Hackschnitzelheizung Test 2019

In der heutigen Zeit werden Hackschnitzelheizungen hauptsÀchlich dort eingesetzt, wo ein hoher Heizbedarf wie zum Beispiel bei frei stehenden Immobilien, Landwirtschaftsbetrieben beziehungsweise grundsÀtzlich in Gewerbebetrieben besteht.

Hackschnitzelheizung Angebote

Nutzen und Kosten gegenĂŒbergestellt

Hackschnitzelheizung
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Den Grund hierfĂŒr liefern die Hackschnitzel selbst. Ihre Lagerung sowie die Speisung des Brenners sind im Vergleich zu Holzpellets komplizierter – die Brennstoffkosten meistens deutlich geringer. Wo allerdings ausreichend LagerflĂ€che zur VerfĂŒgung steht und die Zufuhr unproblematisch ablaufen kann, bietet sich eine Hackschnitzelheizung als optimale Alternative an. Dies gilt im Besonderen fĂŒr landwirtschaftliche Betriebe und fĂŒr lĂ€ndlich gelegene Ein-/MehrfamilienhĂ€user, da so gleichzeitig WĂ€rme wie auch warmes Wasser fĂŒr das gesamte Haus gewonnen wird.

Die Anschaffungskosten fĂŒr eine CO2-neutrale Hackschnitzelheizung liegen im Vergleich zu einer Gasheizung oder Ölheizung oder Pellet-Zentralheizung deutlich höher, die Kosten fĂŒr Hackgut sind jedoch in der Regel wesentlich gĂŒnstiger. Die Investition amortisiert sich jedoch ab einem gewissen Bedarf an Biomasse-Brennstoff in angemessener Zeit und ist optimal fĂŒr einen WĂ€rmebedarf ab etwa 20 kW (Kilowatt). Der Umweltaspekt sowie die UnabhĂ€ngigkeit von massiv schwankenden Preisen der fossilen Rohstoffe sind fast unschlagbare GrĂŒnde, ĂŒber eine Hackschnitzelheizung ernsthaft nachzudenken. Speziell grĂ¶ĂŸere Bauwerke, auch im kommunalen und gewerblichen Bereich, können auf diese Weise in der Energieversorgung deutlich Kosten einsparen.

Hackschnitzel – was versteht man darunter?

Hackschnitzel
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Es handelt sich hierbei um zerkleinerte Holzteile, die auch als Hackgut oder Holzhack bezeichnet werden. Diese werden als Biomasse-Brennstoff in der Holzindustrie sowie der Forstwirtschaft erzeugt und/oder finden als Rohstoff fĂŒr diverse andere Produkte wie beispielsweise Span-/DĂ€mmplatten und in der Papierindustrie ihre Verwendung. Aufgrund der Energiewende spielen Hackschnitzel speziell als klimaneutrale Brennstoff-Biomasse (Holz) eine immer grĂ¶ĂŸere Rolle.

Die Basis fĂŒr Holzschnitzel bilden Waldhölzer in Kombination mit Rest- und Altholz, welche mittels spezieller Maschinen zerschnitten, geschreddert beziehungsweise zerkleinert werden. Die einzelnen HolzstĂŒcke bekommen hierbei eine GrĂ¶ĂŸe, die von circa 2,8 bis 100 Millimeter reicht. Hackgut bis maximal 30 Millimeter Durchmesser dient vorzugsweise der Verwendung in einer Hackschnitzelheizung im privaten Haushalt. Holzhack mit grĂ¶ĂŸeren Abmessungen wird in Biomasse-Heizwerken genutzt, um regenerative Energie zu erzeugen.

Hackschnitzel unterliegen zudem der EU-Norm EN 14961. Durch die EU-Norm wird unter anderem die SchĂŒttraumdichte, der Wasser-/Chlor- und Asche- sowie Stickstoffgehalt einheitlich vorgegeben, um so den Heiz- beziehungsweise Brennwert festzulegen. Mittels der EU-Regelungen wird den Verbrauchern gewĂ€hrleistet, dass der Biobrennstoff Holzhack stets eine konstante Energie-Effiziens liefert.

Der Lagerraum fĂŒr Hackgut muss dabei ausreichend groß sein, da es deutlich mehr Volumen als fĂŒr Heizöl/Pellets aufweist. Gute Luftzirkulation sowie ein trockenes Umfeld erhĂ€lt die BrennqualitĂ€t und verhindert eine SelbstentzĂŒndung.

 

 

 


 

Funktionsweise einer Hackschnitzelheizung

Die Arbeitsweise einer Hackschnitzelheizung Ă€hnelt im Prinzip der einer Pellet-Zentralheizung. Das Holzhack wird direkt aus dem Lagerraum zum Brennraum der Holzheizung befördert. Handelt es sich um eine vollstĂ€ndig automatisierte Anlage, erfolgt die Zufuhr mittels Förderschnecke oder eines SauggeblĂ€ses. Der sogenannte Heißluftföhn beziehungsweise das ZĂŒndgeblĂ€se entzĂŒndet innerhalb des Brennraums die Hackschnitzel. Die Verbrennung an sich wird individuell durch eine automatisch geregelte Luftzufuhr (zum Beispiel elektrisches SauggeblĂ€se) gesteuert. Das Wasser im Heizkessel wird erhitzt und kann durch ein Rohrleitungssystem das komplette GebĂ€ude mit warmem Wasser und WĂ€rme versorgen. Der Wirkungsgrad der Biomasse-Heizungsanlage betrĂ€gt hierbei 80 bis 93 Prozent.

Ein individuell konzipierter Pufferspeicher speichert zudem eventuell ĂŒberschĂŒssige Energie. Bei einer innovativen Hackschnitzelheizung wird die Asche automatisch zum SammelbehĂ€lter befördert. Dieser muss zwingend regelmĂ€ĂŸig ausgeleert werden. Die Holzart der Hackschnitzel und deren Dichte sind maßgeblich dafĂŒr verantwortlich, welche Energiemenge die Verbrennung erzeugt. Idealerweise liegt der Wassergehalt der Hackschnitzel bei maximal 20 Prozent.

Um die Abgase der Hackschnitzelheizung sicher und umweltgerecht abzufĂŒhren, muss der Schornstein einen Abgasanschluss aufweisen. Die individuellen Gegebenheiten sind zwingend vor der Installation/dem Baubeginn der Heizungsanlage in Kooperation mit dem zustĂ€ndigen Bezirks-Schornsteinfeger abzugleichen. Dieser muss zudem die Anlage vor Inbetriebnahme abnehmen.

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Staatliche Förderung einer Hackschnitzelheizung

Damit der CO2-Ausstoß deutlich verringert und die UnabhĂ€ngigkeit von fossilen Rohstoffen gesteigert wird, können Bauherren fĂŒr die Umstellung auf eine umweltfreundliche Holzheizung beziehungsweise Neuanschaffung einer Hackschnitzelheizung (Biomasse-Heizung) ZuschĂŒsse/Förderung vom Staat und den zustĂ€ndigen Kommunen beantragen.

So bietet zum Beispiel das Bundesamt fĂŒr Wirtschaft und Ausfuhrkontrolle (BAFA) mit einem Marktanreiz-Programm eine Förderung, wodurch es Hausbesitzer oder Gewerbetreibende erleichtert wird, auf effiziente erneuerbare Energien umzurĂŒsten. Es muss sich dabei um vollautomatische Heizungsanlagen handeln, deren NennwĂ€rme-Leistung 5 kW bis zu 100 kW (Kilowatt) betrĂ€gt. Die Biomasse-Heizung muss zudem ĂŒber einen Pufferspeicher verfĂŒgen, der mindestens 301 kW aufweist. Wird die Hackschnitzelheizung per Hand beschickt, muss die Anlage einen zusĂ€tzlichen Pufferspeicher beinhalten, der 55 Liter Minimum pro kW NennwĂ€rmeleistung aufbringt.

Wird die Biomasse-Heizanlage zusÀtzlich durch eine Solaranlage ergÀnzt, kann ein zusÀtzlicher Bonus beantragt werden. Kann die Holzhack-Anlage neben WÀrme auch KÀlte erzeugen (Klimaanlage), können weitere Fördergelder bei der BAFA angefragt werden.

Vorteile einer Hackschnitzelheizung

Eine Hackschnitzelheizung wird als umweltfreundlich beziehungsweise CO2-neutral eingestuft, da lediglich das Hackgut wÀhrend seiner Herstellung sowie beim Transport Emissionen verursachen kann.

Hackschnitzel gelten als kostengĂŒnstiger Biomasse-Brennstoff, da sie gegenĂŒber Holzpellets meistens wesentlich preiswerter sind. Im Gegensatz zu Erdgas oder Heizöl können zeitweise ungefĂ€hr 50 Prozent der Brennmaterial-Kosten gespart werden.

Eine Hackschnitzelheizung ist sehr komfortabel, da WĂ€rme und Warmwasser nach Bedarf vollautomatisch bereitgestellt wird. Manuelles Nachlegen des Hackguts entfĂ€llt ebenfalls, da die Beschickung mittels ausgeklĂŒgeltem Transportsystem ablĂ€uft.

Die Hackschnitzel benötigen zwar eine grĂ¶ĂŸere LagerflĂ€che als zum Beispiel Heizöl, die Anforderungen beziehungsweise Vorschriften fĂŒr eine Lagerung sind allerdings deutlich niedriger.

Nachteile der Hackschnitzelheizung

Soll die bestehende Heizung auf umweltfreundliche Hackschnitzel umgestellt werden, bedarf es einer gewissen Investition. Soll eine Erst-Installation der innovativen Hackschnitzelheizung in einem Neubau erfolgen, mĂŒssen höhere Kosten im Vergleich zu traditionellen Heizungssystemen angesetzt werden.

Hackschnitzel können bei unsachgemĂ€ĂŸer Lagerung und/oder zu hoher eigener Feuchtigkeit einen unangenehmen Geruch entwickeln. Wird derartiges Hackgut verbrannt, entstehen außerdem umweltschĂ€dliche Rauchgase.

Eine Hackschnitzel-Heizung benötigt an sich ausreichend Platz sowie einen durchlĂŒfteten, trockenen Lagerraum (Silo) direkt neben der Anlage fĂŒr das Hackgut. Der Brennkessel muss in einem separaten Raum aufgestellt werden. Je nach GrĂ¶ĂŸe der vorhandenen RĂ€umlichkeiten können die Hackschnitzel auch im Kesselraum gelagert werden.

Die vollautomatische Beschickung der Hackschnitzelheizung erfordert ein, dem bestehenden Umfeld angepasstes, aufwendiges Zubringersystem. Die wöchentliche Entsorgung der AscherĂŒckstĂ€nde darf nie nicht vernachlĂ€ssigt werden.

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Die UmweltvertrÀglichkeit einer Hackschnitzelheizung

Die Nutzung von Holzhack vermeidet die AbhĂ€ngigkeit von unwiederbringlichen fossilen Ressourcen unserer Erde. Das Holz der BĂ€ume ist zwar auch nur in begrenztem Maß vorhanden, es kann jedoch jederzeit aufgeforstet beziehungsweise können junge BĂ€ume nachgepflanzt werden. Gezielte Neupflanzungen werden beispielsweise staatlich geregelt und ĂŒberwacht, sodass die Nutzung von heimischen Hölzern eine optimale Alternative zu Erdgas/Erdöl darstellt.

Hackgut ist somit speziell in lĂ€ndlichen Regionen eine ideale Art umweltfreundlich HeizwĂ€rme und Warmwasser zu erzeugen. Hackschnitzel bieten sich als klimafreundlicher Biomasse-Brennstoff (Holz) an, was bedeutet, das die Hackschnitzelheizung ohne schĂ€dlichen Klimaeinfluss auszuĂŒben, effizient arbeitet. Holzhack stĂ¶ĂŸt dabei lediglich die Menge CO2 aus, die das Holz wĂ€hrend seines Wachstums gespeichert hat.

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