Eine Solaranlage mieten: Lohnt sich das?

Immer mehr Haushalte in Deutschland streben nach gr├╝nem Strom. Dabei handelt es sich um nutzbare Energie, die komplett ohne fossile Brennstoffe erzeugt worden ist wie etwa Solarstrom. Wer sich selbst zum Beispiel eine Solaranlage auf dem eigenen Dach installieren m├Âchte, muss jedoch mit sehr hohen Anschaffungskosten rechnen. Je nach Gr├Â├če und Leistungskraft der Sonnenkollektoren kann eine eigene Photovoltaikanlage dabei mehr als 10.000 Euro verschlingen. Neben dem Kaufpreis kommt auch noch Zubeh├Âr f├╝r die Solaranlage zu der Gesamtsumme dazu, damit der erzeugte Strom f├╝r die Nutzung gespeichert werden kann. F├╝r die Installation werden zus├Ątzliche Geb├╝hren f├Ąllig, in der Regel wird eine Fachfirma ben├Âtigt, welche die Solarstromanlage anschlie├čt und f├╝r die Inbetriebnahme vorbereitet. Die Effizienz einer Photovoltaikanlage ist ausschlaggebend f├╝r die Menge an ├Âkologischem Strom, welcher ├╝ber das Jahr hinweg produziert werden kann.

Eine Photovoltaikanlage mit hoher Auslastung kann seit einiger Zeit aber auch gemietet werden. Hier entstehen Kosten um die 50 Euro im Monat, bei vielen Anbietern sind im Mietpreis bereits s├Ąmtliche Kosten f├╝r die Wartung der Solarstromanlage und auch f├╝r eventuelle Reparaturen inbegriffen. So gesehen ist es ├╝beraus preisg├╝nstig, eine Photovoltaikanlage zu mieten. Bis man allein die Kosten f├╝r eine Neuanschaffung hereingewirtschaftet hat, sind bereits fast 25 Jahre vergangen.

Wartung einer Solarstromanlage und Reparaturkosten

Eine gekaufte Solarstromanlage muss nicht nur regelm├Ą├čig gereinigt werden, sondern vor allem auch immer wieder von einer Fachfirma gewartet. Daf├╝r entstehen wiederkehrende Kosten, die je nach Region variieren k├Ânnen und sich auch nach der Gr├Â├če und dem Arbeitsaufwand in Stunden berechnen. Hier lohnt sich das Mieten einer Solaranlage besonders, wenn s├Ąmtliche Wartungs- und Reparaturarbeiten ohne weiteren Aufpreis zum Mietpreis durchgef├╝hrt werden. Eine Solarstromanlage ohne Anschaffungskosten kann auch von jungen Familien angeschafft werden, welche die hohen Kosten f├╝r eine eigene Solaranlage nach dem Hauskauf nicht sofort aufbringen kann. Es entfallen beim Mieten einer Solaranlage ebenfalls s├Ąmtliche Antr├Ąge und lange Recherchen rund um staatliche F├Ârderungen, welche den Anschaffungspreis eventuell reduzieren k├Ânnten.

F├╝r wen lohnt es sich, eine Solaranlage zu mieten?

Nicht nur Privatpersonen profitieren von den Vorz├╝gen einer gemieteten Solarstromanlage. Gerade auch Unternehmen, die mit Solarstrom arbeiten und ihre Maschinen damit betreiben m├Âchten, k├Ânnen die g├╝nstigen Mietkonditionen voll aussch├Âpfen. Gr├╝nder von Start-ups wissen h├Ąufig nicht, wo das Unternehmen seinen Standort in zehn oder zwanzig Jahren haben wird. Wird eine eigene Solaranlage gekauft, muss diese bei einem eventuellen Firmenumzug abgebaut und besonders vorsichtig an den neuen Firmensitz transportiert werden. Beim Mieten einer Solaranlage sind die K├╝ndigungsfristen jedoch besonders gering, es gibt keine Mindestvertragslaufzeit wie bei einem Handyanbieter. Kann ein Mietvertrag binnen vier Wochen zum Monatsende gek├╝ndigt werden, bedeutet dies f├╝r das Unternehmen gr├Â├čtm├Âgliche Freiheit und Flexibilit├Ąt in der Planung der Gesch├Ąfte.

Warum Privatpersonen Solarstromanlagen mieten

Vielen Menschen, die eine Solaranlage mieten m├Âchten, geht es nicht nur um das Einsparen von Kosten f├╝r die im Haushalt verbrauchte Energie. Vielmehr w├Ąchst generations├╝bergreifend das Bewusstsein f├╝r ein nachhaltiges Wirtschaften mit Energie und Ressourcen. Eine gemietete Solaranlage kann besonders f├╝r Studenten und andere einkommensschwache Haushalte eine echte finanzielle Erleichterung sein. F├╝r den Eigenbedarf an Solarstrom fallen n├Ąmlich neben den monatlichen Mietgeb├╝hren keine weiteren Kosten an! Es empfiehlt sich in jedem Fall, einen Stromspeicher mit ausreichend gro├čem Volumen mit der Photovoltaikanlage zu verbinden. Dadurch wird sichergestellt, dass der gr├╝ne Strom auch dann zur Verf├╝gung steht, wenn es regnet oder bew├Âlkt ist, und nat├╝rlich nachts.

Was passiert, wenn der Stromspeicher leer ist und kein Solarstrom mehr ├╝brig ist?

Es kann trotz vieler Sonnenstunden immer einmal passieren, dass nicht gen├╝gend Solarstrom f├╝r alle elektrischen Anwendungen im Haus zur Verf├╝gung steht. Das ist aber weiter kein Grund zur Sorge, denn wer eine Solarstromanlage auf dem Dach betreibt, bleibt weiterhin mit dem allgemeinen, ├Âffentlichen Stromnetz verbunden. Auch bei einer gemieteten Solaranlage kann ├╝bersch├╝ssiger Solarstrom in das ├Âffentliche Stromnetz eingespeist werden, wenn zu viel davon produziert wird, als selbst verbraucht werden kann. Dies muss jedoch auch f├╝r Solaranlagen-Mieter nicht kostenlos geschehen, sondern wird von den unterschiedlichen Netzbetreibern in unterschiedlicher H├Âhe verg├╝tet. Da sich die verkaufte Solarenergie mit dem zugekauften Strom verrechnen kann, ist der tats├Ąchlich verbrauchte Strom in vielen Familien ├╝ber das Jahr gerechnet kostenlos. Der Vermieter einer Solarstromanlage kann Sie ferner dazu beraten, welche staatlichen F├Ârderungen in Anspruch genommen werden k├Ânnen.

Bildquelle: anpix_Pixabay

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