Mit Photovoltaik gegen Blackout gewappnet

Versorgungssicherheit ist in der Energiewirtschaft in Deutschland zu einem wichtigen Thema geworden. Das deutsche Stromnetz ist zwar ziemlich gut ausgebaut, doch kommt es hin und wieder zu kurzzeitigen lokalen Stromausfällen. Da die Zahl der Verbraucher in Deutschland und Europa immer weiter zunimmt, ist ein Blackout nicht auszuschließen. Mit einer Photovoltaikanlage und einem Speichersystem können Sie für den Ernstfall vorsorgen.

Wie wahrscheinlich ist ein Blackout in Deutschland?

Stromausfälle über mehrere Tage, wie sie in den USA hin und wieder auftreten, sind in Deutschland statistisch gesehen äußerst selten. Die steigende Zahl der Verbraucher und immer häufigere Wetterextreme wie Starkregen können das Stromnetz an seine Grenzen bringen. Werden Hochspannungsleitungen und Strommasten beschädigt, kann es mehrere Tage dauern, bis die Stromversorgung wiederhergestellt ist.

Haben Sie eine Photovoltaikanlage, können Sie sich gegen diesen Ernstfall schützen. Das ist selbst dann möglich, wenn Sie Strom in das öffentliche Netz einspeisen. Bei einem Stromausfall trennt sich die Photovoltaikanlage automatisch vom Netz. Das dient zum Schutz derjenigen, die Arbeiten am öffentlichen Netz ausführen, um die Stromversorgung wieder zu gewährleisten.

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Solar Speicher mit Notstromfunktion

Hat sich die Photovoltaikanlage bei einem Blackout vom Netz getrennt, können Sie den damit erzeugten Strom trotz Speicher nicht so einfach selbst nutzen. Das liegt daran, dass sich der Wechselrichter automatisch abschaltet. Um den erzeugten Strom nutzen zu können, benötigen Sie einen geeigneten Stromspeicher. Die Photovoltaikanlage können Sie als Insellösung oder mit einem Ersatz- bzw. Notstromsystem nutzen.

Verwenden Sie ein Ersatz- oder Notstromsystem, kann der im Speicher befindliche Strom für alle oder einzelne Verbraucher in Ihrem Haushalt genutzt werden. Das ist so lange möglich, bis der Strom im Speicher vollständig verbraucht ist. Der Verbrauch ist auf die Kapazität des Speichers begrenzt.

Anders sieht es bei einer Insellösung aus. Die Weiterversorgung aller Verbraucher im Haushalt ist gewährleistet und nicht auf die Kapazität des Speichers beschränkt. Bei einem Ausfall des öffentlichen Netzes kann der Speicher weiterhin von der Photovoltaikanlage aufgeladen werden. Im Inselbetrieb läuft Ihre Anlage völlig unabhängig vom Netz und erzielt einen Autarkiegrad von fast 100 Prozent.

Hier finden Sie weitere Informationen zum Thema Photovoltaik Speicher.

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Funktionsweise eines Inselsystems

Ein Inselsystem ist die optimale Lösung, um mit Photovoltaik für den Fall eines Blackouts vorzusorgen. Diese Systeme eignen sich auch für die Umrüstung einer bereits vorhandenen Photovoltaikanlage. Möchten Sie ein Inselsystem mit Stromspeicher installieren, sollten Sie darauf achten, dass es völlig unabhängig vom Netzbetrieb arbeiten kann.

Verschiedene dieser Systeme werden als Hauskraftwerk bezeichnet und können ohne zusätzliche Geräte ein völlig autarkes Stromnetz aufbauen. Diese Systeme ermöglichen die Erzeugung des Stroms und verfügen über einen integrierten Wechselrichter.

Andere inselstromfähige Geräte sind mit einem Batterie-Wechselrichter kombiniert. Der Lade- und Entladevorgang des Stromspeichersystems wird vom Batterie-Wechselrichter gesteuert. Fällt das öffentliche Netz aus, kann sich das Speichersystem weiterhin mit dem von der Photovoltaikanlage erzeugten Strom aufladen.

Allpolige Trennung für ein Inselsystem Voraussetzung

Voraussetzung für ein Inselsystem ist eine allpolige Trennung vom öffentlichen Stromnetz. So können alle Phasen des Haushalts unabhängig von der Kapazität des Stromspeichers mit Strom versorgt werden. Im Inselbetrieb kann der Speicher weiterhin mit Strom aus der Photovoltaikanlage aufgeladen werden, um dauerhaft Strom zur Verfügung zu stellen.

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