Smart Meter Kosten, Pflicht, Vor- und Nachteile

Was ist ein Smart Meter und wie funktioniert es? Welche Vor- und Nachteile bietet es? Ist ein Smart Meter Pflicht? Dies möchten wir genauer durchleuchten.

Was ist eine Smart Meter?

Ein Smart Meter ist ein elektronisches Gerät, das Informationen wie den Verbrauch von elektrischer Energie, Spannungspegel, Strom und Leistungsfaktor aufzeichnet. Intelligente Zähler kommunizieren die Informationen an den Verbraucher für mehr Klarheit über das Verbrauchsverhalten und an die Stromversorger für die Systemüberwachung und Kundenabrechnung.

Intelligente Zähler zeichnen typischerweise Energie nahezu in Echtzeit auf und melden sich in regelmäßigen, kurzen Abständen über den Tag verteilt. Smarte Zähler ermöglichen eine Zwei-Wege-Kommunikation zwischen dem Zähler und dem zentralen System.

Eine solche fortschrittliche Messinfrastruktur unterscheidet sich von der automatischen Zählerablesung dadurch, dass sie eine Zwei-Wege-Kommunikation zwischen dem Zähler und dem Lieferanten ermöglicht. Die Kommunikation vom Zähler zum Netzwerk kann drahtlos oder über fest verdrahtete Verbindungen erfolgen. Zu den gängigen drahtlosen Kommunikationsoptionen gehören Mobilfunk und Wi-Fi.

Ist ein Smart Meter Pflicht?

Generell gibt es keine Pflicht. Eine Pflicht besteht, wenn folgende Voraussetzungen erfüllt werden:

  • Wenn Sie eine Energieerzeugungsanlage wie z.B. eine Photovoltaik-Anlage mit einer Anschlussleistung von 7 bis 100 KW besitzen
  • Wenn Sie im Haushalt jährlich mehr als 6.000 kWh Strom verbrauchen
  • Für Besitzer einer steuerbaren Verbrauchseinrichtung wie Wärmepumpe oder Nachtspeicherheizung. Dem Einbau können Sie nicht widersprechen – egal, ob der Messstellenbetreiber dazu verpflichtet ist oder nicht.

Nach der EU-Verordnung dürfen analoge Zähler (Ferraris Zähler) nicht mehr verbaut werden. Neubauten werden grundsätzlich mit digitalen Zählern ausgestattet. Ein digitaler Zähler ist kein Smart Meter. Ein Smart Meter Gateway fungiert als Kommunikationsschnittstelle und damit lassen sich wichtige Daten zum Stromverbrauch visualisieren und am PC oder Laptop auswerten.

Dies schafft Transparenz zwischen Ihnen und dem Netzbetreiber. Intelligente Messsysteme sollen bis zum Jahr 2032 in jedem Haushalt zu finden sein.

Die Kosten

  • 3.000 bis 4.000 kWh: max. 40 € im Jahr
  • 6.000 bis 10.000 kWh: max. 100 € im Jahr
  • 10.000 bis 20.000 kWh: max. 130 € im Jahr

Zumeist wird die Bereitstellung des Stromzählers automatisch über die Stromrechnung auf die Verbraucher umgelegt. Die oben angegebenen Kosten entsprechen der Obergrenze, die nicht überschritten werden darf. Bei vielen Netzbetreibern sind die Kosten deutlich geringer.

Welche Nachteile hat ein Smart Meter?

  • Ein Ablesen der Daten eines Smart Meters ohne Gateway ist nur per Lichtmorsezeichen möglich.
  • Stromnutzer müssen die Kosten selbst übernehmen.
  • Mit intelligenten Smart-Home-Systemen ist das Ablesen des Stromverbrauchs auch möglich.
  • Die Interpretation der Daten bleiben dem Kunden überlassen, ohne fachkundige Beratung.

Welche Vorteile hat ein Smart Meter?

  • Eine detaillierte Messung des Stromverbrauchs ist über Tage, Wochen, Monate möglich.
  • Es können Energieeinsparungspotenziale aufgedeckt und etwaige Sparmaßnahmen umgesetzt werden.
  • Solaranlagenbetreiber können den Eigenverbrauch besser optimieren und nutzen.
  • Kein umständliches Ablesen mehr nötig. Der Versand der Daten funktioniert via Internet.
  • Hohe Sicherheitsstandards, welche dem Bundesamt für Sicherheit in der Informationstechnik obliegt.

Fazit

Mit dem Smart Meter setzt die Bundesregierung eine EU-Richtlinie um (einen Überblick finden Sie hier). Im Rahmen der Energiewende ergibt dies sicherlich Sinn, um genaue und detaillierte Daten zu erhalten.

Davon profitiert natürlich auch der Verbraucher, der im Haushalt entsprechende Energieeinsparpotenziale aufdecken kann. Zudem lassen sich Photovoltaik-Anlagen und Wärmepumpen durch ein Smart Meter in ein intelligentes Stromnetz einbinden (Smart Grid). Doch, wozu der Zwang?

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