Photovoltaik unter 10 kWp: Was gilt fĂŒr die Steuer?

Die EinspeisevergĂŒtung, die der Staat fĂŒr Photovoltaikanlagen zahlt, sinkt stĂ€ndig. Viele Eigenheimbesitzer fragen sich deshalb, ob es sich noch lohnt, in eine Photovoltaikanlage zu investieren. Die Antwort ist ja. Seit Januar 2021 gilt das neue Erneuerbare Energien Gesetz (EEG). Es bringt einige VerĂ€nderungen mit, auch wenn es um die Steuer fĂŒr Photovoltaik unter 10 kWp geht.

Keine Steuer fĂŒr Eigenverbrauch

Die staatliche EinspeisevergĂŒtung fĂŒr das Einspeisen von Solarstrom in das öffentliche Netz liegt fĂŒr kleinere Anlagen bis 10 Kilowatt Peak (kWp) seit Januar 2021 bei 8,16 Cent pro Kilowattstunde. Auch wenn Sie den Strom nur selbst verbrauchen und keinen Strom in ein öffentliches Netz einspeisen, kann sich eine Photovoltaikanlage unter 10 kWp lohnen. Sie senken die Stromkosten, da Sie weniger Strom aus dem öffentlichen Netz beziehen mĂŒssen.

Sie zahlen keine sogenannte Sonnensteuer in Form der EEG-Umlage fĂŒr eine Photovoltaikanlage bis 30 kWp, wenn Sie den erzeugten Strom grĂ¶ĂŸtenteils selbst verbrauchen.
Mit dem neuen EEG wurde die Grenze von 10 kWp auf 30 kWp erhöht. Sie zahlen keine Steuer fĂŒr eine Photovoltaikanlage bis 30 kWp, wenn Sie den erzeugten Strom grĂ¶ĂŸtenteils selbst verbrauchen. Der Staat fördert mit dieser Regelung die Erzeugung von grĂŒnem Photovoltaik-Strom im privaten Umfeld fördern.

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Gute Nachrichten fĂŒr Vermieter

Das neue EEG bringt auch fĂŒr Vermieter, die Strom mit einer Photovoltaikanlage erzeugen, gute Nachrichten. Mieterstrom, der mit innovativen Photovoltaikanlagen auf dem Dach oder an der Fassade erzeugt wird, ist von der Gewerbesteuer befreit. Sie zahlen nicht nur keine Steuer, sondern Sie bekommen auch einen Mieterstromzuschlag. Bei Photovoltaikanlagen mit einer installierten Leistung bis 10 kWp ist dieser Zuschlag am höchsten. Er betrĂ€gt 3,79 Cent pro Kilowattstunde.

Um von den verbesserten gesetzlichen Regelungen fĂŒr Mieterstrom aus Photovoltaikanlagen zu profitieren, muss die Anlage nicht zwangslĂ€ufig auf dem Dach des Mietshauses installiert sein. Die Anlage muss sich lediglich im selben Quartier wie das GebĂ€ude befinden. Im gesamten Wohnquartier kann der Strom verbraucht werden. Er darf jedoch nicht weiter durch das Netz geleitet werden.

Umsatzsteuer und Vorsteuer fĂŒr Photovoltaik unter 10 kWp

Haben Sie sich nicht fĂŒr die Kleinunternehmerregelung entschieden, mĂŒssen Sie die Umsatzsteuer von 19 Prozent an das Finanzamt bezahlen.

Sie mĂŒssen auch eine Einkommenssteuer zahlen, wenn Sie Strom in das öffentliche Netz einspeisen, dafĂŒr Geld erhalten und einen Gewinn erzielen. Selbst dann, wenn Sie einen Teil des erzeugten Stroms selbst nutzen, zĂ€hlt dieser selbst genutzte Strom zu Ihrem Einkommen, auf das eine Einkommenssteuer fĂ€llig wird.

Liegt der Gewinn aus der Photovoltaikanlage bei maximal 410 Euro im Jahr, mĂŒssen Sie keine Einkommenssteuer bezahlen, da dann der HĂ€rtefallausgleich gilt. Voraussetzung dafĂŒr ist, dass Sie die Photovoltaikanlage nur nebenberuflich betreiben.

Sie sollten das Kapitel Einkommenssteuer jedoch im Ganzen sehen, denn fĂŒr EinkĂŒnfte, die insgesamt 9.000 Euro im Jahr nicht ĂŒbersteigen, fĂ€llt keine Einkommenssteuer an. Der jĂ€hrliche Steuerfreibetrag liegt bei 9.000 Euro – fĂŒr Ehepaare entsprechend bei 18.000 Euro.

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