Mini Solaranlage | Balkonkraftwerk ein Beitrag zur Energiewende

Seit 2017 sind Mini Solaranlagen endlich auch in Deutschland erlaubt. Zuvor musste man Hausbesitzer sein und eine Photovoltaikanlage fest installieren. Nun haben aber auch Mieter einer Wohnung die Möglichkeit, die Sonne als alternative Energiequelle zu nutzen. Vorteile: überschaubare Anschaffungskosten, geringer Platzbedarf und einfacher Aufbau. Zieht man in eine neue Wohnung, kann man die Mini Solaranlage einfach mitnehmen.

Mini Solaranlage vs Photovoltaikanlage – Funktion und Unterschiede

Eine Mini Solaranlage oder auch Balkonkraftwerk ist gewissermaßen eine herkömmliche Photovoltaikanlage (auch PV-Anlage genannt) im Miniformat. Auch sie sammelt Sonnenenergie, wandelt sie in elektrische Energie um, welche dann als Strom genutzt werden kann.

Die konventionelle, große Photovoltaikanlage besteht aus mehreren Komponenten, dazu zählen beispielsweise die Solarmodule, welche hier in der Regel mehrere Quadratmeter groß sind und auf Dächern installiert werden. Damit der erzeugte Gleichstrom in einen verwertbaren Wechselstrom umgewandelt werden kann, wird zusätzlich der Wechselrichter benötigt, ebenso die Installationsvorrichtung für die Anlage und mehrere Solarkabel.

Im Vergleich zur großen Photovoltaikanlage ist die Mini Solaranlage oder Balkonkraftwerk natürlich viel kleiner und kompakter. Sie muss deshalb nicht zwingend auf einem Dach angebracht werden, sondern kann zum Beispiel auf einem Balkon oder auf einer Terrasse installiert werden. Wichtig ist nur, dass am Installationsplatz möglichst oft die Sonne scheint.

In der Regel sind die kleinen Photovoltaikanlagen – im Gegensatz zu den großen Solaranlagen – lediglich zur Einspeisung ins Hausstromnetz geeignet. Mini Solaranlagen bzw. Balkonkraftwerke sind also ausschließlich für den Eigenverbrauch konzipiert.

Die Spannungen der kleinen Solaranlagen betragen 12 oder 24 Volt, wobei die Solarmodule maximal 2 Meter groß sind und ein Gewicht von unter 10 Kilogramm aufweisen. Üblicherweise hat eine Balkonkraftwerke ein bis zwei Solarmodule, welche Sie flexibel miteinander kombinieren können. Der sogenannte Wechselrichter ist bereits integriert.

Besteht keine Verbindung zum 230-Volt-Stromnetz, sollte sich dieser automatisch abschalten können. Die Leistung der Solaranlagen wird in Wp (Wattpeak) angegeben, wobei das W für “Watt” steht und das p für “peak”. Peak bezieht sich auf den Punkt des Moduls, welcher am meisten Leistung erzeugen kann.

Eine Mini Solaranlage wird üblicherweise als steckerfertiges Komplettpaket verkauft, welches aus folgenden Bestandteilen besteht:

Balkonkraftwerk
Balkonkraftwerk

Sicherheit und Anmeldepflicht

Die Sicherheit der Mini Solaranlagen bzw. der Balkonkraftwerke wurde bereits durch diverse Gutachten von zertifizierten Prüfinstituten belegt. Dabei wurden sämtliche Sicherheitsaspekte, wie automatische Abschaltung, Schutz vor Stromschlag sowie der Brandschutz berücksichtigt. Die Mini Solaranlagen sind also in jeder Hinsicht sicher.

Trotz allem wehrten sich deutsche Netzbetreiber gegen die Inbetriebnahme einer Balkonkraftwerk und versuchten die Nutzer zu verunsichern, indem sie beispielsweise behaupteten, dass Leitungen und Steckdosen überlastet werden und die Schutzabschaltung nicht korrekt funktionieren würde und somit eine hohe Brandgefahr bestünde.

Verbraucher können ihre Mini Solaranlage selbst anmelden

Im April 2019 ist die Neuregelung der Norm VDE-AR-N 4105 in Kraft getreten. Diese Neuregelung erlaubt es Verbrauchern, ihre Mini Solaranlage bzw. Balkonkraftwerk mit einer Gesamtleistung von bis zu 600 Watt selbst beim Netzbetreiber anzumelden, bisher konnte dies lediglich über einen Elektroinstallateur erfolgen.

Wichtig dabei ist, dass das Mini Solargerät ausschließlich zur privaten Stromerzeugung genutzt wird. Darüber hinaus ist ein Stromzähler mit einer Rücklaufsperre für die Inbetriebnahme einer solchen Anlage zwingend erforderlich. Denn wird der Strom, welcher von der Balkonkraftwerk produziert wird, nicht genutzt, wird dieser – wenn auch nur in geringem Umfang – in das öffentliche Stromnetz eingespeist.

Dies führt dazu, dass ein Stromzähler ohne Rücklaufsperre rückwärts läuft und dies ist laut der aktuellen Norm nicht gestattet. Sollten Sie also über einen Stromzähler ohne Rücklaufsperre verfügen, muss dieser vorab vom Netzbetreiber ersetzt werden, die Kosten dafür liegen bei etwa 50 Euro.

Benötige ich die Zustimmung des Vermieters?

Schließt der Vermieter das Anbringen von Gegenständen am Balkongeländer im Mietvertrag nicht explizit aus, so benötigen Sie keine Zustimmung.

Möchten Sie die Mini Solaranlage jedoch an die Fassade befestigen, so sollten Sie sich vorab die Genehmigung von Ihrem Vermieter einholen. Er darf die Montage jedoch verbieten, wenn er durch die Anbringung der Anlage Schäden an der Bausubstanz befürchtet. Sind Sie Besitzer einer Eigentumswohnung, müssen Sie die Eigentümergemeinschaft ebenfalls um Erlaubnis bitten.

Vermieter profitieren ebenfalls von eine Balkonkraftwerk

Nicht nur Sie als Mieter können von einem Balkonkraftwerk profitieren, sondern auch Ihr Vermieter. Dies funktioniert mit Teilgeneratoren, welche in Verbindung mit getrennten Stromzählern eine genaue Abrechnung ermöglichen. Die Installation der Solarmodule muss nicht zwingend auf dem Balkon oder der Terrasse erfolgen, sondern kann auch auf dem Dach des Gebäudes vollzogen werden, auch mit schwenkbaren Solarzellen.

Der Gesetzgeber sieht die Montage einer Mini Solaranlage als Sanierung zugunsten der Umwelt, was bedeutet, dass diese steuerlich geltend gemacht werden kann. Darüber hinaus muss keine Gesellschaft gegründet werden und die EEG Umlage entfällt ebenfalls, weil eben keine Einnahmen mit der Balkonkraftwerk generiert werden.

Der verbrauchte Strom wird auf die Nebenkosten umgelegt, so wie es auch bei den Heizkosten üblich ist. Dies hat einen entscheidenden Vorteil für den Mieter: Der Strom kostet dann nur noch 6 Cent pro kWh statt 29 oder 30 Cent.

ARH_Solar_Banner-468x60-Fragebogen
Kosten & Ertrag eines Balkonkraftwerks

Die Kaufpreise einer Mini Solaranlage bzw. Balkonkraftwerks variieren stark und liegen etwa zwischen 300 und 1.000 Euro, wobei es auch schon kompakte Mini Solaranlagen für 250 Euro gibt.

Wie viel Strom eine kleine Photovoltaikanlage erzeugen kann, hängt zum einen von der geografischen Lage und zum anderen vom jeweiligen Standort ab. In Deutschland gibt es die meisten Sonnenstunden in den südlichen Bundesländern sowie im Nordosten des Landes.

So hat zum Beispiel die Insel Rügen und Niederbayern etwa 1.800 Sonnenstunden im Jahr. Ist es im Frühling und im Sommer besonders trocken, fallen die Sonnenstunden sogar noch höher aus.

Der optimale Standort für eine Mini Solaranlage ist im Süden, ein Südbalkon nutzt also die Energie der Sonne am effektivsten. Sind Dächer, Balkone oder Terrassen nach Ost oder West ausgerichtet, kann hier eine Mini Solaranlage ebenfalls gute Erträge erzielen.

Pro Jahr ist etwa ein Ertrag zwischen 70 und 85 kWh pro 100 Watt Nennleistung möglich, somit würde beispielsweise eine 500-Watt-Mini Solaranlage pro Jahr etwa 350 bis 425 kWh erzeugen.

Ein Vier-Personen-Haushalt benötigt durchschnittlich etwa 3.000 kWh Energie pro Jahr, was bedeutet, dass er mehr als 10 Prozent an Energiekosten beim Netzbetreiber einsparen könnte. Durchschnittlich beträgt der Preis pro kWh 30 Cent, es könnten demnach also bis zu 127,50 Euro im Jahr eingespart werden. Was die Anschaffungskosten betrifft, amortisieren sich diese nach etwa 6-8 Jahren.

Der finanzielle Aspekt ist jedoch nicht der einzige Vorteil, denn blickt man in Richtung Energiewende, so leistet eine Solaranlage – auch in der Mini Version – einen entscheidenden Beitrag zur Energiewende und zur Einsparung von CO2 bei.

Anzeige
Installation der Mini Solaranlage

Im Gegensatz zu den großen Photovoltaikanlagen sind die Mini Solaranlagen bzw. Balkonkraftwerke flexibler und können an diversen Orten installiert werden, beispielsweise im Garten, auf dem Balkon, auf der Terrasse, auf dem Dach oder an die Fassade eines Gebäudes.

Die Befestigung erfolgt üblicherweise auf einem entsprechenden Ständerwerk aus Aluminium oder Stahl, welches nicht nur den sicheren Halt der Solarmodule gewährleistet, sondern auch für die richtige Neigung der Paneele sorgt. Die Neigung der Module ist nicht unerheblich, denn nur mit der richtigen Neigung wird der bestmögliche Ertrag erzielt. Ebenso sollten die Schrauben richtig sitzen und fest genug angezogen sein, damit die Anlage auch starkem Wind standhalten kann.

Laut den Herstellern könnte jeder Verbraucher, also auch ein absoluter Laie, eine Mini Solaranlage bzw. Balkonkraftwerk selbst montieren und anschließen. Denn die Mehrheit der Balkonkraftwerke gibt es heute als eine Art Baukastensystem, mit einer Aufbauanleitung, welche intuitiv – ja nahezu selbsterklärend sein soll. Ziel ist es, die Montagekosten einzusparen.

Tatsächlich ist es aber so, dass viele Verbraucher eben doch am Selbstaufbau scheitern. Gerade bezüglich der Elektroinstallation treten viele Fragen auf, vor allem wenn die Verkabelung der Anlage erweitert werden soll oder nur spezielle Endgeräte über die Mini Solaranlage versorgt werden sollen.

Sie können natürlich Ihre Mini Solaranlage selbst aufbauen und anschließen, jedoch übernehmen Sie dafür dann auch die Haftung. Bei einer solchen Anlage sollte man besser auf Nummer sicher gehen und nicht am falschen Ende sparen. Auch der VDE – der Verband der Elektrotechnik, Elektronik, Informationstechnik e.V. empfiehlt ganz klar für die Montage, wenigstens aber für die Inbetriebnahme der Anlage, lieber einen Fachmann hinzuzuziehen.

Dieser stellt in jedem Fall sicher, dass alle Montage- und Installationsarbeiten fachgerecht ausgeführt werden. Der VDE stützt sich bei seiner Empfehlung auf einschlägige Sicherheitsnormen, die den Schutz vor Stromschlag oder thermischen Auswirkungen gewährleisten.

Gefahren, die von Kabeln und Leitungen bei Fehlerströmen, Überspannungen, Überstrom und Unterbrechung der Stromversorgung ausgehen könnten, werden zudem vorgebeugt.

Einfach in die normale Steckdose und schon läuft die Mini Solaranlage?

Diesbezüglich gehen die Meinungen noch immer auseinander. Einige sagen, für Anlagen bis 600 Watt kann die normale Steckdose genutzt werden, andere wiederum warnen davor, die einfache Haushaltssteckdose für den Betrieb der Mini Solaranlage zu nutzen.

Laut Norm ist jedoch der Betrieb der Mini Solaranlage mittels einer haushaltsüblichen Steckdose nicht zulässig – egal wie viel Wattleistung diese hat.

Die Gründe dafür sind einfach erklärt: Einen Staubsauger oder einen Wasserkocher steckt man die einfache Steckdose ein, diese Geräte benötigen Strom und erzeugen diesen nicht, was bedeutet, dass von den Steckerstiften der Netzstecker dieser Geräte keine Gefahr ausgeht.

Man kann diese anfassen, ohne einen Stromschlag zu erleiden. Anders ist es bei der Mini PV-Anlage, sie erzeugt Strom, welcher über den Netzstecker eingespeist wird. Blanke Steckerstifte eines normalen Netzsteckers würden hier permanent unter Strom stehen und somit eine große Gefahr darstellen.

Die Norm schreibt dabei ausdrücklich vor: Gefährliche aktive Teile dürfen nicht berührbar sein, ebenso dürfen leitfähige, berührbare Teile nicht gefährlich aktiv sein und das weder unter normalen Bedingungen – also bei der ordnungsgemäßen, fehlerfreien Verwendung – noch unter fehlerhaften Bedingungen.

Ein einfacher Schukostecker entspricht diesem also nicht, da dieser eben berührbare Steckerstifte aufweist. Möchte man also ein Balkonkraftwerk betreiben, so muss dies über einer Energiesteckdose bzw. mit einer speziellen Energiesteckvorrichtung geschehen.

Außerdem wichtig zu wissen: Wenn Sie mehrere Balkonkraftwerke betreiben möchten, schließen Sie diese niemals über eine Mehrfach-Verteilersteckdose an. Jedes Balkonkraftwerk muss einzeln in eine separate Steckdose gesteckt werden, andernfalls kann es zur Überlastung der Stromleitung kommen und schlimmstenfalls zu einem Brand führen.

Darauf sollten Sie beim Kauf eines Balkonkraftwerks achten

Inzwischen gibt es unzählige Hersteller auf dem Markt, welche Balkonkraftwerke vertreiben. Die Auswahl ist also groß und für den Verbraucher ist es gar nicht so leicht, die richtige Mini Solaranlage für sich zu finden. Wenn Sie sich also entschieden haben, ein Balkonkraftwerk zu kaufen, dann sollten Sie in jedem Fall einige Eckpunkte beachten:

Die Leistung

Eine der ersten Überlegungen sollte sein, wie viel Strom Sie mit der Mini Solaranlage erzeugen möchten, wenigstens 200 kWh pro Jahr sollten es mindestens sein, damit sich die Investition in eine solche Anlage auch rentiert. Anlagen mit mehr Leistung sind natürlich teurer, rentieren sich jedoch recht schnell, wenn man relativ viel Strom aus der Anlage verbraucht.

Die Qualität

Kaufen Sie nicht unbedingt das preisgünstigste Modell. Eine solche Anlage sollte möglichst lange halten und gute Dienste leisten. Qualität hat bekanntlich ihren Preis. Suchen Sie sich ein mittelpreisiges Modell aus – nicht das teuerste aber auch nicht das günstigste. Wichtig ist, dass die Anlage Sicherheitstests bestanden hat und auch über Zertifikate verfügt.

Die Sicherheit

Die DGS (Deutsche Gesellschaft für Sonnenenergie) legt die Sicherheitsstandards für Stromerzeugungsgeräte mit Stecker fest. Eine sichere Mini Solaranlage erfüllt folgende Kriterien:

  • Der Wechselrichter verfügt über ein NA-Schutz (Netz- und Anlageschutz). Die Anlage wird also bei fehlerhaften Zuständen abgeschaltet.
  • Die maximale Stromstärke sollte in Ampere angegeben sein.
  • Die Mini Solaranlage verfügt über ein DGS-Siegel. Dabei handelt es sich um eine Zertifizierung, welche sicherstellt, dass die Anlage die DGS-Sicherheitsstandards 0001 erfüllt.
Die Größe

Natürlich spielt auch die Größe der Anlage eine entscheidende Rolle bei der Kaufentscheidung. Je nachdem wie viel Platz vorhanden ist und für die Mini Solaranlage auch genutzt werden kann, kann die Anlage kleiner oder eben auch größer ausfallen – je größer, desto mehr Ertrag, natürlich müssen dafür auch die elektrischen Vorgaben erfüllt sein.

Glücklicherweise gibt es die Solarmodule in verschiedenen Größen, sodass Sie in jedem Fall das Richtige finden werden.

ARH_Solar_Banner-300x250-Fragebogen
Anzeige

Der Kauf eines Energiespeichers ist lohnenswert

In den allermeisten Fällen ist es lohnenswert, zusätzlich zum Balkonkraftwerk auch eine Batterie bzw. einen Akku als Energiespeicher dazu zu kaufen. Denn die Mini Solaranlage erreicht die höchste Leistung (peak) um die Mittagszeit, also quasi in der Mittagssonne.

Die meisten Haushalte verbrauchen ihren Strom jedoch am Abend. Des Weiteren gibt es nicht nur Sonnenscheintage, bei bewölktem Himmel oder Nebel, sowie im Winter erzeugt das Balkonkraftwerk weniger Energie, sodass der Haushalt dann auf den Speicher zurückgreifen kann.

Man geht davon aus, dass ein Energiespeicher mit einer Kapazität von 10 kWh den Tagesbedarf eines Drei-Personen-Haushalts abdecken kann. Für jeden kWh an Speicherkapazität müssen Sie mit Kosten von etwa 500 Euro aufwärts rechnen.

Wie lange hält ein Balkonkraftwerk?

Die meisten Hersteller geben auf ihre Mini Solaranlagen eine Lebensdauer zwischen 25 und 30 Jahre an. Beim Kauf einer Photovoltaikanlage im Miniformat sollten Sie in jedem Fall auf die Produkt- und Leistungsgarantie achten.

In der Regel gibt der Hersteller auf das Produkt selbst mindestens 10 Jahre Garantie, auf die Leistung sind es meistens 20 bis 25 Jahre.

Und wie sieht es mit der Wartung aus?

In der Regel sind Mini Solaranlagen – im Gegensatz zu den konventionellen großen Photovoltaikanlagen – nahezu wartungsfrei. Einmal im Jahr sollten Sie alle Steckvorrichtungen überprüfen, dies entfällt jedoch, wenn Sie einen sogenannten Datenlogger besitzen.

Dieser überwacht die Funktion und Leistung des Balkonkraftwerks und ist im Wechselrichter integriert. Verbraucher können so via Smartphone-App die Anlage überwachen. Die generelle Empfehlung für einen Datenlogger lautet: Je größer die Anlage, desto mehr empfiehlt sich die Verwendung eines Datenloggers.

Mit der Mini Solaranlage Geld verdienen – möglich, aber nicht rentabel

Rein theoretisch könnten Sie mit einer Mini Solaranlage auch Geld verdienen, indem sie nicht benötigte Energie in das öffentliche Stromnetz einspeisen. In der Regel ist jedoch die Strommenge eines Balkonkraftwerks, welche in das öffentliche Stromnetz eingespeist werden könnte, so gering, dass sich der Aufwand mit der Anmeldung und den damit verbundenen Formalitäten kaum bis gar nicht lohnen.

Es müsste nämlich beispielsweise auch das Finanzamt benachrichtigt werden. Würde regelmäßig Strom in das öffentliche Netz eingespeist und somit verkauft werden, bestünde eine Gewinnerzielungsabsicht und würde faktisch auch erreicht werden, der Gewinn müsste dann natürlich versteuert werden.

Aber wie bereits erwähnt: Dies ist mit einer Mini Solaranlage kaum möglich, Gewinne aus der Einspeisung von Strom in das öffentliche Stromnetz zu erzielen.

Kann ich meinen benötigten Strom allein aus dem Balkonkraftwerk beziehen?

Diese Frage kann man mit einem klaren Nein beantworten. Eine Balkonkraftwerk erzeugt nicht ausreichend Strom, um einen Haushalt komplett ohne öffentliches Stromnetz mit Energie zu versorgen.

Im Sommer könnte dies eventuell funktionieren, je nach Verbrauch des Haushalts. Spätestens ab Herbst würde es jedoch nicht mehr funktionieren, da dann im Allgemeinen die Sonnenstunden abnehmen und auch die Sonnenintensität nicht mehr so stark ist, wie in den Sommermonaten.

Umwelt schonen
Umwelt schonen

Fazit

Mit einer Mini Solaranlage bzw. einem Balkonkraftwerk kann nun jeder – bedingt durch die Lockerung der Vorschriften – seinen Beitrag zur Energiewende leisten und allein durch Sonnenenergie seinen eigenen Strom produzieren.

Es schont die Umwelt und spart zudem auch noch Stromkosten ein. Nach etwa 6-8 Jahren hat sich eine Mini Solaranlage bereits amortisiert. Sowohl Mieter als auch Vermieter können von der Nutzung einer Mini Solaranlage profitieren, indem der Vermieter beispielsweise einen viel niedrigen Strompreis pro kWh veranschlagen kann. Eine Mini Solaranlage ist zudem rundum sicher und die Anschaffungskosten sind überschaubar.

Photovoltaik Rechner

Hi Five!
Danke!

5 Gedanken zu „Mini Solaranlage | Balkonkraftwerk ein Beitrag zur Energiewende

  • Muss ich die mini pv Anlage anmelden. Wie viel Watt Peak darf ich einstecken.

  • Ich fahr meinen Auto innerhalb der Stadt wenig und nimm meinen Roller.
    Da ist der Batterie teils nach einen monat leer wegen Alarmanlage u.s.w.
    Mein Auto steht in einen Mietgarage ohne strom und meinen idea war es einen kleinen
    Solaranlage auf den Dach mit erstmal 1 100 watt modul um der Batterie zu überwachen.
    Es lässt sich spater mit bis zum 3 100 watt modulen erweitern um sommit event. einen eAuto
    etwas mit Strom zu versorgen.
    Es gibt bis heute genau 1 Ladestation bei uns in der ganzen Stadt mit 2 plätzen.
    Der Vermieter nützt einen Hausverwaltung Firma die mir gesagt hat dass Ich einen “unbedenklichkeit”
    Schriftstück von der Stadtischen Bauamt benötigt.
    Scheinbar konnten sich der nachbarschaft an der Solarmodul stören der flach auf den Garagen Dach liegt.
    So langsam frage Ich mich wer Elektro Autos kaufen wollen wenn beriets schon Solar Modulen einen
    problem dastellen.

  • Vielen Dank für einen informativen Beitrag zur Mini-Solaranlage. Gut zu wissen, welche Komponenten für eine Balkon-Mini-Solaranlage notwendig sind. Da es eine gute Möglichkeit ist, Stromkosten zu senken, werde ich mich mehr über das Thema informieren.

  • Warum wird nirgendwo der Haftpflicht-Aspekt erwähnt? Ich habe bei meiner Versicherung angefragt, ob Schäden, die von solch einer Solaranlage verursacht werden können, wie z.b. Brand, in der allgemeinen Haftpflicht enthalten sind. Als Mieter extrem wichtig, sonst kann es teuer werden. Ergebnis: nein, müssen extra versichert werden. Kosten zwischen 50 und 100 Euro netto. Da kann ich den Strom auch aus der Steckdose ziehen!

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.