Ökostrom

Ökostrom – mit erneuerbarer Energieerzeugung zur nachhaltigen Stromversorgung

Unbestritten ist der Wert einer nachhaltigen Energieerzeugung zur Produktion elektrischer Energie. Die Abkehr von konventionell produzierter Energie – also aus fossilen Energieträgern und Kernenergie – ist maßgeblich vom Ausbau der regenerativen Energieerzeugungsmaßnahmen abhängig. Der Begriff „Ökostrom“ als solcher lädt allerdings aufgrund der vielen Gütesiegel sowie aufgrund der Strukturen des Strommarktes zu Diskussionen ein.

 

Ökostrom Vergleich

 

 


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Zur Definition des Ökostroms

Ökostrom

Wird von Ökostrom gesprochen, ist zumeist elektrische Energie gemeint, die aus regenerativen Energiequellen gewonnen wird. Die Erzeugungsmethoden sollen zudem umweltfreundlich sein. Sie sollen also ohne größere Eingriffe in das Ökosystem auskommen. Entsprechende Anlagen sollen nicht das Potenzial haben, die umliegende Natur (stark) zu beeinträchtigen.
Die Produktion solchen Stroms verbrennt keine fossilen Energieträger und greift auch nicht auf Kernenergie zurück. Stattdessen werden sich Energieträger zunutze gemacht, deren Abbau nicht erforderlich ist. Darunter fallen zum Beispiel die Windkraft, die Wasserkraft, die Geothermie und Biogasanlagen und die Photovoltaik. In allen Fällen kommt die Energieerzeugung zudem ohne das Ausstoßen von zusätzlichen Treibhausgasen aus. Zumindest handelt es sich bei dieser Umschreibung um die gängige Annahme, welcher Strom nun „ökologisch“ – also umweltfreundlich – sei.

Die Definition des Begriffs an sich ist allerdings von Raum zu Raum verschieden. So gibt es etwa in Deutschland keinen einheitlich definierten Begriff. Ökostrom bezeichnet hier zum Beispiel einen Strommix, der zu mindestens 50 Prozent aus erneuerbaren Energien gewonnen wurde. Das restliche Anteil muss aus Kraft-Wärme-Kopplungsanlagen stammen und meint damit solche Energie, die aus der gleichzeitigen Erzeugung von mechanischer Energie (die in Strom umgewandelt werden kann) und Wärmeenergie erzeugt wird. Dabei können solche Kraft-Wärme-Kopplungsanlagen durchaus auch mit Kernkraft und fossilen Energieträgern betrieben werden. Entsprechend meint Ökostrom nicht zwingend ein zu 100 Prozent nachhaltiges Produkt, wenn es um den Strommarkt geht.

Wird hingegen über die Erzeugung von Ökostrom gesprochen, werden auch nur Methoden zur Förderung regenerativer Energien gemeint. Entsprechend drehen sich einige Kontroversen bereits um die Diskrepanz zwischen der Vermarktung des Ökostroms (welcher eben nicht 100 Prozent aus regenerativer Energie stammt) und der tatsächlichen Erzeugung von nachhaltiger Energie.

Sie als Verbraucher stehen damit mit ihrem eventuell vorhandenen Anspruch, wirklich regenerative Energien zu nutzen, vor dem Problem, dass nicht jeder Ökostrom auch tatsächlich ökologisch produzierter Strom ist.

 

 

Zertifikate und der Strommarkt

Ökostrom ZertifikateZertifikate dienen bei der Anbieterauswahl der Orientierung und ermöglichen es, weitere Einblicke in die Produktion und Bereitstellung des Ökostroms zu erhalten. So gibt es mehrere verschiedene Zertifikate unterschiedlichster Ansprüche (sie alle gehen aber über den genannten Mindestanspruch hinaus), die sich jeweils auf die Erzeugung oder das Endprodukt beziehen.
So kann ein Siegel etwa aufzeigen, dass die Energiequellen wirklich zu 100 Prozent regenerativ sind. Ein anderes kann hingegen bedeuten, dass der Stromanbieter gegen den Geldwert des Verbrauchers wirklich Ökostrom verkauft. Es spielt hierbei keine Rolle, ob er diesen selbst produziert; er kann ihn auch eingekauft haben, Anlagen zur Produktion von weiterer regenerativer Energie fördern oder Erzeugungszertifikate einkaufen. Letztere bezeichnen eine Garantie dafür, dass abgenommener Strom wirklich aus regenerativen Quellen stammt.
Dies bedeutet, dass ein Stromanbieter sich über Zertifikate (und eingekauften Strom) einen Strommix so zusammenkaufen kann, dass dieser als Ökostrom bezeichnet werden kann. Da elektrische Energie allerdings immer elektrische Energie bleibt, sagt dies nichts über die Einspeisungen beim Endverbraucher aus.

Es handelt sich im Grunde um Handelsmengen: Ein Stromanbieter kann eine Menge Ökostrom X bei einem anderen Anbieter erwerben, welcher irgendwo auch genutzt wird (aus Gründen der Effizienz nahe der Erzeugungsquelle). Er bietet dann nachhaltige Energie zum Verkauf – da die produzierte Menge Ökostrom ja bezahlt wurde – und legt somit die Kosten für den Stromerwerb auf den Verbraucher um. Dieser unterstützt direkt die Erzeugung der erneuerbaren Energien damit, erhält aber den Strom, den sein Anbieter im Netz hat. Dieser kann aus allen möglichen Energiequellen stammen.

Ökostrom wird so als Rechengröße dem Verbraucher zugeordnet. Dabei gibt es immer eine gewisse Menge solchen Stroms, die verfügbar ist und direkt oder indirekt (eben über einen Stromanbieter) abgenommen werden kann. Wird mehr Ökostrom verkauft, wird Strom aus anderen Quellen weniger verkauft. Da elektrische Energie aber gleichförmig bleibt, bezeichnet das gesamte Angebot ausschließlich die Art der bezahlten Erzeugung von elektrischer Energie. Das Sicherstellen, dass der Strom aus Ihrer Steckdose wirklich Naturstrom ist, gelingt Ihnen als Verbraucher nur, wenn Sie Ihr eigenes Netz betreiben oder direkt am Netz eines ökologischen Erzeugers hängen. Dennoch wird bezahlter Ökostrom – je nach Siegel – eine gewisse Menge produzierten Ökostrom bezahlen und somit auch die Förderung des Ausbaus desselben vorantreiben können.

Maßnahmen zur Produktion

Ökostrom energiemixRegenerative Energie wird derzeit vor allem aus Windkraft, Wasserkraft, Photovoltaik und Biomasse gewonnen. All diesen Ressourcen ist gemeinsam, dass sie als sich selbst erneuernde Ressourcen immer verfügbar sind und ihre Energie lediglich mittels passender Anlagen nutzbar gemacht werden muss. Das Betreiben von Windkrafträdern hat beispielsweise keinen negativen Einfluss auf die kinetische Energie der Winde – diese werden immer wieder auftreten, was den Gegebenheiten auf der Erde geschuldet ist. Gleich verhält es sich mit den meisten Anlagen zur Nutzung von Wasserkraft. Photovoltaik ist das Nutzbarmachen von Sonnenenergie, was aus pragmatischer Sicht als eine der zuverlässigsten Energieerzeugungsmethoden gesehen werden kann.

Aus Biomasse lassen sich durch Verbrennung Gase und Wärme erzeugen. Zur Debatte steht hier, ob es sinnvoll sei, große Mengen Biomasse anzubauen, um sie zu verbrennen. Als unproblematisch gilt hingegen das Verbrennen nicht nutzbarer Pflanzenteile. Dennoch wird eine Verbrennung Gase und Treibhausgase freisetzen – allerdings maximal so viele, wie die Pflanze im Laufe ihres Wachstums gebunden hat. Es handelt sich in Sachen Treibhausausstoß also um ein Nullsummenspiel, wenngleich zumindest ein energetischer Nutzen erzielt wird.

Geothermie kann ebenfalls effizient sein, wobei der Eingriff in den Boden einigen Interessenverbänden und Menschen schon dazu genügt, Geothermie nicht mehr als ökologisch und nachhaltig anzunehmen. Fragen stellen sich hier aufgrund der zu erwartenden Effizienz (es gibt gute und schlechte Orte an der Erde zur Errichtung solcher Anlagen) und aufgrund möglicher Folgeschäden für den Boden.

Nicht ohne Grund ist das Windrad daher ein beliebtes Symbol für den Ökostrom: Es ist als einzelne Einheit übersichtlich, hat einen hohen Wirkungsgrad und bedeutet keine nachhaltige Veränderung seines Standortes.

Die Produktion von Ökostrom folgt also der Maxime, sich regenerativer Ressourcen zu bedienen. Das weitere Verbrennen fossiler Brennstoffe und das Verwenden von Kernenergie soll dadurch sukzessive ersetzt werden. Allerdings wird die Nachhaltigkeit größerer Anlagen, für die ein massives Eingreifen in die Umwelt notwendig wird (zum Beispiel bei sehr großen Staudämmen), diskutiert. Noch gibt es keine einheitliche Antwort darauf, welche Maßnahmen sich auf Dauer als nachhaltig und energieeffizient durchsetzen werden. Es liegt daher auch an Ihnen, welche Maßnahmen zur Produktion von Ökostrom Sie für fördernswert halten.

 

 

Ökologischer Nutzen

Ökostrom nutzenDer ökologische Nutzen ist relativ eindeutig. So werden für die Erzeugung konventioneller Energie Energieträger bemüht, die allesamt einen negativen Effekt auf die Umwelt haben. Fossile Brennstoffe bedeuten einen erheblichen Mehrausstoß von Treibhausgasen und Kernkraft hinterlässt ab einem gewissen Punkt radioaktive Abfälle, deren endgültige Lagerung ungeklärt ist. Zudem bedeutet auch der Abbau dieser Energieträger einen Eingriff in die Umwelt. Braunkohlegruben und weitläufige Uranminen zeugen von massiver Umweltzerstörung. Große Maschinen und Transportwege haben bereits großflächig Ökosysteme stark beeinträchtigt oder zerstört. Es findet zwar vielerorts eine Renaturierung statt, aber diese kann mitunter lang dauern oder aussichtslos sein.

Die Anreicherung der Atmosphäre mit den Treibhausgasen hat einen menschengemachten Klimawandel zur Folge, dessen Folgen in den nächsten Jahrzehnten wahrscheinlich spürbar sein werden. Allein die Aufheizung des Planeten Erde genügt bereits dafür, die Natur schnell und gravierend zu ändern. An dieser Stelle wird angenommen, dass Sie sich der diskutierten Folgen des Klimawandels bewusst sind.

Doch nicht nur global bedeutet die Energieerzeugung nach aktuellen Standards ein Problem. Auch ganz lokal führen zum Beispiel Kohlekraftwerke für eine Anreicherung der eingeatmeten Luft mit Staub und Gasen, was sich wiederum auf die Gesundheit der ansässigen Menschen auswirkt.

Ökostrom bedeutet, insofern er sich auch verkauft und der Ausbau entsprechender Anlagen gefördert werden kann, dass konventionelle Energieträger in ihrer Nutzung zurückgehen können. Dadurch das streng definierter Ökostrom wirklich Grünstom ist – also zu 100 Prozent klimafreundlich – kann er dazu beitragen, die Treibhausgasausstoßmengen zu reduzieren und den Klimawandel zumindest zu verlangsamen. Zudem wird die Luft, die Sie atmen, schlichtweg besser. Radioaktiver Abfall entfällt, was eine enorme Entlastung für die Umwelt bedeutet.

Der Sinn des Erwerbs von Ökostrom

EnergiewendeNachdem Sie nun wissen, dass von Ihnen gekaufter Ökostrom nicht zwingend Strom aus einer Stromleitung ist, die direkt von einer Windkraftanlage gespeist wird, stellt sich eventuell die Frage, warum man denn dann überhaupt solchen Strom beziehen solle.
Nun: Wann immer ein Verbraucher für Ökostrom bezahlt, bedeutet dies, dass irgendein Produzent von Ökostrom diesen auch bereits verkauft hat. Desto höher die Nachfrage ist, desto mehr Ökostrom kann auf dem Strommarkt gehandelt werden und desto höher wird auch der Anteil der Erzeuger regenerativer Energien auf diesem Markt. Diese können dann entsprechend ihre Anlagen weiter ausbauen, weiteren Strom an andere Stromanbieter verkaufen und so weiter.

Wenngleich konventionelle Energie meist in einem relativ gleichbleibenden Rahmen produziert wird – ein Kohlekraftwerk wird zum Beispiel nicht aufgrund geringer Schwankungen bezüglich der Energieabnahmemengen herunterreguliert – bedeutet eine dauerhaft erhöhte Abnahme von Ökostrom für die Erzeuger von konventioneller Energie, dass ihre Energie nicht mehr eingekauft wird. Stromanbieter sind durch eine erhöhte Nachfrage seitens des Endverbrauchers ebenfalls dazu angehalten, ihr Angebot anzupassen. Produzieren sie den Ökostrom dann selbst und stellen dafür ihr Technik um, ist das natürlich gut. Wenn sie dann aber wieder von der Möglichkeit Gebrauch machen, den Ökostrom einzukaufen, ist dies auch auf Dauer gut, da der Erzeuger ja dadurch gefördert wird.

Nicht zuletzt besteht bei der Erzeugung von Ökostrom auch die Möglichkeit der Dezentralisierung. Während große Kraftwerke riesige Mengen Strom produzieren und ganze Städte mit elektrischer Energie versorgen, sind einzelne Anlagen zur Erzeugung regenerativer Energien hierzu nicht fähig. Sie sind dafür kleiner, benötigen weniger Logistik und können an einem passenden Standort betrieben werden. Entsptrechend gibt es mehr lokale Stromanbieter, die Ökostrom anbieten als es lokale Anbieter von beispielsweise Kernkraft gibt.

Ökostrom beim Verbraucher – Weitere Aspekte, die für den Bezug sprechen

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Neben der Umweltfreundlichkeit, die bei Ökostrom nicht zur Debatte stehen muss, gibt es auch klare politische, wirtschaftliche und gesellschaftliche Aspekte, die zum Bezug von Ökostrom anregen. So ist es so, dass die Energiewende ein politisches Anliegen ist. Sie wird mit verschiedenen Mitteln gefördert (oder auch bekämpft) und soll laut aktueller Politik dringend vollzogen werden. Wenn es um den Strombedarf in privaten Haushalten geht, spricht etwa die Bundesregierung Deutschlands davon, dass bis 2050 80 Prozent des benötigten Stroms aus regenerativen Energiequellen stammen sollen. Entsprechend trägt jeder einzelne Abnehmer schon jetzt durch den Bezug dieses Stroms dazu bei, dass entsprechende Anlagen gekauft werden können.

Außerdem hat sich das ökologische Bewusstsein vielerorts gesteigert. Es ist kein Fixum mehr, dass Energie nur billig und ausreichend durch Kohle und Atomkraft gewonnen werden kann. Es ist in Sachen Energieefiizienz sogar umgekehrt: Der Wirkungsgrad von regenerativen Energiequellen liegt oftmals höher als der konventioneller Energiequellen. Zurückzuführen ist dies auf teils alte Technik und die Eigenschaften der Energieträger an sich. Die Entscheidung zwischen der Modernisierung alter Anlagen und dem Ausbau regenerativer Energiequellen sollte unter diesem Gesichtspunkt nicht so schwer fallen. Dennoch spielt der Handel mit den konventionellen Ressourcen eine so große Rolle, dass nicht jeder Stromanbieter von sich aus nur noch erneuerbare Energie fördert. Dies kann sich aber durch eine ausreichend große Menge an Konsumenten, welche explizit Ökostrom haben wollen, gut ändern.
Sukzessive ist dieser Prozess schon im Gange. Global betrachtet gibt es auch einige Länder in Vorreiterpositionen (zum Beispiel Norwegen, Costa Rica und Island), welche sich bereits jetzt völlig oder nahezu ganz mit regenerativer Energie versorgen. Allerdings sind die Ambitionen hier unterschiedlich: So geht es einigen Ländern explizit um eine Kohlenstoffdioxidausstoßsenkung, während andere sich vom Import von Energieträgern befreien wollen. In beiden Fällen steigt der Ausbau regenerativer Energiequellen, da Wasserkraft, Sonnenkraft und Windkraft fast überall nutzbar gemacht werden können. Aspekte der Umweltschädigung – wie sie etwa bei großen Staudämmen und einigen Geothermieanlagen zustandekommen – wurden hier nicht betrachtet.

Sie als Konsument tragen erheblich zu einem Möglichmachen einer Energiewende bei, insofern die Politik diese nicht völlig von oben herab steuert. Allerdings können Sie in diesem Zusammenhang auch selbst tätig werden.

 

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Das Produzieren von nachhaltiger Energie als Investition

Ökostrom als investition

Ökostrom kann nicht nur gezielt bezogen werden. Er kann auch selbst produziert werden, wobei es verschiedene Möglichkeiten gibt. Auch eine kleine Photovoltaikanlage auf dem Dach gilt hier schon als Produktion von Ökostrom. Aspekte, die hier für Sie interessant sein können, sind zum Beispiel die Möglichkeit der Selbstversorgung, die Möglichkeit, überschüssigen Strom zu speichern oder einzuspeisen und natürlich die Möglichkeit, Ihren ganz persönlichen ökologischen Fußabdruck zu verkleinern. Zudem können sich mehrere Menschen hier zusammenschließen und eine gewisse Autarkie in Sachen Stromerzeugung genießen.

Verbunden ist dies mit Kosten. Alle Anlagen, die zur Produktion von Ökostrom taugen (im privaten Rahmen kommen vor allem modulare Systeme zur Nutzung von Photovoltaik und – insofern ein Hof oder ähnliches betrieben wird – Biogasanlagen in Betracht), lassen sich auch als Privatperson realisieren. Hier spielen viele Auflagen eine Rolle, allerdings helfen eine Einspeisevergütung und die Tatsache, dass selbst produzierter Strom günstiger ist, oftmals bei der Überlegung. Eine solche Anlage wird sich binnen einiger Jahre also amortisieren, insofern die Strompreise nicht überraschend stark sinken.

Kritik und aktuelle Probleme in diesem Zusammenhang

Ökostrom ist ein viel diskutiertes Feld. So wird etwa oftmals ins Feld geführt, dass der Strommarkt ja gesättigt sei, was auch stimmt (Deutschland zum Beispiel ist ein Stromexporteur) und daher würde ja überflüssiger Strom produziert. Dass dies auf die Interessen der Konzerne zurückgeht, die ohnehin große Strommengen auf konventionelle Art erzeugen, ist bekannt. Es geht am Markt also darum, wer das Recht hat, seinen Strom letzten Endes zu verkaufen. Wird mehr Strom produziert, wird er auch günstiger gehandelt und so entsteht ein Überschuss. Das alleinige Beziehen (oder Produzieren) von Ökostrom durch Sie wird also nicht sofort dafür sorgen, dann an anderer Stelle weniger Kohle verbrannt wird.

Auch die Anlagen an sich sind ein Streitpunkt. Gerade Windkraftanlagen rufen regelmäßig Bürgerinitiativen auf den Plan, die versuchen, den Bau zu verhindern. Argumente sind unter anderem die Landschaft, die verunstaltet würde und Bedenken bezüglich der umliegenden Natur. Auch häufig wird das Argument des Netzausbaus genannt: So sei es doch sehr schwierig, Windkraft aus dem Norden nach Süden zu transportieren. Dies ist wohl richtig, ließe sich durch ein dezentraleres Netz mit dezentraler Energieerzeugung aber lösen.

Ökostrom, welcher dem Verbraucher geboten wird, hat zudem zuweilen die Eigenschaft, Atomstrom und andere Energieerzeugungsmethoden zu fördern. Dennoch wird von Ökostrom gesprochen, da irgendwo Strom über Zertifikate erworben wurde, welcher auch tatsächlich eingespeist wird – allerdings keineswegs nahe am Verbraucher. So wird also Ökostrom irgendwo finanziert, der ohnehin produziert würde, was bei ausreichender Menge dafür sorgt, dass angebotener Strom als Ökostrom bezeichnet werden darf. Es findet aber kein Ausbau erneuerbarer Energien statt.

 

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Fazit

Ökostrom ist ein Grundpfeiler der Energiewende und resultiert zwangläufig aus der Förderung regenerativer Energien. Technisch sind hier alle Möglichkeiten gut umsetzbar, jedoch kollidieren häufig Konzerninteressen mit politischen und gesellschaftlichen Interessen.
Das Nutzbarmachen regenerativer Energie ist allerdings nicht nur aus Umweltgründen interessant. So ist die Produktion von Ökostrom auch noch günstig, effizient und erfordert wenig Wartung. Zudem hat sich die Machbarkeit schon bewiesen.

Ökostrom als Produkt zu beziehen oder zu produzieren ist also ein guter Schritt, den Sie tun können. Jedoch ist die Herkunft des Stroms wirklich zu beachten. Siegel und Selbstauskünfte können hier helfen. So stellen Sie sicher, dass ihr bezogener Ökostrom auch wirklich das ist, was Sie sich von ihm versprechen.

 

Welche Ökostrom Anbieter gibt es und worauf sollte man achten! Hier geht es zum Ökostrom Test und zum Ökostrom Vergleich.

Hi Five!
Danke!