Energieausweis

Eingeführt wurde der verpflichtende Energieausweis erstmals 2007. Die ausgestellten Ausweise bleiben 10 Jahre gültig und müssen 2018 daher nun erneuert werden. Mit dem neuen Gebäudeenergiegesetz (GEG) wird 2018 voraussichtlich auch das Energieeinspargesetz (EnEG), die Energieeinsparverordnung (EnEV) und das Erneuerbare-Energien-Wärmegesetz (EEWärmeG) zusammengeführt. Es wird also Zeit, sich mit den anstehenden Änderungen und den derzeit bestehenden Vorgaben vertraut zu machen.

 

Energieausweis online beantragen


Energieausweis-online-erstellen.de

 

Warum wurde der Energieausweis eingeführt?

Als der Energieausweis im Oktober 2007 eingeführt wurde, sollte er potenziellen Mietern oder Käufern einer Immobilie einen Vergleich zwischen verschiedenen Immobilien unter dem Gesichtspunkt des Energieverbrauchs ermöglichen. Die zu erwartende Kosten sollten sich mit ihm einfacher kalkulieren lassen.

Damit war auch der Gedanke verbunden, energetisch nachhaltig gestaltete Gebäude im direkten Vergleich attraktiver zu machen. Indirekt sollten Anreize dafür geschaffen werden, bei Baumaßnahmen vorrangig auf einen möglichst effizienten Energieverbrauch zu achten.

Daher wurden im Energieausweis auch von Anfang an unverbindliche Verbesserungsvorschläge für Sanierungsmaßnahmen gemacht, die sich energetisch vorteilhaft auf das Gebäude auswirken würden. Dabei soll der Aussteller auch vermerken, wenn keine Empfehlungen zur Sanierung möglich sind, zum Beispiel weil bereits eine umfassende Sanierung erfolgt ist.

Ein Energieausweis macht allgemeine Angaben zum Gebäude und den verwendeten Energieträgern (Gas, Strom oder Öl) und nennt dessen Energieverbrauchskennwerte. Der Energieausweis wird nicht für einzelne Wohnungen ausgestellt, sondern immer für das gesamte Gebäude.

 


Energieausweis-online-erstellen.de
Anzeige

Wer braucht den Energieausweis?

Ein Energieausweis ist seit 2007 bei der Errichtung eines Gebäudes, seiner Erweiterung oder nach einer verändernden Baumaßnahme am Gebäude verpflichtend. Jeder, der ein Gebäude oder Teile eines Gebäudes verkaufen oder neu vermieten will, braucht einen Energieausweis.

Wer ein Inserat in einem kommerziellen Medium aufgibt, muss darin vermerken, welcher Art der vorliegende Energieausweis zur betreffenden Immobilie ist. Es ist anzugeben wie hoch der ermittelte Bedarf oder Verbrauch sind, womit geheizt wird und wann die Immobilie gebaut wurde. Wenn für die Immobilie ein Energieausweis nach dem 1. Mai 2014 erstellt wurde, muss auch die darin zugewiesene Energieeffizienzklasse genannt werden.

Werden die Angaben nicht gemacht, können diese nur durch den Hinweis „Energieausweis in Vorbereitung“ ersetzt werden. In diesem Fall muss der Energieausweis unverzüglich jedem potenziellen Mieter oder Käufer oder sonstigem potenziellen Vertragspartner vorgelegt werden sobald seine Ausfertigung abgeschlossen ist. Geschieht dies nicht, kann von der zuständigen Bauaufsichtsbehörde ein Bußgeld von bis zu 15 000 Euro verhängt werden.

In öffentlichen Gebäuden von über 500 m²n Nutzfläche muss der Energieausweis gut sichtbar ausgehängt werden.

Nur für Baudenkmäler oder Gebäude bis 50 m² ist kein Energieausweis erforderlich.


Solarterrasse & Solarcarport

Wie viele Ausweise pro Haus oder Gebäudekomplex?

Wird eine Immobilie zu einem nicht unerheblichen Anteil gemischt genutzt (ab 10 Prozent aufwärts) müssen zwei getrennte Ausweise ausgestellt werden. Wird also eine Gebäudefläche von insgesamt 500 m² auf 100 m² gewerblich genutzt, während der restliche Anteil zu Wohnzwecken genutzt wird, sind zwei Ausweise notwendig.

Generell gilt, dass bei einem zusammenhängenden Gebäudekomplex für jedes Gebäude mit einem eigenen Hauseingang auch ein separater Energieausweis ausgestellt werden muss.

 

Wer stellt einen Energieausweis aus?

Zur Ausstellung eines Energieausweises berechtigt der Abschluss eines Hochschulstudiums aus den Bereichen der Bautechnik, des Bauingenieurwesens, der Physik oder der Architektur. Auch Handwerksmeister im Bauhandwerk sowie Personen, die eine nach § 21 der Energieeinsparverordnung vorgegebene Nachweisberechtigung erworben haben, dürfen für Wohngebäude einen Energieausweis ausfertigen. Der Name und die Anschrift des Ausstellers sowie die Berufsbezeichnung und das Datum der Ausstellung müssen dabei angegeben werden. Seit Mai 2014 ausgestellte Ausweise sind außerdem mit einer Registriernummer versehen.

 

Ein Energieausweis ist Pfilcht. Jetzt kostenlos informieren und einfach online erstellen!

 

Verbrauchsausweis oder Bedarfsausweis?

Es besteht weitgehende Wahlfreiheit dahin gehend, in welcher Form der Energieausweis erstellt und vorgelegt wird. Unterschieden wird dabei zwischen dem Bedarfsausweis und dem Verbrauchsausweis.

 

Verbrauchsausweis

Ein Verbrauchsausweis wird auf Grundlage der Gebäudedaten zur Gebäudenutzfläche und dem Energieverbrauch der Gebäudenutzer während der letzten 3 Jahre oder Abrechnungsperioden für Heizung und Warmwasser erstellt. Auch der Energieaufwand für Lüftung, Kühlung oder Beleuchtungsanlagen des Gebäudes werden im Bedarfsfall berücksichtigt.

Die Erhebung dieser Daten ist meist relativ einfach möglich und kaum fehleranfällig. Die relevanten Verbrauchszahlen werden über einen Klimafaktor auf einen Mittelwert umgerechnet und einer Witterungsbereinigung unterzogen.Unberücksichtigt bleibt, ob das Gebäude zentral oder durch eine Etagenheizung beheizt wird.

Unvermeidbar ist dabei, dass die ermittelten Kennwerte vom individuellen Heizverhalten der Bewohner abhängen.

Werden Leerstände oder die Gesamtnutzfläche des Gebäudes nicht sorgfältig erfasst, verfälscht das die Ergebnisse.

Die zuständigen Behörden haben nach eigenen Angaben im Jahr 2014 stichprobenartig rund 5,6 Prozent der ausgestellten Ausweise kontrolliert, die gesammelten Ergebnisse aber noch nicht abschließend ausgewertet.

 




Badarfsausweis

Der Bedarfsausweis ermittelt den theoretischen Energiebedarf einer Immobilie. Er wird immer für Neubauten erstellt, da hier die zur Erstellung notwendigen Daten für einen Verbrauchausweis nicht vorliegen. Zur Ermittlung des Bedarfs wird der Zustand der Wände, der Fenster und der Heizungen bewertet. In die Bewertung fließen das Baujahr, der Gebäudetyp und standardisierte Daten zu den Rahmenbedingungen wie Klimadaten und die zu erwartende Raumtemperatur ein. Daraus lässt sich dann der zu erwartende Energiebedarf und damit die zu vergebende Energieeffizienzklasse ermitteln.

Zwar sind die Energiekennwerte damit unabhängig vom individuellen Nutzungsverhalten einzelner Bewohner, die Genauigkeit und Aussagekraft des Energieausweises hängt nun aber unweigerlich davon ab, wie genau und mit welcher Expertise die zugrundeliegenden Daten ermittelt wurden.

Außerdem wird ein Bedarfsausweis auf der Grundlage erstellt, dass eine durchschnittliche Raumtemperatur von 19 °C besteht. Pro Grad darüber wird der Energieverbrauch um durchschnittlich sechs Prozent angehoben, sodass sich auch hier im Nachhinein eine nutzungsabhängige Varianz ergeben kann.

Eine Evaluierung des Bundesinnenministeriums von 2011 hat festgestellt, dass der durch einen Verbrauchausweis ermittelte Endenergiekennwert durchschnittlich 25 Prozent unter dem des Bedarfsausweises für das gleiche Haus liegt. Daher ist allgemein davon auszugehen, dass ein die Energieeffizienzklasse eines Hauses mit Verbrauchsausweis real eine Klasse schlechter einzustufen ist als angegeben, die Energieeffizienzklasse eines Hauses mit Bedarfsausweis eine Klasse besser.

Der Bedarfsausweis ist dann Pflicht, wenn es sich um ein Wohnhaus handelt, das vor 1978 erbaut wurde und weniger als 5 Wohneinheiten besitzt. Nur, wenn nach dem Erbauungsjahr eine energetische Sanierungsmaßnahme stattgefunden hat, kann wahlweise auch ein Verbrauchsausweis ausgefertigt werden. Eine derartige Sanierungsmaßnahme wäre beispielsweise eine Veränderung der Wärmedämmung, eine Erneuerung der Dämmung des Dachs, ein Austausch der Fenster oder der Heizung.

Energieausweis ausfüllen!
Energieausweis ausfüllen!
Jetzt einfach online erstellen!

Bedeutung der Energiekennwerte

Die Kennwerte für den Energiebedarf werden in kWh/m²a – also Kilowattstunden (kWh) pro Quadratmeter (m²) Nutzfläche im Jahr (a) – angegeben.

Bei einem Bedarfsausweis sind die Kennwerte auf Seite 2 des Energieausweises aufgeführt, während Seite 3 leer bleibt. Bei einem Verbrauchsausweis sind die Kennwerte auf Seite 3 des Energieausweises aufgeführt, während Seite 2 leer bleibt.

Je höher der Kennwert ist, desto höher der Verbrauch und desto schlechter der energetische Zustand des Gebäudes. Der Berechnung der Kennwerte liegt die Gebäudenutzfläche AN zugrunde, nicht die Wohnfläche. Bei der Berechnung der Gebäudenutzfläche wird das zu beheizende Gebäudevolumen ermittelt, um auch Abweichungen bei der Geschosshöhe von Gebäuden Rechnung zu tragen. Um die sich ergebenden Energiekosten für eine spezielle Wohnung innerhalb eines Gebäudes abzuschätzen, sind daher weitere Faktoren maßgeblich.

Um die Energieeffizienz von Häusern vergleichbar zu machen, wird in den neueren Ausweisen eine Farbskala verwendet, auf der eine Zuweisung von Energieeffizienzklassen (A+ bis H) vorgenommen wird.

Erst mit diesen Ausweistypen, die ab dem 1. Mai 2014 erstellt wurden, ist eine realistische Vergleichbarkeit erreicht worden. Aufgrund der ermittelten Werte werden den Gebäuden wie bei Elektrogeräten Energieeffizienzklassen zugewiesen. Diese rangieren von A+ bis H und ordnen besonders energieeffiziente Immobilien mit A+ alphabetisch wenig energieeffizienten Bauten bis zum Buchstaben H zu.

Die ermittelte Effizienzklasse berücksichtigt aber die Gesamtenergieeffizienz des Gebäudes und bewertet die Dämmung und Heizungsanlage nicht voneinander getrennt. Ein Blick in die gegebenen Sanierungsvorschläge ist gerade bei einem Immobilienkauf daher anzuraten, da nur daran abgelesen werden kann, wie viel Energiesparpotenzial in dem Gebäude noch steckt.

Außerdem wird neben dem Kennwert für den Endenergiebedarf unterhalb des Farbbands oft auch ein Wert ausgewiesen, der als Primärenergiekennwert (PE-Kennwert), die Primärenergie ausweist, die ursprünglich als fossile Energiemenge aufgewendet wird und nach den sich ergebenden Verlusten durch Abbau, Lieferung und Weiterverarbeitung benötigt wird, um das Haus zu versorgen. Gerade dieser Wert bildet ab, wie es um die Nachhaltigkeit des Gebäudes im Hinblick auf den Klimaschutz bestellt ist.

Sind Öl oder Erdgas die Energieträger, fällt der Primärenergiekennwert immer weit ungünstiger aus als der Endenergiekennwert.

Wird ein Haus mit regenerativen Energien wie Sonnenenergie oder aus einem nachwachsenden Energieträger wie Holz mittels einer Pelletheizung versorgt, ist der PE-Kennwert niedriger und damit besser als der Kennwert für den Endenergiebedarf.

Je nach Wärmedämmung des jeweiligen Hauses oder bei einer fehlenden Wärmeschutzverglasung der Fenster kann es aber sein, dass trotz der Versorgung mit regenerativen Energien ein Gebäude eine insgesamt ungünstigere Bewertung erhält.

 

 

Vergleichbarkeit von Gebäuden anhand der verschiedenen Energieausweise

Energieausweis Unterschift
Energieausweis Unterschift

Nach der Einführung des Energieausweises wurde sofort Kritik geäußert: Eine Vergleichbarkeit von energetischen Eigenschaften von Gebäuden, die ja die Intention hinter der Einführung des Ausweises gewesen war, sei trotz des Energieausweises weiter nicht gegeben.

Da Bedarfsausweise und Verbrauchsausweise auf verschiedenen Daten und unterschiedlichen Berechnungsverfahren basieren, zeigte sich in der Tat schnell, dass die ermittelten Werte in der Tat erheblich voneinander abweichen.

Mit der Zeit hat sich durch die Änderung des Energieausweisformulars der Vergleich von älteren Energieausweisen mit denen jüngeren Datums zusätzlich erschwert.

Energieausweise werden immer nach den aktuellen Vorgaben durch die bis zuletzt gültige Energieeinsparverordnung (EnEV)erstellt. Nach der Einführung der Energieausweise 2007 wurde diese Verordnung 2009 und 2014 novelliert, wobei sich das Ausweisformular jeweils änderte. Da Energieausweise normalerweise 10 Jahre gültig sind, sind viele dieser älteren Ausweise noch im Umlauf. Auf den älteren Ausweisen fehlt die Zuordnung einer Energieeffizienzklasse.

Vor 2014 war die Farbskala der „Vergleichswerte Endenergie“ noch eine andere. Legt man die Maßgaben der früheren Einstellungen zugrunde, die heute kaum noch realistisch scheinen, ergeben sich geradezu paradoxe Einschätzungen der Energieeffizienz von Gebäuden im Vergleich zu den zugrunde liegenden Werten der Ausweise jüngeren Datums.

Seit 2014 reicht die Skala von 0 – 250 kWh/m²a. Ein Gebäude, das auf der Mitte der Skala, im gelben Farbbereich eingeordnet ist, benötigt hier 130 kWh/m²a.

Zwischen Oktober 2009 und April 2014 war einem Gebäude mittelmäßiger Effizienz in der Skala einem Kennwert von 215 kWh/m²a zugeordnet.

In einem neueren Ausweis würde dieses Gebäude in der als schlecht einzustufenden Energieeffizienzklasse G rangieren. Als „energetisch gut modernisiert“ galt ein Einfamilienhaus in dieser Phase noch bei einem Endenergiewert von 150 kWh/m²a. Auch dieser Wert wird heute als zu hoch eingeschätzt und würde derzeit nur noch mit einer Energieeffizienzklasse von E bewertet.

Ein als „gut“ eingestuftes Einfamilienhaus der Klasse B und besser verbraucht nach der aktuellen Skala unter 75 kWh/m²a.

 

Wie lassen sich der Energieverbrauch und die entstehenden Kosten abschätzen?

Energieausweis beantragen!

Jetzt Energieausweis beantragen!

Da der Energieausweis für ein Gebäude erstellt wird und nicht für eine einzelne Wohnung, kann der tatsächliche Energiebedarf einer Wohnung deutlich von den im Energieausweis ermittelten Werten abweichen.

Natürlich haben wechselnde Witterungsverhältnisse und das Verhalten der Bewohner einen starken Einfluss auf den zu erwartenden Verbrauch. Eine Wohnung im Erdgeschoss oder unter dem Dach hat in der Regel immer einen höheren Energiebedarf als eine Wohnung in einem Zwischengeschoss. Auch viele frei stehende Außenwände erhöhen den Energieverbrauch eines Gebäudes oder eines Gebäudeteils. Das gilt besonders, wenn das betreffende Haus nicht ausreichend gedämmt ist.

Auf der ersten Seite des Energieausweises wird aufgeführt, mit welchem Energieträger das Haus beheizt wird. Voraussehbar ist natürlich nicht, wie sich die Preise der verwendeten Brennstoffe und Energieträger in Zukunft genau entwickeln. Allerdings ist absehbar, dass alle fossile Energien insgesamt teurer werden.

Wird im Energieausweis als Energieträger„Strom“ angegeben, ist wichtig zu wissen, ob die Versorgung durch eine Wärmepumpe, eine elektrische Direktheizung oder einen Nachtstromspeicher erfolgt.

Nur, wenn diese Information zusätzlich verfügbar ist, lässt sich realistisch einschätzen, welche Kosten im weiteren Verlauf tatsächlich entstehen. Direktheizungen (Heizstrahler, Heizlüfter) und Nachtstromspeicher (Einzelspeicheröfen, Fußbodenheizungen) sind im Verbrauch insgesamt höher als Wärmepumpen. Wärmepumpen leiten ein Kältemittel in den Erdboden, das dort Wärme aufnimmt und auch bei niedrigen Temperaturen verdampft. Das nun gasförmige Kältemittel wird unter Druck gesetzt, verdichtet sich dadurch erneut, komprimiert die gewonnene Wärme und gibt sie an ein Speichermedium, zumeist Wasser, ab.

Vom ökologischen Gesichtspunkt aus stellen Wärmepumpen allerdings auch ein Risiko dar. Erdsonden können zu Altlasten für die Zukunft werden und sich negativ auf das Grundwasser auswirken. Die in Kältemitteln verwendeten Substanzen wie die teilfluorierten Kohlenwasserstoffe HFKW erwärmen nachgewiesenermaßen das Klima und gelten diesbezüglich als noch schädlicher als CO₂.

Daher ist eine Wärmpumpe überhaupt nur in Verbindung mit einer Solaranlage zu empfehlen. Insgesamt ökologisch und energetisch sinnvoller ist eine große Solaranlage in Kombination mit einer Holzpelletheizung.

Relevant ist ebenfalls, ob der Energieverbrauch für Warmwasser in den Verbrauchsdaten berücksichtigt wurde und ob das Wasser über einen Boiler oder einen Durchlauferhitzer dezentral aufgeheizt wird. Bei einer dezentralen Warmwasseraufbereitung sollten pauschal zum Endenergiewert 20 kWh/m²a hinzugerechnet werden, um einen realen Endenergiewert zu erhalten.

Auf der Grundlage des Energieausweises können die zu erwartenden Heizkosten überschlagsmäßig leicht berechnet werden. Zunächst wird die Wohnfläche mit dem Faktor 1,2 multipliziert, da auch Treppenhaus und Kellerräume mit beheizt werden. Das Ergebnis wird mit dem Energieverbrauchskennwert multipliziert, sodass sich der zu erwartende Verbrauch in kWh ergibt. Diesen kann man dann anhand des jeweils gültigen Tarifs des Energielieferanten für sich umrechnen, um die zu erwartenden Kosten zu ermitteln.




Zu erwartende Änderungen für den Energieausweis 2018

2018 werden sich bei der zu erwartenden Verabschiedung des Gebäudeenergiegesetzes (GEG) zugleich Veränderungen für den Energieausweis ergeben.

Insbesondere die Sorgfaltspflichten für die Aussteller werden strenger. Bei einem Verstoß drohen ihnen hohe Bußgelder. Es ist davon auszugehen, dass eine neue Vorgabe erlassen wird, die bestimmt, dass Aussteller von Energieausweisen zu einem Termin vor Ort gewesen sein müssen, um einen Energieausweis für ein Gebäude ausstellen zu dürfen. Der Energieausweis darf dann nicht mehr allein aufgrund von numerisch übermittelten Daten oder Fotografien erstellt werden. Allerdings wird die Einschränkung wegfallen, dass für die Ausstellung eines Energieausweises für Nichtwohngebäude ein Hochschulabschluss des Ausstellers Voraussetzung ist. Auch Handwerksmeister aus dem Baubereich dürfen die Energieausweise hierzu künftig ausstellen.

Immobilienmakler müssen bei Inseraten zum Verkauf oder Vermietung von Häusern oder Wohnungen in kommerziellen Medien entsprechende Pflichtangaben zur Energieeffizienz machen. Spätestens bei der Besichtigung oder der Unterzeichnung eines Vertrags muss der Energieausweis vorgelegt werden. Ein vorläufiger Energieausweis muss demnächst schon während der Bauphase vorliegen.

Die Sanierungsvorschläge, die auf Seite 4 bereits standardmäßig im Energieausweis enthalten sind, sollen in Zukunft durch den jeweiligen Aussteller weiter konkretisiert und durch zusätzliche Schätzungen bezüglich der zu erwartenden Kosten und ihre Amortisierung ergänzt werden.

Die Aushangspflicht der Energieausweise in öffentlichen Gebäuden mit einer Nutzfläche von 500 m² besteht unverändert weiter und soll innerhalb von weiteren zwei Jahren auf Gebäudenutzflächen von 250 m² erweitert werden. Dem Publikum müssen die vom Aussteller empfohlenen Sanierungsmaßnahmen zu Energieeinsparung dabei nicht gezeigt werden. Allerdings werden die Gebäudeinhaber angewiesen, ihrer Vorbildrolle gerecht zu werden und die empfohlenen Maßnahmen innerhalb von zehn Jahren auch umzusetzen.

Hier der Referentenentwurf für das geplante Gebäudeenergiegesetz mit den entsprechenden Passagen zum Energieausweis.

 


Energieausweis-online-erstellen.de

Fazit

Der Energieausweis stellt ein nützliches Werkzeug dar, dessen Vorteile die Unvollkommenheiten deutlich überwiegen. Wer ihn zu lesen weiß, kann ihm wertvolle Informationen entnehmen. Nicht nur Käufer von Immobilien, sondern vor allem auch Mieter sollten bei anstehenden Besichtigungen auf die Relevanz des Energieausweises daher unbedingt hinweisen. So kann der Energieausweis bei allen Beteiligten Bewusstsein für das nachhaltige Wirtschaften mit Energie schaffen.

Jetzt einfach online den passeneden Energieausweis beantragen!

Hi Five!
Danke!