Ist die Kombination einer Luftwaermepumpe mit Photovoltaik sinnvoll?

Strom zu Heizzwecken zu verwenden, galt lange Zeit als ökologische und ökonomische Todsünde. Die Photovoltaik hat diese Sicht der Dinge grundlegend geändert. Jede Art von Eigenverbrauch ist inzwischen lohnender als eine Einspeisung des Stroms. Aus diesem Grund erscheint es inzwischen sogar vertretbar, eine herkömmliche Elektroheizung mit Strom aus der eigenen Photovoltaikanlage zu betreiben. Für eine Luftwärmepumpe mit einem deutlich besseren Wirkungsgrad gilt dies daher umso mehr.

Luftwärmepumpe – eine einfache Lösung

Luftwärmepumpen nutzen die Wärme der Außenluft als Wärmequelle. Sie sind damit die einfachsten und preiswertesten Wärmepumpen, die auf dem Markt erhältlich sind. Typischerweise liegen die Jahresarbeitszahlen in der Größenordnung von 2,5 bis 3. Das bedeutet, dass sie 2,5 bis 3 mal mehr Wärme abgeben als Strom aufnehmen. Wenn Sie Ihren Strom komplett extern beziehen, liegen Luftwärmepumpen damit ziemlich genau an der Grenze, ab der die Verwendung von Strom zu Heizzwecken ökologisch sinnvoll wird. Eines der physikalischen Grundgesetze aller Wärmepumpen lautet, dass sie weniger effektiv arbeiten, wenn die Temperaturdifferenz zum Wärmereservoir groß ist. Das bedeutet, dass der Stromverbrauch einer Luftwärmepumpe überproportional steigt, wenn die Außenluft besonders kalt ist.

Was bedeutet das für die Kombination mit einer Photovoltaikanlage?

Sonnenenergie auf dem Dach zu gewinnen, funktioniert natürlich im Sommer besonders gut, im Winter ist die Energieausbeute vergleichsweise bescheiden. Daraus ergibt sich ein offensichtliches Problem, wenn diese Energie zum Heizen genutzt werden soll. Das gilt sowohl für die direkte Wärmeerzeugung mittels der Solarthermie als auch für die Erzeugung von Heizstrom mittels der Photovoltaik. Es gibt zwei Gründe, warum beide Verfahren dennoch gute Ergebnisse liefern. Erstens wird die Heizwärme auch zur Warmwasserversorgung genutzt, die ganzjährig benötigt wird. Zweitens liefert die Solarenergie in den Übergangsmonaten im Frühjahr und im Herbst gute Erträge, wenn die Heizung bisweilen auch intensiv genutzt wird. Allerdings sind sehr kalte Wintertage tatsächlich die Achillesverse der Luftwärmepumpen, weil ihr Wirkungsgrad gerade dann besonders niedrig ist. Die Wärmepumpe muss also nicht nur besonders viele Kilowattstunden Wärme erzeugen, sondern braucht pro Kilowattstunde auch besonders viel Strom. Die Kombination mit der im Winter wenig Strom liefernden Photovoltaik verstärkt diesen negativen Effekt.

Eigenverbrauch von 50 Prozent realistisch

Die einfache Kombination einer Photovoltaikanlage mit einer Luftwärmepumpe erlaubt typischerweise einen Eigenverbrauch des Solarstroms in der Größenordnung von 30 Prozent. Deutlich höhere Werte sind in Verbindung mit einem intelligenten Energiemanagement möglich. Als besonders effektiv erweisen sich in dieser Hinsicht die mittlerweile zur Standardtechnologie ausgereiften Speicher für Solarstrom. Diese erlauben es, den tagsüber erzeugten Strom abends zu verbrauchen. In Hinblick auf die oft kalten Abende und Nächte im Herbst und im Frühjahr erweist sich die Kombination aus einer Luftwärmepumpe und einer Photovoltaikanlage mit integriertem Stromspeicher daher als besonders effektiv. Auf diese Weise kann der Eigenverbrauch oft auf rund 50 Prozent gesteigert werden. Alternativ kommt in Betracht, die Wärme tagsüber zu erzeugen und in einem Pufferspeicher zu speichern.

Zahlreiche Fördermöglichkeiten

Der Förderdschungel, der sich rund um die erneuerbaren Energien entwickelt hat, ist mittlerweile zu umfangreich geworden, um alle Möglichkeiten hier aufzulisten. Das Mindeste, womit Sie rechnen können, ist ein Zuschuss zu den Anschaffungskosten der Wärmepumpe sowie die Einspeisevergütung für den nicht selbst verbrauchten Solarstrom. Daneben existieren einige Bonus-Förderprogramme, die besonders energieeffiziente Kombinationen aus mehreren Maßnahmen honorieren. Insbesondere bei kombinierten Maßnahmen wie der Kombination aus Wärmepumpe und Photovoltaik sollten Sie daher eine Beratung über die staatlichen Fördermöglichkeiten in Anspruch nehmen.

Fazit: Photovoltaik und Luftwärmepumpe sind eine gute Kombination!

Die Kombination aus Photovoltaik und einer Luftwärmepumpe ist ökologisch und meist auch ökonomisch sinnvoll. Wenn eines von beidem bereits vorhanden ist, lohnt sich die Ergänzung mit der zweiten Komponente im Regelfall. Ist noch nichts vorhanden, können Sie alternativ eine Solarthermieanlage in Betracht ziehen, sofern Sie ansonsten nur wenig Solarstrom selbst zu verbrauchen planen. Die Wirtschaftlichkeit beider Varianten muss im konkreten Einzelfall verglichen werden.

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