Solarkabel – Welches ist das richtige?

Zu einer Photovoltaikanlage gehören mehr als „nur“ Solarmodule und Wechselrichter. Schließlich will der erzeugte Strom auch zum Wechselrichter beziehungsweise ins Stromnetz transportiert werden. Hierfür ist eine geeignete Verkabelung vonnöten.

Sogenannte Solarkabel sind robust und langlebig, sodass sie auch extremen Witterungsbedingungen problemlos standhalten können.

Witterungsbeständigkeit von Solarkabeln

Eine der Grundvoraussetzungen für den reibungslosen Betrieb einer Solaranlage ist die richtige Verkabelung. Zu diesem Zweck stehen spezielle Solarkabel zur Verfügung, die sich durch ihre Robustheit und Langlebigkeit auszeichnen, sodass sie Witterung, UV-Strahlung und Feuchtigkeit problemlos standhalten können.

Eine entsprechende Zertifizierung informiert sie darüber, dass Sie ein hochwertiges Produkt in Händen halten. In den meisten Fällen werden für die Solarmodule bereits vormontierte Verbindungskabel verwendet, die über die vorhandenen Steckverbindungen nur noch zusammengesteckt werden müssen.

Hierbei können allerdings Probleme auftreten: Denn die meisten dieser sogenannten PV-Kabel sind nicht besonders lang. Sollen die einzelnen Module weiter voneinander entfernt installiert werden, sollten Sie Ihre Solarkabel daher nach Möglichkeit immer individuell auswählen.

Minimierung von Leistungsverlusten

Ein weiterer Aspekt, dem Ihre Photovoltaikanlage unbedingt gerecht werden sollte, ist die Minimierung von Leistungsverlusten. Nur so nämlich wird es Ihnen auf lange Sicht gelingen, zuverlässig Strom zu erzeugen – und sich damit von den Stromanbietern unabhängig zu machen. Ein wichtiger Faktor, der Einfluss auf eventuelle Leistungsverluste hat, ist die Kabelverbindung.

Grundsätzlich erhalten Sie ein optimales Ergebnis, wenn ein großer Kabelquerschnitt vorliegt. Die Kabellänge sollte dabei möglichst gering sein. In der Praxis sind diese beiden Faktoren in Kombination aber kaum umsetzbar: Kabellängen von mehr als 50 Metern zwischen Modulen und Wechselrichter sind durchaus keine Seltenheit.

Die Photovoltaik Module sind natürlich auf dem Dach installiert, der Wechselrichter befindet sich dagegen oft im Keller. Den Wechselrichter auf dem Dachboden zu platzieren, ist ebenfalls nicht möglich, weil die Temperaturen hier oft schlichtweg zu hoch sind.

Die gute Nachricht ist: Sofern die einzelnen Module durch eine Reihenschaltung miteinander verbunden sind, reicht es auch, die Kabellänge zwischen Wechselrichter und Einspeisezähler zu verringern. Die Leistungsverluste liegen auf der Gleichstromseite nämlich sehr viel niedriger als auf der Wechselstromseite.

Solarkabel Queerschnitt

Neben der Kabellänge gibt es noch einen weiteren Faktor, der bei der Auswahl von Solarkabeln eine Rolle spielt: der richtige Querschnitt. In Kombination mit der Kabellänge ist auch er es, der die Leistungsverluste bestimmt, die sich durch die Verkabelung ergeben. Ein großer Querschnitt, idealerweise in Kombination mit kurzen Solarkabeln, bedeutet geringere Verluste als ein geringer Querschnitt.

Allerdings sind Solarkabel mit großem Querschnitt in aller Regel sehr viel kostspieliger. Um den idealen Solarkabel Querschnitt berechnen zu können, bieten sich spezielle Programme an, die eigens darauf ausgelegt sind. Auch online lassen sich jede Menge Tabellen und Onlinerechner finden, mit deren Hilfe die Auswahl des richtigen Solarkabels kein Problem darstellen sollte.

Bei der Befestigung sollten Sie generell darauf achten, dass die Solarkabel nicht zu straff gespannt sind, weil sie dadurch rasch Schaden nehmen können. Auf der anderen Seite sollten die Kabel aber auch nicht zu lose sein. Besser ist es, sie mit witterungsbeständigen Kabelbindern zu befestigen. Achten Sie nach Möglichkeit auch darauf, dass die Kabel nicht im Regenwasser liegen, wodurch sie ebenfalls Schaden nehmen könnten.

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