Finanzierung Solaranlage: Top-Tipps für Gewerbe und Privat

Inhaltsverzeichnis:

Im Bereich Solaranlage Finanzierung gibt es immer mehr Anreize, in Photovoltaik-Technik zu investieren. Um nachhaltig von der Sonnenenergie zu profitieren, ist es allerdings nötig, sich zuvor mit verschiedenen Faktoren auseinanderzusetzen.

Neben der Größe der Anlage sowie dem Einspeise- und Speichervolumen geht es insbesondere um eine sichere Finanzierung. Mithilfe günstiger Kredite und staatlicher Unterstützung lässt sich so etwa der Amortisierungszeitraum auf ein Minimum reduzieren.

Finanzierung Solaranlage: Das Wichtigste in Kürze

Lohnt sich die Finanzierung einer Photovoltaikanlage mit/ohne Stromspeicher?

Ab wann sich die Finanzierung einer Solar- bzw. Photovoltaikanlage lohnt, ist insbesondere von den gewählten Komponenten abhängig.

Hierbei wird zwischen Anlagen mit Stromspeichern und PV-Systemen mit Direkteinspeisung unterschieden. In der direkten Gegenüberstellung ergeben sich folgende Vor- und Nachteile:

Vor- und Nachteile bei einer Photovoltaikanlage mit Stromspeicher

  • Hohe Deckung des Eigenbedarfs
  • Strom steht auch außerhalb der Sonnenzeiten zur Verfügung
  • stärkere Unabhängigkeit vom öffentlichen Stromnetz
  • attraktive Finanzierungsmodelle durch staatliche Anreize
  • Höhere Investitionskosten
  • begrenzte Lebensdauer des Stromspeichers

Vor- und Nachteile bei einer PV-Anlage ohne Sromspeicher

  • Günstigere Anschaffungskosten
  • kann nachträglich um einen Stromspeicher erweitert werden
  • Weniger staatliche Anreize
  • Deckung des Strombedarfs nur zu Tagzeiten
  • Selbstverbrauch ist lohnenswerter als Einspeisevergütungen

Finanzierung Solaranlage: Osterpaket Photovoltaik

Das sogenannte Osterpaket Photovoltaik dürfte das bislang größte Maßnahmenpaket zum Ausbau von PV-Energie in Deutschland sein.

Ab dem 01. Januar 2023 bringt es zahlreiche Erleichterungen für den Bau von Photovoltaiksystemen mit sich, die eine Investition für viele Haushalte und Gewerbetreibenden besonders attraktiv macht.

Binnen weniger als zehn Jahren soll erreicht werden, dass der Anteil von Solarenergie im Strom-Mix von 10 auf 30 % steigt.

Von gegenwärtig 60 Gigawatt (GW) sieht das Papier bis 2030 eine Steigerung auf 215 GW vor. 2040 soll die Produktion sogar auf gut 400 GW steigen. Ein ehrgeiziges Ziel, das sich nur mit aktiver Beteiligung der Bevölkerung erreichen lässt.

Deswegen wird es künftig deutlich leichter, eine Betriebsanmeldung für eine Photovoltaikanlage zu erreichen, die dann auch zur schnellen Amortisierung der Investitionskosten führt.

Digitale Anmeldung und höhere Einspeisevergütungen

Vor allem Teileinspeiser dürften von den Beschlüssen des Osterpakets profitieren, da die Einspeisevergütung angehoben wird.

Diese war in den vergangenen Jahren auf ein kaum rentables Niveau gesunken. Besitzer einer Anlage bis 10 kW können sich auf einen Vergütungssatz von knapp 0,09 EUR je Kilowattstunde freuen, während bei größeren Anlagen noch bis zu 0,062 EUR winken.

Bei den Planungen steht die Förderung der Teileinspeisung im Fokus, bei der es vor allem um die Deckung des Eigenbedarfs geht. Teil der Strategie sind Stromspeicher, die überschüssige Kapazitäten auffangen und für einen späteren Energieabruf bereitstellen.

Weniger lukrativ sind die neuen Sätze für Volleinspeiser, die die gewonnene Energie direkt ins Netz einspeisen.

In diesem Segment lohnen sich allerdings weiterhin große Flächenanlagen auf Dächern und im Freigelände.

Private Haushalte und Gewerbebetriebe sollten demnach in erster Linie die Deckung des eigenen Strombedarfs im Blick haben, ehe sie über eine weitere Anlage zur Volleinspeisung nachdenken.

Ferner sehen die neuen Vorgaben vor, dass Netzbetreiber bürokratische Hürden bei der Anmeldung von PV-Anlagen abbauen sollen. So wird es künftig vereinfachte Online-Anmeldungen statt große Papieransammlungen beim Genehmigungsverfahren geben.

Anzeige

Höhere Förderung und Wirkungsleistung bei PV-Anlagen

Das Osterpaket Photovoltaik ist zugleich die Grundlage für das EEG (Erneuerbare-Energien-Gesetz) 2023.

Neben dem erleichterten Netzanschluss einer Photovoltaik-Anlage wird auch deren Leistungsgrad künftig erhöht.

Für ab dem 01. Januar 2023 in Betrieb gehende Photovoltaiksysteme entfällt so etwa die bisher geltende 70 Prozent-Drosselung für die Einspeisung ins öffentliche Netz.

Somit ist es nicht mehr nötig, einen Stromerzeugungszähler einzubauen. Zudem zielt das EEG 2023 auch darauf ab, dass Heizungen klimafreundlicher werden.

Damit dient der grüne Strom vom Dach ebenso dem Ausbau von Solarthermie und Wärmepumpen.

Bereits ab 2024 sollen Neuanlagen zu 65 % mit erneuerbaren Energien betrieben werden. Ein notwendiger Bestandteil der gesetzlichen Vorgaben ist die zunehmende Förderfähigkeit für Solar- und Photovoltaik Anlagen.

So ist es künftig möglich, günstige Finanzierungsangebote auch für PV-Systeme außerhalb von bestehenden Dachflächen zu erhalten.

Davon profitieren nicht nur Eigentümer großer Freiflächen, sondern auch Privatnutzer, die eine Photovoltaik Anlage erweitern oder anderswo platzieren möchten, wenn zum Beispiel zu große Verschattungen, statische Bedenken oder bestehender Denkmalschutz das Anbringen auf dem Dach verhindern.

Photovoltaik Finanzierung Rechner

Anzeige

Finanzierung Solaranlage über die KfW-Bank

KfW-Bank

Über die dem Finanzministerium zugeteilte KfW-Bank ist es möglich, günstige Darlehen und zum Bau einer PV- bzw. Solaranlage zu erhalten und von staatlichen Zuschüssen zu profitieren.

Wer kann eine PV-Anlage über die KfW finanzieren

Über das KfW-Förderprogramm 270 steht prinzipiell allen Käufern einer Photovoltaikanlage die Option offen, einen günstigen Förderkredit zu beantragen.

Seit dem Jahr 2020 umfasst das Angebot sogar den Erwerb von gebrauchten PV-Systemen mit und ohne Stromspeicher, sofern für diese bislang keine Förderung bezogen wurde und die Betriebsdauer unter einem Jahr liegt.

Somit sind sowohl private Interessenten als auch Unternehmen, öffentliche Institutionen, Vereine und Gewerbetreibende berechtigt, einen Förderkredit über die KfW-Bank zu beantragen.

Ganz entscheidend hierbei ist allerdings, dass der Antrag vor dem Kauf gestellt wird, da in der Abfolge bestimmte Vorgaben eingehalten werden müssen.

Entsprechend ist es zunächst einmal wichtig, das Vorhaben fachlich prüfen zu lassen und konkrete Angebote einzuholen, ehe der Förderantrag bei der KfW gestellt wird.

Photovoltaik Kredit über die KfW beantragen

Um an einen Förderkredit und ggf. weitere Zuschüsse über die KfW-Bank zu gelangen, ist es ratsam, im ersten Schritt die eigene Hausbank aufzusuchen.

Sowohl die Volks- und Raiffeisenbanken als auch Sparkassen sowie weitere Kreditanstalten arbeiten eng mit der KfW zusammen und sind dazu berechtigt, für ihre Kunden staatliche Förderungen abzuschöpfen.

So ist es möglich, Darlehen der Bank mit Zuschüssen und Krediten der KfW zu ergänzen und von günstigen Krediten zu profitieren.

Ein nennenswertes Beispiel ist hierbei etwa die Aufstockung des Eigenkapitals durch die Bank, um die laufenden Zinsen bei der KfW zu reduzieren.

KFW Finanzierung Photovoltaikanlage Schritt-für-Schritt Ablauf

  1. Unverbindliche Beratung bei der Hausbank einholen und ggf. Formblätter vorbereiten.
  2. Angebote von auf PV- und Solartechnik spezialisierten Fachfirmen einholen. Hier geht es insbesondere auch um die Machbarkeit, die technischen Komponenten und den späteren Ertrag der Anlage.
  3. Kontakt zum zuständigen Netzbetreiber aufnehmen und ggf. Genehmigung für den Bau einer PV-Anlage erteilen lassen.
  4. Online KfW-Förderassistent ausführen und Formblätter ausfüllen; sofern das die Bank nicht übernimmt.
  5. Mit den Unterlagen einen verbindlichen Termin bei der Hausbank vereinbaren und Kredit- und Förderanträge ausarbeiten lassen.
  6. Abwarten, bis die KfW-Bank grünes Licht für die Maßnahme erteilt.
Finanzierung Solaranlage

KfW-Darlehen Voraussetzungen über die Sparkasse & Volksbank

Da die Banken, wie zum Beispiel Sparkassen und Volks- und Raiffeisenbanken, aktuelle Bestimmungen zur Vergabe von Förderkrediten im Blick haben, ist die Rücksprache hiermit zu Beginn der Planungen besonders sinnvoll.

Zudem können weitere Informationen über Vergabeverfahren und die Beauftragung von Fachfirmen eingeholt werden.

Außerdem verschafft man sich hierdurch einen Zeitvorteil, da die Beantragung der Gelder Zeit in Anspruch nimmt und PV-Firmen verbindlich planen möchten.

Was und wie hoch ist die KfW Förderung?

Die KfW-Förderung für Photovoltaik- und Solaranlagen fällt unter den Kredit 270, erneuerbare Energien.

Die staatliche Förderung erfolgt dabei nicht als Auszahlung eines bestimmten Betrags, sondern in Form eines zinsgünstigen Darlehens.

Für einen Antrag berechtigtes Vorhaben stellt die KfW maximal 50.000.000 EUR bereit und übernimmt dabei bis zu 100 % der Investitionskosten.

Das genehmigte Geld muss binnen 12 Monaten nach Zusage abgerufen werden und steht in gesamter Summe oder in Teilbeträgen zur Verfügung.

Wie lange dauert die Photovoltaik Kredit Beantragung über die KfW?

Aufgrund der hohen Nachfrage müssen Antragsteller bei der KfW mit einer längeren Bearbeitungszeit rechnen.

Zwar verspricht die Bank schnelle Bearbeitungsverfahren, jedoch sollte eine Zeit zwischen sechs und zwölf Wochen eingeplant werden.

Die Zusage durch die Bank kann aber auch in zwei Etappen erfolgen. So kann unter anderem der Baubeginn vorab genehmigt werden, der dann durch Eigenkapital getragen wird, ehe in zweiter Instanz die Förderfreigabe erfolgt.

Welche Konditionen bietet die KfW für einen Kredit für Photovoltaikanlagen?

Die KfW-Bank vergibt zum Bau von Solar- und Solaranlagen Kredite ab einem effektiven Jahreszins von 3,24%.

Bei der Rückzahlung können bis zu drei ein tilgungsfreie Jahre beantragt werden. Ebenso variabel sind die Laufzeit, die Zinsbindung sowie die Höhe der Rückzahlungen.

Zudem ist es möglich, den Kredit außerplanmäßig zu tilgen und die jeweiligen Zeitpunkte der Rückzahlungen dem Wunsch nachzuwählen.

Je höher der Eigenanteil ist, desto geringer fällt die Fördersumme aus, was wiederum mit einem günstigeren Zinssatz belohnt wird.

Daher ist es umso wichtiger, die verschiedenen Finanzierungsmodelle mit der Bank durchzusprechen, um ggf. Förderungen sinnvoll miteinander zu kombinieren.

Ziel der Bestrebungen sollte sein, einen Tilgungsplan zu fassen, der sich über die Energieeinsparungen trägt und den eigenen Geldbeutel nicht zusätzlich belastet.

Solaranlage Finanzierung: Weitere Banken

Umweltbank

Umweltbank

Die 1994 gegründete Umweltbank ist eine Direktbank, die sich zur Aufgabe gemacht hat, ökologische Projekte mit Darlehen zu unterstützen.

Auch hier ist es möglich, eine KfW-Förderung mit hauseigenen Krediten zu kombinieren.

Interessant ist das Angebot für diejenigen, die eine günstige Teilfinanzierung wünschen, die innerhalb von 60 Monaten abbezahlt wird.

Finanzierung PV-Anlage Umweltbank Konditionen

Gleichwohl der KfW bewegt sich der effektive Jahreszins im niedrigen Bereich und beginnt bei 3,44 %. Der Wunschbetrag ist meist bei 100.000 EUR gedeckelt.

Neben dem günstigen Zinssatz profitieren Kunden vom sogenannten Zinsfairsprechen, das einen transparenten Finanzierungsplan ohne Mehrkosten garantiert.

Anspruch auf einen Kredit bei der Umweltbank haben jedoch nur natürliche Personen, wodurch Vereine, Institutionen und Unternehmen nicht empfangsberechtigt sind.

Zudem ist der Tilgungszeitraum auf 120 Monate begrenzt. Dafür dürfen Kunden auf eine schnelle Bereitstellung der Gelder hoffen, die nach Projektbegutachtung im Regelfall umgehend erfolgt.

Ethikbank

Als ethisch ökologische Direktbank versteht sich die 2002 durch die Volksbank Eisenberg gegründete EthikBank. Sie unterstützt Privat-, Geschäftskunden und Nichtregierungsorganisationen (NGO) mit Krediten.

Konditionen Ethikbank

Zur Anschaffung und Installation einer Photovoltaik Anlage stellt die Ethikbank zwei Finanzierungsmodelle bereit.

Zum einen den Ökokredit bis 50.000 EUR und zum anderen die Photovoltaik-Finanzierung mit einem Rahmen zwischen 50.000 und 500.000 EUR.

Während sich der Ökokredit mit kurzen Laufzeiten und einem effektiven Jahreszins von 3,35 % an Privateigentümer einer Immobilie richtet, macht die Photovoltaik-Finanzierung Investitionen in größere PV-Anlagen schmackhaft.

Laufzeitbindungen von 15 bis 20 Jahren steht ein effektiver Jahreszins von 2,94 % gegenüber.

GLS Bank

Die in Bochum ansässige GLS Bank ist eine Genossenschaftsbank, die eigenen Angaben zufolge die erste Ökobank überhaupt ist.

Sie ist vorrangig darauf bedacht, Unternehmen und Projekte zu fördern und hält somit auch Finanzierungsangebote für Solar- und PV-Anlagen bereit.

Die GLS Bank gewährt Kredite für Gewerbekunden und Privatleute und stellt dafür bis zu 100.000 EUR in Aussicht.

Konditionen GLS Bank

Für Unternehmen mit eigenen Dachflächen winken bei der GLS Bank Zinsen von unter 2 %.

Die Mindesthöhe für einen Kredit beläuft sich auf 10.000 EUR und ein Einsatz von Eigenkapital ist nicht zwingend nötig, da die Einspeisevergütung als Sicherheit genommen werden kann.

Dies gilt gleichwohl für Privatinvestments, bei denen sich die Laufzeit zwischen fünf und 20 Jahren bewegt.

Schwäbisch Hall und Bausparkassen

Bereits seit 2009 ist die Schwäbisch Hall im Bereich der PV-Förderung tätig.

Die Angebote richten sich dabei vorrangig an Privatleute, die auf Sonnenenergie vom eigenen Dach setzen möchten.

Durch die besondere Konstellation als Bausparkasse, welche mit den Volks- und Raiffeisenbanken kooperiert, ist die Kreditvergabe an besondere Bedingungen geknüpft.

Konditionen Schwäbisch Hall

Im Bereich der energetischen Modernisierung vergibt die Schwäbisch Hall Kredite zwischen 10.000 und 200.000 EUR, bei Laufzeiten von fünf bis 20 Jahren.

Der Kredit selbst ist dabei eine Kombination von Bauspar- und Zinsdarlehen. Der effektive Jahreszins beläuft sich bei Abschluss zwischen vier und sechs Prozent.

Ökokredit SWK Bank

Ebenfalls an Privatpersonen richtet sich das Angebot der Süd-West-Kreditbank (SWK), die einen speziellen Solarkredit im Portfolio hat.

Auch dieser lässt sich sinnvoll mit Förderkrediten der KfW kombinieren und bewegt sich dabei auf einem ähnlichen Zinsniveau.

Konditionen Ökokredit SWK Bank

Eine Besonderheit des Ökokredits der SWK besteht darin, dass Auszahlungen direkt an die ausführenden Fachfirmen erfolgen.

Bis zu drei tilgungsfreie Jahre und Laufzeiten zwischen fünf und 20 Jahren können vereinbart werden, bei denen sich der genaue Zinssatz nach der Bonität des Antragstellers richtet.

Wohnkredit Targobank

An Wohn- und Hauseigentümer richtet sich das Angebot der Targobank und bedient damit ausschließlich den Privatsektor.

Das lange Zeit der Citigroup angehörige Unternehmen verspricht schnelle und unkomplizierte Kreditvergaben, die sogar online in Anspruch genommen werden können.

Konditionen Wohnkredit Targobank

Mit einem Mindestdarlehensbetrag von 1.500 EUR unterbietet die Targobank die meisten ihrer Konkurrenten.

Jedoch wird das Angebot bei 80.000 EUR begrenzt und die maximale Laufzeit eines Kredits liegt bei 96 Monaten.

Je nach Ratenvereinbarung, die flexibel vereinbart werden kann, liegt der effektive Jahreszins zwischen 2,26 und 8,35 %.

Somit ideal, um kleinere Photovoltaik Anlagen damit zu finanzieren oder Schlüsselbeträge für eine günstige KfW-Förderung zu erhalten.

Energiekredit Creditolo

Das in Halle (Saale) ansässige Kreditinstitut Creditolo ist seit 2006 auf dem Markt und konzentriert sich auf die Vergabe von Darlehen für Privat- und Geschäftskunden.

Mit dem Modernisierungskredit stellt das Unternehmen Fördergelder zwischen 100 und 60.000 EUR für die Errichtung von Photovoltaik Anlagen in Aussicht.

Konditionen Energiekredit Creditolo

Bei höheren Ausgaben sind auch Kreditbeträge von mehr als 60.000 EUR möglich, was jedoch nur durch den Nachweis von Eigenkapital gewährt wird.

Dafür spricht die Laufzeitenvergabe von bis zu 25 Jahren. Bis zu 7.500 EUR sind bereits ohne Schufa-Auskunft drin, während sich der effektive Jahreszins zwischen zwei und knapp 20 % bewegt.

Das Angebot von Creditolo lohnt sich vor allem bei kleineren Investitionssummen oder in Form einer Schlüsselfinanzierung, um etwa Eigenkapital nachweisen zu können.

Solarkredit Vergleich über SMAVA

Eine Direktvermittlung von Krediten verspricht das Vergleichsportal von SMAVA.

Unverbindlich können hierüber Angebote ausfindig gemacht werden, um eine Photovoltaik Anlage zu finanzieren.

Dabei kann zwischen freier Kapitalverwendung, Bau- und Immobilienfinanzierung sowie Wohnen/Modernisierung gewählt werden.

Letztere Kategorie stellt dabei die günstigsten Kredite zur Anschaffung von PV-Anlagen bereit.

Das Angebot selbst richtet sich an Privatpersonen als auch Einzelunternehmer, die über eine eigene oder gemietete Immobilie verfügen.

Bevor die finalen Angebote erscheinen, müssen Interessenten noch Angaben zur eigenen Person und zum Gebäude machen, auf denen die Photovoltaik Anlage errichtet werden soll.

Konditionen Solar Kredit über SMAVA

Dadurch, dass bereits Summen ab 500 EUR erhältlich sind, ist der Vergleich über SMAVA für Käufer kleinerer Photovoltaik Anlagen besonders interessant.

Aber auch größere Kredite von bis zu 5.000.000 EUR listet das Portal auf, bei Laufzeiten zwischen 12 und 120 Monaten.

Bei den Angaben können bis zu zwei Kreditnehmer genannt werden.

Nach den Angaben zum Berufs-, Lebens- und Einkommensstand folgen dann noch Angaben zur Person, um die Finanzierungsangebote zu erhalten.

Da die Eingabemaske nur für Privateigentümer, Mieter und Selbstständige ausgelegt ist, ist SMAVA nicht an die Bedürfnisse von KMUs und größeren Unternehmen ausgerichtet.

Finanzierung Solaranlage: Beispiel

Für einen hohen Stromertrag werden in Einfamilienhäusern meist Anlagen um die 10 kWp Leistung installiert, die etwa 12.000 EUR kosten.

Wird zudem noch ein Stromspeicher verbaut sowie eine Wallbox steigen die Ausgaben auf eine Summe zwischen 20.000 und 25.000 EUR netto.

Dies entspricht dann dem benötigten Kreditrahmen, wobei jedoch die Mehrwertsteuer größtenteils aus eigenem Kapital getragen werden muss.

Mit der Bereitstellung von Eigenanteil sinkt die benötigte Geldsumme, über die wiederum lukrativere Zinsen für die Rückzahlung winken.

Beispielrechnung: Photovoltaikanlage mit Eigenkapital finanzieren

Photovoltaikanlage: 10 kWp mit Stromspeicher
Investitionssumme: 30.000 EUR zzgl. MwSt.
Eigenkapital: 7.000 EUR
Kreditsumme: 23.000 EUR
Laufzeit: 10 Jahre
Effektivzins p.a.: 3,50% (durch Hausbank und KfW)
monatliche Rate: ca. 235 EUR / 2820 EUR p.a.

Stromersparnis p.a.: ca. 3150 EUR bei 9.000 kWp zzgl. Einspeisevergütung
Je kürzer die Laufzeit ist, desto geringer fällt der Zinssatz aus.

Die Rechnung sollte im Idealfall so ausgelegt sein, dass die Ersparnisse beim Strom während der Rückzahlung etwas oberhalb der Tilgungsrate liegen und somit keine Mehrbelastung erfolgt.

Beispielrechnung: Photovoltaikanlage ohne Eigenkapital finanzieren

Erfolgt der Nachweis über ein geregeltes und ausreichendes Einkommen sowie gesicherte Eigentumsverhältnisse, gewähren Banken auch ohne Eigenkapital Kredite für eine PV-Anlage.

Meist sogar bis 50.000 EUR. Je nach Laufzeit und Summe wird die Sicherheit über die Einspeisevergütung eingeholt, während zugleich ein etwas höherer Zinssatz greift.

PV-Anlage: 10 kWp
Investitionssumme: 30.000 EUR zzgl. MwSt.
Kreditsumme: 30.000 EUR
Laufzeit: 10 Jahre
Effektivzins p.a.: ca. 4,88%
monatliche Rate: 316,43 EUR / ca. 3.797,16 EUR p.a.
Sicherheit: Einspeisevergütung
Stromersparnis p.a.: ca. 3150 EUR bei 9.000 kWp ohne Einspeisevergütung
Auch dieses Modell rechnet sich, wenn die Einspeisevergütung der Kredittilgung gutgeschrieben wird.

Finanzierung Solaranlage Gewerbe

Photovoltaik Anlage für Gewerbe mit einem Solarkredit finanzieren

Mit dem EEG 2023 kommen vor allem Unternehmen in den Genuss von lukrativen Förderungen zum Bau einer PV-Anlage.

Neben der Deckung des eigenen Strombedarfs zielt das gesetzliche Vorhaben auch darauf ab, den Anteil der erneuerbaren Energien im Bereich der Sonnenkraft zu erhöhen.

Große Dach- und Freiflächen auf Gewerbeobjekten laden dazu ein, mit PV-Modulen eingedeckt zu werden.

Da größere Gebäudekomplexe einer geringeren Verschattung ausgesetzt sind, fällt der Ertrag umso höher aus.

Doch auch kleinere Dächer und Außenanlagen eignen sich dazu, dass Unternehmen als Voll- oder Teileinspeiser tätig werden.

Bei der Vergabe von Förderkrediten gelten jedoch andere Konditionen als im Privatbereich.

Doch dank Sicherheiten und eigener Buchhaltung, die wichtig für umsatzsteuerpflichtige Einspeisevergütungen ist, lassen sich Photovoltaik Anlagen zu besonders günstigen Konditionen errichten.

Solaranlage finanzieren für Gewerbe: Nachweise bereithalten

Wer als Freiberufler oder selbstständiger Einzelunternehmer eine PV-Anlage installieren möchte, muss zwingend Auskunft über die laufenden Einnahmen aus dem Gewerbebetrieb geben.

Banken wägen bei der Kreditabgabe genau ab, ob eine ausreichende Liquidität auch über die nächsten fünf bis zehn Jahre gegeben ist.

Neben den Nachweisen über die eigenen Auskünfte müssen ebenso Eigentums- oder Mietbescheinigungen vorliegen, aus denen ein berechtigtes Interesse zur Aufstellung von PV-Modulen hervorgeht.

Gleiches gilt für kleine und mittelständische Unternehmen sowie größere Konzerne. Auch hier müssen Auskünfte über die letzten Wirtschaftsjahre nachgewiesen werden.

Für eine KfW-Förderung ist es zudem nötig, dass das Unternehmen oder der selbstständige Unternehmer seit mindestens fünf Jahren tätig ist.

Finanzierung Solaranlage: Vertrauensbank mit KfW-Förderung wählen

Unternehmen und Selbstständigen wird dazu geraten, mit dem Anliegen zum Bau einer PV-Anlage zur Hausbank zu gehen und den Gewerbekundenbereich aufzusuchen.

Vor allem Volks- und Raiffeisenbanken haben hier gesonderte Kredite zur Solarförderung im Portfolio, die sich mit KfW-Förderungen kombinieren lassen.

Von einer Teilfinanzierung aus Privatkapital wird dagegen abgeraten, da sich die Rückzahlung gänzlich über das Firmenkapital decken sollte und, je nach Investitionssumme, steuerlich geltend gemacht werden kann.

Anzeige

PV Anlage mieten/pachten

Immer mehr kommunale Versorger und gewerbliche Anbieter stellen Photovoltaik Anlagen zur Miete bereit. Dabei können entweder bestehende Anlagen gepachtet oder neue Systeme an Ort und Stelle aufgestellt werden.

Wie funktioniert die Miete einer Photovoltaikanlage?

Der jeweilige Anbieter erstellt ein individuelles Angebot zur Aufstellung einer Solaranlage, die anhand des Energiebedarfs dimensioniert wird.

Kommt der Vertrag zustande, wird das System installiert und an das Netz angeschlossen.

Dabei kann im Regelfall zwischen einer Photovoltaik Anlage mit und ohne Stromspeicher gewählt werden.

Zudem ist es möglich, zusätzlich eine Wallbox anbringen zu lassen, um darüber E-Autos zu laden.

Wichtig bei der Miete einer Photovoltaikanlage ist die Info, dass die meisten Anbieter auf langfristige Verträge von bis zu zwanzig oder sogar dreißig Jahren setzen.

Solaranlage mieten: Kosten

Im Normalfall werden für die Miete einer PV-Anlage monatliche Abschläge fällig.

Diese bewegen sich zwischen 65 und 200 EUR im Monat, was über 20 Jahre gerechnet Ausgaben von 15.600 bis 48.000 EUR entspricht.

Welche Vor- und Nachteile hat das Mieten/Pachten einer Solaranlage

  • Keine Anschaffungskosten
  • Pflege- und Serviceleistungen inklusive
  • keine Reparaturkosten
  • Anlage kann nach Vertragsablauf meist günstig übernommen werden
  • Profite durch Stromeinsparung & Einspeisevergütung
  • Langfristige Vertragsbindung
  • laufende Ausgaben liegen nach 20 Jahren über den Anschaffungskosten

Photovoltaikanlage mieten: Diese Anbieter gibt es

PV-Anlage mieten oder kaufen?

Ob sich der Kauf oder eher die Miete einer Solar- bzw. PV-Anlage lohnt, hängt vor allem von den jeweiligen Finanzierungsangeboten sowie den Erträgen ab.

Während bei der Miete kein Eigenkapital nötig ist, entscheidet vorhandenes Geld darüber, wie hoch die Zinsen beim Kauf sind.

Je größer die Photovoltaik Anlage wird, desto attraktiver wird ein Pachtmodell; vor allem dann, wenn man über langfristig genutztes Eigentum verfügt.

Der käufliche Erwerb kann dagegen steuerlich geltend gemacht werden und man schafft sich ein Stück Unabhängigkeit vom Energieversorger und von Vertragsverpflichtungen.

Beim Preisvergleich ist es ratsam, bei beiden Modellen die Gesamtausgaben über einen Zeitraum von 20 Jahren, inkl. der zu erwartenden Nebenkosten, gegenüberzustellen.

Hieraus wird dann erkenntlich, welches Angebot die wirtschaftlichere Wahl ist.

Photovoltaikanlage mieten

Photovoltaikanlage leasen

Neben dem Erwerb und der Miete ist auch das Leasen einer Solaranlage eine Option, die vor allem für Unternehmen und Gewerbetreibende Vorteile mit sich bringt.

Wie funktioniert das Leasen einer Solaranlage?

Im Gegensatz zum Mieten lässt das Leasen einer Solar- bzw. Photovoltaikanlage eine Zahlung in Raten zu.

Dadurch ersparen sich Privatpersonen und Unternehmen die anfänglichen Investitionskosten.

Da die Leasingraten bei der Steuer abgesetzt werden können, ist das Modell besonders für den gewerblichen Sektor interessant.

Solaranlage leasen: Kosten und Preise

Beim Leasing einer PV-Anlage fallen monatliche Kosten zwischen 100 und 200 EUR im Jahr an. Hinzu kommen Ausgaben für Versicherung sowie Reparaturen und die Wartung.

Welche Vor- und Nachteile hat das Leasen einer Photovoltaikanlage?

  • Steuerlich absetzbare Leasingraten
  • keine Anschaffungs- und Installationskosten für PV-Anlage
  • flexible Laufzeitmodelle
  • Anfallende Kosten für Reparaturen, Wartung und Versicherung
  • z.T. hohe Leasingraten
  • Eigentumsübertragung erst nach Zahlung der Schlussrate

Welche Anbieter gibt es für das Leasen einer Photovoltaikanlage?

Das Leasen einer PV-Anlage ist bislang ein Nischengeschäft, das wenige Anbieter im Angebot haben.

Zu den führenden Unternehmen im Bereich PV Leasing für Gewerbekunden gehört etwa die ENVIRIA Energy Holding GmbH mit Sitz in Frankfurt a.M..

Photovoltaik Anlage leasen oder kaufen?

Fehlt das Startkapital für den Kauf einer PV-Anlage, ist das Leasing durchaus eine interessante Option.

Jedoch weniger für private Investoren, sondern mehr für Unternehmen, die von Steuervorteilen profitieren möchten.

Ist jedoch das nötige Eigenkapital vorhanden, lohnt sich meist eher die Aufnahme eines Förderkredits.

Als Alternative dazu ist das Mieten einer PV-Anlage auf dem Vormarsch, da im Preis alle Serviceleistungen mit inbegriffen sind.

Finanzierung Solaranlage: Rechtliche und steuerliche Fragen

Eintragung einer PV-Anlage ins Grundbuch

Viele Kreditinstitute bestehen bei der Finanzierung einer PV-Anlage darauf, dass das sogenannte Betreibungsrecht ins Grundbuch eingetragen wird. Somit wird die Grundschuld als weitere Sicherheit festgeschrieben.

Photovoltaik Finanzierung ohne Grundbucheintrag

Wird die Einspeisevergütung an den Kreditgeber abgeführt, sind Banken durchaus dazu gewillt, auf eine Grundbucheintragung zu verzichten. Jedoch muss bei Eigentum ein Besitznachweis zwingend vorgelegt werden.

Grundbucheintrag bei Dachverpachtung

Lediglich bei öffentlichen Gebäuden wird meist auf einen Grundbucheintrag bei einer Dachverpachtung verzichtet.

Allerdings pochen Anlagenbetreiber auf gewerblichen und privaten Flächen im Regelfall darauf, dass das Betreibungsrecht als Dienstbarkeit im Grundbuch festgeschrieben wird.

Mehrwertsteuer Solaranlagen Finanzierung

Bei der Finanzierung einer Photovoltaikanlage gewähren Kreditinstitute lediglich die Nettokreditsumme. Heißt also, dass die Mehrwertsteuer noch obendrauf kommt und aus Eigenkapital gestemmt werden muss.

Manche Banken haben deshalb eine Vorfinanzierung der MwSt. im Angebot. Allerdings ist es möglich, die Summe über die jährliche Umsatz-Steuererklärung abzusetzen.

Dies ist zwar recht aufwendig, aber durchaus lohnenswert, da auch Betriebs- und Wartungskosten mit angerechnet werden können.

Einkommenssteuer Solaranlagen Finanzierung

Besitzer einer Photovoltaik Anlagen sind dazu verpflichtet, Umsatz- und Ertragssteuern auszuweisen. Bei privaten Anlagenbetreibern fallen letztere in den Bereich der Einkommenssteuer.

Grund hierfür sind die Gewinne, die sich über die Netzeinspeisung ergeben. Ab dem 01.01.2023 ist es aber möglich, sich gänzlich von der Einkommenssteuerpflicht bei der Photovoltaikanlage befreien zu lassen.

Voraussetzung hierfür ist eine Anlagengröße von unter 30 kWp.

Anzeige

Finanzierung Solaranlage FAQ

Soll ich die Photovoltaikanlage finanzieren oder bar zahlen?

Durch die Einsparung von Strom, Gewinnen aus der Einspeisevergütung und günstigen Finanzierungen ist es empfehlenswert, eine PV-Anlage zu finanzieren.

So steht das Bestandskapital für andere Zwecke zur Verfügung und die Rückzahlung erfolgt ähnlich wie die Begleichung laufender Nebenkostenabrechnungen.

Finanziert sich eine Photovoltaik Anlage von selbst?

Im Schnitt dauert es rund 10 – 15 Jahre, bis sich eine PV-Anlage von selber trägt. Je länger der Netzbetrieb andauert, desto höher fällt die Rendite aus, die sich mit einem eigenen System erzielen lässt.

Kann ich meine Photovoltaik Anlage auch von privat finanzieren?

Finanzierungsberechtigt sind auch Privatpersonen, die nicht über Eigentum verfügen.

Allerdings ist hierbei zwingend die Einwilligung des Eigentümers nötig sowie alle weiteren nötigen Vereinbarungen zur Anbringung der PV-Anlage. Mithilfe von Eigenkapital bzw.

Der Abtretung der Einspeisevergütung kann für entsprechende Sicherheiten auf der Seite des Kreditnehmers gesorgt werden. Von Geldanleihen von privater Seite wird dagegen abgeraten.

Der Weg sollte also stets über ein rechtlich anerkanntes Kreditinstitut erfolgen.

Wie lange soll ich meine Photovoltaikanlage finanzieren?

Bis 50.000 EUR sollte ein Finanzierungszeitraum von maximal 12 Jahren gewählt werden, sodass die Raten nicht die monatlichen Ausgaben übersteigen.
 
Ebenfalls ist es ratsam, nicht über die Garantiezeiträume hinaus zu finanzieren. Diese liegen bei den meisten PV-Modulen bei rund 20 Jahren.