Elektroheizung Test, Kosten, sinnvoll 2022

Eine effektive Möglichkeit, Ihr Haus zu heizen, ist die Elektroheizung. Diese nutzen Strom, um Wasser oder Luft zu erhitzen, sodass heiße Luft in Ihrem Haus zirkuliert. Sie sorgt für Wärme, ohne dass Heizöl oder Kohle verbrannt werden müssen.

Elektrische Heizungen: Das Wichtigste in Kürze

Elektroheizung Funktion

Eine Elektroheizung ist ein elektrisches Gerät, das elektrischen Strom in Wärme umwandelt.

Das Heizelement in jedem elektrischen Heizgerät ist ein elektrischer Widerstand und funktioniert nach dem Prinzip der Joule’schen Erwärmung: Ein elektrischer Strom, der durch einen Widerstand fließt, wandelt diese elektrische Energie in Wärmeenergie um.

Ein elektrischer Heizkörper ist ein Gerät, das zur Erwärmung von Luft oder Wasser verwendet wird. Sie sind in Privathaushalten und Unternehmen auf der ganzen Welt zu finden.

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Elektroheizung Kosten 2022

Anschaffungskosten

Elektroheizungen werden häufig für Wohnzwecke verwendet. Es gibt sie in verschiedenen Modellen und Größen.

Die einfachsten Geräte haben nur eine Leistung von etwa 200 Watt, während leistungsstarke Geräte bis zu 1.000 Watt liefern können.

Ein einfaches Gerät kostet etwa 150 €, während ein leistungsstarkes Gerät rund 1 500 € kosten kann.

Die Preise hängen von der Art der Heizung und der Größe des Raums ab. Ein erfahrener Installateur kann Ihnen helfen, das richtige Produkt für Ihre Bedürfnisse zu finden.

Elektroheizung

Anschaffungspreis

Mobile Elektroheizung

ca. 80 – 300 €

Flächenspeicherheizung

ca. 250 – 500 €

Infrarotheizung

ca. 250 – 500 €

Natursteinheizung

ca. 500 – 1.000 €

Nachtstromspeicherheizung

ca. 700 – 1.000 €

Elektrische Fußbodenheizung

ca. < 100 € pro m2 Fußboden

Wärmepumpe

ca. 5.000 – 16.000 €

Betriebskosten Elektroheizung

Die Betriebskosten für eine Elektroheizung richten sich nach dem Strompreis pro kWh. Schauen Sie auf Ihre Stromrechnung, dort finden Sie Ihren tariflich vereinbarten Preis für Strom. Hier finden Sie den aktuellen durchschnittlichen Strompreis.

Eine Standardelektroheizung hat ca. 500 – 600 Watt.

Elektroheizung Beispielrechnung

Größe Ihrer Wohnung 70 qm²
Räume in Ihrer Wohnung5 (ohne Flur inklusive Küche Bad)
Heizungen insgesamt 10 (2 Heizungen je Raum)
Benötigte Heizleistungca. 6.000 Watt (10 Heizungen x 600 Watt)
Strompreis ca. 0,33 €/kWh
Heizkosten pro Stunde0,33 €/kWh x 0,6 kWh (Heizleistung pro Heizung) x 10 Heizungen = 1,98 €
Heizkosten pro Jahr

180 Heiztage x 8 Stunden Betrieb je Heizkörper pro Tag x 1,98 € Heizkosten pro Stunde

= 2.851,20 €

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Elektroheizungsarten

Elektrische Direktheizung

Die Direktheizung ist eine Heizmethode, bei der die Wärme direkt in den Raum abgegeben wird, ohne dass ein Zwischenspeicher verwendet wird.

Dazu gehören die Infrarotheizung, der klassische Heizlüfter, elektrische Heizkörper/Radiatoren und Heizstrahler.

Ein wesentlicher Vorteil dieser Art von Heizsystemen ist, dass die Wärme sofort nach dem Einschalten zur Verfügung steht, während herkömmliche Zentralheizungssysteme zwischen 15 Minuten und 2 Stunden brauchen, bis sie ihre volle Leistung erreichen.

Außerdem speichern Direktheizungssysteme keine Wärme, sodass die Raumtemperatur nach dem Abschalten des Stroms rasch wieder sinkt.

Direktheizungsarten

Radiator

In einem geschlossenen System werden Radiatoren, die in der Regel mit Öl befüllt sind, mit einem elektrischen Heizstab erwärmt, und geben anschließend die entstandene Wärme an Ihre Umgebungsluft ab, sodass sich die Raumtemperatur erhöht.

Radiatoren besitzen keine Lüftung, sodass der Raum langsam erwärmt wird.

Konvektor

Eine Konvektor Elektroheizung ist eine Art von Heizgerät, die die Konvektionsströme zur Erwärmung und Zirkulation der Luft nutzt.

Diese Ströme zirkulieren im gesamten Gehäuse des Geräts und über das Heizelement. Durch diesen Prozess, der dem Prinzip der Wärmeleitung folgt, wird die Luft erwärmt

Heizlüfter

Ein Heizlüfter, auch Heizgebläse genannt, ist ein Heizgerät, das mithilfe eines Ventilators Luft über eine Wärmequelle (z. B. ein Heizelement) leitet.

Dadurch wird die Luft erwärmt, die dann das Heizgerät verlässt und den umliegenden Raum erwärmt.

Sie können einen geschlossenen Raum schneller erwärmen als ein Heizgerät ohne Gebläse, verursachen aber wie jedes Gebläse ein hörbares Geräusch.

Der langfristige Gebrauch von Heizlüftern ist nicht ratsam, da diese zumeist sehr viel Strom verbrauchen und somit hohe Kosten verursachen.

elektrische Heizung
Infrarotheizung

Eine Infrarotheizung nutzt Strom, um Wärme zu erzeugen. Die Wärme wird in Form von Wellen abgestrahlt, die sich durch den Raum bewegen.

Diese Wellen prallen zwischen Objekten hin und her, bis sie die Oberfläche des zu erwärmenden Objekts erreichen.

Wenn die Wellen auf die Oberfläche treffen, geben sie einen Teil ihrer Energie an das Objekt ab.

Wandheizung

Wandheizung ist ein Begriff, der eine Art von Strahlungsheizungssystem beschreibt, bei dem in den Wänden eingebettete Warmwasserrohre verwendet werden, um warme Luft in einem Raum zu verteilen.

Bei einer herkömmlichen Warmluftheizung wird die erwärmte Luft über Rohrleitungen im Haus verteilt. Bei Wandheizungssystemen zirkuliert die warme Luft direkt durch die Wände selbst.

Elektrische Fußbodenheizung

Eine Fußbodenheizung ist eine Art von Strahlungswärme, bei der elektrische Widerstandselemente, die in die Betonplatte eines Raums eingelassen sind, Energie an die darüber liegende Luft übertragen.

Das Ergebnis ist ein warmer, trockener Fußboden, der sich wie ein beheiztes Handtuch anfühlt, wenn man über ihn läuft.

Die Fußbodenheizung funktioniert über einen geschlossenen Kreislauf. Der Strom fließt durch den Boden, erwärmt das Wasser und zirkuliert dann wieder zurück zum Boden.

Während der Strom durch den Boden fließt, entsteht ein Strom, der Wärme erzeugt.

Fußleistenheizung

Fußleistenheizungen lassen die erwärmte Luft durch ein Kanalsystem zirkulieren. Das Kanalsystem ist im Grunde ein Netz von Rohren, die die Luft vom Ofen zu den verschiedenen Teilen des Hauses transportieren.

Die meisten Heizleisten sind mit Thermostaten ausgestattet, die die Temperatur im Raum regeln. Diese Thermostate passen die an den Raum abgegebene Wärmemenge normalerweise an die Außentemperaturen an.

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Elektrische Speicherheizung

Die Speicherheizung speichert Wärme und gibt sie langfristig an die Umgebungsluft ab. Elektrische Heizungen, wie z. B. Direktheizungen, geben die Wärme direkt an den zu beheizenden Raum ab.

Speicherheizungen können entweder konvektiv (Wärmeübertragung durch heiße Gase) oder konduktiv (Wärmeübertragung durch Konduktion) arbeiten.

Bei der Natursteinheizung wird die Wärme im Stein selbst gespeichert.

Wärmewellen werden von jeder Art von Heizsystem erzeugt, das ein Objekt durch Abstrahlung von Wärme in die Umgebung erwärmt.

Speicherheizungsarten

Nachtspeicherheizung

Nachtspeicherheizungen funktionieren, indem sie Luft erhitzen, die durch eine Reihe von Rohren außerhalb des Hauses strömt.

Wenn die Temperatur unter einen bestimmten Wert sinkt, schaltet sich die Heizung automatisch ein.

Sobald die Heizung eingeschaltet ist, erwärmt sie die Luft, bis sie ein angenehmes Niveau erreicht hat.

In den 1950ern und 60ern waren Nachtspeicherheizungen sehr beliebt, da diese zu damaligen Zeiten günstigen Nachtstrom nutzten, um anschließend tagsüber die Wärme an die Räume abzugeben.

Dieses System ist veraltet und nicht wirtschaftlich.

Flächenspeicherheizung

Flächenheizungen funktionieren, indem sie die Wärme durch die Wand oder die Decke hindurch übertragen.

Dazu müssen sie in der Nähe einer Warmluftquelle angebracht werden.

So kann unter anderem ein Heizkörper in einem Wohnzimmer stehen, während ein Raumheizgerät in einem Schlafzimmer aufgestellt werden kann.

Die Flächenspeicherheizung ist der moderne Nachfolger der Nachtspeicherheizung.

Natursteinheizung

Natursteinheizungen sind Heizsysteme, die aus Natursteinen wie Granit, Marmor, Kalkstein, Travertin usw. bestehen. Sie sind bei Hausbesitzern wegen ihrer Haltbarkeit, Schönheit sehr beliebt.

Im Gegensatz zu Flächenspeicherheizung und Nachtspeicherheizung kann die Natursteinheizung nur wenig Wärme speicher.

Elektroheizung Test

Mit Strom heizen: Warmwasserbereitung

Durchlauferhitzer

Ein Durchlauferhitzer verwendet Strom, um das in einem Tank gespeicherte Wasser schnell zu erhitzen, anstatt es über mehrere Stunden hinweg zu erwärmen.

Diese Durchlauferhitzer werden in der Regel unter der Küchenspüle installiert, man findet sie aber auch in Badezimmern, Waschküchen, Garagen, Kellern und überall dort, wo der Platz reicht.

Durchlauferhitzer nutzen eine Kombination aus Strom und Dampf, um Wasser zu erhitzen.

Dampf wird durch kochendes Wasser erzeugt, und der Dampf treibt eine Turbine an, die einen Generator in Bewegung setzt. Der sich drehende Generator erzeugt Strom, der das Wasser im Tank erwärmt.

Boiler

Ein Boiler ist ein geschlossener Behälter, in dem Wasser erhitzt wird. Die Flüssigkeit muss nicht unbedingt kochen. Die erhitzte oder verdampfte Flüssigkeit verlässt den Kessel zur Verwendung in verschiedenen Prozessen oder Heizanwendungen.

Vor- un Nachteile von Elektroheitungen

  • Geringe Anschaffungskosten
  • Kaum Wartungsbedarf
  • Einfach in der Anwendung
  • Geringer Platzbedarf
  • Keine Kosten für den Schornsteinfeger
  • Einfache Installation
  • Nach dem Einschalten erfolgt sofortige Erwärmung des Raums
  • Elektroheizungen sind sicher
  • Wirtschaftlichste Lösung für die zeitweilige Nutzung von Räumen
  • Schlechter Gesamtwirkungsgrad
  • Hohe Betriebskosten, bei steigenden Strompreisen nicht wirtschaftlich
  • Nicht als Zentralheizung geeignet
ist eine elektroheizung sinnvoll

Ist eine Elektroheizung zu kaufen, sinnvoll?

Elektroheizungen haben einen offensichtlichen Vorteil gegenüber herkömmlichen Systemen: Sie lassen sich schnell aufstellen und bieten ohne großen Aufwand angenehme Temperaturen.
 
Denn sie benötigen keinen Heizkessel und keine Rohre, die heißes Wasser zum Heizkörper transportieren. Alles, was sie brauchen, ist eine Steckdose, über die sie an das Stromnetz angeschlossen werden.
 
Zudem sind Elektroheizungen günstig in der Anschaffung. Elektroheizungen haben jedoch einen großen Nachteil: Sie sind nicht sehr energieeffizient.
 
Bei steigenden Stromkosten, kann die dauerhafte Nutzung ganz schön ins Geld gehen, sofern Sie auf Strom aus dem öffentlichen Netz zugreifen.
 
Möchten Sie kurzfristig einen Raum erwärmen, ist eine Elektroheizung die wirtschaftlichste Lösung.

Wo macht eine Elektroheizung wirtschaftlich Sinn?

Wirtschaftliche Anwendung (kurzfristig)Unwirtschaftliche Anwendung (langfristig)
KellerIn nicht gedämmten Gebäuden
Ferienhauslangfristige Nutzung als Zentralheizung
Dachbodendauerhafte Nutzung
Baustelle 
Gartenhütte oder Schrebergarten 
Garage 

Ist die Kombination einer Elektroheizung mit einer PV-Anlage sinnvoll?

Diese Frage mit Ja oder Nein zu beantworten ist nicht möglich, da hierbei jeder Haushalt individuelle betrachtet werden muss. Eine Photovoltaikanlage produziert tagsüber Strom, wenn die Sonne scheint.

In einem berufstätigen Haushalt, mit zum Beispiel von zwei Kindern, gehen die Eltern arbeiten und die Kinder in den Kindergarten oder in die Schule/Ausbildung. Somit wird kein Strom benötigt.

Waschmaschine, Trockner etc. können über Zeitschaltuhren dann eingeschaltet werden, wenn die Sonne scheint. Bei einer elektrischen Direktheizung macht dies keinen Sinn, da die Wärme nicht gespeichert werden kann.

Anders kann bei Speicherheizungen die Wärme gespeichert werden und deshalb kann die Kombination zum Beispiel mit einer Flächenspeicherheizung von Nutzen sein. 

Moderne Solaranlage verfügen über einen Solarspeicher, mit dem der vom Dach produzierte Sonnenstrom in einem Akku gespeichert werden kann. Solarstrom, aus dem Photovoltaik Speicher, könnte theoretisch dann die Elektroheizung mit Strom versorgen.

Was dagegen spricht ist, dass im Winter, wenn das Heizen mit Strom über die Elektroheizung benötigt wird, nicht genügend Solarstrom produziert wird, da die Sonne im Winter weniger scheint als im Sommer, um die stromintensiven Heizungen langfristig zu betreiben. 

Denn die PV-Anlage muss noch weitere Verbraucher im Haushalt mit Strom versorgen, was die Kapazitäten einer normal dimensionierten Solaranlage mit Speicher zumeist übersteigt.

Wie anfangs beschrieben, sollte dies individuelle betrachtet werden.

Macht die Kombination einer Photovoltaikanlage mit einer Wärmepumpe Sinn? Hier die Antwort.

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Optimale Elektroheizung Größe berechnen

Die optimale Größe für eine Elektroheizung hängt von der Größe des Raums ab. In den meisten Fällen sind 50 Watt pro Kubikmeter ausreichend.

Watt pro m² (Raumhöhe 2,50 m unter Berücksichtigung der Isolierung)

 PassivhausNeubau Altbau
Wohnzimmerca. 45 Wattca. 80 Wattca. 110 Watt
Esszimmerca. 45 Wattca. 80 Wattca. 100 Watt
Kücheca. 40 Wattca. 65 Wattca. 90 Watt
Badca. 60 Wattca. 100 Wattca. 120 Watt
Schlafzimmerca. 40 Wattca. 60 Wattca. 80 Watt
Flur ca. 40 Wattca. 55 Wattca. 70 Watt
Kellerca. 50 Watt

ca. 50 Watt

ca. 50 Watt
Arbeitszimmerca. 45 Wattca. 80 Wattca. 110 Watt
Kinderzimmerca. 60 Wattca. 80 Wattca. 110 Watt

Alle Angaben sind ohne Gewähr!

Rechenbeispiel

Küche: 20 m²

Altbau: ja

Raumhöhe: ca. 2,50 m

20 m² x 90 Watt (siehe Tabelle Altbau Küche) = ca. 1.800 Watt Elektroheizung

Beste Elektroheizungen im Test 2022

Beste elektrische Kon­vek­tor­hei­zun­gen

Beste elektrische Infrarotheizungen

Bester elektrischer Öl-Radiator

Gerät Preis

De Longhi TRRS 0920

ca. 175 €

De Longhi TRRS 1225

ca. 135 €

De Longhi Bambino TRN 500

ca. 90 €

De Longhi TRRS 1120

ca. 170 €

Tristar KA-5103

ca. 50 €

Bester elektrischer Heizlüfter

Bester elektrischer Heizstrahler

Gerät Preis

Enders Elegance

ca. 130 €

Enders Polo 2.0

ca. 160 €

Aktobis WDH-240GT

ca. 370 €

Suntec Heat Patio 2000 Carbon

ca. 200 €

Einhell NHH 2100

ca. 160 €

Elektrische Heizungen und die Umwelt und CO₂ Ausstoß

Elektroheizungen verbrauchen viel Strom. Optimalerweise wird dieser Strom aus alternativen Energiequellen wie Sonne, Wasser und Wind gewonnen.

Noch besser kommt dieser Strom aus der eigenen Solaranlage mit Speicher vom Dach. Dieser sollte allerdings im ausreichenden Maß zur Verfügung stehen.

Beheizen Sie ihr Haus mit Elektroheizungen aus Ökostrom, so werden ca. 40 g CO₂ pro kWh Wärme ausgestoßen.

Das sind immerhin 85 %  weniger Emissionen als im Vergleich zu Öl- oder Gasheizungen.

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Elektroheizung Förderung

Fossile Heizungen wie Gas- und Ölheizungen werden ab dem 15.08.2022 nicht mehr gefördert.

Ab diesem Datum gibt einen sogenannten Heizungs-Tausch-Bonus und Wärmepumpenbonus über die BAFA (Bundesamt für Wirtschaft und Ausfuhrkontrolle).

Bei einer Sanierung oder einem Neubau können diese Förderung in Anspruch genommen werden.

Ihr Installateur steht Ihnen dabei zur Seite. Hier finden Sie Installateure aus Ihrer Region.