Smart Grid

Im Zuge eines nachhaltigen und stabilen, modernen Stromnetzes wird der Begriff Smart Grid, also intelligentes Stromnetz, immer wichtiger. Der Begriff umfasst nachhaltiges Management eines Stromnetzes und wie dieses weiterhin optimiert werden kann. Weiterhin sind Smart Grids eine der vielen Voraussetzungen beim schrittweisen Umstieg auf erneuerbare Energie wie der Solartechnologie. Aktuelle Stromnetze sind stets auf maximale Belastung ausgelegt. Angesichts massiver Strommengen durch Atomkraftwerke und Kohlekraftwerke ist eine Volllast des Stromnetzes nie mit AusfĂ€llen verbunden, da kontinuierlich neue elektrische Energie trotz großer Last zur VerfĂŒgung steht. Durch viele verteilte und kleinere Energiezentren wie Windenergie und Solarenergie wird die Energieproduktion jedoch schrittweise immer dezentraler. Viele nachhaltige Energiequellen sind mit temporĂ€ren VersorgungsausfĂ€llen verbunden. Daher mĂŒssen Konzepte geschaffen werden, um trotz dezentraler Energieproduktion einen gleich hohen Output bereitzustellen, wie es einst mit flĂ€chendeckender Versorgung durch Kohle- und Atomenergie möglich war. Zufuhr und Abfuhr von Strom soll durch ein intelligentes Stromnetz möglichst dynamisch und intelligent geregelt werden, damit der Energieverbrauch gleichmĂ€ĂŸig gestaltet wird, ansonsten kann es zu Überlastungen des Stromnetzes kommen.




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Die Umstellung auf erneuerbare Energie und die damit einhergehenden Schwankungen werden Elektroingenieure vor neue Herausforderungen stellen. Die Entwicklung solcher Stromnetze fußt dabei auf den Erkenntnissen, die IT-Entwickler und Netzwerkwissenschaftler in den letzten Jahrzehnten mit dem Internet gesammelt haben. Moderne Netzwerk- und Informationstechnologien sollen den Datenfluss zwischen Strommesseinrichtungen dynamischer und vorteilhafter gestalten. Ferner kann ein solches Grid also als Kommunikationsnetz zwischen den einzelnen Netzbetreibern gesehen werden. Doch die Umstellung auf neue Technologien hat auch hier ihre TĂŒcken. Damit ein Smart Grid flĂ€chendeckend möglich wird, mĂŒsste in jedem Wohnhaus ein Smart Meter (intelligenter StromzĂ€hler) verbaut sein, der das Smart Grid erst ermöglicht. Zwar werden Smart Meter jĂŒngst in vielen Neubauten eingesetzt, auf der Strecke bleiben aber alle zuvor gebauten Wohnungen.

Doch selbst bei den neuen StromzĂ€hlern hört das Konzept des Smart Grids nicht auf. Konzepte gehen sogar soweit EndverbrauchergerĂ€te zu vernetzen, sodass dem Verbraucher die Möglichkeit gegeben wird in einer Zeitspanne des Überangebots von Strom ein lastenintensives GerĂ€t (Waschmaschine, Elektroherd) zu nutzen. Bisher existieren Smart Grids in den deutschsprachigen LĂ€ndern nur in Modellregionen, um erste Erfahrungen zu sammeln. Erfahrungen hieraus zeigen, dass aktuelle Hardware locker die Leistung zur Umsetzung regionaler Smart Grids möglich wĂ€re.

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