Treppen – Höhenunterschiede Stufe fĂŒr Stufe ĂŒberwinden

Treppen sind dem Menschen spĂ€testens seit den ersten Kulturen, die feste Bauten entwickelten, bekannt. Dabei waren sie frĂŒher hĂ€ufig den Göttern (oder eben ihren architektonischen Stellvertretern) vorbehalten. Die Treppe hat sich dann im weiteren kulturellen Verlauf schnell von reinem Symbol bei Sakralbauten zur praktischen, baulichen Lösung entwickelt. Mittlerweile gibt es auch die erwiesenermaßen perfekte Treppe fĂŒr den Hausgebrauch.

Was eine Treppe per Definition ist und welche Funktion sie hat

Eine Treppe bezeichnet einen durch Stufen geschaffenen Übergang zwischen zwei oder mehr Ebenen. Dabei besteht eine Treppe per Definition aus mindestens drei Stufen. Andere Bezeichnungen sind beispielsweise „Stiege“ (Österreich und SĂŒddeutschland) oder „Staffel“ (Alemannisch). Mehrere TreppenlĂ€ufe und AbsĂ€tze werden hĂ€ufig kombiniert, um TreppenhĂ€user (innen) und Ă€ußere TreppenlĂ€ufe zu gestalten.

Eine Treppe zeichnet sich durch begehbare Stufen aus und stellt somit die bequemste bekannte Hilfe zur Überwindung von Höhen dar. Das Auf- oder Absteigen von Treppenstufen erfolgt dabei in der Regel durch ein wechselseitiges Auftreten mit den Beinen.

Eine Treppe besteht immer aus Stufen. Elemente zum Überwinden von Höhenunterschieden, die keine Stufe aufweisen, werden zum Beispiel als Rampen oder einfach als Steigung bezeichnet. Die einzige Ausnahme stellt Aneinanderreihungen von sehr tiefen Stufen dar, die eine Steigung von unter 20 Grad ĂŒberwinden lassen sollen: In solch einem Fall wird trotz Stufen von einer Rampe gesprochen. Faktisch finden sich derlei Rampen vor allem in GrĂŒnanlagen.

Die Wissenschaft, die sich mit der FunktionalitĂ€t und der Gestaltung von Treppen beschĂ€ftigt, heißt Scalalogie. Sie ist ein Teil der Bauforschung. Die Treppenkunde beschĂ€ftigt sich primĂ€r mit den AnsprĂŒchen, die an eine optimal begehbare und platzsparende Treppe gestellt werden können.

Der Ursprung der Stufenlösung

Baulich lassen sich Treppen mindestens auf 10.000 vor Christus zurĂŒckverfolgen. Hier fanden sich Stufen bereits am Zikkurat von Ur. Allerdings ist durch Funde von eingekerbten BaumstĂ€mmen sowie durch die Tatsache, dass auch Menschenaffen Stufen gezielt nutzen (insofern sie natĂŒrlich gegeben sind), anzunehmen, dass die Idee der Treppennutzung schon viel Ă€lter ist. Das gezielte Nutzen von Stufen und AbsĂ€tzen lĂ€sst sich hierbei bei fast allen höheren Tieren beobachten.

Treppen fanden sich dabei in den frĂŒhen Hochkulturen fast ausschließlich an und in Sakralbauten. So lassen sich etwa die Opfer- und RitualstĂ€tten der mittlerweile vergangenen Zivilisationen in Mittel- und SĂŒdamerika klar als Podeste mit Treppenlauf erkennen. Auch Tempel und Ă€hnliche Bauten standen in den allermeisten FĂ€llen auf Podesten, die nur per Treppe zugĂ€nglich waren. Selbiges gilt hĂ€ufig auch fĂŒr PalĂ€ste und Ă€hnliche Bauten. Es lassen sich fast keine erhaltenen Prachtbauten frĂŒherer Jahrtausende finde, die keine Treppen aufweisen. Meistens handelte es sich bei den hier verwendeten Stufen zudem um besonders breit angelegte Tritte. Symbolisch kann dies die GrĂ¶ĂŸe und Wichtigkeit des Weges untermalen. Auf der praktischen Seite wird wohl der Gedanke gestanden haben, auch mehreren Menschen gleichzeitig den Gang ĂŒber die Stufen zu ermöglichen.

Dabei lĂ€sst sich die Treppe bei Pracht- und Sakralbauten auch heute noch vor allem Symbol sehen: Zwischen der höheren Ebene (Gott, Himmel, Herrscher) und dem Menschen soll eine klare Grenze bestehen. Das Besteigen der Treppe soll den Menschen sinnbildlich nĂ€her an eine höhere Ebene bringen. Dieses Prinzip fand sich frĂŒher an beinahe allen solchen Bauten wieder. Heute findet es noch an GotteshĂ€usern, Monumenten und teils an DenkmĂ€lern Anwendung.

Zudem war die Bauhöhe von gewöhnlichen WohnhĂ€usern in beinahe allen antiken Kulturen begrenzt: Es wurden kaum HĂ€user gebaut, die Treppen benötigt hĂ€tten. Diese lassen sich nur bei wenigen GebĂ€uden, die Ă€lter als 4000 Jahre sind (waren), nachweisen. Vermehrt kommen Treppen schließlich im Römischen Reich und dem Antiken Griechenland vor. Allerdings lassen sich hier die Treppen vor allem im AußengelĂ€nde finden (meist in einem Hof). Die Treppe als innenliegendes Element zum Verbinden mehrere Stockwerke kommt erst viel spĂ€ter auf; so zum Beispiel circa im 15. oder 16. Jahrhundert in Europa. Die Notwendigkeit von Treppen kam verstĂ€rkt mit der dichteren Besiedlung von StĂ€dten auf. Entsprechend waren die breiten und weitlĂ€ufigen Stufen der Tempel und GotteshĂ€user zu ihrer Zeit im Vergleich zur herkömmlichen Architektur noch weit mĂ€chtiger.

Weiterhin wurden Treppen vereinzelt dort verbaut, wo es aus praktikablen GrĂŒnden fĂŒr sinnvoll erachtet wurde, so etwa in Minen, an HĂ€ngen und auf Schiffen (hier werden sie bis heute als „Niedergang“ bezeichnet). Viele Treppen sind allerdings aufgrund dessen, dass sie wohl aus Holz gefertigt waren, nicht mehr erhalten. Dies wurde allerdings erst viel spĂ€ter so gehandhabt.

Anwendungsgebiete der Treppe heute und AnsprĂŒche an sie

Treppen finden sich ĂŒberall dort, wo gebaut wird. Dabei ist ihre Anwendung lĂ€ngst nicht mehr auf WohnhĂ€user beschrĂ€nkt, sondern sie machen auch einen Teil der Gehwege einer Stadt aus. Zudem werden Treppen auch in naturbelassenen RĂ€umen gezielt gebaut oder mit dem vorhandenen Material geschaffen, um beispielsweise Bergwanderpfade oder landwirtschaftlich genutzte FlĂ€chen leichter begehbar zu machen.

Dabei muss eine Treppe mehreren AnsprĂŒchen genĂŒgen, die vom Einsatzgebiet abhĂ€ngig sind. Immer sollten aber die Sicherheit und der Komfort im Vordergrund stehen. HierfĂŒr haben sich beim Treppenbau mehrere Begrifflichkeiten durchgesetzt. Die wichtigsten sind wohl die Treppensteigung und die Auftrittsbreite. Hier wird sich beim Bauen einer Treppe in der Regel am Schrittmaß orientiert. Dieses dĂŒrfte sich bei Ihnen im Bereich zwischen 59 und 65 Zentimetern bewegen, wobei im Mittel entsprechend 63 Zentimeter angenommen werden. Dieses durchschnittliche Schrittmaß findet sich in Deutschland entsprechend auch in den baurechtlichen Normen wieder. Es ist zu beachten, dass die Normen und Empfehlungen sich je nach Quelle unterscheiden.

Die SchrittlĂ€nge wird um das Doppelte der Steigung (Höhenunterschied zwischen zwei Stufen) gekĂŒrzt. Der Rest ist die LĂ€nge des Auftritts. So kann etwa bei einer Steigung von 18 Zentimetern eine AuftrittsflĂ€che (und damit Stufentiefe) von 27 Zentimetern veranschlagt werden (63 – 2 x 18). GrundsĂ€tzlich wird von dieser Formel immer Gebrauch gemacht, wenn es darum geht, eine Treppe zu planen. Sie werden aber sicherlich feststellen, dass einige Treppen bequemer als andere sind. Dies hĂ€ngt maßgeblich mit der Steigung zusammen; so gelten Steigungen von 20 Zentimetern und mehr fast immer als unbequem. FĂŒr optimal werden Steigungen zwischen 18 und 19 Zentimetern erachtet. Bei einer geringeren Steigung herrscht wieder ein GefĂŒhl mangelnder Bequemlichkeit vor.

Weiterhin ist es beim Treppenbau zwingend notwendig, dass die Stufenhöhen gleichbleibend sind. Wird bei der Stufenhöhe variiert (auch im Falle dessen, dass Podeste zwischen den LĂ€ufen liegen), kommt es ebenfalls sehr schnell zu Schrittfehlern. Die Faustregel fĂŒr eine bequeme Treppe lautet daher: Nicht zu steil und auf keinen Fall unregelmĂ€ĂŸig.

Außerdem gelten TreppenlĂ€ufe (ein Lauf bezeichnet aufeinanderfolgende Stufen ohne Podest als Unterbrechung), welche mehr als um zwei Meter Höhe am StĂŒck ĂŒberwinden, ebenfalls als unbequem. Zu diesem Zweck werden in der Regel Podeste verbaut, die ein bis drei SchrittlĂ€ngen lang sind. Sind die Podeste zu kurz oder zu lang, kommt es schnell zu einem Schrittfehler und damit zu einer erhöhten Stolpergefahr.

Sie sehen also, dass allein die Bequemlichkeit einer Treppe Rechnerei und gewisse Normen erfordert. ErgĂ€nzt wird dies noch durch die AnsprĂŒche an die Sicherheit: So muss ein gewisser Abstand zum GelĂ€nder gegeben sein, die Stufenbreite muss ausreichend sein und auch die GelĂ€nderhöhe spielt eine Rolle. Ein Abstand zum GelĂ€nder von circa 40 Zentimetern gilt als optimal, eine GelĂ€nderhöhe von mindestens 90 Zentimetern ist laut Baurecht bei EinfamilienhĂ€usern verbindlich.

Es versteht sich von selbst, dass der Anspruch an die Bequemlichkeit einer Treppe (insbesondere an die Steigung) in AbhÀngigkeit von der Nutzung stark variiert. So werden in Seniorenresidenzen grundsÀtzlich geringere Steigungen verbaut, wÀhrend es in NaturrÀumen bei Treppen hÀufig primÀr um die Machbarkeit geht.

FĂŒr die Treppe im Innenausbau gilt wiederum, dass maximale Bequemlichkeit bei maximaler Effizienz Vorrang hat. Dies ist schon damit zu begrĂŒnden, dass Treppen sehr platzaufwendig sind und entsprechend viel Raum einnehmen. Zudem ist der Raum unterhalb und oberhalb von Treppen beschrĂ€nkter nutzbar. Dies ist im Übrigen ein Grund dafĂŒr, warum Wendeltreppen in InnenrĂ€umen gerne verwendet werden (zumindest in Privatwohnungen. In öffentlichen GebĂ€uden finden sich viel eher breite, klassische TreppenlĂ€ufe mit Zwischenpodesten).

Materialien und Gestaltungswege

Treppen bieten jenseits ihrer FunktionalitĂ€t auch gestalterische Aspekte. Nicht immer ist eine Treppe einfach nur nĂŒtzliches Stufenwerk; sie kann auch als Teil der architektonischen Leistung das gesamte GebĂ€ude aufwerten. So sind Außentreppen in den meisten FĂ€llen aus dem gleichen Gestein gehalten wie der restliche Bau. Am GelĂ€nder und auf Podesten lassen sich mitunter Verzierungen und Statuen finden und nicht selten sind die großen, breiten Treppen von Sakralbauten durch ihre pure MĂ€chtigkeit bereits dazu geeignet, die Menschen in die richtige Stimmung zu versetzen.

In InnenrĂ€umen kommen hingegen zumeist Holztreppen (gelegentlich auch andere Materialien) zum Einsatz. Dies entspricht zum einen mehr den generellen AnsprĂŒchen, die an die Inneneinrichtung gestellt werden (unverputzte SteinwĂ€nde sind doch deutlich seltener geworden) und zum anderen geht es hier um die Eigenschaften des Materials. Holz lĂ€sst sich passender bearbeiten, ist gĂŒnstiger und in den meisten FĂ€llen auch pflegeleichter. Zudem entspricht der Baustoff Holz oftmals den Ă€sthetischen Vorlieben.

Selbstredend lassen sich aber auch andere Materialien unkompliziert nutzen. Dazu gehören etwa Kunststoffe, Beton, Glas, Stahl und Verbundstoffe (etwa Quarz und Kunststoff). Diese bieten mittlerweile mehr Vielfalt an als der Standardwerkstoff Holz es kann. Auch haben sie dem Werkstoff Stein einiges an FlexibilitĂ€t voraus. Welches Material Sie am Ende bevorzugen mögen, hĂ€ngt dabei von Ihrem Wohnumfeld, von Ihrem persönlichen Geschmack und auch vom Budget ab. Schließlich sind Sonderkonstruktionen aus hochwertigen Materialien teurer und aufwendiger als schlichtere Designs.

Kunststoffe lassen sich dabei in nahezu beliebige Formen ĂŒberfĂŒhren, lassen sich leicht verbauen und ĂŒberdauern sehr lang. Zudem sind sie sehr pflegeleicht. Betonstufen wirken in grĂ¶ĂŸerer Ansammlung meist sehr dominant, können aber als schwebende Stufen leichter wirken. Sie harmonieren zudem auch mit moderneren Bauten. Glas ist ein echter Hingucker und erfordert bei der Planung und DurchfĂŒhrung ein optimales GerĂŒst fĂŒr die Stufen. Schließlich mĂŒssen Gewicht und Belastung optimal verteilt werden. Stahltreppen sind ebenfalls vielseitig und lassen interessante Designmöglichkeiten zu. Sie wirken gut in luftigen RĂ€umen (etwa in Ateliers und Lofts). Verbundstoffe können, je nach Farbe und Beschaffenheit, als Teil der Innenausstattung dienen. Sie sind auch flexibel einsetzbar.

Klassisch in InnenrĂ€umen ist dabei die Wendeltreppe, die durch maximale FunktionalitĂ€t bei minimalem Platzaufwand glĂ€nzt. Sie lĂ€sst sich fast ĂŒberall gut verbauen, gehört zum Repertoire eines jeden Treppenbauers und kann bei entsprechender Platzierung entweder dezent im Hintergrund verweilen – oder eben zum echten Hingucker werden. Das Gewinde muss sich dabei nicht ĂŒber den gesamten Lauf erstrecken, sondern kann auch in eine Gerade ĂŒbergehen. Bei rechten Winkeln, die durch eine „Kurve“ im Treppenlauf dargestellt werden (anstelle eines Podestes) wird von viertelgewendelten, bei Halbkreisen von halbgewendelten Treppen gesprochen.

Treppen, welche Ecken durch Podeste ĂŒberwinden, an denen die LĂ€ufe abgehen, werden als gewinkelte Treppen bezeichnet. Auch diese finden sich hĂ€ufig in InnenrĂ€umen. Durchgehende TreppenlĂ€ufe gelten als einlĂ€ufig.

Treppen in Innenbereichen, die mehrere Geschosse verbinden, gelten dabei immer als Geschosstreppen. Bei WohnhĂ€usern mit mehreren Wohnparteien mĂŒssen diese in einem separaten Raum liegen (es entsteht ein Treppenhaus), bei in einer Wohnung liegenden Treppen ist dies nicht der Fall. Selbiges gilt fĂŒr EinfamilienhĂ€user.

Weiterhin kann bei der Planung von Treppen noch zwischen verschiedenen Bauarten unterschieden werden, die sich vor allem darauf beziehen, wie die Stufen aneinanderhĂ€ngen und die gesamte Konstruktion gearbeitet ist. Sind alle Stufen klar miteinander verbunden und wirkt die Treppe wie aus einem StĂŒck (es gibt keine LĂŒcken unterhalb der Tritte), handelt es sich meist um Faltwerk. Andere Treppenkonstruktionen, bei denen etwa die Stufen frei hĂ€ngen oder die gesamten Treppen schweben ist (also nur an Auf- und Abtritt befestigt ist), haben mitunter andere Bezeichnungen. Die verschiedenen Anbieter haben hier verschiedene Modellnamen.

BezĂŒglich der Konstruktionsart (hier geht es vor allem um die Befestigung der Treppe) gibt es ein paar wenige grundsĂ€tzliche Methoden. Klassisch ist die Wangentreppe (Stufen sind verbunden, es gibt einen Rahmen, das GelĂ€nder ist mit StĂ€ben befestigt). Dabei folgen die meisten Treppenkonstruktionen dem Prinzip, einen Unterbau zu fertigen (der meist auch Stauraum ist). Die Treppen können entweder GelĂ€nder tragend sein oder etwa separat aufgesattelt sein.

Ausnahmen hiervon sind abgehÀngte Treppen (hier hÀngen Teile der Konstruktion an Zugseilen) oder Bolzentreppen (hier sind die Stufen untereinander verbunden und zusÀtzlich an der Wand befestigt. Es wird kein Unterbau benötigt).

GrundsĂ€tzlich muss bei der Gestaltung berĂŒcksichtigt werden, welche Möglichkeiten der Befestigung es fĂŒr die Treppe gibt. Es ist teils aufgrund der baulichen Beschaffenheit des GebĂ€udes nicht möglich, beispielsweise eine freischwebende Treppe einzurichten. Außerdem benötigen einige Wendeltreppen einen zentralen StĂŒtzpfeiler.

Zudem gibt es noch ein paar SonderfĂ€lle, die selten fĂŒr viel begangene Treppen genutzt werden. Da ist zum einen die leiterhafte Treppenvariante zu nennen, die etwa zum Besteigen eines Dachbodens in Betracht kommt: Hier entspricht die Steigung mitunter weit mehr als 90 Grad, wodurch sich ergibt, dass diese Treppenform kaum zum stĂ€ndigen Begehen geeignet ist. Meist werden solche Treppen dort verbaut, wo die geringe Nutzung gegen die Platzersparnis aufgewogen wird.

Planung und Umsetzung bei Innentreppen

Innentreppen werden de facto selten ausgetauscht. Dies passiert in der Regel nur, wenn Wohnungen erweitert werden, oder generell renoviert wird. Viel wichtiger fĂŒr Anbieter von Stufenlösungen sind daher Bauherren. Völlig unabhĂ€ngig davon, ob ein Einfamilienhaus, eine Galerie, ein Stadion oder ein Hotel gebaut wird, braucht es immer Treppen. WĂ€hrend bei grĂ¶ĂŸeren Bauten diese meist schon durch den Rohbau definiert werden (hier dann durch Betonteile), lassen gerade Treppen in InnenrĂ€umen einen Gestaltungsspielraum zu.

Bei Innentreppen in EinfamilienhĂ€usern gilt beispielsweise, dass Treppen – unter Beachtung der Bauvorschriften – nahezu beliebig angelegt werden können. Es gibt keine Regularien bezĂŒglich des Materials oder der Position. Die Regularien beziehen sich ausschließlich auf die Sicherheit der Treppe und die wird durch passendes GelĂ€nder gewĂ€hrleistet.

Entsprechend könnten Sie theoretisch auch eine gesamte Wohnzimmerwand einer mit Podesten versehenden Treppe widmen, wenn Sie denn wollten. Entscheidend ist hier nur das Platzaufgebot. Jedoch ist zu beachten, dass dies in vielen FÀllen optisch unpassend wirken mag und sich bei einem Weiterverkauf des Hauses als Problem herausstellen könnte.

FĂŒr Treppen sind in der Regel entsprechende Handwerker zustĂ€ndig, die von Ihnen beauftragt werden. In einigen Betrieben (insbesondere in solchen, die sich dem Holz- und Innenausbau verschrieben haben), gilt der Treppenbau als wahre PrĂŒfung des Könnens. Treppenbau-Meister sind entsprechend zu finden. Es ist also bei der Wahl des passenden Handwerkers oder Betriebes nicht verkehrt, auf die Expertise zu achten. Schließlich erfordert der Treppenbau ein hohes Maß an Können, insbesondere was die PrĂ€zision bezĂŒglich der Abmessungen und des Einbaus betrifft.

Vor dem eigentlichen Bau steht dabei eine Beratung, die Ihre persönlichen AnsprĂŒche beachtet. Dabei werden auch Fragen bezĂŒglich der Nutzung geklĂ€rt. Beispielsweise bedeuten Kinder oftmals eine höhere Belastung der Treppe (durch das Hinablaufen), wĂ€hrend bei Ă€lteren Menschen an die Möglichkeit eines Treppenliftes gedacht werden kann. Treppen sind daher – gerade in EinfamilienhĂ€usern – Unikate, die sich der Lebenssituation der Bewohner anpassen.

Fazit

Treppen sind dem Menschen als architektonische Leistung seit den frĂŒhesten Kulturen bekannt. Je nach Ort und Form bieten sie völlig unterschiedliche Funktionen. So können mĂ€chtige Stufen zum Gotteshaus als Symbol gesehen werden, wĂ€hrend die schmucklosen Feuertreppen oder Dachbodentreppen höchstens funktional sind.

Da auch Treppen im Bau dem Wandel und der Modernisierung unterworfen sind, sind lĂ€ngst nicht mehr alle Stufen aus Holz. Vielmehr bieten gerade Glas, Beton und Stahl interessante, neue AnsĂ€tze bezĂŒglich des Designs. Gerade deshalb, weil eine Treppe notwendig ist und in keinem Wohnraum mit mehr als einer Etage fehlen kann, sollte der Planung und Gestaltung Beachtung entgegenkommen.

Schließlich mĂŒssen Treppen lange ĂŒberdauern, sicher sein und ihren Bewohnern den maximalen Komfort bieten.

Bildquelle: Pixarbay, Fotolia

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