Photovoltaik Speicher 2019

Die EinspeisevergĂŒtung fĂŒr Strom aus Solaranlagen sinkt kontinuierlich. Gleichzeitig steigt der Strompreis an. Inzwischen entstehen hier Kosten fĂŒr Haushalte, die es lohnend machen können, Solarstrom selbst zu produzieren und ĂŒber Photovoltaik Speicher auch selbst zu nutzen. Vor allem im Hinblick auf die weitere Entwicklung des Strommarktes. Mit Photovoltaik Speichern schaffen sich Hausbesitzer weitgehende UnabhĂ€ngigkeit in Sachen Energie und entlasten die Umwelt.

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In den letzten 10 Jahren ist der Strompreis durchschnittlich um fast 10 Euro-Cent pro kWh gestiegen. Es ist abzusehen, dass sich diese nach oben gerichtete Preisspirale in der Zukunft fortsetzen wird, denn die großen Stromversorger sowie die Netzbetreiber stehen vor hohen Investitionen. Zum einen gehen die 7 noch im Betrieb befindlichen Atomkraftwerke bis zum Jahr 2022 vom Netz, deren Ausfall durch andere Anlagen kompensiert werden muss, und zum anderen ist der Ausbau des Stromnetzes ein Thema, das in Bezug auf die Kosten und die Planung die Politik und die beteiligten Unternehmen noch lange beschĂ€ftigen wird.

Im Weiteren schrĂ€nkte der Bund und die LĂ€nder die Förderung von Solarstrom ĂŒber die EinspeisevergĂŒtung immer mehr ein. WĂ€hrend im Jahr 2012 die EinspeisevergĂŒtung noch bei 19,50 Cent/kWh lag und damit dem damaligen durchschnittlichen Strompreis von 25,89 Cent/kWh sehr nahe kam, werden heute (Stand 2017) nur noch 12,30 Cent/kWh an EinspeisevergĂŒtung angerechnet, wĂ€hrend der Strompreis auf 29,16 Cent/kWh geklettert ist. Die genannten Zahlen beziehen sich auf Solaranlagen mit einer Nennleistung kleiner als 10 kWp. Aus dem aktuellen Entwicklungsstand lassen sich verschiedene Szenarien ableiten, die doch eine gewisse Unsicherheit bezĂŒglich der Stromversorgung durch die auf dem Markt befindlichen Energieriesen in sich bergen. Im Allgemeinen geht der Trend hin zur Dezentralisierung und zur Selbstversorgung mit Strom. Dazu sind jedoch verschiedene Branchen nur bedingt in der Lage. Diese werden weiterhin auf die zentrale Stromversorgung angewiesen sein. Allerdings ist es nun nicht so, das ein kleiner werdender Markt zwangslĂ€ufig sinkende Preise mit sich bringt. Die zentralen Kraftwerksbetreiber werden ihre KapazitĂ€ten herunterfahren, das Angebot verknappen und so den Preis weiter nach oben regulieren. Elektrische Energie aus dem öffentlichen Netz wird in der Zukunft zu einem immer teurer werdenden Produkt, wobei das Netz und dessen Ausbau auch eine große Rolle in der Preisgestaltung spielt.

FĂŒr Hausbesitzer ist die Frage nach der Versorgung mit elektrischer Energie also nicht nur im Hier und heute von Bedeutung, sondern ebenso in der nahen und fernen Zukunft. Es lohnt sich dementsprechend durchaus, ĂŒber die eigene energietechnische Infrastruktur nachzudenken. NatĂŒrlich bestehen auch hierzu verschiedene Möglichkeiten. Eine davon ist die Eigenversorgung mittels Solarmodulen und einem Photovoltaik Speicher. Die Vorteile liegen auf der Hand. Deutschland ist seit Jahrzehnten ein Vorreiter in der Solartechnik und die mit dieser Technik beschĂ€ftigten Unternehmen bieten ausgereifte Anlagen an, die sich durch geringen Wartungsaufwand und hohe Leistung auszeichnen. Das aber ist genau das, was die meisten ImmobilieneigentĂŒmer erwarten. Eine problemlose Stromversorgung, so wie sie es von den Energieunternehmen bisher erwarten konnten, nur ab jetzt in Eigenregie. Das KernstĂŒck der Anlage ist hierbei der Photovoltaik Speicher.

Auch fĂŒr Besitzer von bereits bestehenden PV-Anlagen, die den selbst produzierten Strom fast vollstĂ€ndig in das Netz einspeisen und dadurch eine entsprechende Rendite erwirtschaften, werden Photovoltaik Speicher immer interessanter, auch wenn sich dadurch der Gewinn aus der Einspeisung mindert. Laut der Umfrage eines Verbraucher-Portals sind 80% aller Besitzer einer PV-Anlage aus GrĂŒnden der UnabhĂ€ngigkeit und des Umweltschutzes bereit, einen Photovoltaik Speicher zwischenzuschalten. Der Preis fĂŒr Photovoltaik Speicher sehen als ein Handycup von diesen 80% noch etwa die HĂ€lfte an.

 

Was ist denn ein Photovoltaik Speicher genau?

SENEC.Home Lithium
SENEC.Home Lithium

Allgemein wird der Photovoltaik Speicher als Batterie oder Solarbatterie bezeichnet, obwohl dies zumindest im deutschen Sprachgebrauch nicht ganz exakt ist. Der Photovoltaik Speicher ist ein Akkumulator, also eine wiederaufladbare Speichereinheit fĂŒr elektrische Energie. Der Begriff Batterie wird hierzulande eigentlich nur fĂŒr Speicher benutzt, die sich nicht wieder aufladen lassen. Die Verallgemeinerung entstammt dem Englischen, hier wird dem Begriff „Battery“ bei Akkus einfach das Wort „rechargeable“ vorangestellt. Der Photovoltaik Speicher ist also ein Akkumulator, der in seiner Wirkweise auf die Besonderheiten im Betrieb mit einer Solaranlage abgestimmt ist.

Oft werden Autobatterien oder Starterbatterien aufgrund ihrer GrĂ¶ĂŸe und Bauweise mit Solarbatterien beziehungsweise mit Photovoltaik Speicher gleichgesetzt oder verwechselt. Zumindest wenn es sich um Akkus mit Bleiplatten handelt. Autobatterien sind darauf ausgelegt, kurzfristig hohe Ströme abzugeben. Dieser Vorteil fĂŒr das Fahrzeug ist im Solarbetrieb ein Nachteil, denn um hohe Ladeströme generieren zu können, sind Autobatterien so konstruiert, das sie eine starke Selbstentladung produzieren. Im Fahrzeug spielt dies jedoch nur eine untergeordnete Rolle, da im Fahrbetrieb die Lichtmaschine die hauptsĂ€chliche Stromversorgung ĂŒbernimmt und in den Parkzeiten kaum Strom verbraucht wird. Ein Photovoltaik Speicher hingegen wird zyklisch geladen und entladen. Hohe und kurzfristige Stromlasten kommen nur selten vor, dafĂŒr aber ein kontinuierlicher Stromverbrauch direkt aus dem Akku. Dementsprechend sind Photovoltaik Speicher so ausgelegt, das sie eine große Anzahl von Ladezyklen aufweisen und eine sehr geringe Selbstentladung. Daraus ergibt sich der Umstand, dass in jĂŒngster Zeit ĂŒberwiegend Photovoltaik Speicher auf Lithium-Basis eingesetzt werden, statt der zwar sehr gĂŒnstigen Blei-Batterien, die aber wesentlich weniger leistungsfĂ€hig sind.

 

Wie funktioniert ein Photovoltaik Speicher?

PIKO BA System Li
PIKO BA System Li

Eigentlich besteht der Photovoltaik Speicher aus zwei Teilen. Zum einen der oder die Akkumulatoren, in denen der in der Solaranlage produzierte Strom zwischengespeichert wird, und einmal der Laderegler, der gleichzeitig ein Wechselrichter ist. NatĂŒrlich ist der Wechselrichter auch fĂŒr PV-Anlagen ohne Photovoltaik Speicher notwendig, um den in den Solarpaneelen erzeugten Gleichstrom in Wechselstrom fĂŒr die Hauseinspeisung umzuwandeln. Bei der Zwischenschaltung eines Photovoltaik Speicher ĂŒbernimmt der Laderegler die Aufgabe, zuerst die Akkus zu laden und danach den weiteren produzierten Strom in das öffentliche Netz zu leiten. NatĂŒrlich ist dies durch stĂ€ndige Entnahme ein kontinuierlicher Prozess. In einem Beispiel sieht das ungefĂ€hr so aus:

‱ Ohne Solaranlage = 100% Strombezug aus dem öffentlichen Netz
‱ Mit Solaranlage = etwa 70% Einspeisung in das öffentliche Netz, 30% Eigenverbrauch
‱ Mit Solaranlage und Photovoltaik Speicher = etwa 30% Einspeisung in das öffentliche Netz, 70% Eigenverbrauch
‱ Insel-Solaranlage mit Photovoltaik Speicher = 100% Eigenverbrauch

Die Abstimmung des Photovoltaik Speicher mit der Solaranlage auf dem Dach und dem durchschnittlichen Verbrauch des oder der angeschlossenen Haushalte ist fĂŒr den wirtschaftlichen Betrieb von grĂ¶ĂŸter Bedeutung, womit eine der wichtigsten Fragen im Raum steht.

 

Die Photovoltaik Speicher Kosten

Photovoltaik Kosten
Photovoltaik Kosten

Die Frage nach den Kosten fĂŒr Photovoltaik Speicher lĂ€sst sich nicht so einfach beantworten. ZunĂ€chst sollte die Frage nach dem jeweiligen Verbrauch gestellt werden. Einen ĂŒberdimensionierten Photovoltaik Speicher zu erwerben ist genauso wenig sinnvoll wie einen Photovoltaik Speicher, der unterdimensioniert ist. Genauso verhĂ€lt es sich mit der Solaranlage auf dem Dach. Im Idealfall produzieren die Paneele ĂŒber die tĂ€glichen Sonnenstunden soviel Strom, wie beispielsweise eine Familie in 24 Stunden verbraucht. Der Photovoltaik Speicher wiederum dient dabei dazu, den produzierten Strom dann zur VerfĂŒgung zu stellen, wenn er gebraucht wird. NatĂŒrlich könnte jetzt angefĂŒhrt werden, dass ein ĂŒberdimensionierter Photovoltaik Speicher hierbei doch kein Problem darstellt. Doch, denn mit jeder zusĂ€tzlichen kWh, die ĂŒber dem durchschnittlichen Stromverbrauch liegt, steigen die Gesamtkosten.Ein weiterer Aspekt bei den Kosten ist die Art des Photovoltaik Speicher. Im Grunde kann hierbei auf zwei Speichersysteme verwiesen werden. Einmal die Bleibatterien und die noch relativ neuen Lithium-Batterien. In der Vergangenheit bewegten sich Lithium-Ionen Akkus in einem Preisbereich, der ihre Wirtschaftlichkeit bei allen Vorteilen, wie der wesentlich höheren Lebensdauer, immer in Frage stellte. Nicht umsonst sind noch heute die weitaus meisten Solaranlagen mit Photovoltaik Speicher in Form von Blei-Akkus ausgestattet. Inzwischen sinken jedoch die Kosten fĂŒr Li-Ion-Akkus merklich, sodass diese nun, in Kombination mit der Förderung durch die KfW, durchaus rentabel sind. Dabei zeigt sich, dass auf dem Markt gerne komplette Komponenten angeboten werden. Photovoltaik Speicher, die sich aus Laderegler und Akkus zusammensetzen. In Bezug auf den Anschluss an die PV-Anlage sowie die Verbindung zum öffentlichen Netz erleichtern solche Systeme den Einbau sicherlich. Wer jedoch wirklich gĂŒnstig fahren möchte, sollte die benötigten Teile fĂŒr den Photovoltaik Speicher einzeln kaufen. Das erfordert jedoch ein recht umfangreiches Wissen um die technischen Einzelheiten, fĂŒr einen Laien ohne fachliche Hilfe kaum umzusetzen.

Nachfolgend nun eine kurze und beispielhafte GegenĂŒberstellung bei den Kosten fĂŒr Blei-Akkus und Li-Io-AkkusBleiakku Li-Io-Akku
Entladetiefe 55% 90%
Ladezyklen 3500 5000
GesamtkapazitÀt 7,4 kWh 5,0 kWh
Nutzbare KapazitÀt 4,07 kWh 4,5 kWh
Nettopreis 4500 Euro 7500 Euro
Kosten pro kWh 0,32 Euro 0,33 Euro

In diesem Beispiel sind die Fördergelder noch nicht einberechnet. Bezogen auf den Nettopreis zeigt sich der Bleiakku nach wie vor im Vorteil. Allerdings benötigt er wesentlich mehr Platz, ist um vieles schwerer und besitzt die geringere Lebensdauer. Hier muss aber dazugesagt werden, dass die fĂŒr Li-Io-Akkus angegebene Lebensdauer von ĂŒber 20 Jahren noch nicht breitflĂ€chig unter Beweis gestellt wurde. Bisher ist das eher ein theoretischer Wert. Ein weiterer, fĂŒr den Blei-Akku sprechender Vorteil ist im Umweltschutz zu sehen. Blei-Akkus sind sehr gĂŒnstig und vollstĂ€ndig recycelbar. Li-Io-Akkus benötigen fĂŒr das Recycling einen sehr hohen und teuren Aufwand.

 

 

Die Photovoltaik Speicher Förderung

Die massive Förderung von Solarstrom- oder Photovoltaikanlagen in der Vergangenheit fĂŒhrte dazu, das so viele Anlagen auf Deutschen DĂ€chern installiert wurden, das sich im VerhĂ€ltnis zwischen den Besitzern derartiger Anlagen, die von den EinspeisevergĂŒtungen profitierten, und denjenigen, die ausschließlich Netzstrom bezogen, ein Ungleichgewicht entstand. So hatten beispielsweise Mieter von Wohnungen kaum die Möglichkeit, sich eine eigene Solarstromanlage zu installieren. Gleichzeitig wurde und wird die an die Solaranlagen-Besitzer ausgeschĂŒtteten EinspeisevergĂŒtungen auf den Strompreis umgelegt. Die aktuellen EinspeisvergĂŒtungssĂ€tze finden sie hier.

Die EinspeisevergĂŒtungen wurden in den letzten Jahren merklich zurĂŒckgefahren und werden aktuell nach der jeweiligen Ausbaustufe weiter reduziert. DafĂŒr legte die KfW ein Förderprogramm fĂŒr Photovoltaik Speicher auf. Damit wird ein Anreiz geschaffen, den selbst produzierten Strom auch selbst zu nĂŒtzen und weniger in das öffentliche Netz einzuspeisen.

Das aktuelle Förderprogramm der KfW zu diesem Bereich nennt sich kurz KfW 275 – Erneuerbare Energien –Speicher. Gefördert werden Batteriespeichersysteme fĂŒr Photovoltaik-Anlagen, unabhĂ€ngig davon, ob diese mit Blei oder mit Li-Io-Akkus arbeiten. Die Förderung setzt sich aus einem zinsgĂŒnstigen Kredit sowie einem Tilgungszuschuss zusammen. Gefördert werden sowohl die Photovoltaik Speicher neuer PV-Anlagen wie auch der nachtrĂ€gliche Einbau fĂŒr Solaranlagen, die nach dem 31.12.2012 in Betrieb gegangen sind.
Die Leistung der Photovoltaik-Anlage darf nicht ĂŒber 30 kWp liegen und pro Anlage wird nur ein Photovoltaik Speicher gefördert. Zudem muss sich die Anlage in Deutschland befinden und wird vom Antragsteller mindestens 5 Jahre selbst betrieben.

Das aktuelle Förderprogramm lÀuft noch bis Ende 2018, wobei sich halbjÀhrlich der Tilgungszuschuss reduziert. Bis zum 30.06. 2017 betrÀgt er noch 19% der Tilgungssumme. Danach reduziert er sich jedes halbe Jahr um 3%.

senec home
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Einen Photovoltaik Speicher nachrĂŒsten?

Wie gerade beschrieben, kann das Förderprogramm der KfW auch zur NachrĂŒstung der bestehenden Solaranlage genutzt werden, wenn diese nach dem 31.12.2012 an das Netz ging. In Anbetracht dessen, das gerade die neueren PV-Anlagen nur noch geringfĂŒgig von den EinspeisevergĂŒtungen profitieren, lohnt es sich, zu Papier und Bleistift zu greifen, um eine kleine Vergleichsrechnung anzustellen. Dabei sollte berĂŒcksichtigt werden, dass bei den Akkus in den letzten Jahren ein starker Preisverfall zu sehen war, der sich nun stabilisiert. Das bedeutet, dass die Preise fĂŒr Photovoltaik Speicher kaum noch nennenswert sinken werden. DafĂŒr sinkt jedoch der Tilgungszuschuss der KfW halbjĂ€hrlich. Wer zu lange wartet, kann durchaus bares Geld verlieren. FrĂŒher oder spĂ€ter ist jede Solaranlage nur noch in Verbindung mit einem Photovoltaik Speicher rentabel.

Das NachrĂŒsten gestaltet sich im Übrigen recht einfach, wobei es natĂŒrlich eine Platzfrage ist. Hier spielt der Li-Io-Akku wiederum in zweierlei Hinsicht seinen Trumpf aus. Weniger Platzbedarf und eine eventuelle ZwangsbelĂŒftung, wie bei manchen Blei-Akkus, ist auch nicht notwendig. Bei aller Einfachheit ist trotzdem der Fachmann gefragt, denn bei bestehenden PV-Anlagen muss die Netzeinspeisung umgestellt und neue Anlagen dĂŒrfen so oder so nur durch zugelassene Elektriker angeschlossen werden.

 

Was ist die richtige PV-Speicher GrĂ¶ĂŸe?

Bei Solaranlagen wimmelt es nur so von AbkĂŒrzungen, die verschiedene elektrische Einheiten oder Leistungen angeben. Das kann schon zu sehr viel Verwirrung fĂŒhren. Doch wie soll bei soviel Fach-AbkĂŒrzungen festgestellt werden, wie groß der benötigte Photovoltaik Speicher denn sein soll. Das lĂ€sst sich ausrechnen, und zwar mit den beiden elektrischen Einheiten Wh und Ah. Die Wattstunden und die Amperestunden. Die Einheit Wh gibt den Energiebedarf der einzelnen Verbraucher im Haushalt an. Die Einheit Ah zeigt die mögliche AkkukapazitĂ€t an.

ZunĂ€chst muss der tĂ€gliche Energiebedarf errechnet werden, etwa die Wattzahl aller Lampen. Der Stromverbrauch vom KĂŒhlschrank, der Mikrowelle, des E-Herdes etc. Dazu kommt die geschĂ€tzte Zahl der tĂ€glichen Betriebsstunden der GerĂ€te und Verbraucher. Die Betriebstunden werden jeweils mit der Wattzahl multipliziert. Dies ergibt den Tagesenergiebedarf. Bei einer 12-V-Anlage wird diese Wattzahl nun durch 12 geteilt, das ergibt den Tagesladungsbedarf in Ah. Nun muss noch die Anzahl der sogenannten Autonomietage einbezogen werden. Das sind die Tage eines Monats ohne Sonneneinstrahlung, wobei hier der Nutzungsgrad des Hauses ausschlaggebend ist. Bei einem stĂ€ndig bewohnten Haus wird von 10 bis 15 Tagen ausgegangen, in denen die LadekapazitĂ€t ĂŒber die Sonne nur sehr geringfĂŒgig ist. In einem WochenendhĂ€uschen können die Autonomietage geringer angelegt werden, da weniger Strom verbraucht wird. Diese angenommenen Autonomietage werden mit dem Tagesenergiebedarf multipliziert, nachfolgend eine Beispielrechnung:

Tagesenergiebedarf = 402 Wh geteilt durch 12 = 31,50 Ah. Multipliziert mit angenommenen 12 Autonomietagen = 756 Ah.

Mit diesem Wert, 756 Ah, lĂ€sst sich nun die SpeichergrĂ¶ĂŸe festlegen. Auf jedem Akku stehen die Amperestunden in Form einer Zahl mit dem KĂŒrzel Ah darauf, etwa 100 Ah. Bei dem beispielhaften Bedarf von 756 Ah entspricht dies 7 oder 8 Akkus mit einer KapazitĂ€t von 100 Ah. Damit wĂ€re völlige Stromautonomie erreicht. Wer nun nur etwa 50% des tĂ€glichen Energiebedarfs ĂŒber die Solaranlage decken möchte, halbiert die Anzahl der benötigten Akkus einfach.

 

Photovoltaik Speicher Test

Die GrĂ¶ĂŸe oder KapazitĂ€t eines Photovoltaik Speicher ist das eine, die tatsĂ€chliche LeistungsfĂ€higkeit das andere. Ein Photovoltaik Speicher besteht aus verschiedenen Komponenten, die miteinander funktionieren mĂŒssen, um ein optimales Ergebnis zu bringen. Dazu gehören natĂŒrlich auch die Solarpaneele, die den Strom liefern. Genauso wichtig sind aber auch das Energiemanagement des Ladereglers und die FunktionalitĂ€t des Wechselrichters.

 

Lohnt ein Photovoltaik Speicher?

Nicht nur der Deutsche Energiemarkt befindet sich im Umbruch. Weltweit zeigt sich verstĂ€rkt eine Dezentralisierung im Energiesektor, wobei die fortschreitende Solar- und Windtechnologie maßgeblich dazu beitrĂ€gt. BezĂŒglich der Investitionen und der Wartungskosten gehört die PV-Anlage sicher zu den gĂŒnstigen und auch ausgereiften Möglichkeiten, selbst Strom zu erzeugen. Ob ein Photovoltaik Speicher lohnt? Wer eine Solaranlage auf dem Dach hat, aber noch keinen Speicher besitzt, fĂŒr den ist es sicherlich lohnend. Eine ganz neue Anlage ergibt ohnehin nur Sinn mit einem Speicher und fĂŒr diejenigen, die noch ĂŒberlegen, einen eigenen Stromerzeuger anzuschaffen: Die Stromkosten werden weiterhin steigen.

 

Fazit

Es ist immer etwas umstĂ€ndlich, aus der bequemen Ecke herauszukommen, aber mitunter unvermeidlich. Hinsichtlich der Entwicklungen im Energiesektor wie auch im schleppenden Netzausbau lassen sich Signale der Politik erkennen, die es fĂŒr wĂŒnschenswert halten, wenn sich die Haushalte in der Bundesrepublik Deutschland selbst mehr Autonomie in der Energieversorgung geben. Auf lange Sicht kann dies nur Vorteile haben. Zudem werden mit neuen Ideen wie dem Massenspeicher die EnergiekapazitĂ€ten noch besser genutzt. Allein schon der Gedanke, das ĂŒber Jahrzehnte hinweg praktisch die HĂ€lfte der in Großkraftwerken produzierten Energie sinnlos im Netz verloren ging, sollte Anlass genug sein, die Energieversorgung in die eigenen HĂ€nde zu nehmen.

 

Hi Five!
Danke!