt, da er seinen eigenen Strom produziert. Auch die Witterung stellt kein Problem dar, denn das Kraftwerk befindet sich im Haus und nicht wie zum Beispiel Windkraftanlagen au√üerhalb. Da bei anderen Kraftwerken eine Strecke √ľberwunden muss, bis der Strom den Endverbraucher erreicht hat, kommt es immer wieder zu Leistungsverlusten. Auch hier sind BHKW-Besitzer au√üen vor, denn es besteht keine Entfernung, das Kraftwerk steht im eigenen Keller. Der Betrieb eines solchen Kraftwerks ist zudem sehr ger√§uscharm und kann ganz einfach √ľber einen Schalter geregelt werden.

Nachteile von BHKWs

Neben den zahlreichen Vorteilen weisen BHKWs auch einige wenige Nachteile auf. So sind die Anschaffungskosten deutlich höher als bei zum Beispiel Gasheizungen. Diese Kosten können jedoch später gespart werden, vor allem durch den hohen Wirkungsgrad. Zwar ist der Nutzer nicht abhängig vom dem Strompreis, jedoch aber schon von dem der verwendeten Rohstoffe. Ein BHKW loht sich nur, wenn es lange Zeit ohne Unterbrechung eingeschaltet wird. Häufig entsteht dabei ein Überschuss an Strom, welcher jedoch problemlos in das Stromnetz eingespeist werden kann.

 


Welches BHKW eignet sich f√ľr ein Einfamilienhaus?

Um ein Einfamilienhaus durch ein BHKW mit Strom und W√§rme zu versorgen, empfiehlt sich die Nutzung eines sogenannten Nano-BHKW. Modelle, die weniger als 2,5 Kilowatt Strom erzeugen werden mit dem Zusatz „Nano“ versehen. Wie auch gr√∂√üere Modelle kann dieses ebenfalls einen Wirkungsgrad von ungef√§hr 90% erreichen. In fr√ľheren Zeiten waren Nano-BHKWs jedoch nicht besonders effektiv. Durch die verbesserte Technik √§nderte sich dies und immer mehr dieser Modelle werden genutzt.

 

Die Finanzierung eines Blockheizkraftwerks

Im Grunde gibt es viele M√∂glichkeiten ein Blockheizkraftwerk zu finanzieren. Zum einen steht nat√ľrlich die Hausbank mit Rat und Tag zur Seite. Zumeist sind online Kredite .g√ľnstiger.

Fazit: Hat das Blockheizkraftwerk Zukunft?

Aufgrund der vielen Vorteile und der guten Umweltvertr√§glichkeit geh√∂rt dem BHKW die Zukunft. Auch wenn die Anschaffungskosten noch realtiv hoch sind, im Laufe der Jahre rentiert sich das eigene kleine Kraftwerk. Auch die vorhandene Kraft-W√§rme-Kopplung ist ein wichtiger Punkt. Denn wie auch die Stromkosten, steigen auch die Heizkosten immer mehr an, bei einem BHKW wird die W√§rme als Nebenprodukt quasi kostenlos mitgeliefert. Nat√ľrlich muss etwas Platz im Keller vorhanden sein, um die Anlage zu verstauen. Da das Geh√§use jedoch lediglich die Gr√∂√üe eines K√ľhlschrankes hat, stellt auch diese Tatsache kein Problem dar. Abschlie√üend kann also gesagt werden, dass das Blockheizkraftwerk in Zukunft sicherlich noch h√§ufiger zu sehen sein wird. Vor allem aufgrund der Unabh√§ngigkeit von den Stromanbietern und deren immer mehr steigenden Preisen steigen sicherlich auf Dauer immer mehr Hausbesitzer auf das BHKW um.

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Hi Five!
Danke!