Entsorgung

Die Entsorgung – genauer: die MĂŒllentsorgung – ist eine der grĂ¶ĂŸten Herausforderungen der heutigen Zivilisationen. Zwischen dem Gedanken an die Wirtschaftlichkeit, dem Willen, möglichst viel zu recyclen und der reinen Machbarkeit bei den MĂŒllmengen, finden sich hier noch logistische Herausforderungen. Dabei beginnt die Entsorgung von AbfĂ€llen beim Verbraucher und damit bei der Privatperson.

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Was Abfall alles ist

Abfall sind alle Stoffe, Stoffreste und auch Produkte, die am Ort ihres Befindens keinem Zweck mehr dienlich sind. Somit sind alle Stoffe als Abfall zu klassifizieren, deren einziger Zweck aus Sicht des Verbrauchers oder Betriebes die Entsorgung sein kann. Abfall ist somit dann, wenn er anfĂ€llt, vorerst kein Wirtschaftsgut mehr, wird aber wieder eines, sobald er dem Kreislauf der Abfallwirtschaft zugefĂŒhrt wird.

Sie werden entsprechend wohl Verpackungen, Essensreste, SpanabfĂ€lle und so weiter als Abfall bezeichnen. Selbstredend sehen Sie aber auch, dass viele Stoffe, die im MĂŒll landen, durchaus noch leicht wieder verwertet werden können. Darunter befinden sich offensichtliche Beispiele wie Glas, Papier und Kunststoff. Aber de facto – dazu weiter unten ein wenig mehr – lĂ€sst sich fast alles verwerten, was im MĂŒll landet. Es gibt, bis auf wenige Ausnahmen, kein Material, das endgĂŒltig als nutzloser Abfall endet.

Als AbfĂ€lle gelten unter anderem: HausmĂŒll, Altglas, Papier, Kunststoffe, ElektrogerĂ€te, SperrmĂŒll, Textilien, Bauschutt und Werkstoffreste, diverse Chemikalien, SondermĂŒll, Krankenhausabfall und GartenmĂŒll.

Weiterhin wird der Abfall noch klassifiziert, so beispielsweise in gewöhnlichen HausmĂŒll, ethisch bedenklichen Abfall (Plazenten, Körperteile etc.) und ĂŒberwachungsbedĂŒrftigen Abfall.

Entsprechend fĂ€llt bei Privatpersonen vor allem gewöhnlicher Abfall an. Dieser wird – entsprechend der jeweiligen Gemeindeordnung – in den verschiedenen Containern und BehĂ€ltern entsorgt. Eine Trennung nach Grundstoffen hat sich hierbei fast ĂŒberall durchgesetzt und erleichtert die weitere Verwertung ungemein. Generell gilt bei der Entsorgung von AbfĂ€llen das Verursacherprinzip. Dies bedeutet, dass der Verursacher des Abfalls fĂŒr dessen primĂ€re Entsorgung (und gegebenenfalls auch Aufbereitung) zustĂ€ndig ist. Bei Privatpersonen und Bauherren bedeutet dies beispielsweise, dass sie wissen mĂŒssen, wohin welcher Abfall muss und wie getrennt wird. Es gibt in jeder Gemeinde Möglichkeiten, eine nicht sachgerechte Entsorgung zu ahnden.

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MĂŒlltrennung

Gewöhnlicher HausmĂŒll (abzĂŒglich der Wertstoffe) wird in der Regel nicht weiter getrennt. Nach einer weiteren Sortierung wird er hĂ€ufig verbrannt. Allerdings stellen diverse Abfallaufkommen den Anspruch, entsprechend entsorgt zu werden.

Beispiele fĂŒr Vorsortierungen, die auch Sie tĂ€tigen mĂŒssen, sind etwa das richtige Entsorgen von Glas, von Altpapier, von Textilien (hier bieten sich bei intakten KleidungsstĂŒcken auch Altkleidercontainer an), von grĂ¶ĂŸeren GartenabfĂ€llen (BaumstĂŒmpfe, großer Holzschnitt usw.) und von Wertstoffen.

Weiterhin gibt es ein berechtigtes Interesse an der Wiederverwertung von elektronischen Komponenten und Metallen. Auch chemische AbfĂ€lle und Gefahrenstoffe mĂŒssen von Ihnen – richtig verpackt – fachgerecht entsorgt werden. FĂŒr die beiden letzteren Abfallarten gibt es in der Regel mobile Entsorgungsstationen, die bei Bedarf angefragt werden können.

Die meisten Abfallarten – gerade sperrige Aufkommen und Wertstoffe – können indes beim nĂ€chstgelegenen Wertstoffhof entsorgt werden. Gerade Holz (nach unbehandeltem und behandeltem sortiert), SperrmĂŒll, große Mengen Glas oder Elektroschrott ist hier sehr gut aufgehoben. Eine Anfrage beim nĂ€chsten Recyclinghof diesbezĂŒglich kann dabei helfen, anfallende AbfĂ€lle entsprechend vorzusortieren.

Beim Bau fallen zudem hĂ€ufig besondere MĂŒllarten an, die einer entsprechenden Entsorgung bedĂŒrfen. Darunter befinden sich vor allem umwelt- und gesundheitsschĂ€dliche Stoffe, so etwa mit Asbest kontaminierter Schutt, Bitumen oder auch mit Chemikalien kontaminierter Aushub.

Nicht zu verwertender Abfall und solcher fĂŒr das Endlager

Es gibt insgesamt drei „Endstationen“ fĂŒr nicht mehr zu verwendenden Abfall: Die Verbrennung, die gesicherte Zwischenlagerung und die Endlagerung. Verbrannt wird dabei in der Regel alles, was sich nicht weiter verwerten lĂ€sst oder wo ein weiteres Sortieren und Recyclen in keinem VerhĂ€ltnis zum zu erwartenden Gewinn steht. Dies betrifft etwa KĂŒchenabfĂ€lle (die bestenfalls bei Eignung noch als Kompost oder fĂŒr eine Biogasanlage verwertet werden können). Der zu verbrennende MĂŒll wird in der Regel dahingehend aufgewertet, dass er in seiner Zusammensetzung einen optimalen Brennwert haben soll. HierfĂŒr werden etwa HolzspĂ€ne beigemengt. Dies sorgt fĂŒr eine grĂ¶ĂŸere WĂ€rmeausbeute und damit fĂŒr eine bessere Energiegewinnung.

Die weitere Entsorgung des verbrannte MĂŒlls betrifft – nach einer weiteren Sortierung, bei der etwa Metallreste aussortiert werden – die Schlacke und Aschen. Diese werden mit Nutzen endgelagert. Die grĂ¶ĂŸte Menge wird dabei zum AuffĂŒllen von leeren Bergwerken verwendet, was vor allem EinbrĂŒchen der Stollen vorbeugen soll. Auch ist dieses Material zur Verwendung als FĂŒllmaterial beim Straßen- oder Dammbau geeignet. Optimal erzeugte Schlacke hat eine besonders hohe Dichte und und lĂ€sst kaum HohlrĂ€ume zu. Es handelt sich somit um einen zwar unflexiblen, aber praktischen Baustoff.

Gelegentlich wird hochgradig komprimierter MĂŒll auch direkt in MĂŒllbergen, Deponien, Bergstollen oder Ă€hnliche HohlrĂ€ume verbracht. Ist das Lager voll, wird hĂ€ufig mit Beton versiegelt. Somit wird der MĂŒll – der grĂ¶ĂŸtenteils aus nicht schĂ€dlichen Bestandteilen bestehen muss sich selbst ĂŒberlassen.

MĂŒll, welcher per Definition zwischengelagert wird, ist vor allem radioaktiver Abfall. Dieser wird in aufwendigen Containern meist in grĂ¶ĂŸere Hallen verbracht, wo er solange steht, bis ein geeignetes Endlager gefunden ist. Es ist nicht abzusehen, wie lange der radioaktive Abfall in ZwischenlagerstĂ€tten verbleibt.

Die Zielhierarchie bei und vor der Entsorgung

Das grĂ¶ĂŸte Problem bei der Entsorgung ist, dass sie ĂŒberhaupt notwendig ist. Da das Ideal einer abfallfreien Welt allerdings noch in sehr weiter Ferne liegen dĂŒrfte, haben sich die EuropĂ€ische Komission, Abfallunternehmen, Gemeinden und UmweltschutzverbĂ€nde auf eine Zielhierarchie bezĂŒglich des Aufkommens und der Entsorgung von AbfĂ€llen verstĂ€ndigt.

Dabei steht an erster Stelle die Abfallvermeidung. Dieser Themenkomplex soll hier keinen Platz finden, aber es sei angemerkt, dass Sie hier als Verbraucher oder AusfĂŒhrender von Projekten die Verantwortung tragen. Die Vermeidung einer Entsorgungsnotwendigkeit beginnt mit der Wahl von umweltfreundlichen, recyclefĂ€higen Stoffen und endet mit der konsequenten Wiederverwertung aller anfallenden AbfĂ€lle, die zur Wiederverwertung geeignet scheinen.

An zweiter Stelle steht die Vorbereitung von AbfĂ€llen, die der oben beschriebenen Vorsortierung der AbfĂ€lle entspricht. Die Entsorgung von AbfĂ€llen wird zwar fĂŒr den Verursacher der AbfĂ€lle nicht leichter, wenn er sie entsprechend vorsortieren muss, aber die anschließende Verwertung sehr wohl. Es gilt hier uneingeschrĂ€nkt der Verursacherprinzip. WĂ€hrend bei Privatpersonen Fehler erwartet werden, sind Betriebe zur peinlich genauen Einhaltung der Vorschriften verpflichtet.

An dritter Stelle steht das Recycling (der Kernaspekt der Abfallwirtschaft; dazu gleich mehr). Das Recycling hat den obersten Stellenwert vor einer weiteren Verwendung oder Lagerung der AbfÀlle. Das hohe Ziel der gesamten Entsorgung muss es immer sein, ein Recycling leicht zu ermöglichen.

An vierter Stelle steht die sonstige Verwertung, also vor allem das Verheizen von AbfĂ€llen und das weitere Komprimieren zur Erzeugung von FĂŒll- und Baustoffen. An letzter Stelle steht die Lagerung in Deponien.

Es ist das erklÀrte Ziel, die anfallende Abfallmenge nach Entsorgung durch eine weitere Verwertung zu minimieren.

Der Kreislauf der Abfallwirtschaft: Von der Entsorgung bis zum Recycling

Die Entsorgung beginnt beim Verbraucher und Verursacher. Alles Weitere ist Sache der an der Entsorgung und der Verwertung beteiligten Unternehmen. Rechtlich sei hier angemerkt, dass Abfall und Produkte im Recht getrennt behandelt werden. Auch ist eine Abgrenzung schwierig: So kann bei aufbereitetem Abfall und solchem, der noch Gewinn abwirft (durch Recycling) streng genommen von einem Handelsgut, nicht aber von einem Produkt, gesprochen werden. Dies liegt daran, dass Abfall per Definition nie eigens produziert wird – er fĂ€llt einfach an und ist eine Nebenerscheinung der Produktion und des Konsums.

UnabhĂ€ngig von der Bezeichnung werden AbfĂ€lle von diversen Unternehmen vorerst den Sortierungsanlagen zugefĂŒhrt. Hier wird aussortiert, was noch Wert bringt oder wiederverwertet werden kann. Dabei wird besonders auf Glas, Metalle, Kunststoffe und grĂ¶ĂŸere MĂŒllteile geachtet. HierfĂŒr wird meist nach Dichte in Wasserströmen sortiert: Schwere Teile, wie etwa Glas und Metall, sinken hierbei, wĂ€hrend leichterer Abfall abgetrieben wird. FĂŒr die weitere Sortierung – je nach Zweck – kann der Abfall noch gerĂŒttelt und gesiebt werden. In einigen FĂ€llen wird der Abfall auch stichprobenartig hĂ€ndisch sortiert – etwa dann, wenn bestimmte Teile im MĂŒll vermutet werden oder zur ÜberprĂŒfung der Effizienz der lokalen MĂŒlltrennung.

Außerdem wird auf Wertstoffhöfen, bei welchen vor allem recyclefĂ€higer Abfall landet, meist vor Ort noch sortiert. Dies umfasst unter anderem das Lösen von Metallen und elektronischen Komponenten aus dem MĂŒll (hĂ€ufig unter Zuhilfenahme von SĂ€uren), das „SchĂ€len“ von Kabeln zur Gewinnung von Kupfer und so weiter. Die meisten ElektrogerĂ€te sowie SperrmĂŒll werden vor Ort komplett demontiert. In einigen FĂ€llen wird von den Recyclinghöfen aus auch der noch zu verwertende „MĂŒll“ weiter verkauft.

Die Abfallwirtschaft stellt dabei die Gesamtheit aller Unternehmen dar, die mit Abfall zu tun haben. So sind sind sie etwa auch fĂŒr die Entsorgung, die toxikologische Bewertung von AbfĂ€llen, den Transport, die Sortierung, die Aufbereitung und so weiter zustĂ€ndig. Nicht zuletzt gibt es beratende Unternehmen, die andere Unternehmen dahingehend beraten können, wie diese Abfall vermeiden. SelbstverstĂ€ndlich stehen Ihnen als Privatperson diese RatschlĂ€ge auch zur VerfĂŒgung.

Die Unternehmen tragen auch die Verantwortung fĂŒr die sichere Lagerung von AbfĂ€llen. WĂ€hrend die fachgerechte Entsorgung vor allem eine logistische Herausforderung ist (die Deponien, Sortier- und Verbrennungsanlagen haben begrenzte KapazitĂ€ten), ist die Lagerung ein technisch aufwendiges Verfahren, insofern die AbfĂ€lle noch weiter aktiv sind. Unter AktivitĂ€t zĂ€hlen hierbei etwa das Aufkommen von Gasen (davon die HĂ€lfte Methan) und das Aufkommen von Sickerwasser. Letzteres kann giftig sein und muss entsprechend aus dem Boden geholt werden. Andernfalls mĂŒssen kontaminierte Böden aufwendig aufbereitet werden. Zudem sind MĂŒlldeponien in verschiedene Klassen unterteilt: Auf solchen, auf denen auch gefĂ€hrliche AbfĂ€lle gelagert werden, gelten besondere Sicherheitsvorschriften. Der unbefugte Zutritt muss unbedingt unterbunden werden. Nicht selten sind zudem DiebstĂ€hle von Wertstoffen auf Recyclinghöfen.

Da sich unter den AbfĂ€llen auch gefĂ€hrliche Komponenten befinden (auch abseits von radioaktivem MĂŒll), sind besondere Kenntnisse im Umgang erforderlich. Diese werden etwa beim Umgang mit KrankenhausabfĂ€llen (infektiös, ethisch bedenklich oder schlichtweg herausfordernd fĂŒr das EkelgefĂŒhl des Menschen) gebraucht. Auch giftige Stoffe bedĂŒrfen einiger Vorsicht.

Zudem sind die technischen Verfahren, mit welchen MĂŒll komprimiert und aufbereitet wird, sehr aufwendig. MĂŒllpressen und Sortieranlagen brauchen viel Energie. Es ist daher im Interesse der Unternehmen, diese möglichst effizient aus dem MĂŒll zu gewinnen.

Insgesamt sind die Entsorgung und die Verwertung von AbfÀllen ein bedeutender Wirtschaftszweig, der interdisziplinÀr angelegt ist. Die Grenzen zwischen Chemikern, Logistikern und FachkrÀften sind nicht immer eindeutig zu ziehen.

Entsorgung beim Bau und fĂŒr Handwerkersbetriebe

Beim Bau und Handwerk fallen in der Regel so große Abfallmengen an, dass eine schlichte Entsorgung in mehreren MĂŒllbeuteln (vorsortiert) nicht ausreichend ist. Zu diesem Zweck befinden sich an Baustellen und in den meisten Betrieben bereits entsprechende Container. Zwar ist der meiste anfallende Abfall ungefĂ€hrlich (vor allem SpĂ€ne und Bruch sind hier zu erwĂ€hnen). Aber es kommt auch zu AbfĂ€llen, deren Entsorgung gerade der Privatperson vorerst unklar ist.

Darunter fallen zum Beispiel alte Zwischendecken (die mit Asbest oder anderen Stoffen kontaminiert sein können), verklebte Teile, alte Leitungen, Kabel oder Glasbruch. Es ist daher verpflichtend, dass dort, wo gebaut oder produziert wird, der Abfall direkt in entsprechenden Containern landet und nicht erst aufgetĂŒrmt wird.

In Betrieben sind die EigentĂŒmer hierfĂŒr zustĂ€ndig. Bei Privatpersonen, die grĂ¶ĂŸeren Projekten nachgehen, sind diese selbst zustĂ€ndig. Zu diesem Zwecke gibt es Unternehmen, die sich der primĂ€ren Entsorgung von AbfĂ€llen annehmen.




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Entsorgungsunternehmen

FĂŒr den Fall, dass grĂ¶ĂŸere Mengen Abfall anfallen, deren Verbringung eine Person selbst nicht gewĂ€hrleisten kann, gibt es Abfallentsorgungsunternehmen. Ein Beispiel ist der bereits oben angefĂŒhrte Bus, dessen Fahrer sich um die fachgerechte Verbringung von chemischen AbfĂ€llen und GefahrengĂŒtern kĂŒmmert. Dies ist allerdings ein Sonderfall, der selten eintritt, insofern das eigene Hobby nicht darin besteht, mit Chemikalien zu hantieren.

Die Entsorgungsunternehmen, die Ihnen zur VerfĂŒgung stehen, lassen sich online ausfindig machen oder können bei der Gemeinde erfragt werden. Es ist zu beachten, dass die verschiedenen Unternehmen meist nicht fĂŒr die Entsorgung aller möglichen AbfĂ€lle zustĂ€ndig sind, sondern lediglich fĂŒr eine bestimmte Art von AbfĂ€llen. Am bedeutendsten dĂŒrften in den meisten FĂ€llen Unternehmen zur Beseitigung von Bauschutt sein. Weiterhin sind Entsorgungsunternehmen dann der richtige Ansprechpartner, wenn Unklarheit bezĂŒglich der korrekten Verbringungen angefallener AbfĂ€lle herrscht.

Speditionen, die etwa den Abtransport von SperrmĂŒll, grĂ¶ĂŸeren Mengen HausmĂŒll oder Elektroschrott anbieten, sind keine Entsorgungsunternehmen vor dem Recht. Sie bieten lediglich als Dienstleistung an, diese Stoffe zum nĂ€chsten Recyclinghof zu bringen. Dies kann – insofern Sie sich wirklich sicher sind, dass kein Teil der angefallenen AbfĂ€lle einer besonderen Behandlung bedarf – eine kostengĂŒnstigere Option sein. Andernfalls bleibt hier allerdings auch der selbststĂ€ndige Transport dieser AbfĂ€lle per PKW.

Bei der Entsorgung von MĂŒll gilt, gerade dann, wenn möglicherweise Gefahrenstoffe anfallen: Ein Anruf bei einem Entsorgungsunternehmen ist die richtige Option.

Umweltschutzaspekte bei der Entsorgung

Es gibt ohne Frage großes wirtschaftliches Interesse am MĂŒll. Gerade Metalle, Glas, Papier und andere, leicht zu recyclende Stoffe, stehen dabei im Fokus. Dies hat primĂ€r etwas mit VerfĂŒgbarkeit zu tun: Gerade Metalle sind nur in begrenzter Menge vorhanden. Das Recyclen von Metallen lohnt sich aus umweltethischen Gesichtspunkten daher immer. GlĂŒcklicherweise lohnt es sich auch wirtschaftlich: Gerade Platinen und Kabel sind besonders begehrt.

Auch Kunststoffe sollten möglichst umfassend dem Kreislauf zugefĂŒhrt werden, denn diese bestehen im Grund aus Erdöl. Auch dieser Rohstoff ist in begrenzten Mengen vorhanden und belastet bei Verbrennung die Umwelt ungemein.

UnabhĂ€ngig davon, dass das Recyclen von Abfall immer sinnvoll ist, ist ein weiterer wichtiger Aspekt bei der korrekten Entsorgung der des direkten Umweltschutzes. Es gibt sehr viele Arten von Abfall, die große SchĂ€den in den Böden und GewĂ€ssern anrichten können. Dazu zĂ€hlen nicht nur radioaktive und chemische AbfĂ€lle, sondern auch Mineralstoffe (die den Boden ruinieren können) und vor allem Plastik. Letzteres steht dabei in letzter Zeit vermehrt im öffentlichen Fokus, da es sich aufgrund seiner Struktur sehr lange in den GewĂ€ssern – und nicht zuletzt in den Weltmeeren – hĂ€lt. Es ist löst sich nur langsam auf, nimmt Lebensraum weg und Tiere, die es aufnehmen, verenden regelmĂ€ĂŸig daran.

Die Entsorgung von Plastik fĂŒhrt zu dem Effekt, dass immer mehr Fisch mit Mikroplastik kontaminiert ist, welches dann vom Menschen wieder aufgenommen wird. Es ist anzunehmen, dass dies nicht gesundheitsfördernd ist.

Wenngleich es schwierig ist, Plastik zu vermeiden, so sollte doch die Anstrengung diesbezĂŒglich mindestens bei der Entsorgung unternommen werden. Plastik gehört vom Rest getrennt und sollte weder verbrannt noch in den Meeren verklappt werden.

Weiterhin ist es so, dass dass die korrekte Entsorgung von AbfĂ€llen einer schlichten Verfeuerung (frĂŒher sehr hĂ€ufig praktiziert) vorzuziehen ist. Gerade organische AbfĂ€lle erzeugen bei Verbrennung immense Mengen an Treibhausgasen. Ähnliches gilt fĂŒr Kunststoffe. Die Verbrennung einiger Materialien, wie beispielsweise Gummi, erzeugt zudem giftige Gase.

Davon ausgehend, dass nicht mehr zu verwertender MĂŒll meistens verbrannt wird, kann zumindest der Ausstoß von giftigen DĂ€mpfen dabei dadurch reduziert werden, dass bei der Entsorgung wirklich penibel auf die korrekte Trennung von AbfĂ€llen geeignet wird. So finden sich in der zu verfeuernden Masse keine Partikel und Teile mehr, die eigentlichen einem sinnvollerem Zwecke zugefĂŒhrt werden sollten.

Fazit

Die Entsorgung von MĂŒll und Schutt stellt eine große Anstrengung dar, da sie einiger Disziplin, Logistik und Platz bedarf. Allerdings kann jede Privatperson durch eine richtige Trennung des MĂŒlls zum Umweltschutz und wirtschaftlich sinnvollem Recycling beitragen.

Die Entsorgungsunternehmen sowie die Abfallwirtschaft tragen hierbei die Verantwortung dafĂŒr, dass nach der Entsorgung eine möglichst optimale Verwertung des MĂŒlls stattfindet. Dabei sollte an erster Stelle aber immer die Vermeidung von AbfĂ€llen angestrebt werden.

Da sich Abfall allerdings nie komplett vermeiden lassen wird, wird dieses Thema den Menschen noch einige Zeit beschĂ€ftigen. Es ist wĂŒnschenswert, dass der korrekten Entsorgung mehr Beachtung zuteil wird.

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Hi Five!
Danke!