Photovoltaik FAQ

Inhaltsverzeichnis:

Viele Begriffe sind im Umlauf, wenn es um die Technologien zur Nutzung von Sonnenenergie geht. Manche sprechen von Solartechnik, häufiger geht es um die Photovoltaik und gelegentlich auch um Solarthermie. Welche Bedeutung haben diese Begriffe eigentlich? Hierbei kommt es darauf an, die Begriffe in den richtigen Zusammenhang zu setzen. Zunächst geht es um den Oberbegriff, der sich in weitere Unterbegriffe verzweigt, um hier noch genauere Differenzierungen vorzunehmen.


 

Solartechnik – Oberbegriff für eine Vielzahl von Technologien

Bezeichnend für die Kategorie aller Technologien zur Nutzung von Sonnenenergie ist der Begriff „Solartechnik“. Hierzu zählen alle Varianten, wie man die Kraft der Sonne energetisch nutzbar machen kann. Da es eine Vielzahl von Möglichkeiten gibt, die Energie der Sonne voll und ganz auszuschöpfen, sollen sie hier erläutert werden. In der Reihenfolge von den einfachsten bis hinzu den komplexesten Technologien.


Gibt es Solartechnik in Garten und Landwirtschaft?

Auch wenn Sie bei Thema Solartechnik womöglich an sofort an die Photovoltaik denken, gehören zunächst auch diese Techniken dazu: technische Errungenschaften im Garten und in der Landwirtschaft, mit denen die einstrahlende Sonnenwärme verstärkt wird. Hierzu zählen
• Gewächshäuser
• Folientunnel
• Mist- oder Frühbeete


Was ist Photovoltaik – Die Umwandlung von Sonnenenergie in Strom?

Die für Privathaushalte gebräuchlichste Form der Solartechnik ist die Photovoltaik. Hierbei handelt es sich um Solarmodule, welche die einstrahlende Sonne in Elektrizität umwandeln. Der dabei erzeugte Gleichstrom wird mit Hilfe eines Wechselrichters in den für den Alltag benötigten Wechselstrom umgewandelt.

Wie funktioniert Solarthermie – Wärmeerzeugung über Sonnenkollektoren und in Sonnenwärmekraftwerken?

Wird die Sonnenenergie zur Wärmeerzeugung genutzt und über verschiedene Arten von Kollektoren oder Parabolspiegel nutzbar gemacht, spricht man von Solarthermie. Dies ist aber nur ein Oberbegriff, unter den sich verschiedene Technologien subsumieren lassen. Hierzu erzählen alle Sonnenwärmekraftwerke, dann die private Solarthermie über Solarkollektoren auf dem Dach, Solar-Stirling-Anlagen, bei denen mit Hilfe eines Stirling-Motors die einstrahlende Sonnenkraft in kinetische Energie umgewandelt wird, sowie Solar-Kocher mit Parabolspiegel.


Zusammenfassung

Solartechnik ist der Oberbegriff, unter den sich die Photovoltaik und die Solarthermie einordnen lassen. Auch reguläre Gewächshäuser und ähnliche gartenbautechnische Vorrichtungen lassen sich weitgehend unter dem Begriff „Solartechnik“ zusammenfassen. Sie haben zwar mit den PV- oder ST-Technologien nichts gemeinsam, verstärken aber die einstrahlende Sonnenkraft und müssen daher weitgehend unter die Solartechnik eingeordnet werden.


Woher stammt Photovoltaik eigentlich?

Sucht man nach den historischen Wurzeln der modernen Solartechnik im Allgemeinen und der Photovoltaik im Besonderen, muss man in die Mitte des 19. Jh. zurückgehen, als Alexandre Edmond Becquerel per Zufall den photoelektrischen Effekt entdeckte.


Was ist der photoelektrische Effekt – eine Zufallsentdeckung?

Es war im Jahr 1839, als Alexandre Edmond Becquerel entdeckte, dass der erzeugte Strom zwischen zwei Platinplatten leicht erhöht wurde, sobald das Sonnenlicht darauf fiel. Es war der photoelektrische Effekt. 1873 experimentierte Willoughby Smith mit Metallen, unter anderem mit metallischem Selen. Auch hier wiederholte sich das Phänomen, dass sich der elektrische Widerstand unter Sonneneinstrahlung veränderte. Nur sechs Jahre später bestätigten gezielte Selen-Experimente von William Grylls Adams und Richard Evans Day die Fähigkeit des Halbmetalls, Elektrizität zu erzeugen.


Ist Albert Einstein der Entdecker ? Eine nobelpreiswürdige Erklärung für den photoelektrischen Effekt

Albert Einstein erhielt den Physik-Nobelpreis 1921 für seine Lichtquantenhypothese. Dabei fußt diese in seinen Überlegungen, die er bereits 1905 anstellte. Er attestierte dem Licht materieähnliche Eigenschaften und hielt es nicht nur für eine Ansammlung wellenförmiger Strahlen, sondern für eine Art „winziger Energiepakete“, wie Wolfgang Blum 1996 in seinem ZEIT-Artikel beschrieb. Was bei Einstein noch theoretische Überlegungen waren, ließ sich von Robert Andrew Millikan in den Jahren zwischen 1912 und 1916 in entsprechenden Experimenten bestätigen.


Auf der Suche nach dem richtigen Element – der lange Weg zur ersten Photozelle

Mit der Entdeckung und späteren Erklärung des photoelektrischen Effekts wurde Licht mit Elektrizität in Zusammenhang gebracht. Das führte dazu, dass Forscher über Jahrzehnte bewusst experimentierten, um Licht in Elektrizität umzuwandeln. Neben dem Halbmetall Selen versuchte man es mit Kupfer und anderen Elementen. Keines brachte den erwünschten Erfolg. Erst der Einsatz von Silizium 1953 brachte dem Forscherteam der Bell-Laboratories den Durchbruch: die ersten Photozellen entstanden.


Wo gab es die erste Nutzung von Solarzellen?

Die Energieversorgung – sei es auch nur in geringem Ausmaß – fand zunächst in der Weltraumforschung ihren Einsatz. So waren es die Sender eines Satelliten, die mit Hilfe von Solarzellen wesentlich länger in Betrieb gehalten werden konnten als mit herkömmlichen Batterien. Dabei blieb der Weltraumeinsatz bis zu den 1970er Jahren die fast ausschließliche Nutzung der Solarenergie. Auf Erden setzte man immer noch auf fossile Energieträger und mit der Ölkrise von 1973 vermehrt auf Kernkraftwerke.


Wann gab es die Wende?

Schrittweise fanden Solarzellen auch im Alltag mehr und mehr Verwendung. Meistens handelte es sich dabei um zusätzliche, unterstützende Geräte, die mit ihnen betrieben wurden. Es war ein Schweizer, der Ingenieur Markus Real, der die Photovoltaik auch privat nutzbar machen und seiner Überzeugung nach idealerweise jedes Haus mit einer PV-Anlage auf dem Dach ausstatten wollte. Auf über 300 Dächern in Zürich installierte er PV-Anlagen und bewies damit, dass die Photovoltaik zur privaten Energieerzeugung geeignet ist. Mit dem „1000-Dächer-Programm“ legte auch die Bundesrepublik Deutschland 1990 ein erstes ehrgeiziges Photovoltaik-Programm auf. Mit dem Erneuerbare-Energien-Gesetz (EEG) wurde im Jahr 2000 auch ein ehrgeiziges Ziel ausgegeben: bis zum Jahr 2003 sollten 100.000 Dächer in Deutschland mit PV-Anlagen ausgestattet sein. Inzwischen ist die Photovoltaik genauso wie die Solarthermie technisch immer weiter entwickelt worden und die staatlichen Förderungen machen es für jeden Hausbesitzer lukrativ, sich selbst energieautark zu machen und überschüssig erzeugten Strom noch zusätzlich gegen Bezahlung ins öffentliche Stromnetz einzuspeisen.


Zusammenfassung

Die Geschichte der Photovoltaik ist genau genommen etwas mehr als 170 Jahre alt, als Becquerel per Zufall den photoelektrischen Effekt entdeckte. Viele Jahrzehnte und etliche Forschungsarbeiten später wurde dieser Effekt nicht nur physikalisch bestätigt sondern technologisch ausgefeilt und nutzbar gemacht bis hin zu den modernen Photovoltaikanlagen.


Wie funktioniert Photovoltaik?

Wer sich näher mit der Solartechnik beschäftigt und sich gar kostengünstig selbst eine Photovoltaik-Anlage bauen möchte, sollte sich zuvor mit der Technik dahinter beschäftigen. Wie funktioniert eigentlich die Photovoltaik? Was läuft dabei eigentlich physikalisch im Hintergrund bzw. auf kleinster materieller Ebene ab?

 

 

 


Was sind Solarpanels und Solarzellen – die Hardware?

Eine Photovoltaik-Anlage auf dem Dach besteht aus Solarpanels und diese wiederum aus einzelnen Solarzellen. Was für alle sichtbar installiert ist, die Hardware der gesamten Solartechnik, sieht aus wie eine große rechteckige Konstruktion. Die einzelnen Solarzellen sind kleiner, maximal so groß wie eine durchschnittliche Faust und haben die Form eines Achtecks. Viel interessanter als der äußere Aufbau jedoch ist die Physik, die sich im Inneren verbirgt.


Was ist Silizium und die Halbleitertechnik?

Die Grundlage der gesamten Photovoltaik-Technologie ist die Halbleitertechnik. Der Name basiert darauf, dass man in der Elektrizität leitende Materialien wie beispielsweise Metalle kennt oder isolierende, also Nichtleiter. Daneben gibt es noch das Silizium als sogenannten Halbleiter. Eigentlich gehört das Material zu den Isolatoren, wird aber durch bestimmte äußere Umstände in einen Leiter verwandelt.


Wie ist der Aufbau und die Funktion eines Halbleiters?

Auf einen Wafer wird eine Schicht Silizium aufgetragen. Unter Wafer versteht man einen Halbleiter-Rohling, der in der Regel gerade mal einen Millimeter dick ist und aus verschiedenen Kristallen besteht. Das Silizium wiederum ist ein chemisches Element aus der vierten Hauptgruppe. Damit hat es die Eigenschaft, vier Außenelektronen zu besitzen. Der Idealzustand eines Atoms ist es, acht Außenelektronen zu haben. Deshalb gehen die Silizium-Elektronen nun immer paarweise Bindungen ein. Die Paarbindung entsteht dadurch, dass sich benachbarte Silizium-Atome über ihre Außenelektronen verbinden. Alle Elektronen sind nun feste miteinander verankert und es gibt keinerlei freie Elektronen mehr. Damit wird das Silizium zum Isolator. Das ist allerdings der Zustand bei niedrigen Temperaturen. Steigt nun die Temperatur an – wie es beispielsweise auch durch Sonneneinstrahlung geschieht – können einige dieser Elektronenpaare wieder aufgelöst werden. Sobald es wieder freigesetzte Elektronen gibt, wird das Silizium wieder leitfähig. Die sich lösenden Elektronen wandern in Richtung des Pluspols und hinterlassen eine Lücke, die wiederum von anderen sich lösenden Elektronen ausgefüllt wird. Das setzt sich immer weiter fort: ein Elektron löst sich, eine Lücke entsteht, die Lücke wird gefüllt mit anderem Elektron. Dieser Vorgang wird Rekombination genannt.


Leitfunktion auch bei Niedrigtemperaturen?

Das Silizium wird daher als Halbleiter bezeichnet, weil es nicht ständig leitet. Seine Leitfähigkeit erlangt es nur bei hohen Temperaturen. Bei niedrigen Temperaturen fungiert es als Isolator. Nun gilt es, den Halbleiter auch bei Niedrigtemperaturen leitfähig zu machen. Dazu bedient man sich eines Tricks, indem man dem Silizium Fremdatome zusetzt.


Was geschieht mit n-Halbleitern durch Hinzusetzen von Phosphor-Atomen?

Man kann der Siliziumschicht beispielsweise Phosphor-Atome hinzusetzen. Phosphor gehört zur fünften Hauptgruppe und verfügt daher über fünf Außenelektronen. Da sich Phosphor- und Silizium-Atome wiederum so miteinander paarweise verbinden, dass sie acht Außenelektronen haben, bleibt jeweils ein Phosphor-Elektron übrig. Diese freien Phosphor-Elektronen sorgen nun für die Leitfähigkeit. Ist Phosphor mit im Spiel, spricht man von einem n-Halbleiter, da die Lücke negativ ist.


Was geschieht mit p-Halbleitern durch Hinzusetzen von Bor-Atomen?

Fügt man der Siliziumschicht Bor hinzu, erhält man einen p-Halbleiter. Das Bor gehört zur dritten Hauptgruppe und verfügt nur über drei Außenelektronen. Der chemische Vorgang bleibt derselbe: Alle Atome streben nach ihrem Idealzustand mit acht Außenelektronen. Silizium- und Bor-Atome verbinden sich. Hierbei fehlt aber ein Außenelektron, da drei Bor-Elektronen und vier Silizium-Elektronen nur insgesamt sieben Elektronen ergeben, entsteht die Lücke durch das fehlende Atom. Man nennt diese Art p-Halbleiter, weil die Lücke positiv ist.


Dienen Halbleiter als Grundlage für Solarzellen?

Die Halbleitertechnik ist die Grundlage für den Bau von Solarzellen. Bevor die Solarzellentechnik analysiert wird, muss die Halbleiter-Technik verstanden werden. Sehr anschaulich wird das Ganze in dem Video von „The Simple Physics“:


Vom Halbleiter zur Solarzelle?

Der Silizium-Halbleiter ist ja nur eine Seite der Medaille. Für eine Solarzelle müssen noch einige andere Voraussetzungen erfüllt sein: Man baue aus den Siliziumschichten ein „Sandwich“ und stelle daraus einen Stromkreislauf her.


Was ist das Halbleiter-Sandwich?

Eine Solarzelle besteht aus zwei Halbleiter-Schichten: Oben liegt die n-Dotierung, unten die p-Dotierung. In der n-Dotierung sind Elektronen zu viel und damit frei beweglich, in der p-Dotierung sind Löcher zu viel und ebenfalls frei besetzbar. Dazwischen befindet sich eine Barriere. Diese sorgt dafür, dass keine Halbleiter-Elektronen von oben nach unten gelangen können.


Wie kommt man vom Sandwich zum Strom mit Hilfe der Sonne?

Die in die Solarzelle eindringenden Lichtphotonen lösen die festen Siliziumschichten etwas auf und sorgen dafür, dass sich einzelne Elektronen aus dem n-Halbleiter lösen und nach unten in den p-Halbleiter wandern, um dort entstandene Lücken zu füllen. Bei dieser Bewegung entsteht ein Stromkreislauf, mit dem sich nun elektrische Geräte betreiben lassen. So lässt sich zusammenfassend sagen, dass eine Solarzelle sich aus einem n- und einem p-Halbleiter zusammensetzt, deren undurchdringliche Barriere in der Mitte durch eindringende Lichtphotonen aus den Sonnenstrahlen aufgelöst wird und durchlässig für den Austausch von Elektronen zwischen den beiden Halbleitern macht. „The Simple Physics“ hat auch den Aufbau und die Funktion einer Solarzelle sehr anschaulich in einem Video dargestellt:


Zusammenfassung

Eine Photovoltaikanlage besteht aus verschiedenen Solarpanels, die mit Hilfe eines Wechselrichters den erzeugten Gleichstrom in Wechselstrom umwandeln. Jedes Solarpanel setzt sich aus einzelnen Solarzellen zusammen. Diese wiederum sind eine Kombination zweier isolierender Halbleiter-Schichten, die mit Hilfe der einstrahlenden Lichtphotonen Elektronen freisetzen und so leitfähig werden, also Strom erzeugen.


Der Solargenerator – Solarzellen und Solarmodule in der Zusammenwirkung

Halbleiter zu Schichten zusammengefügt bilden eine Solarzelle. Viele Solarzellen zusammen bilden ein Solarmodul. Und kombiniert man mehrere Solarmodule miteinander, spricht man von einem Solargenerator oder einer Photovoltaikanlage.


Was sind Solargeneratoren mit monokristallinen Solarmodulen?

Monokristalline Solarmodule setzen sich aus Solarzellen aus hochreinem Silizium zusammen. Diese Solarzellen sind am leistungsfähigsten aber auf Grund ihrer absoluten Materialreinheit auch am teuersten. Es ist das Halbleitermaterial Silizium, das durch seine chemisch-physikalische Beschaffenheit für die Stromerzeugung sorgt. Je reiner das Silizium ist, desto effektiver ist die Wirkung bei Sonneneinstrahlung. Monokristalline Solarzellen werden in der Weltraumtechnik eingesetzt. Bei handelsüblichen Photovoltaikanlagen für den Privatgebrauch erkennt man monokristalline Solarmodule entweder an ihrer bläulichen oder an ihrer schwarzen Färbung. In Form gebracht sind diese Solarzellen meistens achteckig beziehungsweise quadratisch mit abgerundeten Ecken („square-round“). Ihr sehr hoher Wirkungsgrad gleicht die hohen Herstellungskosten im Laufe der Zeit wieder aus. Auch sind monokristalline Solarmodule langlebiger als polykristalline. Laufzeiten um die 30 Jahre sind hierbei keine Seltenheit.


Was sind Solargeneratoren mit polykristallinen Solarmodulen?

Das Gegenteil zu monokristallinen Solarzellen sind polykristalline. Auch sie bestehen aus Silizium, das aber nicht ganz so rein ist wie beim monokristallinen Typus. Dadurch sind die Solarmodule in der Herstellung etwas günstiger und bieten ein hervorragendes Preis-Leistungsverhältnis. Auch polykristalline Solarzellen weisen eine bläuliche Färbung auf, allerdings etwas heller als bei monokristallinen Zellen, und sie sind in der Regel quadratisch geformt. Damit lassen sich die Solarzellen aber effektiver miteinander verbinden und verschalten.


Was ist besser? Monokristalline oder polykristalline Solarmodule?

Beide Solarzellen-Typen haben ihre Vor- und Nachteile. Beim polykristallinen Typus ist der Vorteil ganz klar im optimalen Preis-Leistungsverhältnis. Nicht so gut ist der energetische Ertrag. Monokristalline Solarzellen hingegen bringe den höchsten Stromertrag, sind dagegen sehr teuer und aufwendig in der Herstellung.


Was sind Dünnschicht- und CIGS-Module?

Während mono- oder polykristalline Module in der Photovoltaikproduktion gängig sind, sind sogenannte amorphe Solarzellen noch nicht so weit verbreitet – allerdings immer mehr im Kommen. Dünnschichtmodule sind absolut dünn und leicht im Gewicht, was sicher ein Vorteil für die Dachkonstruktion ist. Der Nachteil hierbei ist, dass sie nicht einen so hohen Stromertrag bringen und für denselben Effekt mehr Dachfläche benötigen. Noch nicht sehr lange auf dem Markt sind röhrenförmige, ebenfalls sehr dünne CIGS-Module. Sie bieten den Vorteil, dass sie selbst sehr schwache Lichteinstrahlung optimal ausnutzen und es auf Grund ihrer Röhrenform nur zu sehr wenig Verschattungen kommt.


Braucht man fachmännische Beratung vor der Wahl der Solarmodulen?

Es bietet sich auf jede Fall an, vor der Installation einer Photovoltaikanlage einen Fachmann zu Rate zu ziehen. Es gibt so viele Faktoren, die zuvor berücksichtigt werden müssen, dass ein Laie diese alleine nicht wissen kann. Der Fachmann sieht sofort anhand der Dachform und der Dachausrichtung, welche Solarmodule am besten für Sie geeignet sind. Oftmals ist der Kostenfaktor entscheidend. Dabei gilt es aber zu berücksichtigen, dass die geringsten Herstellungskosten im Laufe des Betriebs zur Kostenfalle werden können, wenn das Material vorzeitig ermüdet und ausgetauscht werden muss. Der Fachbetrieb analysiert genau das, was Sie wirklich brauchen und berücksichtigt dabei Ihr zur Verfügung stehendes Budget. Hier ist es besser, Sie investieren einmal in eine gute Beratung als dass Sie auf eigene Faust ungeprüft eine Solaranlage installieren und den Überblick über alle Vor-und Nachteile verlieren.


Zusammenfassung

Es werden kristalline und amorphe Solarzellen unterschieden. Monokristalline Solarzellen bestehen aus Silizium in seiner reinsten Form, polykristalline hingegen aus nicht so reinem Silizium. Amorphe Solarmodule sind sehr dünn und leicht. Eine Sonderform der Dünnschichtmodule sind CIGS-Module, die aus Röhren bestehen. Für die Wahl der optimalen PV-Anlage sollte immer zuvor ein Fachmann zu Rate gezogen werden.


Von der Solarzelle zur Solaranlage

Die technische Analyse hat aufgezeigt, wie eine Solarzelle aufgebaut ist und wie sie mit Hilfe der Halbleitertechnik funktioniert. Mehrere achteckige Solarzellen bilden zusammen ein Solarpanel, jene rechteckige Konstruktion, die aufs Dach montiert wird. Doch ist dies bereits die gesamte Solaranlage? Nein, hierfür fehlt noch etwas ganz Essentielles: der Wechselrichter. Erst zusammen mit einem Wechselrichter verbinden sich Solarpanels zu einer kompletten Solaranlage.


Gleichstrom aus der Anlage – Wechselstrom für den Haushalt?

Wie auch in Generatoren wird über Photovoltaikanlagen Gleichstrom erzeugt. Da in der Regel bundesweit aus den Kraftwerken Wechselstrom zu den Haushalten transportiert wird, weil diese Art der Stromerzeugung einfach effektiver und weniger verlustanfällig beim Stromtransport ist, sind die Haushalte auch auf Wechselstrom ausgelegt. Der größte Teil der Haushaltsgeräte funktioniert über Wechselstrom. Nur jene Geräte, die Gleichstrom benötigen, haben einen Gleichrichter integriert, der den Wechselstrom aus der Steckdose direkt in Gleichstrom umwandelt. Was genau der physikalische Unterschied zwischen Gleichstrom und Wechselstrom ist, wird im Video von „The Simple Physics“ sehr aufschlussreich erklärt:

Da der Wechselstrom in deutschen Haushalten üblich ist, muss auch der selbst erzeugte Solarstrom vom Dach in diesen umgewandelt werden.


Was ist der Wechselrichter – und aus Gleichstrom wird Wechselstrom?

Der stets in eine Richtung fließende Gleichstrom wird mit Hilfe eines Wechselrichters in sinusförmige Wellen umgewandelt und so für den Großteil aller Haushaltsgeräte verfügbar gemacht. Die Technik hinter einem Wechselrichter erklärt auf eine sehr einfache Weise dieses anschauliche Video. Die hier dargestellten Wechselrichter haben noch nichts mit dem Wechselrichter einer Solaranlage zu tun, zeigen aber sehr schön das Prinzip auf, das dem Ganzen zu Grunde liegt.


String- oder Modulwechselrichter?

Für Photovoltaikanlagen gibt es zwei verschiedene Arten von Wechselrichtern: String- oder Modulwechselrichter. Während Modulwechselrichter bereits in die einzelnen Solarmodule integriert sind, handelt es sich bei String-Wechselrichtern um externe Geräte, die den in einer Reihe von Solarmodulen erzeugten Gleichstrom in Wechselstrom umwandeln. Modulwechselrichter eignen sich hierbei ganz besonders für kleinere Solaranlagen mit nur einzelnen Modulen, die auch beliebig erweitert werden können. String-Wechselrichter hingegen beinhalten die „Kette“ bereits in ihrer Bezeichnung. Nicht nur bei Solarkraftwerken, bei denen unzählige Solarmodule in Reihe geschaltet sind, auch bei größeren Photovoltaikanlagen auf dem Hausdach haben wir es nicht nur mit einem Modul, sondern mit mehreren zu tun. Auch hier kommt es zur reihenweisen Erzeugung von Gleichstrom. Zwar könnte jedes einzelne Modul mit einem Modulwechselrichter ausgestattet werden, das hat aber nicht nur Vorteile. Hier bietet sich ein String-Wechselrichter an, der an einer zentralen Stelle im Haus platziert wird und in dem der Strom aus allen Solarmodulen zusammenläuft und umgewandelt wird. Dessen Funktionsweise können Sie ganz anschaulich in diesem Video verfolgen:


Vor- und Nachteile eines Modulwechselrichters

Vorteile: Modulwechselrichter gelten als sehr elegante Lösung, weil sie bereits im Solarmodul integriert sind und kein weiteres Gerät mehr benötigen. Such die Verluste bei der Stromerzeugung sind sehr gering.

Nachteile: Modulwechselrichter eignen sich nur für sehr kleine Solaranlagen mit einer Erzeugungsleistung von maximal 100 bis 1400 Wp (Watt Peak). Sie sind sehr kostspielig und ihr Wirkungsgrad ist relativ gering. Muss ein Modulwechselrichter ausgetauscht werden, gestaltet sich das Ganze schwierig, weil er direkt am Solarmodul gewechselt werden muss.


Vor- und Nachteile eines String-Wechselrichters

Vorteile: Durch den dezentralen Einsatz des String-Wechselrichters kann dieser nach 20 bis 25 Jahren problemlos ausgetauscht werden. Dieser Wechselrichtertypus ist der gängigste bei Solaranlagen und eignet sich für höhere Leistungskapazitäten, idealerweise zwischen 2 kWp und 30 kWp. String-Wechselschalter minimieren auch auftretende Mismatching-Verluste durch die davor in Reihe geschalteten Solarpanels.

Nachteile: Durch die Reihenschaltung der Solarpanels kommt es zu sehr hohen Übertragungsraten von Gleichstrom, was bei Modulwechselrichten nicht auftritt (da diese jedes einzeln den erzeugten Strom umwandelt). Die Reihenschaltung der Solarmodule birgt zudem noch ein höheres Risiko der Verschattung in sich, was zu erheblichen Leistungsminderungen in den Solarmodulen führen kann.


Zusammenfassung

Um den erzeugten Gleichstrom im eigenen Haushalt nutzbar machen und Überschüsse ins öffentliche Stromnetz einspeisen zu können, muss er zunächst mit Hilfe eines Wechselrichters in den hierzulande gebräuchlichen Wechselstrom umgewandelt werden. Dabei werden für private Haushalte hauptsächlich Modul- und String-Wechselrichter unterschieden.


Was sind die Vorteile der Photovoltaik?

Der größte Vorteil in der hauseigenen Solartechnik liegt in der Energieautarkie. Sie machen sich von den regionalen Energieversorgern größtenteils unabhängig. Im Idealfall erzeugen Sie Ihren gesamten Haushaltsstrom selbst und speisen Stromüberschüsse in das öffentliche Stromnetz ein.


Was ist Energieautarkie – Unabhängigkeit ist Trumpf?

Bei einer knallharten Preispolitik der regionalen Energieversorger und regelmäßig steigenden Strompreisen ist es sinnvoll, sich möglichst unabhängig von kommerziellen Anbietern zu machen. Sich seinen eigenen Strom zu erzeugen bedeutet, von marktüblichen Preisschwankungen künftig nicht mehr betroffen zu sein. Wie sehr die Energiemärkte auch schwanken, mit Ihrer eigenen Photovoltaik-Anlage können Sie beruhigt darüber hinwegsehen.


Was ist Sonnenenergie – kostenfrei und unerschöpflich?

Die Sonne ist als freie Energiequelle uneingeschränkt verfügbar – und das völlig kostenfrei. Haben Sie einmal die Anschaffungs- und Installationskosten für Ihre Photovoltaik-Anlage investiert, brauchen Sie für das Abschöpfen der Sonnenenergie nichts mehr bezahlen. Die Sonne liefert Ihnen die Energie quasi frei Haus. Lediglich für die Instandhaltung Ihrer Anlage sowie für die nötige Versicherung fallen noch Kosten an. Für die Energiegewinnung selbst hingegen zahlen Sie nichts mehr.


Gibt es saubere Energie – ein großes Plus für die Umwelt?

In Zeiten absoluter Notwendigkeit zur CO2-Reduktion ist Energie aus regenerativen Quellen unverzichtbar. Alles, was an CO2 eingespart werden kann, trägt dazu bei, dem menschgemachten beziehungsweise dem durch den Menschen beschleunigten Klimawandel entgegenzuwirken. Wer sich also für eine eigene Photovoltaik-Anlage auf dem Hausdach entscheidet, leistet einen wertvollen Beitrag zum Umweltschutz.


Ist Sonnenkraft leise und effektiv?

Nicht alle regenerativen Energiequellen sind auch für uns Menschen und die Tiere ungefährlich. Windkraftanlagen zum Beispiel haben einen hohen Ausstoß an Infraschallwellen und im unmittelbaren Bereich ihrer Rotorblätter kommt es zu nicht unerheblichen Lärmbelastungen. Ganz abgesehen von den vielen Vögeln und Fledermäusen, die regelmäßig verenden, weil ihre Flugschneise direkt durch den Radius der Rotorblätter führt. Bei der Solaranlage haben Sie damit keine Probleme. Die Sonnenkraft macht keine Geräusche und versorgt Sie effektiv mit der nötigen Energie.


Zusammenfassung

Die Photovoltaik hat innerhalb der erneuerbaren Energiequellen große Vorteile. Sowohl der Aspekt des Umweltschutzes und der Gesundheit sprechen dafür aber auch die unerschöpfliche Energiequelle Sonne, die kostenfrei angezapft werden kann.


Aufdach-Photovoltaikanlagen – welche Dachneigung ist optimal?

Den optimalsten Ertrag aus der Sonnenstrahlung erlangen Sie, wenn das einfallende Licht senkrecht, also mit einem Winkel von 90 Grad, auf die Solarmodule trifft. Um den perfekten Einfallswinkel zu erreichen, muss nicht nur die Dachneigung mit einkalkuliert werden. Auch die Jahreszeit ist ausschlaggebend, weil die Sonnenstrahlen im Sommer in einem steileren Winkel auf die Erde treffen als in den Wintermonaten. Da sich die Kosten für eine Photovoltaikanlage nur rechnen, wenn der Stromertrag möglichst hoch ist, sollte auch der Neigungswinkel exakt errechnet werden.


Ist senkrechte Sonneneinstrahlung das Ideal?

Im Idealfall treffen die Sonnenstrahlen im rechten Winkel auf die Solarmodule. Da die Sonnenstrahlen selbst einen jahreszeitlich unterschiedlichen Einfallswinkel haben, sollte das Dach idealerweise einen Neigungswinkel zwischen 26 und 46 Grad haben. Wie hoch dieser genau ausfallen soll, ist von Region zu Region verschieden. Auch die jeweilige Jahreszeit muss mit berücksichtigt werden. Bei diesem Range für den Dachwinkel ist gewährleistet, dass die Sonnenstrahlen die Solarmodule im 90-Grad-Winkel erreichen.


Gibt es unterschiedliche Dachneigungen und Jahreszeiten – Nachführung heißt die Lösung?

Mit sogenannten Nachführsystemen wird die gesamte Photovoltaikanlage auf dem Dach stets optimal der Jahreszeit entsprechend nachgeführt, das heißt im Neigungswinkel angepasst. Hierbei handelt es sich um eine Schienenkonstruktion mit verstellbarem Winkel. Auf diese Nachführkonstruktion werden die Solarmodule aufmontiert und können anschließend dem Einfallswinkel der Sonnenstrahlen optimal angepasst werden. Das Nachführsystem gleicht ebenfalls weniger optimale Dachneigungen aus oder bietet sich für die Montage auf Flachdächern an, um die Module im perfekten Winkel aufzustellen.


Zusammenfassung

Nicht alle Dächer weisen die gleiche Neigung auf, Flachdächer überhaupt keine und Sonnenstrahlen treffen im Winter in einem anderen Winkel auf die Erde als im Sommer. Da der ideale Winkel für die Sonneneinstrahlung auf die Solarmodule 90 Grad beträgt, müssen diese in einem bestimmten Neigungswinkel der Sonne entgegengestellt werden. Hierzu geilt es den dacheigenen Neigungswinkel mit einzuberechnen und gegebenenfalls auszugleichen. Das lässt sich hervorragend mit der Montage von Nachführsystemen durchführen.


Welche Kosten müssen für eine Photovoltaikanlage eingeplant werden?

Ob sich jemand für die Montage einer Photovoltaikanlage entscheidet, hängt zum großen Teil auch von den Investitionskosten ab. Zwar amortisieren diese sich im Laufe der Jahre wieder und der Staat trägt durch gezielte Förderung seinen Teil zum Ausbau dieser Form der erneuerbaren Energien bei, doch sind die Anschaffungs- und Montagekosten zunächst aufzubringen. Ebenfalls berücksichtigt werden müssen Folgekosten für Instandhaltung, Wartung und Versicherungen.


Welche Komponenten müssen angeschafft werden?

Wenn Sie mit dem Gedanken spielen, sich eine Photovoltaikanlage anzuschaffen, müssen Sie eine ganze Reihe von Hardware-Komponenten anschaffen – unabhängig davon, ob Sie die Anlage kostengünstig selbst montieren oder von einem Fachbetrieb montieren lassen. Folgende Hardware benötigen Sie:

• die für Ihr Dach entsprechende Anzahl an Solarmodulen
• ein Montagesystem, um die Solaranlage auf dem Dach zu montieren
• ggf. ein Nachführsystem, um evtl. ungünstige Neigungswinkel des Dachs oder jahreszeitlich bedingte Sonnenwinkeländerungen auszugleichen
Solarleitungen
• Wechselrichter
• ggf. einen Stromspeicher, um tagsüber erzeugten Strom zu speichern und nachts oder in sonnenarmen Zeiten verfügbar zu machen
• diverse kleinere Bauteile


Benötigt man Beratung und Montage?

Wer auf Nummer Sicher gehen und seine Solaranlage von einem Fachbetrieb montieren lassen möchte, muss auch hierfür die Kosten einkalkulieren. In der Regel geben Fachbetriebe immer Kostenangebote für schlüsselfertige Aufdachanlagen inklusive Montage an. Das heißt, die Preise beinhalten zum Einen die Materialkosten und zum Anderen die Montagekosten. Die Kosten errechnen sich hierbei vom Leistungsmaximum, genannt Kilowatt Peak. Für 1 kWp fielen 2018 durchschnittlich etwa 1350,- Euro an. Das bedeutet, dass für eine Anlage mit 5 kWp Leistung etwa 6.750,- Euro Kosten für Material und Montage einkalkuliert werden muss. Dies ist lediglich ein grober Richtwert und keine feste Rechengröße.


Gibt es laufende Kosten für Instandhaltung?

Mit der Anschaffung alleine ist es nicht getan. Einmal montiert, muss die Anlage auch instandgehalten werden. Bei einer regelmäßigen Wartung bleibt Ihnen die Anlage viele Jahre zuverlässig erhalten. Hinzu kommen Kosten für die Versicherung Ihrer Solaranlage. Es gibt Hardware-Komponenten, die nicht eine so lange Lebensdauer haben. Hierzu zählt beispielsweise der Wechselrichter. Während die Lebensdauer von Solarmodulen etwa mit 20 bis 25 Jahren veranschlagt wird, müssen Sie beim Wechselrichter schon nach gut 15 Jahren damit rechnen, ihn durch ein neues Gerät zu ersetzten. Er ist einem viel größeren Verschleiß ausgesetzt, da er stärker beansprucht wird.


Gibt es zusätzliche Kosten für den Netzanschluss?

Ein Kostenfaktor, der nur sehr gering ins Gewicht fällt, bezieht sich auf die Netzanschlusskosten. Wenn Sie sich für die Variante entscheiden, Ihren selbst erzeugten Strom nicht nur selbst zu nutzen, sondern Überschüsse ins öffentliche Stromnetz einzuspeisen, müssen Sie Ihre Photovoltaikanlage ans öffentliche Netz anschließen lassen und einen Einspeisezähle in Betrieb nehmen. Kaufen Sie einen solchen Einspeisezähler, dürfen nochmals Kosten um die 1000,- Euro veranschlagen. Sie können das Gerät aber auch für eine Jahresgebühr von etwa 30,- Euro mieten.


Kann man mit dem Photovoltaik-Rechner Bedarf und Kosten genau planen?

Wenn Sie im Vorfeld Ihre künftige Photovoltaikanlage genau planen möchten, lohnt es sich, den Online Photovoltaik-Rechner zu nutzen. Damit lassen sich regionale Anbieter vergleichen und die Kosten genau auf Ihr Haus und Ihre Besonderheiten zugeschnitten berechnen.


Zusammenfassung

Die Kosten für eine Photovoltaikanlage setzen sich immer aus Material- und Montagekosten zusammen. Seit circa 10 Jahren sind die Preise für Photovoltaikanlagen kontinuierlich gesunken. 2018 lag der Durchschnittswert für eine schlüsselfertige Aufdachanlage bei etwa 1350,- €/kWp. Für eine genaue Planung lohnt es sich, online den kostenfreien Photovoltaik-Rechner zu nutzen.


Die staatliche Förderung für Photovoltaikanlagen

Vielleicht wenden Sie sich diesem Kapitel als erstes zu. Immerhin fördert der Staat den Ausbau erneuerbarer Energien und bietet Ihnen mit der garantierten Einspeisevergütung einen lukrativen Anreiz, sich auch für eine Photovoltaikanlage zu entscheiden.


Gibt es eine Einspeisevergütung nach dem EEG?

In den §§37 ff des EEG ist geregelt, dass Nutzer von Solarstromanlagen das Recht haben, selbst erzeugten Strom in das öffentliche Stromnetz einzuspeisen und dafür eine feststehende Einspeisevergütung über eine Laufzeit von 20 Jahren zu erhalten.


Wie hoch sind die Vergütungssätze der Bundesnetzagentur?

Auf ihren Seiten gibt die Bundesnetzagentur immer die aktuellen Einspeisevergütungen.


Lukrative Förderung trotz stufenweiser Absenkung?

Trotz der stufenweisen Absenkung der staatlich garantierten Einspeisevergütung stellt diese immer noch eine lukrative Förderung dar. Immerhin bekommt man diese Einspeisevergütung für 20 Jahre garantiert. Das bedeutet, dass das öffentliche Stromnetz den privat erzeugten Strom garantiert abkauft – unabhängig von etwaigen Preisschwankungen auf dem Energiemarkt.


Selbstverbrauch und Einspeisung – gibt es eine ideale Kombination?

Wollen Sie Ihre Photovoltaikanlage optimal nutzen, produzieren Sie Ihren Strom zunächst zum Eigenverbrauch und machen sich damit unabhängig von der Preispolitik Ihrer regionalen Energieversorger. Erst etwaige Überschüsse speisen Sie ins öffentliche Stromnetz ein. Durch die stufenweise Absenkung der Einspeisevergütung ist dieses Vorgehen sinnvoller. Früher wurden Photovoltaikanlagen vorzugsweise als Renditeobjekte installiert. Da die Einspeisevergütung höher war als die Kosten für den Verbrauchsstrom pro kWh, floss vorzugsweise der gesamte Solarstrom ins öffentliche Netz, während der Anlagenbetreiber seinen eigenen Strom über den regionalen Anbieter weiterhin wie gehabt bezog. Durch die Absenkung der Förderung hat sich das geändert. Nun ist es sinnvoller, zuerst den Solarstrom selbst zu verbrauchen und nur etwaige Überschüsse einzuspeisen. Mit einer qualitativ hochwertigen Anlage, die sehr viel Solarstrom produziert, und durch optimale Ausschöpfung aller Energievorteile (Solarstrom, Solarthermie, ggf. Wärmetauscher für die Nutzung anfallender Abwärme etc.) lässt sich immer noch viel Strom in öffentliche Netz einspeisen und verkaufen.


Zusammenfassung

Durch die Novellierung des EEG wurde die Einspeisevergütung stufenweise abgesenkt. Damit will der Staat den Verkauf von privat erzeugtem Solarstrom an das öffentliche Stromnetz weniger lukrativ machen und Anlagenbetreiber dazu ermuntern, zunächst den Solarstromselbst zu verbrauchen. Erst die Überschüsse werden eingespeist und mit einer festen Einspeisevergütung auf 20 Jahre feste vergütet.


Die Finanzierung von Photovoltaikanlagen

Auch wenn die Kosten für die Neuanschaffung einer Photovoltaikanlage in den letzten 10 Jahren erheblich gesunken sind, bleibt es immer noch eine große Investition, die das Familienbudget sehr schnell an seine Grenzen bringen kann. Andererseits ist die Anschaffung einer PV-Anlage sehr sinnvoll und auf lange Sicht betrachtet eine gute Investition in die eigene Energieautarkie und in die Reduktion der eigenen Stromverbrauchskosten sowie in eine Anlage mit guten Renditeaussichten. Nicht jeder hat die Anschaffungskosten für eine Solaranlage aber unmittelbar verfügbar. In diesem Fall kann sich eine gezielte Finanzierung lohnen.


Die KfW-Finanzierung als zinsgünstiges Darlehen?

Die staatliche Kreditanstalt für Wiederaufbau (KfW) bietet die Möglichkeit, besonders zinsgünstige Darlehen in Anspruch zu nehmen. Die KfW fördert durch gezielte Kreditvergabe den Ausbau erneuerbarer Energien. Hierbei können Sie Darlehen bereits ab 1% effektivem Jahreszins bekommen.


Was wird gefördert?

Gefördert wird die Errichtung, Erweiterung und der Erwerb von Anlagen zur Nutzung von Erneuerbaren Energien inklusive aller Kosten für Planung, Projektierung und Montage. Dazu gehören unter anderem auch Photovoltaikanlagen. Des gilt allerdings nur für Neuanlagen, nicht jedoch für gebrauchte Solaranlagen. Ebenso wenig werden Solarthermen gefördert, sondern nur die Solarmodule zur Stromerzeugung. Interessant ist, dass bei der Gruppe der Privatpersonen auch Freiberufler und Landwirte, für die sonst generell bei Banken andere Darlehenskonditionen gelten, mit eingeschlossen sind.


Wie beantragt man das KfW-Darlehen für eine Photovoltaikanlage?

Sie stellen den KfW-Antrag ganz regulär über Ihre zuständige Hausbank oder über jede andere Bank oder Sparkasse. Ihr Bankberater stellt gemeinsam mit Ihnen den KfW-Kreditantrag. Er wird hinsichtlich Ihrer Bonität und Sicherheiten geprüft. Nachdem die KfW Ihren Kreditantrag geprüft hat, wird er Ihnen zur Unterzeichnung zurückgeschickt. Dann erst – nach erfolgter Zusage – schließen Sie den Kreditvertrag ab. Ihre Bank ist dabei der Vermittler des Darlehens, da die KfW über keine eigenen Filialen verfügt.


Was sind die Vorteile eines KfW-Darlehens?

Der Zinssatz eines KfW-Darlehens ist weitaus niedriger als bei marktüblichen Bankdarlehen. Der tatsächliche Zinssatz hängt ab von regionalen Faktoren und den persönlichen Sicherheiten und kann unter den Zinskonditionen der KfW eingesehen werden. Der Zinssatz bleibt über die gesamte Laufzeit (bis zu 20 Jahre) gleich günstig. Ein weiterer Vorteil liegt in der 100%-Finanzierung, das heißt Sie müssen keinen Teilbetrag als Eigenkapital aufbringen, sondern können sich die komplette Summe über die KfW finanzieren lassen.


Was sind die Nachteile eines KfW-Darlehens?

Der Nachteil eines KfW-Darlehens liegt darin, dass Sie nicht außerordentlich tilgen können. Zwar können Sie Ihr Darlehen auch durch Sonderzahlungen schneller abzahlen, dafür werden dann aber Vorfälligkeitsentschädigungen fällig. Ist ein KfW-Darlehen gegenüber regulären Bankkrediten unschlagbar günstig im Zinssatz, fehlt ihm der Vorteil der kostenfreien Sondertilgung, den jede Bank heute anbietet, ganz. Damit sind Sie an die Laufzeit und die vereinbarten Zinskonditionen langfristig gebunden.


Gibt es andere Solarkredite?

Wenn für Sie ein KfW-Darlehen nicht in Frage kommt, gibt es auch die Möglichkeit, sich direkt über Ihre Bank einen gezielten Solarkredit aufzunehmen. Oftmals bekommen Sie hierfür bessere Zinskonditionen und längere Laufzeiten als für herkömmliche Ratenkredite.


Zusammenfassung

Sie müssen nicht alle Anschaffungs- und Montagekosten für Ihre geplante Photovoltaikanlage in einer Summe parat liegen haben. Es gibt mit dem Förderprogramm der KfW oder mit speziellen Solarkrediten bei Banken und Sparkassen gute Möglichkeiten, sich Ihr Photovoltaik-Projekt finanzieren zu lassen.


Die Versicherung von Photovoltaikanlagen

Was einem lieb und teuer ist, sollte man entsprechend absichern. Schließlich wollen Sie Ihre Photovoltaikanlage viele Jahre optimal ausschöpfen. Bei der Photovoltaik Versicherung werden zwei Arten unterschieden: Schäden, die an Ihrer Anlage entstehen können und Schäden, die durch Ihre Anlage verursacht werden können.

Schäden, die durch die PV-Anlage entstehen können – benötigt man eine Haftpflicht?

Es gibt unterschiedlichste Schäden, die durch eine Photovoltaikanlage entstehen können. So können gelöste Teile herabstürzen und Sachen oder im schlimmsten Fall Personen verletzen. Je nachdem, ob der Betreiber der Photovoltaikanlage gleichzeitig auch der Gebäudeeigentümer ist, lassen sich Schäden durch die PV-Anlage zu Lasten Dritter entweder durch die Gebäude-Haftpflichtversicherung oder aber durch die Privathaftpflicht-Versicherung absichern. Versichert sind in diesem Falle nicht nur die unmittelbaren Schäden, sondern auch etwaige Folgeschäden und Kosten für Gutachten, Prozesse etc.


Schäden, die an der PV-Anlage entstehen können – gibt es eine Photovoltaik-Versicherung?

Mit der Photovoltaik-Versicherung sind jene Bestandteile einer Photovoltaikanlage versichert, die zu deren reibungslosen Betrieb notwendig sind. Da sich die Anschaffungskosten für eine Solaranlage im oberen vierstelligen bis in den fünfstelligen Bereich bewegen und nicht selten über ein Darlehen finanziert werden müssen, ist eine Absicherung dieses Wertobjekts sinnvoll. Der Versicherungsumfang einer sogenannten Allgefahrenversicherung für Photovoltaikanlagen umfasst in der Regel folgende Komponenten:
• die Solarmodule
• das Montagesystem (dazu zählen auch alle Anschlüsse und Verbindungsstücke)
• die komplette Verkabelung (sowohl auf Seiten des erzeugten Gleichstroms als auch auf Seiten des umgewandelten Wechselstroms)
• der Wechselrichter
• der Einspeisezähler

Je nach Versicherungsanbieter können auch noch folgende Komponenten im Versicherungsumfang enthalten sein:

• Komponenten für den Blitzschutz
• Überwachungskomponenten
• Trafos
Akkumulatoren
• Komponenten für den Überspannungsschutz
Datenlogger zum Anlagen-Monitoring


Wogegen sichert die Photovoltaik-Versicherung die Anlage ab?

• Schäden, die vorsätzlich durch Dritte entstehen: Diebstahl, Einbruch, Raub, Vandalismus
• Elementarschäden: Sturm, Blitz, Hagel, Regen, Schnee, Überschwemmung
• Schäden durch menschliches Versagen: Bedienfehler, Fahrlässigkeit
• Schäden durch Elektrizität: Überspannung, Induktion, Kurzschluss
• Brand- und Wasserschäden: Brand, Explosion, Wasser
• sonstige Schäden durch: Materialfehler, Konstruktionsfehler, Tierverbiss, höhere Gewalt


Zusammenfassung

Bei Photovoltaikanlagen handelt es sich um Wertobjekte. Sie können abgesichert werden gegen Schäden an Dritten, die durch sie verursacht werden und gegen Schäden von außen an ihnen selbst. Sowohl Haftpflichtversicherungen als auch Photovoltaik-Versicherungen sind sehr sinnvoll und sollten unbedingt abgeschlossen werden.


Teil: Praxis – kostengünstig eine PV-Anlage selber planen und bauen

Schritt: Die Planung

Als professioneller Handwerker können Sie sich einiges an Kosten einsparen, wenn Sie Ihre Photovoltaik-Anlage selbst planen und montieren. Alles, was Sie dazu benötigen, sind die einzelnen technischen Komponenten wie Solarmodule, Wechselrichter und so weiter. Dennoch lohnt die Beauftragung eines Solarteurs aus der Region für etwaige Garantieansprüche. Doch bevor Sie die ersten praktischen Schritte planen, sollten Sie zunächst eine Reihe von Fragen abklären.


Auf die richtigen Fragen kommt es an

Je gründlicher Sie Ihr Vorhaben, sich selbst eine Photovoltaikanlage zu installieren, planen, desto effizienter wird die Anlage später arbeiten. Daher bietet es sich an, einen theoretischen Fragenkatalog genau durchzuarbeiten, damit Sie auf alles vorbereitet sind und es nach Inbetriebnahme der Anlage keine unliebsamen Überraschungen gibt. Damit Sie sich damit leichter tun, haben wir Ihnen hier einen solchen Fragenkatalog zusammengestellt.


Wozu wollen Sie die Photovoltaik Anlage nutzen?

Fragen Sie sich als erstes, zu welchem Zweck Sie die Anlage nutzen wollen. Möchten Sie energieautark werden und Ihren eigenen Nutzstrom produzieren und lediglich eventuelle Stromüberschüsse ins öffentliche Netz einspeisen? Falls ja, dann sollten Sie zusätzlich über die Anschaffung eines Speichergerätes nachdenken, damit Solarstrom aus den sonnenintensiven Tageszeiten gespeichert werden kann, um Ihnen auch nachts oder bei sehr bewölktem Wetter zur Verfügung zu stehen. Ebenso sollten Sie in diesem Fall über eine Solaranlage zur Warmwassererzeugung nachdenken oder direkt eine Kombination einer Photovoltaikanlage zur Stromerzeugung mit einer solarthermischen Anlage für Heizung und Warmwasser ins Auge fassen. Oder sehen Sie in Ihrer Photovoltaikanlage ein reines Renditeobjekt, mit dem Sie Gewinne über die Einspeisevergütung erzielen möchten, nachdem sich die Anlagekosten amortisiert haben? Diese grundlegenden Fragen vorab sind wichtig, damit Sie bereits im Vorfeld wissen, welche Bauteile Sie benötigen und welche Zusatzgeräte notwendig sind.


Wo? – In welcher Region Deutschlands wohnen Sie?

Die Stärke der Globalstrahlung ist in Deutschland regionalen Unterschieden ausgesetzt. Unter Globalstrahlung versteht der Meteorologe die Sonneneinstrahlung auf die Erdoberfläche, die auf eine horizontale Fläche auftritt. Hinzu kommt ein bestimmter Teil an diffusen Sonnenstrahlen. Das sind Strahlen, die durch Wolkendecken oder andere „Hindernisse“ gebrochen oder reflektiert werden und nicht direkt auf die Erde strahlen. Die Stärke wird in kWh/m² gemessen. Der Deutsche Wetterdienst hat eine statistische Karte mit den mittleren Monatssummen der Globalstrahlung in Deutschland im Zeitraum von 1981 bis 2010 zur Verfügung gestellt. Darüber hinaus gibt es für die optimale Planung von Solaranlagen monatliche Strahlungskarten für Deutschland: Auf das Jahr hochgerechnet, kommen wir auf einen Mittelwert zwischen 900 und maximal 1200 kWh/m².

Wie Ihnen ein Blick auf die Monatskarte zeigt, haben wir es mit einem Ost-West-Gefälle der Globalstrahlung zu tun: Das bedeutet, dass sowohl vom Nordosten bis zum Südosten die Globalstrahlung wesentlich höher ausfällt als im Westen der Republik. Im Herbst und Winter ändert es sich in ein Nord-Süd-Gefälle, das heißt im Süden treffen mehr Globalstrahlen je Quadratmeter auf als im Norden.

Sie benötigen die Daten zur Globalstrahlung, um die künftige Wirtschaftlichkeit Ihrer geplanten Solaranlage zu ermitteln. Der Wirtschaftlichkeitsfaktor ist dabei enorm wichtig, um zu berechnen, ab welchem Zeitpunkt sich die Kosten für Ihre Anlage amortisieren werden. Das sind aber nicht die einzigen Faktoren: Sie benötigen die Karten zur Globalstrahlung vor allem, um die perfekte Ausrichtung Ihrer Photovoltaikanlage herauszufinden. Wie die Karten zeigen, ist die Globalstrahlung vor allem in südlichen Regionen etwas stärker als in Teilen des Nordens. Die etwas schwächere Globalstrahlung sollte dann zumindest von einer exakten Südausrichtung der Solaranlage kompensiert werden, um die Anlage wirtschaftlich optimal ausnutzen zu können.


Solaranlagen Planung: Welche Ausrichtung hat Ihr Haus?

Um die exakte Ausrichtung Ihres Hauses zu ermitteln, bietet Ihnen Google zwei kostenfreie Tools an: Google Maps und Google Earth. Google Maps können Sie online erreichen, bei Google Earth müssen Sie erst die Anwendung auf Ihrem Rechner installiert haben. Bei beiden Programmen können Sie Ihre Adresse in das Suchfeld eingeben und Sie erhalten das Ergebnis auf der Karte angezeigt. Für Google Maps bietet es sich an, von der Karten- auf die Satellitenanzeige zu wechseln, damit Sie Ihr Haus in der realistischen Aufnahme angezeigt bekommen. Die Google-Programme haben – wie alle Landkarten – eine klassische Nord-Süd-Ausrichtung. Das bedeutet, dass oben Norden und unten Süden angezeigt wird. Demnach liegt – wie bei einem Kompass – der Osten rechterhand aus Sicht des Betrachters und der Westen links. Google Earth ist zwar ein Installationsprogramm, bietet gegenüber Google Maps jedoch den Vorteil, dass Sie Ihr Haus noch weiter hereinzoomen können.


Wie ist die Neigung Ihres Hausdachs?

Hausdächer haben unterschiedliche Formen und damit unterschiedliche Neigungswinkel. Letzterer ist aber für die exakte Photovoltaik-Installation unerlässlich.


Was sind die bekanntesten Dachformen?

Sattel- bzw. Giebeldach:

Die wohl häufigste Dachform ist das Sattel- oder auch Giebeldach. Es besteht aus zwei Dachflächen, die sich auf der Traufeseite zueinander neigen. In seiner modernen Ausführung liegt der Neigungswinkel jeder der beiden Dachflächen bei bis zu 30°. In seiner Ausführung als „Winkeldach“ haben die Neigungswinkel 45°. Erreicht der Neigungswinkel mindestens 62° und wird damit sehr spitz, dann spricht man von einem „gotischen Dach“.


Walmdach:

Im Unterschied zum Satteldach verfügt das Walmdach auch giebelseitig über zwei Dachflächen. Damit hat es nicht nur zwei, sondern vier Dachflächen, die – bei einem echten Walmdach – alle gleich lang bis zur Traufe reichen. Sind die Giebeldachflächen kürzer als jene auf der Traufeseite, spricht man von einem Krüppelwalmdach. Die Neigungswinkel variieren mit dem Alter der Häuser. Man kann in einer kleinen Faustregel sagen, dass ältere Häuser Walmdächer mit größerem, also spitzerem, Neigungswinkel haben. Je moderner die Häuser sind, desto flacher ist der Dachwinkel. Der größte Teil der Walmdächer dürfte wohl eine Dachneigung von 35° aufweisen. Moderne Häuser orientieren sich am mediterranen Walmdachstil und haben eine Neigung von maximal 25°.


Zeltdach:

Eine Sonderform des Walmdachs stellt das Zeltdach dar. Es besteht aus vier Dachflächen, hat jedoch keinen Dachfirst. Die vier Dachflächen treffen sich in einer Dachspitze. Man nennt sie unter anderem auch Polygon- oder Pyramidendächer. Zeltdächer haben keine fest vorgegebenen Neigungswinkel, sondern bleiben hier relativ variabel, um so den Vorlieben des Bauherren entgegenzukommen.


Flachdach:

Von den verschiedenen Dachtypen sei hier als letztes nur noch das Flachdach aufgezählt. Es verfügt naturgemäß über gar keinen Neigungswinkel, weshalb eine Photovoltaikanlage immer durch Nachführungskonstruktionen ausgerichtet werden muss. Dafür entfällt der Ausrichtungsnachteil bei der Himmelsrichtung. Es gibt noch zahlreiche weitere Dachtypen wie beispielsweise Mansarden- oder Schleppdächer. Diese sind aber Sonderformen, die nicht allzu häufig vorkommen.


Die Dachneigung berechnen

Die ideale Dachneigung für photovoltaikanlagen liegt zwischen 25° und 35°. Liegen die Neigungswinkel darüber oder darunter, muss mit Nachführungskonstruktionen bzw. Aufständerungen ausgeglichen werden. Planen Sie also selbst die Installation Ihrer Solaranlage, ist für Sie die Berechnung des Dachneigungswinkels unerlässlich. Die Berechnung des Neigungswinkels ist eine geometrische Funktion, die sich aus dem Verhältnis der Dachhöhe zum Grundmaß errechnen lässt. Die Dachhöhe ist immer das vertikale Maß vom Dachfirst bis zur Traufe. Das Grundmaß wird horizontal vom Dachfirst bis zur Traufe gemessen. Sie können die Dachneigung nun mit Hilfe dieser beiden Maße sehr leicht mit einem modernen Taschenrechner berechnen, sofern dieser über Tasten für Tangens-Berechnungen und DRG-Einstellungen verfügt. Die dazu benötigte Funktion ist der sogenannte „Arkustangens“, abgekürzt: arctang. Auf dem Taschenrechner wird der Arkustangens in der Regel als tan-1 dargestellt (tangens hoch minus 1). Verfügt Ihr Taschenrechner über diese Tasten, stellen Sie ihn über die DRG-Einstellung am besten auf Grad ein. Nun tippen Sie ein:

Arctang (Dachhöhe / Grundmaß), also in dieser Reihenfolge: Taste für den Arkustangens, Klammer auf, Dachhöhe geteilt durch Grundmaß, Klammer zu und anschließend das Ergebnis.


Mit welchem Ertrag können Sie in etwa rechnen?

Bei der Planung Ihrer Photovoltaikanlage werden Sie sinnvollerweise im Vorfeld Prognosen für potentielle Erträge ermitteln, bevor Sie Kosten und Zeit in die Montage investieren. Hierfür stellt Ihnen die Europäische Kommission ein kostenfreies Onlinetool zur Verfügung, das Photovoltaic Geographical Information System (PVGIS). Um dieses Tool sinnvoll nutzen zu können, bekommen Sie hier einige Erläuterungen mitgeliefert:


Welche Auswahl hat man bei der Einstrahlungsdatenbank?

Hier haben Sie die Wahl zwischen der klassischen und einer satellitengestützten Datenbank. Bei den Daten der klassischen Datenbank werden pyranometergesteuerte Messwerte aus 1981 bis 1990 zu Hilfe genommen. Zwar war die Berechnung im damaligen Zeitraum exakt und es wurden die Sonnenstrahlen gemessen, die auf der Erdoberfläche ankamen. Allerdings kann es inzwischen aufgrund nachgewachsener Bäume oder anderer Faktoren zu Verschattungen gekommen sein, die heute einige Messungenauigkeiten zur Folge haben. Die satellitengestützten Messdaten sind neuer und ziemlich genau. Doch auch hier kann es zu Abweichungen kommen, da die Messungen aus dem All erfolgen und nicht auf der Erdoberfläche. Von oben betrachtet kann der Satellit unter Umständen Schneeflächen mit Wolken verwechseln, was einige Abweichungen bei den Messdaten zur Folge hätte. Im Großen und Ganzen dürften die satellitengesteuerten Daten aber aktueller und genauer sein als die der klassischen Datenbank.


Welche Auswahl hat man bei der Photovoltaik-Technologie?

Hier haben Sie die Wahl zwischen mono- bzw. polykristallinen Silizium-Anlagen und Dünnschichtmodulen. Die hierbei zur Auswahl stehenden Technologien sind CIS-Module und CdTe-Module. Sollten Sie noch nicht wissen, für welche Technologie Sie sich entscheiden, geben Sie einfach „unbekannt“ ein.


Wie funktioniert die Eingabe der installierten PV-Leistung?

Voreingestellt ist der Wert 1 kWp. Diesen sollten Sie eingestellt lassen, falls Sie verschiedene Standorte oder Anlagemodelle vergleichen möchten. Dann wird der Ertrag ausgelegt auf 1 kWp errechnet und kann exakt verglichen werden. Wollen Sie nichts vergleichen, sondern direkt den Ertrag für eine bestimmte Anlage prognostizieren, dann können Sie auch den exakten Wert der Generatorenleistung eingeben und sich damit den Gesamtertrag errechnen lassen.


Wie funktioniert die Eingabe der geschätzten Systemverluste?

In jedem PV-System kommt es bspw. durch Kabel oder Wechselrichter etc. zu kleineren Verlusten. Diese müssen immer mit einkalkuliert werden. In der Regel liegt der Schätzwert bei etwa 10%. Damit sind Sie auf der sicheren Seite. Zwar können Sie bei den modernen Anlagen durchaus auch etwas knapper kalkulieren, doch ist es sinnvoller, den Verlust etwas höher einzuschätzen und sich hinterher über etwas mehr Ertrag zu freuen als umgekehrt.


Welche Auswahl hat man bei der Montageposition?

Hier haben Sie die Wahl zwischen einer Freilandmontage und einer Aufdachanlage. Wenn Sie nicht gerade eine freistehende Solaranlage auf einer Grundstücksfläche planen, sondern Ihre Photovoltaikanlage auf dem Dach installieren möchten, ist die zweite Option für Sie die richtige. Auch Indachanlagen, die direkt in das Dach eingebaut werden, fallen unter diese zweite Option.


Wie funktioniert die Eingabe des Dachneigungswinkels?

Hier geben Sie den zuvor errechneten Dachneigungswinkel ein. Arbeiten Sie mit einer Aufständerung, geben Sie deren Neigungswinkel ein. Aktivieren Sie bei „Neigungswinkel optimieren“ das Häkchen, wird Ihnen der ideale Neigungswinkel errechnet. Das ist für Sie dann sinnvoll, wenn Sie die Möglichkeit haben, durch Nachführungen und Aufständerungen den Neigungswinkel etwas zu modifizieren.


Wie funktioniert die Eingabe des Azimuthwinkels?

Der Azimuthwinkel gibt die Abweichung von der Südausrichtung an. Dieser Winkel ist zur Ertragsberechnung ziemlich wichtig. Sollte Ihr Haus keine Dachfläche haben, die exakt nach Süden ausgerichtet ist, können Sie mit Hilfe des Azimuthwinkels die Abweichung von der strikten Südausrichtung eingeben. Der Azimuthwinkel für den geographischen Süden beträgt 0°. Gehen wir im Uhrzeigersinn weiter, kommen wir nach Westen. Der exakte Westen weist zum Süden einen Winkel von 90° auf, der exakte Osten -90°. Eine Südwestausrichtung wäre demnach mit 45° einzugeben und eine Südostausrichtung mit -45°. SSW entspräche demnach 22,5° und SSO -22,5° usw. Auch hier können Sie sich den Azimuthwinkel optimiert anzeigen lassen, sofern für Sie die Möglichkeit besteht, etwas an der Ausrichtung bei der Installation zu verändern.


Wie funktioniert die Eingabe von Nachführungsmöglichkeiten?

Sie haben die Möglichkeit, gleich bei der Planung Ihrer PV-Anlage auf ein nachgeführtes System zu setzen. Hierbei werden entweder zwei Achsen oder nur eine auf dem Dach montiert, womit sich der Neigungswinkel vertikal und horizontal oder nur auf einer Achse anpassen lässt. Sowohl für die vertikale als auch horizontale Achsausrichtung können Sie sich optimierte Werte anzeigen lassen. Ist Ihr System von vorneherein zweiachsig, verfügt es selbst über Berechnungsmöglichkeiten.


Wie funktioniert die Eingabe einer eigenen Horizontdatei?

Sollten Sie über gesammelte Daten zu Verschattungen verfügen, die Sie in einer eigenen Datei angelegt haben, können Sie diese nun ins PVGIS hochladen. Die Werte werden nun mit berücksichtigt.


Gibt es Ausgabeformate nach Wunsch?

Last but not least können Sie noch angeben, wie Ihnen die Berechnungen des Systems angezeigt werden sollen: Ob als Grafik, auf der Webseite oder als PDF-Datei. Klicken Sie einfach Entsprechendes an.


Schritt: Grundlagen der Montage

Was sind die verschiedenen Montagesysteme?

Aufdach-Montage

Bei der Aufdach-Montage wird die PV-Anlage auf die Dachpfannen montiert. Dabei ist zu gewährleisten, dass zwischen Dachpfannen und Solarmodulen ein gewisser Lüftungsabstand besteht, damit die Anlage nicht zu heiß wird, was zu Ertragsverlusten führen kann. Zu groß darf der Abstand jedoch auch nicht sein, damit sich der Wind nicht zwischen Anlage und Dach verfängt und Schäden an der Anlage hervorrufen kann. Je nach Material des Dachs gibt es unterschiedliche Dachhaken zu kaufen.


Dachhaken für Ziegeldächer

Hier können Sie Standardformen aus Edelstahl für die gängigen Ziegeldächer kaufen. Unterschieden wird hierbei lediglich nach der Belastung der Trägerhaken. Es gibt Dachhaken für eine Standardbelastung, für die Hochbelastung und für Extrembelastung. Dies hängt nicht nur von der Art der zu montierenden Solarmodule ab. Auch hohe Schneebelastungen im Winter sind zu berücksichtigen, falls Sie in einer Region wohnen, die viel Schnee zu erwarten hat. In der Regel dürften sonst aber Standardhaken für Ziegeldächer ausreichen.


Dachhaken für Schieferdächer

Schieferdächer sind etwas anders konzipiert und benötigen daher spezielle Dachhaken, die genau hierfür ausgelegt sind. In Baumärkten oder speziellen Shops für Dachhaken bekommen Sie genau die passenden Dachhaken für Schieferdächer.


Dachhaken für Biberschwanzdächer

Dasselbe gilt für die Sonderform der Biberschwanzdächer. Auch hier erhalten Sie speziell auf die Besonderheiten des Dachs ausgelegte Haken zur Montage Ihrer Solaranlage.


Anordnung und Montage der Dachhaken

In der Regel werden Solarmodule auf Querträger montiert, die mit Hilfe der für die Dachart passenden Dachhaken montiert werden. Dabei geht man immer vom Ortgang aus. Der Ortgang ist der vertikale Abstand der Dachfläche zwischen First und Traufe. Die Dachhaken werden unterhalb der Ziegel/Pfannen direkt auf den Sparren montiert. An den Haken selbst wird später der Querträger befestigt, auf dem die Solarmodule aufsitzen. Damit zwischen Dachhaken und der darunterliegenden Dachpfanne etwas Abstand zum Schutz der Pfanne verbleibt, bietet sich die „nicht aufsitzende Montage“ an. Hierbei wird ein Unterlegholz zwischen Dachhaken und Pfanne angebracht, damit der Druck auf den Dachhaken insbesondere bei Schneelast nicht einzelne Pfannen beschädigen.


Indach-Montage

Bei der Indach-Montage werden die Solarmodule direkt auf den Dachsparren befestigt. Die Module übernehmen damit jene Funktion, die sonst die Dachpfannen haben: Schutz des Hauses vor Feuchtigkeit und Wind.


Aufständerung

Die Aufständerung kommt bei Freilandanlagen oder bei der Montage auf Flachdächern zum Einsatz. Spezielle Ständer werden direkt auf dem Flachdach montiert. Mit deren Hilfe lassen sich die Solarmodule in die ideale Richtung ausrichten. Wie viele Solarmodule das Flachdach tragen kann, muss zuvor erfragt werden. Nicht immer ist die Statik eines Flachdach-Hauses belastbar genug, um auch noch eine Solaranlage zu tragen.


Die Ausführung der Montage

Was sind die wichtigsten Sicherheitsaspekte?

Brandschutz und Sicherheit gehen vor

Die Selbstinstallation einer PV-Anlage umfasst Arbeiten an der Hauselektrik, die nur vom Fachmann durchgeführt werden sollten. Zu groß wäre bei einer fehlerhaften Installation die Brandgefahr. Entweder sind Sie selbst Fachmann, dann können Sie bedenkenlos die Montage übernehmen. Sollten Sie nicht vom Elektrofach sein, dann können Sie zwar auch die Montage zunächst übernehmen, müssen die Anlage aber von einem qualifizierten Fachmann abnehmen lassen. Das gilt insbesondere für die Elektroinstallation der PV-Anlage. Sie können also ruhig Kosten durch Selbstmontage einsparen, doch ganz ohne Hinzuziehen eines Fachmanns geht es nicht. Solange Sie die Photovoltaik installieren und montieren, dürfen Sie noch selbst Hand anlegen. Sobald die Anlage jedoch in Betrieb genommen, also angeschlossen werden soll, kommt der Fachmann ins Spiel. Den Photovoltaik-Anschluss darf nämlich nur ein Elektroinstallateur vornehmen. Diese Vorschriften sind auch sinnvoll: Durch Unachtsamkeit bei der Installation oder fehlerhafte Verkabelungen kann es zu Kurzschlüssen und damit zur Brandgefahr kommen. Hiervon sind nicht nur Sie und Ihre eigene Familie betroffen. Brandgefahr betrifft immer auch die Nachbarn. Deshalb hat es der Gesetzgeber vorgeschrieben, dass die Photovoltaik nur von einem Fachmann angeschlossen werden darf. Unterlaufen Ihnen bei Ihrer Vorarbeit unbeabsichtigt Fehler, stellt der Fachmann sie bei Inbetriebnahme der Anlage fest und kann sie korrigieren oder Teile der Installation neu vornehmen, falls es erforderlich sein sollte.


Dachsicherheit – ein weiterer Aspekt

Ein weiterer Aspekt, der für das Hinzuziehens eines Fachmannes spricht, ist die Sicherheit auf dem Dach und die fachgerechte Ausführung der Dacharbeiten. Auch hier gilt: Sie können es selbst machen, es bietet sich aber an, einen Fachmann damit zu betrauen. Der Grund ist ganz einfach: Um die Dachhaken zu befestigen, entfernen Sie an den Sparren jeweils einzelne Dachziegel. Erst wenn die Dachhaken ordnungsgemäß befestigt sind, decken Sie die entfernten Ziegel wieder ein. Wenn Sie nun nicht riskieren möchten, dass eine Stelle im Dach möglicherweise undicht wird oder Sie zumindest Wärme darüber verlieren können, dann sollten Sie mit Hilfe eines Fachmannes sicherstellen, dass die Eindeckung über den Dachhaken fachgerecht erfolgt. Anders als bei der Elektroinstallation für Ihre Photovoltaikanlage ist es aber nicht vorgeschrieben, einen Dachdecker hinzuzuziehen.


Gibt es eine rechtliche Grundlagen für Montage von Photovoltaikanlagen?

Bevor Sie sich an die Arbeit machen, sollten Sie sich zuvor noch mit den rechtlichen Aspekten beschäftigen, sofern Sie dies nicht ohnehin schon längst getan haben. Welche Vorschriften hat Ihnen der Gesetzgeber aufgegeben? Was ist zu beachten?


Baugenehmigung – ja oder nein?

Die gesetzlichen Regelungen des Baurechts umfassen auch Solaranlagen. Das Baurecht wird immer von den einzelnen Bundesländern geregelt. So kann es vorkommen, dass in einem Bundesland abweichende Vorschriften gelten als in einem anderen. Prinzipiell lässt sich sagen, dass eine Baugenehmigung nur für Freilandanlagen oder teilweise für Großanlagen auf Flachdächern eingeholt werden muss. In der Regel benötigen Sie für die Montage einer Photovoltaikanlage auf einem herkömmlichen Dach keine eigene Baugenehmigung. Im Zweifelsfall ist es empfehlenswert, erst einmal kurz in die rechtlichen Vorschriften zu blicken oder einen Experten bei der zuständigen Behörde zu Rate zu ziehen.


Die Montage einer Phoatovoltaikanlage

Sie finden online einige Videoanleitungen zur Montage von Photovoltaikanlagen. Um Ihnen die Wahl zu erleichtern, haben wir Ihnen die besten Anleitungen herausgesucht, die Ihnen eine wirklich brauchbare Schritt-für-Schritt-Vorgehensweise bieten. Im ersten Fallbeispiel treffen Sie auf eine Videoanleitung aus Österreich. Das Do-it-yourself-book zeigt Ihnen sehr genau auf, wie Sie selbst eine 5 kWp Anlage auf Ihrem Dach installieren können und was dabei zu beachten ist. Dabei beziehen sich die Sicherheitshinweise auf die österreichischen Vorschriften. Es wird aber darauf hingewiesen, dass andernorts andere Vorschriften gelten können und zwingend beachtet werden müssen.

In dieser Anleitung wird Ihnen aufgelistet, welches Werkzeug Sie benötigen. Es wird anschließend dargestellt und auch ausführlich bebildert, wo und wie der Wechselrichter sowie der Überspannungsschutz idealerweise anzubringen sind: an einem kühlen und ruhigen Ort, damit es nicht zu Stromverlusten kommt. Nach diesen beiden Grundelementen ist der Überspannungsschutz auf dem Dachboden dran. Als letzte Vorbereitungsarbeit vor der eigentlichen Photovoltaikmontage ist die Installation der Leerverrohrung dran. Das sind vorbereitete feste und flexible Kabelkanäle, durch die die späteren Kabel vom Dach bis hinunter in den Keller zum Wechselrichter verlegt werden. Die Arbeiten zur Basisinstallation gehören zu jenen, die Sie eher von einem Fachmann ausführen lassen sollten. Tun Sie es dennoch selbst, darf die komplette Anlage später nur von einem Elektroinstallateur angeschlossen bzw. in Betrieb genommen werden! Dazu wird er natürlich alle Kabelverlegungen auf ihre fachgerechte Ausführung hin überprüfen.

Im zweiten Schritt geht es hinauf auf das Dach. Diese Arbeiten können Sie bedenkenlos in Eigenregie ausführen, sofern Sie sich das fachlich zutrauen und keine Sorge haben, dass damit verbundene Dachdeckerarbeiten fachliche Einbußen mit sich bringen könnten. Auch hier bietet die Anleitung auf der Seite die notwendigen Sicherheitshinweise und macht die rechtlichen Unterschiede zwischen Österreich und Deutschland deutlich. In Deutschland ist die Selbstmontage auf dem Dach nämlich zulässig, in Österreich hingegen nicht. Auch hier wird alles benötigte Werkzeug und Material aufgelistet. Sie bekommen erklärt, wie und in welchen Abständen Sie die Dachhaken zu montieren haben. Weiter geht es mit den Leerverrohrungen vom Dach hinein ins Haus. Mit Hilfe der Dachhaken können Sie nun die Trageschienen montieren, an denen letztlich die Solarmodule befestigt werden. Sie erfahren ganz genau, wie Sie die Module mit Hilfe einer Stringverkabelung und Leistungsverstärkern in Reihe schalten und wie Sie die Leitungen alle durch die Leerverrohrungen nach innen leiten und später anschließen.

Videoanleitung zur besseren Visualisierung

Die komplette Anleitung gibt es nicht nur zum Lesen, sondern auch zum Ansehen per Video. Es sind Fachleute, welche die Installation und die Montage vornehmen, so dass Sie sicher sein können, genau vorgeführt zu bekommen, wie die komplette Aufdachmontage inklusive Installation funktioniert:

Videoanleitungen Dachhakenmontage

Diese kurzen Videos sind sehr schön gemacht, weil sie Ihnen detailliert aufzeigen, wie Sie die Dachhaken zur Befestigung der Trägerschienen für die Photovoltaikanlage fachgerecht anbringen. Sie erfahren, wie Sie die Edelstahl-Grundplatte auf dem Dachsparren montieren. Anschließend geht es um die genaue Platzierung des Edelstahl-Bügels in der Vertiefung des Dachziegels und seiner Befestigung an der Grundplatte. Damit die zuvor hochgeschobene Dachpfanne anschließend wieder perfekt abschließend den Dachhaken verdeckt, wird sie noch etwas mit der Flex bearbeitet:

Hi Five!
Danke!