Der Maler als Profi für Oberflächen

Ein Maler ist unabdingbar, wenn es Farbe braucht. Aber tatsächlich hat der Maler und Lackierer – so die korrekte Bezeichnung des Berufsbildes – sehr vielfältige Aufgaben und Kenntnisse. Das Aufgabengebiet geht weit über das Anstreichen hinaus. Eine Trennung zwischen dem reinen Malen im Sinne des Anstreichens sowie des umfangreichen Handwerks ist daher nötig.

Maler Angebot

Geschichte des Handwerks der Maler und Lackierer

Der Begriff „Maler“ leitet sich vom Lateinischen „macula“ (Fleck) ab und lässt sich auch aufs Mittelhochdeutsche „Mal“ (ebenfalls ein Wort für Fleck) zurückführen. Der Maler ist im gewissen Sinne also ein Fleckenmacher.

Bereits im alten Ägypten wurden die Wände regelmäßig durch das Aufbringen von Farbpigmenten verschönert. Anderenorts war dies seltener der Fall. Auch die Römer fanden Gefallen daran, die Wände und Zierelemente in ihrer farblichen Wirkung nicht sich selbst zu überlassen und förderten das Kunsthandwerk der Malerei. Schließlich gelangte es auch nach Mittel- und Nordeuropa. Der Anstreicher, der große Flächen auf einmal einfarbig gestaltete, existierte wohl nicht – die meisten Farben waren zu teuer und zu aufwendig in der Produktion, als dass dies möglich gewesen wäre.

Im Mittelalter war das Malerhandwerk allerdings nicht primär für die Wandgestaltung zuständig. Vielmehr wurden Schilder und Wappen gemalt und bemalt. Die entsprechende Berufsbezeichnung lautete daher viel eher „Schilderer“. Das Anwenden von Maltechniken beim Bau von Häusern, Wohnungen und Schlössern kam erst mit dem 13. und 14. Jahrhundert auf. Im 15. Jahrhundert entwickelten sich schließlich die Zünfte und somit wurde der Maler erstmals zu einer Lehre, die von den entsprechenden Interessenverbänden gefördert wurde. Das Wappen der Maler – drei weiße Schilde auf einem roten Schild – entwickelte sich damals.

Dabei waren die Auftraggeber damals vor allem jene Menschen, die das nötige Geld dafür hatten, also Fürsten, Könige, Kaufleute und der Klerus. Nicht ohne Grund hat sich zu der Zeit auch die künstlerisch anspruchsvolle Kirchenmalerei besonders gut entwickelt. Die prachtvollen Deckenfresken aus dem 14., 15., 16. und 17. Jahrhundert verweisen hierauf. Auch lässt sich in einigen erhaltenen Schlössern noch nachvollziehen, welche Farben (und Rohstoffe) besonders stark genutzt wurden. Damals entwickelten sich die Berufsfelder des Anstreichers und des Dekorationsmalers, wobei sich die zweit genannte Gruppe noch in diverse Tätigkeitsfelder aufspalten lässt.

Die Zünfte wurden im 18. und frühen 19. Jahrhundert abgeschafft und somit herrschte auch ein Mangel an Ausbildungsmöglichkeiten. Erst mit der Einigung Deutschlands 1871 entstanden vergleichbare Strukturen und das Malerhandwerk erlebte eine neue Blütezeit.

Die Handwerksordnung von 1965 bezeichnet das Handwerk erstmals ausdrücklich als „Maler- und Lackiererhandwerk.“ Diverse Novellierungen folgten. Es handelt sich um einen klar strukturierten Ausbildungsberuf, der verschiedene Spezialisierungen und auch eine Meisterprüfung bietet.

Qualifikationen und Aufgabenbereiche des Malers

Das reine Anstreichen von Wänden mag Ihnen wie die Kernqualifikation eines Malers vorkommen. Tatsächlich trennt sich schon hier die Spreu vom Weizen: Umfassende Kenntnisse über den Untergrund, die zu verwendenden Bindemittel und Farben sowie über die mögliche Notwendigkeit einer Grundierung sind zu kennen. Andernfalls wird das Ergebnis lückenhaft – zum Beispiel ungleichmäßig dicht – ausfallen.

Dabei ist der Anstrich von verschiedenen Materialien geprägt: Es gibt Lackierungen, Grundierungen, Farbanstriche und vieles mehr. Ein umfassender Anstrich muss dabei immer dicht, haltbar und ästhetisch annehmbar sein. Zudem gibt es beim Anstreichen diverse Techniken, mit denen sich verschiedene Effekte erzielen lassen; so etwa das Anstreichen mittels eines Schwammes zum Erzeugen eines Wischeffektes, das Aufrauen von Farbe zum Imitieren von Raufasertapeten oder etwa das penible Glätten von Farben zur Herstellung einer maximalen Einheit. Es gibt noch viele weitere Techniken, die ein guter Maler beherrscht. Einige sind auch auf bestimmte Verfahren spezialisiert.

Zudem muss die Oberfläche gegebenenfalls vorbereitet werden, was bedeutet, dass der Maler auch das Spachteln und Verputzen beherrscht. Zudem kennt er sich umfassend in der Materialkunde aus: Er weiß, welche Vorbereitungen bei welchem Material vonnöten sind. So erfordert Holz etwa eine ganz andere Vorgehensweise (Gefahr des Aufquellens!) als etwa Gips und Beton es tun. Zudem gibt es Farben, die den Klebstoff von angebrachten Tapeten lösen können und so weiter.

Da der Maler und Lackierer nicht ausschließlich mit Wandfarben arbeitet, sondern auch mit Lacken, kennt er zudem den Umgang mit Spritzpistolen, Lösungsmitteln, Pinseln, Farbrollen und mechanischen Hilfsmitteln, die vor und nach dem Auftragen der eigentlichen Beschichtung vonnöten sind. Es ist also absehbar, dass gerade frisch gebaute oder renovierte (umgebaute) Wände nicht einfach übermalt werden können, sondern erst einmal vorbereitet gehören.

Weiterhin umfasst das Berufsbild des Malers noch einen zweiten Aufgabenbereich, namentlich das Beschichten. Hier gibt es wieder umfassende Spezialisierungsmöglichkeiten. Das Beschichten umfasst alle Tätigkeiten, die dazu dienen, eine Oberfläche vorzubereiten oder auch zu versiegeln. Bekannt ist etwa das Tapezieren, aber auch das Verwenden von schützenden Lacken, das Laminieren, das gezielte Verwenden von Laminat und das Emaillieren gehören dazu. Bei metallischen Teilen kommen zudem verstärkt chemische und thermische Methoden zum Einsatz, die in der Regel das Ziel verfolgen, eine bestehende Oberfläche resistenter zu machen oder das Aufbringen von Farbe überhaupt zu ermöglichen. Das Aufrauen von Oberflächen (zum Zwecke der besseren Haftung einer aufzubringenden Farbschicht) ist Teil des Beschichtens.

Außerdem kann der Maler und Lackierer noch gesonderte Qualifikationen erwerben. Die Kunstmalerei (beispielsweise für Wandbilder) ist eine davon. Der Übergang zum Kunstglaser ist einigen Fällen zudem fließend. Es gibt auch Maler, die ausschließlich für Maschinen (hier ist auch der Übergang zum Fahrzeuglackierer fließend) oder ausschließlich für denkmalgeschützte Gebäude zuständig sind.

Im Übrigen sind Maler, die sich vor allem auf Außenfassaden spezialisiert haben, wesentlich für die Haltbarkeit von Gebäuden: Nur eine fachgerechte Versiegelung und Bemalung von Oberflächen, die der Witterung ausgesetzt sind, kann diese auch ausreichend schützen. Es besteht bezüglich des zu erwartenden Renovierungsbedarfs daher ein wesentlicher Unterschied zwischen einfach verputzten Fassaden und solchen, die nach modernem Stand nachbehandelt sind. Es besteht dabei kein Widerspruch zwischen einer schönen Farbgebung und dem maximalen Nutzen. Schließlich sind für fast alle Untergründe Materialen in fast allen gängigen Farben verfügbar. Die entsprechende Qualifikation ist der Ausbildungsbereich „Bauten- und Korrosionsschutz“.

Das Berufsbild des Malers und Lackierers ist vielfältig. Es umfasst in einigen Fällen – je nach Organisation des Betriebes – auch den Vertrieb von Material sowie die Beratung von Kunden. Sollten Sie also vor der Situation stehen, eine Malerarbeit verrichtet zu brachen, so tun Sie gut daran, mit einem Spezialisten Kontakt aufzunehmen – und sei es auch erst einmal nur für eine Beratung.

Arbeitsbedingungen des Malers

Das Handwerk der Malerei gilt als körperlich mittelschwere Arbeit. Ausbildung, die Möglichkeit des Meistertitelerwerbs, die Arbeitszeit sowie die Organisation sind geregelt. Maler und Lackierer können für einen Betrieb arbeiten oder auch selbstständig tätig sein. Es obliegt dem ausgebildeten Handwerker, sich beruflich selbst zu organisieren. Größere Betriebe haben häufig mehr Kapazitäten, was die Materialbeschaffung und Logistik an geht. Kleinere Betriebe oder selbstständig tätige Maler sind häufig auf bestimmte Fachbereiche qualifiziert.

Selbstständige Handwerker in diesem Bereich arbeiten entsprechend auf eigene Rechnung. Die Preise variieren demnach teils sehr stark und sind vor allem abhängig von den Qualifikationen.

Die meisten Maler und Lackierer besitzen einen Führerschein. Der Großteil aller Handwerker in diesem Bereich sind Männer. Insgesamt gilt der Beruf des Malers und Lackierers als klassische Männerdomäne.

Besonderer Vorsicht müssen zudem Lackierer im Umgang mit den ihnen anvertrauten Stoffen walten lassen. Nicht wenige der verwendeten Lacke und Farben enthalten giftige Dämpfe. Zudem sind einige der verwendeten Mittel ätzend, klebrig oder stark verschmutzend. Der Maler und Lackierer trägt daher immer eine passende Arbeitskleidung und gegebenenfalls auch einen Mundschutz.

Maler und Lackierer stellen selbst das benötigte Material. Sie als Auftraggeber müssen kein Material zur Verfügung stellen, sich aber gegebenenfalls an den Kosten beteiligen oder diese übernehmen.

Der Unterschied zwischen einem Anstrich und einer umfassenden Oberflächenbehandlung

Der Unterschied zwischen einem reinen Anstrich und einer umfassenden Oberflächenbehandlung (Vorbereitung, Beschichtung, Anstrich, Versiegelung) mag im Grunde geklärt sein. Allerdings: Der Hauptunterschied besteht tatsächlich darin, dass der reine Anstrich wirklich nur im Aufbringen von Farbe besteht.

Dabei ist lediglich zu beachten, dass die Farbe sich mit dem Material des Untergrundes verträgt, dass genügend Farbe vorhanden ist und das zumindest minimale Kenntnisse bezüglich der verwendeten Pinsel etc. vorhanden sind.

Das Anstreichen gestaltet sich dabei immer derart, dass Möbel und ähnliches geschützt werden sollten. Es empfiehlt sich aus praktischen Gründen, mit der Decke zu beginnen (sollte diese auch gestrichen werden).

Das Anstreichen muss – außer, es ist wirklich anders gewünscht – gleichmäßig erfolgen. Zumeist wird erst grundiert und anschließend regelmäßig nachgebessert. Je nachdem, welchen Verwandten oder Bekannten Sie fragen, werden Sie zudem unterschiedliche Tipps an die Hand bekommen. Wenn Sie sich unsicher sind, probieren Sie das Malen vorerst an nur einer kleinen Stelle aus und schätzen Sie dann Ihre Fähigkeiten ein.

Der reine Anstrich – beispielsweise eine Innenwand – bedarf aber in den meisten Fällen keiner Spezialkenntnisse. Es ist nur darauf zu achten, dass der Untergrund bekannt ist, damit festgestellt werden kann, ob dieser nicht vorbehandelt werden sollte. In vielen Fällen eignen sich farbfeste Tapeten. Bei der Auswahl der Farbe sollte vor Ort nachgefragt werden, ob sie Lösungsmittel enthält, die Tapetenleim lösen können, oder nicht.

Der reine Anstrich ist vor allem Fleißarbeit. Die umfassende Behandlung einer Oberfläche ist hingegen Fachleuten vorbehalten. Zu groß sind die Risiken, die mit einer fehlerhaften Behandlung von Wänden und Oberflächen im Zusammenhang stehen. Wer seine Wände falsch behandelt, riskiert Feuchtigkeitseinschlüsse, Flecken, eine Schwächung der Struktur und so weiter. Kurzum: Die Renovierung wird schneller notwendig, wenn bei der Oberflächenbehandlung falsch gearbeitet wurde. Zudem gibt es Materialien, die Fehler weniger gut verzeihen – wie etwa Holz und Gips.

Weiterhin stellt das Lackieren und Bemalen von anderen Dingen (Fahrzeuge, Maschinen etc.) den Malenden generell vor größere Herausforderungen. Gerade Klebstoffe, Lösungsmittel und Co sind hervorragend dazu geeignet, Motoren und elektronische Komponenten zu vernichten. Es sind also Vorbereitung und Vorsicht angezeigt.

Die richtige Oberflächenbehandlung (Beschichtung) ist Sache von gelernten Handwerken. Wie umfassend das sein kann, haben Sie ja bereits weiter oben im Text erfahren.

Wo der Maler gebraucht wird – und wo nicht

Der Maler wird im Grunde immer dann gebraucht (mindestens zur Beratung), wenn Sie sich unsicher sind, ob eine Wand oder eine andere Fläche schon „bereit“ für den Anstrich ist. Wenn Sie also nicht wissen, ob Sie einfach Farbe auftragen können, tun Sie gut daran, professionellen Rat einzuholen. In den meisten Fällen können Wände zwar unproblematisch gestrichen werden, aber vor bösen Überraschungen schützt nur die Kenntnis.

Zudem sind professionelle Maler und Lackierer immer dann vonnöten, wenn neu gebaut wird und Sie keine umfassenden Kenntnisse über das richtige Versiegeln, Beschichten und Bemalen von Wänden haben. Es ist schlichtweg nicht sinnvoll, eine Wand einfach farbig anzustreichen, wenn nicht geklärt ist, ob diese nicht eigentlich hätte vorbehandelt werden müssen. Stellen Sie sich einfach vor, dass Sie mit Mühe eine Wand gestrichen haben und sich die Farbe nach und nach auflöst, weil beispielsweise die Luftfeuchtigkeit sie dahinrafft. Eine Versiegelung hätte hier geholfen.

Weiterhin sind professionelle Maler und Lackierer vorzuziehen, wenn es nicht nur um das reine Anstreichen von Oberflächen geht, also etwa dann, wenn Maschinen, komplexe Bauteile und so weiter neue Farbe erhalten sollen. Auch bei aufwendigen Verzierungen sind Profis die richtigen Ansprechpartner. Sollten Sie nicht zufällig besonders begabt in der künstlerischen Malerei sein, ist der Ästhetik der Wände zuliebe von Experimenten abzusehen.

Einen Maler beauftragen

Malereibetriebe befinden sich überall. Sie können frei darüber verfügen, wen Sie beauftragen und können auch gezielt nach Qualifikationen suchen. Meistens genügt ein Anruf. Die meisten Betriebe bieten zudem an, erst einmal die zu bearbeitende Fläche zu begutachten, zu beraten und natürlich einen Kostenvoranschlag zu formulieren. Gegebenenfalls sind Beratung und Anfahrt allerdings zu bezahlen.

Für Wohnungseigentümer, die renovieren oder Bauherren sind Maler und Lackierer spätestens mit der Fertigstellung des eigentlichen Baus anzusprechen. Ein Sachverständiger wird schnell Art und Umfang der benötigten Arbeiten feststellen können. Zudem gilt in vielen Renovierungsfällen, dass gerade das Erneuern von Wänden gut ausgebildeten Handwerkern komplett überlassen werden kann. Dadurch, dass viele Maler und Lackierer umfassende Kenntnisse bezüglich der richtigen Bearbeitung von Wänden haben, können Sie diese auch reparieren und erneuern.

Sollten Sie kompliziertere Aufgaben haben, die erledigt werden müssen, so tun Sie gut daran, auf die Qualifikationsnachweise der Betriebe zu achten. Zwar haben alle Maler und Lackierer die gleiche Grundausbildung genossen, bezüglich der Spezialisierungen gibt es aber gravierende Unterschiede.

Grundlegendes zur Wirkung von verschiedenen Anstrichen

Dass schwarz insgesamt bedrückend wirkt, dürfte Ihnen bekannt sein. Für eine Raumfarbe ist schwarz daher ungeeignet. Es gibt lediglich einige Sonderfälle, in denen schwarze Elemente (vor allem Querstreifen) sich in eine eher minimalistische, moderne Architektur einfügen.

Weiß ist bis dato die beliebteste Wandfarbe, was vor allem durch die neutrale Wirkung zu erklären ist. Außerdem ist weiß hell und wirkt somit einladend. Weiß ist zudem die Farbe der Reinheit, was gerade in Küchen und Badezimmern Hygiene vermittelt. Dennoch lassen sich auf weißem Untergrund Verschmutzungen besser sehen (was je nach Standpunkt auch einen Vorteil darstellen kann). Weiße Farbe bedarf bei der Auftragung allerdings zwingend der Sicherheit, dass der Untergrund nicht durchscheint – andernfalls kann die weiße Farbe fleckig oder schlierig erscheinen. Eine Wand weiß zu streichen, ist daher deutlich herausfordernder, als einen sehr dunklen, deckenden Farbton zu verwenden.

Helle Farben wirken immer öffnend und weitend, während dunkle Farbtöne beengend wirken und die Räume kleiner wirken lassen. Ausnahmen bestehen dann, wenn die dunklen Farben zur Architektur passen – beispielsweise passt dunkelgrün sehr gut zu dunkler Holzvertäfelung und dunkle Blautöne können ein modernes, geschütztes Ambiente unterstützen.

Knallige Farben (pink, Neonfarben, etc.) werden von den meisten Menschen für die Wohnräume als unpassend wahrgenommen. Sie lenken zu sehr ab. Rot gilt als belebend, aggressiv machend und erotisierend. Blau und Grün gelten als beruhigend. Es ist anzunehmen, dass Rot sich bestenfalls akzentuiert oder zu speziellen Zwecken eignet.

Zwei Farbkonzepte, die hier noch Platz finden sollen, sind das Verwenden von Harmonien und Kontrasten. Als Harmonie bezeichnet man das Verwenden von zwei (maximal drei) Farben, die im gewöhnlichen Farbkreis nebeneinander liegen. Eine solche Harmonie wirkt beruhigend und in sich abgeschlossen.

Kontraste werden durch das Verwenden von Farben verwendet, die sich im Farbkreis gegenüber liegen. Der Effekt besteht darin, dass der Raum markante Orientierungspunkte erhält. Es lässt sich somit die Aufmerksamkeit des Betrachters gezielt lenken – etwa auf die hellere Fläche oder auf den Übergang zwischen zwei Farben.

Während im Falle der Harmonien die Wirkung umso besser ist, desto sauberer die Farben ineinander übergehen, ist dies bei den Kontrasten umgekehrt: Hier siegt vor allem das „harte“ Abgrenzen der Farbflächen voneinander.

Grundsätzlich gilt zudem auch, dass Querstreifen (ob durch Farben oder Tapeten) einen Raum niedriger wirken lassen. Vertikale Streifen lassen ihn hingegen immer höher wirken. Die Effekte werden verstärkt, wenn die Decke einfarbig ist. Ist sie zudem hell, wirkt ein „erhöhter“ Raum noch höher, ist sie dunkel, wirkt ein „niedrigerer“ Raum noch niedriger.

Fazit

Der Beruf des Malers ist komplex und geht weiter über das bloße Anstreichen hinaus. Gerade die umfassende Bearbeitung, Beschichtung und Versiegelung von Oberflächen ist eine Kombination aus Handwerk, Materialkunde und Erfahrung. Optimale Ergebnisse können nur bei ausreichender Sachkenntnis erzielt werden. Damit das Ergebnis also wirklich beständig, sauber und fachgerecht ist, sollte ein Handwerker beauftragt werden.

Es ist dennoch nicht in Frage zu stellen, dass einfache Anstricharbeiten von den meisten Menschen selbst vorgenommen werden können. Es bedarf hier lediglich grundlegender Kenntnisse bezüglich der richtigen Technik, Farbauswahl und des zu bestreichenden Untergrundes.

Das Handwerk der Malerei kennt dazu noch diverse Spielarten, die es zum Ziel haben, die Umgebung des Menschen ästhetisch zu gestalten. Gerade die Kunstmalerei begeistern bei anspruchsvollen Bauten den Betrachter. Viele Kulturdenkmäler des Menschen wirken überhaupt nur aufgrund ihrer zahlreichen Verzierungen.

Hi Five!
Danke!