PV-Unterkonstruktion aus Holz: Was Sie unbedingt beachten sollten!

Für Ihre Photovoltaikmodule benötigen Sie die geeignete Unterkonstruktion, die tragfähig und beständig sein muss. Von einer Unterkonstruktion aus Holz raten viele Experten ab, da sie nicht so beständig ist wie eine Unterkonstruktion aus Metall. Es ist aber dennoch möglich, eine Unterkonstruktion aus Holz zu errichten, wenn Sie einige Aspekte beachten.

Ist eine Photovoltaik-Unterkonstruktion aus Holz möglich?

Es ist prinzipiell möglich, eine Unterkonstruktion aus Holz für Photovoltaik-Module zu errichten. Viele Solar-Carports bestehen aus Holz. Die Photovoltaik-Module werden auf die Dachsparren montiert, die allerdings vorbehandelt sein sollten, um die nötige Stabilität und Beständigkeit zu gewährleisten.

Von einer Unterkonstruktion aus Holz raten einige Experten aus verschiedenen Gründen ab:

  • Holz ist nicht so beständig wie Metall
  • Holz kann sich durch Witterungseinflüsse verziehen
  • bei technischen Defekten des Wechselrichters kann es bei einer Unterkonstruktion aus Holz schneller zu Bränden kommen
  • Montageuntergrund wird durch den Betrieb des Wechselrichters erwärmt, was langfristig zum Austrocknen des Holzes und schlimmstenfalls zu Bränden durch Selbstentzündung führen kann
  • Holzstaub kann sich schon bei vergleichsweise niedrigen Temperaturen entzünden.

Es ist dennoch nicht unmöglich oder gar verboten, eine Holzunterkonstruktion zu verwenden. Das Holz muss jedoch entsprechend behandelt werden.

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Wie muss das Holz für eine Photovoltaik-Unterkonstruktion behandelt werden?

Damit die Unterkonstruktion aus Holz dauerhaft tragfähig und beständig für Ihre Solarmodule ist, muss das Holz vorbehandelt werden. Das Holz kann imprägniert oder mit einer Lasur behandelt werden. Auch eine Behandlung mit Lack oder Öl kann das Holz beständiger gegen Witterungseinflüsse machen.

Öl hat den Nachteil, dass die Behandlung in jedem Jahr wiederholt werden muss. Eine Behandlung mit Lack, Lasur oder Imprägnierung muss ebenfalls wiederholt werden, doch sind die Zeitintervalle größer und hängen von der Beanspruchung ab. Die Behandlung sollte alle zwei bis sieben Jahre wiederholt werden.

Was ist bei der Nachbehandlung zu beachten?

Die Arbeiten bei der Nachbehandlung einer Holz-Unterkonstruktion sind nicht zu unterschätzen. Zumeist ist die Unterkonstruktion schwer zugänglich. Die Module müssen mitunter demontiert werden, damit das Holz nachbehandelt werden kann.

Anschließend werden die Module wieder montiert, was nicht ohne eine spätere Abnahme möglich ist, damit die Sicherheit gewährleistet ist. Das führt zu hohen Folgekosten.

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Kann man eine Photovoltaik-Unterkonstruktion aus Holz selber bauen?

Es ist prinzipiell möglich, eine Photovoltaik-Unterkonstruktion aus Holz selber zu bauen. Im Internet finden Sie Einkaufslisten für das benötigte Material und verschiedene Anleitungen. Was Sie tatsächlich brauchen, hängt von der Größe der Anlage und vom Gewicht der Module ab.

Achten Sie unbedingt darauf, dass die Unterkonstruktion stabil genug ist, um die Module dauerhaft zu tragen. Die Windlast muss ebenfalls berücksichtigt werden. Die Anleitungen im Internet sind eher für kleine Balkonkraftwerke geeignet.

Damit die erforderliche Sicherheit gewährleistet ist, sollte eine Unterkonstruktion für eine Photovoltaikanlage auf dem Dach besser vom Fachmann errichtet werden.

Sind Genehmigungen für eine Holz Unterkostruktion nötig?

Eine Genehmigung benötigen Sie für eine Photovoltaikanlage und für die Unterkonstruktion in der Regel nicht. Es gibt jedoch einige Ausnahmen, unter anderem ein denkmalgeschütztes Gebäude oder ein Gebäudekomplex mit Ensembleschutz.

Fragen Sie zur Sicherheit beim zuständigen Bauamt nach, ob Sie eine Genehmigung benötigen. Bevor Sie Ihre Unterkonstruktion und die Photovoltaikanlage errichten lassen, muss die Statik des Dachs geprüft werden. Das Dach muss tragfähig für die Unterkonstruktion und die Module sein. Zusätzlich müssen Wind- und Schneelasten beachtet werden.

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Wie lange hält eine Photovoltaik-Unterkonstruktion aus Holz?

Die Lebensdauer einer Photovoltaikanlage wird mit 20 bis 25 Jahren angegeben. Soll die Unterkonstruktion aus Holz so lange halten, muss sie regelmäßig behandelt werden.

Je nach Belastung und Art des Holzes müssen Sie die Unterkontruktion alle zwei bis sieben Jahre mit Lack oder Lasur nachbehandeln, damit sie möglichst 20 Jahre oder länger hält. Wird die Unterkonstruktion nicht behandelt, unterliegt sie Witterungseinflüssen und hält oft nicht länger als zehn Jahre.

Welche Vor- und Nachteile hat eine Photovoltaik-Unterkonstruktion aus Holz?

  • ist preiswert
  • lässt sich ziemlich einfach errichten
  • geeignet für Gartenhäuser und Solarcarports, die bereits über ein Holzdach oder Dachsparren aus Holz verfügen.
  • Höhere Brandgefahr, wenn das Holz austrocknet
  • Holzstaub kann schon bei vergleichsweise niedrigen Temperaturen brennen
  • nicht so witterungsbeständig wie Metall
  • kann ziemlich schwer sein, abhängig von der Art des Holzes
  • kann sich durch Witterungseinflüsse verziehen
  • muss regelmäßig nachbehandelt werden, was zu mehr Aufwand und zu Folgekosten führt.

Was kostet eine Unterkonstruktion aus Holz?

Genaue Angaben über die Kosten einer Unterkonstruktion aus Holz sind nicht möglich. Was die Unterkonstruktion kostet, hängt von der Größe, vom verwendeten Holz und der Art der Behandlung ab. Pro kWp Leistung müssen Sie mit Kosten von mindestens 100 Euro rechnen.

Fazit

Sparen Sie nicht am falschen Ende. Investieren Sie in eine Aluminium-Unterkonstruktion von einem namhaften Hersteller wie Schletter, K2 oder Altec Metaltechnik.

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