Weltgrößter Akku als Speicher für Erneuerbare Energien in Südaustralien

Es begann alles im Frühjahr 2017 mit einer Wette. Tesla Chef Elon Musk versprach, bis Ende des Jahres 2017 den größten Speicher der Welt für Solarstrom in Südaustralien zu errichten. Es gelang tatsächlich, in der Riverland Region die bislang größte Anlage der Welt zu bauen, obgleich David Green von Lyon Group höhnte, dass „kurzfristige Entscheidungen Lärm im Getriebe seien, sonst nichts“. Übereinstimmend waren sich jedoch die Regierung von South Australia und Lyon Group, Australiens größtes Unternehmen für Solaranlagen und Batteriespeicher darin einig, dass die Verbindung zwischen Solarenergie und Batteriespeicher die Stromkapazität in Südaustralien erheblich steigern würde. Das ehrgeizige Projekt von Tesla war umso notwendiger, da Stromausfälle in 2016 und Anfang 2017 zu massiven Problemen geführt hatten. Hunderttausende von Haushalten waren stundenlang ohne Strom gewesen und Kleinkinder starben. Der Bundesstaat Südaustralien setzt auf erneuerbare Energien und geht dabei keine Kompromisse ein. 2016 wurde das Kohlekraftwerk in Port Augusta geschlossen und seitdem wird der Ausbau der erneuerbaren Energien massiv vorangetrieben. Jay Weatherill, Premierminister von South Australia sagte damals, dass „Projekte dieser Art die Zukunft repräsentieren“. Ziel sei ein Anteil von 75% an erneuerbaren Energien bis zum Jahre 2025, womit auch die Anforderungen an Speicherkapazitäten gegeben sind. Er bevorzugte in 2017 Lyon Group für dieses ehrgeizige Projekt.

Weltgrößter Batterie-Speicher von Tesla im Bundesstaat South Australia

Mithilfe von Investoren und gebaut auf privatem Buschland, entstandt in nur 67 Tagen der bislang größte Speicher für erneuerbare Energien durch das US-Unternehmen Tesla. Der Lithium-Ionen-Batteriespeicher ist fußballfeldgroß und kann bei einem Stromausfall bis zu 30.000 Haushalte versorgen. Die Regierung lobte das Projekt bei der Eröffnung als „bedeutenden Moment für die erneuerbare Energie“. Das „Milliarden Dollar Solarpark und Batterieprojekt“ so der „Guardian“ am 30. März 2017, bringt es auf eine Leistung von 100 Megawatt und 129 Megawattstunden. Seitdem der weltgrößte Akku im Dezember 2017 ans Netz ging, soll er bedeutend dazu beigetragen haben, das Stromnetz zu stabilisieren und hat angeblich rund 31 Millionen Euro an Stromkosten eingespart. Angekoppelt ist die Batterie an einen 24 Kilometer entfernten Windpark. Derzeit wird das Erfolgsmodell ausgebaut. Die Leistung soll auf 150 Megawatt und 193,5 Megawattstunden gesteigert werden.

Noch größere Speicher und individuelle Lösungen

Nach dem Erfolg der von Tesla erbauten Batterie will der Bundesstaat South Australia nun eines der größten solarthermischen Kraftwerke mit einem Wärmespeicher aus geschmolzenem Salz errichten. Das US-amerikanische Unternehmen SolarReserve soll eines der größten Sonnenwärmekraftwerke der Welt im Auftrag der südaustralischen Regierung errichten. „Auroa“ entsteht in Port Augusta in der Nähe des ehemaligen Kohlekraftwerks.
Der umtriebige Elon Musk mit seinen zukunftsweisenden Ideen plant derweil, gemeinsam mit der südaustralischen Regierung bis zu 50.000 Eigenheime mit Solarmodulen und Tesla-Batterien auszustatten. Dies soll eine Leistung von insgesamt 250 Megawatt und 650 Megawattstunden ergeben.

Wettrüsten der Konzerne

Derweil plant der britische Milliardär Sanjeev Gupta einen Mega-Akku, der mit 120 Megawatt-Leistung und 140 Megawattstunden als Speicher für einen Solarpark dienen soll. Ein noch größeres Projekt plant die französische Firma Neoen, die das gigantische Hornsdale Power Reserve betreibt. Ein Windpark mit Solaranlage und Batteriespeicher. Basis für diesen 900 Megawatt-Speicher sind Tesla-Akkus.

Bildquelle: Bru-nO_Pixabay


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