Netzanschluss

Um den gewonnen Strom aus einer Photovoltaikanlage dem öffentlichen Netz zugänglich zu machen, wird ein Netzanschluss benötigt. Vor Jahren wurde Solarstrom aus der eigenen Hausanlage in den meisten Fällen für den Eigenbedarf genutzt. Lediglich der Überschuss ging in das örtliche Stromnetz. Da heutzutage allerdings eine Einspeisevergütung für Sonnenstrom geleistet wird, ist es oftmals lohnender die komplette regenerativ erzeugte Energie dem öffentlichen Netz zuzuführen. Anschließend kann Solarstrom mit einem günstigen Tarif wieder aus dem Netz bezogen werden. Für den Netzanschluss in die örtliche Stromversorgung ist der Energieversorger vor Ort zuständig. Hier müssen sich die Betreiber eigener Photovoltaik Anlagen über das jeweilige Vorgehen, die nötigen Unterlagen sowie die Gegebenheiten informieren.





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Jeder Netzbetreiber beziehungsweise Energieversorger hat seine individuelle Vorgehensweise und benötigt von den Hausbesitzern gewisse Unterlagen. Hierzu gehören normalerweise der Grundstückslageplan und das Konzept der Solarstromanlage, die Beschreibung vorgesehener Schutzeinrichtungen, die Konformitäts-Erklärung für einen Wechselrichter sowie die Errichtungs-Bescheinigung und der Antrag für den Einspeisezähler. Genaue Informationen zum Netzanschluss kann auch der Photovoltaik-Experte des Ortes erteilen. Der gewonnene Solarstrom kann oftmals bereits über den bestehenden Netzanschluss beziehungsweise Stromanschluss des Gebäudes eingespeist werden. Der klassische Hausanschluss kann normalerweise für durchschnittliche Solaranlagen auf dem Dach von Einfamilienhäusern ausreichen. Liegt die Photovoltaik-Leistung allerdings höher, wird ein stärkerer Netzanschluss benötigt. Für diese Anlage erhebt der Energieversorger in der Regel ein Netzzutritts-Entgelt.

Um den Durchfluss der Strommenge zu erfassen, wird zudem ein sogenannter Einspeise-Zähler benötigt, den der Netzbetreiber bereitstellt. Dieser bekommt seine Position meistens direkt neben dem vorhandenen Verbrauchszähler. So können Hausbesitzer zusätzlich die aktuelle Leistung der Photovoltaikanlage überprüfen. Dieser spezielle Zähler ist beim Netzbetreiber zu mieten (etwa vierzig Euro/Jahr), kann allerdings auch privat gekauft werden. Letztendlich ist eine Schutzvorrichtung Pflicht, die zwischen das Stromnetz und die Solaranlage installiert wird. Diese ENS (Einrichtung zum Netzschutz) ist oftmals im Wechselrichter integriert und schaltet die Photovoltaikanlage automatisch vom Netzanschluss ab, falls sich gravierende Störungen bemerkbar machen.

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