Leistungstoleranz

Die Leistungstoleranz ist eine von mehreren Faktoren die entscheidend sind für die Qualität eines Solarmoduls. Sie gibt genauer an, wie sehr ein Solarmodul von der vorgegebenen Nennleistung maximal abweichen darf. Die Nennleistung gibt dabei die maximal mögliche Leistung einer Solarzelle an. Beachtet werden muss jedoch, dass es sich um einen standardisierten Wert unter Testbedingungen handelt, kurz STC (standard test condition).

Daher kann kein Hersteller verantwortlich gemacht werden, wenn diese vorgegebene Nennleistung in der Praxis nicht immer von jedem Solarmodul auch wirklich erreicht wird. Trotz modernster Technologien und Prozessfertigung gibt es von Modul zu Modul minimale Abweichungen, weswegen auch immer auf eine Leistungstoleranz innerhalb einer Baugruppe oder eines Herstellers verwiesen wird. Der Solarhersteller will sich damit absichern, dass Schwankungen der einzelnen Module bewusst als Leistungstoleranz vorher angegeben wurden, sodass dieser nicht dafür negativ belangt werden kann.

Solarmodulhersteller geben die Leistungstoleranz meistens in Prozent an. Es ist aber auch nicht unüblich in den Beschreibungen der Module die Leistungstoleranz in der Leistungseinheit Watt anzugeben. Die Toleranzen liegen im einstelligen Prozentbereich bei 2-3 Prozent. Bringt ein Solarmodul also zum Beispiel 100 Wp (Watt peak) an Nennleistung, muss der Käufer beziehungsweise Solaranlagebesitzer beim gekauften Solarmodul mit Leistungsschwankungen von 97 Wp bis 103 Wp. Dieser Bereich ist jedoch nur eine relativierte Schätzung, denn auch Wert unter oder gar über diese Toleranzangaben sind möglich, wenn unter anderem die Standortbedingungen für die Solarzelle besonders gut oder eben eher schlechter sind. Da die Fertigung von Solarzellen immer größere Fortschritte macht, geben die meisten Hersteller nur noch positive Toleranzschwellen an. Daher ist davon auszugehen, dass aktuelle Solarmodule bei einer Nennleistung von 100 Wp dann auch mindestens diese 100 Wp erbringen oder darüber liegen. Solarinteressenten sei also geraten Solarmodule zu erwerben, die nur positive Toleranzen vorweisen, denn auf die gesamte Anlage wirken sich auch 3 Prozent Negativtoleranz eines einzigen Moduls negativ aus. Hinzukommt außerdem sinkende Leistung über den Einsatz vieler Jahre hinweg.

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