Diebstahlschutz

Die Photovoltaik wird immer beliebter und reizt auch immer mehr die Lust der Langfinger. Es gibt bei der Montage Möglichkeiten, leicht zugängliche Photovoltaikanlagen mit einem Diebstahlschutz zu versehen. Nach der Befestigung der Module erhalten die Innensechskant der Befestigungsschrauben für Module kleine Kugeln. Sie werden eingeschlagen, und können mit einem üblichen Inbusschlüssel nicht mehr gelöst werden. Ist irgendwann eine Demontage des Moduls fällig,hat der Nutzer das gleiche Problem. Nach beendeter Montage wird der Innensechskant „überdreht“, damit eine Abrundung der Kanten beim Sechskant entstehen. Die Vor- und Nachteile sind gleich wie bei der Kugellösung.In einem ganz bestimmten Moment des Anzugs fällt der Kopf der Schraube ab. Dieser Anzugmoment sorgt für eine permanente und sichere Befestigung der Module. Zwei Vorteile: Der Schutz gegen Diebstahl und jede Schraube ist sicher angezogen. Bei einer Photovoltaikanlage ist dies nicht immer selbstverständlich. Die Demontage ist für Diebe und dem Nutzer problematisch.

Der Kreuzschlitz erlaubt nur das Eindrehen der Schraube mit einem speziellen Bit. Durch Linksdrehung gleitet der Bit über den Kreuzschlitz. Nur durch Aufbohren ist eine Demontage möglich. Gießharz kann zu jedem Zeitpunkt nachträglich in den Innensechskant eingelassen werden. Ein Hersteller entwickelte eine Montagetechnik, bei der die Verriegelung der Module nur mit einem speziellen Werkzeug möglich ist und einen hervorragenden Diebstahlschutz garantiert. Module können auch in Diebstahldatenbank Deutschlands für Photovoltaikanlagen unter www.pv-diebstahl.de eingetragen werden. Auch bei Diebstahl lohnt sich die Registrierung, da Diebe erschwerte Bedingungen vorfinden, über das Internet gestohlene Wechselrichter und Module zu veräußern.

Versicherer verlangen meistens bei Freilandanlagen eine Einzäunung. Um Diebe abzuschrecken, können sogenannte „Dummy“-Überwachungskameras positioniert werden. Wenn sehr starke kriminelle Energie vorhanden ist, können auch alle diese Maßnahmen einen Diebstahl der Module nicht unterbinden. Für den konsequenten Ausschluss eines Diebstahls von Modulen ist zwangsweise nur eine hohe Investition in eine Überwachungstechnik, z.B. Alarmanlage notwendig. Ein Merkblatt mit Sicherheitsempfehlungen für den Diebstahlschutz wurde bereits 2007 vom Bayerischen Landeskriminalamt veröffentlicht und ist weiterhin auf dem neuesten Stand.

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