Photovoltaik Rendite 2018

Photovoltaik lohnt sich – trotz EEG-Umlage

Mit dem Anstieg der EEG-Umlage zu 2018 ist Photovoltaik insbesondere für Privathaushalte in diesem Jahr teurer geworden. Lohnt es sich trotzdem für Sie in Solarenergie zu investieren? Ja, das kann sich lohnen. Die Umlage steigt zwar, aber die Preise für Photovoltaik-Module sinken deutlich. Aufgrund dessen können Haushalte und Unternehmen mit Solarenergie weiterhin beachtliche Renditen erzielen.




Während der letzten sieben Jahre sind die für die Solarstromerzeugung aufzubringenden Kosten durchschnittlich um 75% gefallen. Moderne Anlagen, die unter optimalen Bedingungen an einem geeigneten Standort installiert werden, können gegenwärtig zwischen 80% und 90% der eingestrahlten Energie in Strom umwandeln. Die mittlere Sonneneinstrahlung in Deutschland beträgt derweil 1055 kWh/m2/a. Unter diesen Bedingungen schätzt das Fraunhofer-Institut für Solare Energiesysteme (ISE) die Gewinnmarge der nächsten 20 Jahre bei voller Eigenfinanzierung auf ca. 3%. Andere Experten versprechen weitaus höhere Renditen.

Es ist zu erwarten, dass sich diese Entwicklung fortsetzt und die Mehrkosten kompensieren, die durch die Erhöhung der EEG-Umlage entstanden sind. Sowohl durch Einspeisen des aus Solarenergie gewonnenen Stroms in das Stromnetz als auch durch Eigenverbrauch können Gewinne generiert werden. Die Berechnung der Stromgestehungskosten, die der EEG-Umlage zugrunde liegen, basiert jedoch auf dem landesweiten Durchschnitt und bietet daher keine Garantie für den Einzelfall. Ob sich eine Investition in eine Photovoltaik-Anlage tatsächlich lohnt, ist von weiteren Faktoren abhängig.

 

Ein hoher Eigenverbrauch wirkt sich im Normalfall positiv auf die Rendite aus. Entscheidend ist hier die Differenz zwischen den Bezugskosten für Strom und den Stromerzeugungskosten der Photovoltaik-Anlage. Umso höher der Strompreis am Markt, desto mehr lohnt es sich in Anbetracht der sinkenden Stromgestehungskosten, den Eigenverbrauch mit Solarstrom zu decken. Auf die nächsten 20 Jahre gerechnet, kostet die Erzeugung einer Kilowattstunde Solarstrom schätzungsweise zwischen neun und zwölf Cent. Dies entspricht etwa der Hälfte der Kosten für eine Kilowattstunde normalen Haushaltsstroms, dessen Preis sich während der letzten 20 Jahre fast verdoppelt hat. Das Sparpotenzial ist also erheblich, selbst wenn die Strompreise zukünftig nicht im gleichen Umfang steigen.

Neben dem Erzeugungspotenzial der Anlage ist jedoch auch das Verbrauchsprofil des Unternehmens oder Haushalts zu berücksichtigen, insbesondere wenn die Anlage nicht über einen Speicher verfügt. Je nach Größe der Anlage und Verbrauchsumfang liegt der Anteil des Eigenverbrauchs, der durch die Anlage gedeckt werden kann, zwischen 20% und 40%.

Einfluss auf dieses Verhältnis haben neben der Größe auch die geografische Lage und die dort herrschenden Witterungsbedingungen. An sonnenreichen Standorten werden Sie mehr von Ihrer Investition wieder sehen, da hier zum Einen kontinuierlich mehr Solarstrom erzeugt werden kann und zum Anderen der Eigenverbrauch tendenziell geringer ausfällt. Scheint durchgehend die Sonne, ist es auch ohne Speichersystem möglich, einen hohen Anteil des Eigenverbrauchs durch Solarstrom zu decken. Sonnenschein allein garantiert jedoch noch keine optimalen Renditen. Andere klimatische Faktoren, die sowohl auf das Verbrauchsprofil der Nutzung als auch das Erzeugungspotenzial der Analge Einfluss nehmen, wie Temperatur oder Schneefall spielen ebenfalls eine Rolle.

Für Photovoltaikanlagen in gewerblich oder industriell genutzten Immobilien gelten dieselben Bedingungen. Unternehmen, die auch am Wochenende Strom verbrauchen, können einen besonders hohen Anteil ihres Eigenverbrauchs mit Solarstrom decken. Durch Anlagen mit Speichersystemen lässt sich dieser Anteil noch erhöhen.

Die eventuellen Überschüsse, die in den Sommermonaten entstehen, da während dieser Zeit mehr Strom erzeugt, gleichzeitig aber weniger verbraucht wird, lassen sich jedoch ohne durch Speichersysteme erhalten und verwenden. Im Gegensatz zu den Solaranlagen selbst, sind Akku- und Speichersysteme gegenwärtig noch sehr kostspielig. Die weltweit zunehmenden Investitionen in die Entwicklung von Batterietechnologien, könnten wiederum mittel- bis langfristig dazu führen, dass auch diese Kosten sich stark reduzieren.




Dass Photovoltaik auch in Zukunft sowohl für private als auch für industrielle Investoren eine gewinnbringende Investitionsmöglichkeit darstellt, zeigt auch die Entwicklung der seit 2017 wieder zunehmenden Zubauzahlen. Angesichts der sinkenden Kosten für Solaranlagen und steigender Preise für herkömmlichen Strom ist die Investition in Photovoltaik wieder lukrativ. Die Profitchancen hängen gegenwärtig jedoch sehr stark vom Standort und zunächst vom Wetter ab. Gewinngarantien können dementsprechend nicht ausgesprochen werden, aber durch Fortschritte in der Batterietechnologie könnten sich Investitionen in Solarenergie sogar profitabler erweisen als gegenwärtig angenommen.

Quellen: ise.fraunhofer.de

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