Der Elektriker – ein gefragter Spezialist f√ľr alle Lebenslagen

Wenn wir heute einen Lichtschalter bet√§tigen und eine Lampe aufleuchtet, scheint uns das v√∂llig selbstverst√§ndlich, ohne dass wir uns dar√ľber Gedanken machen, warum das so ist. Wir haben Strom, und den nutzen wir, um Licht zu erzeugen oder Dinge in Bewegung zu setzen, und wenn eine Lampe nicht leuchtet oder ein Motor nicht funktioniert, dann holen wir im Zweifelsfall einen Elektriker, im Wissen: der wird’s wieder richten. Er installiert, √ľberwacht und repariert gegebenenfalls alles, was – vereinfacht ausgedr√ľckt – mit Strom zu tun hat.

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Den Schalter umlegen: Es werde Licht!

Wenn die Ursache daf√ľr, dass die Wohnung dunkel bleibt, nur eine kaputte Gl√ľhbirne ist – die bald Geschichte sein wird -, dann regeln wir das nat√ľrlich selbst. Wir drehen einfach eine neue Birne in die Fassung. Aber ganz so einfach liegen die Dinge nat√ľrlich selten, und au√üerdem muss ja erst einmal jemand die grundlegenden Einrichtungen schaffen, die daf√ľr sorgen, dass wir im besten Fall einfach nur einen Schalter umlegen oder einen Knopf dr√ľcken m√ľssen, um das gew√ľnschte Ergebnis zu zeitigen. M√∂glich macht es, wie erw√§hnt, in der Regel ein Elektriker. Was f√ľr hochkomplexe Zusammenh√§nge und physikalische Erscheinungen hinter seiner so einfach erscheinenden Arbeit stehen, wissen nur die wenigsten Menschen. Switch – Schalter rum: Es werde Licht! Ein Knopfdruck: Der Mixer mixt! Was ist daran schon besonders?

Vom Bernstein √ľber die Bagdad-Batterie zum Fernseher

Elektrische Erscheinungen haben Menschen schon seit Tausenden von Jahren beobachtet, ohne zu wissen oder auch nur zu ahnen, wodurch sie entstehen. Einfachstes Beispiel: der Blitz. Schon in der fr√ľhen Antike jedoch fanden einige kluge K√∂pfe heraus, dass diese r√§tselhaften Naturkr√§fte besondere Eigenschaften haben, die sich nachweisen und letztlich auch nutzen lassen. Mehr als 2500 Jahre vor Christus kannten die alten √Ągypter bereits die elektrischen Schocks, mit denen Fische wie der Zitterrochen ihre Beute l√§hmen. Thales von Milet fiel um 600 v. Chr. auf, dass sich Bernstein durch Reibung irgendwie ‚aufl√§dt‘. Von daher stammt der heute noch gebr√§uchliche Begriff des Elektrons, denn Elektron nannten die alten Griechen den Bernstein, und von daher ist letztlich der Name Elektrizit√§t bis auf uns gekommen. Viele Jahrhunderte lang blieben jedoch die Hintergr√ľnde im Dunkeln. Spekuliert haben unsere Vorfahren viel, gewusst haben sie lange Zeit wenig. Umso mehr √ľberrascht es, dass schon im ersten Jahrhundert vor Christus parthische Tongef√§√üe gefunden wurden, die eine seltsame Anordnung in ihrem Inneren enthielten: einen Eisenstab und einen mit Asphalt isolierten Kupferzylinder. Lange Zeit blieb der Sinn dieses scheinbaren Unsinns unerkannt. Erst 1936 fand der Arch√§ologe Wilhelm K√∂nig heraus, dass sich mit diesen Gef√§√üen Strom erzeugen lie√ü: etwa 0,5 Volt. Wozu ihre Erfinder diese Einrichtung nutzten, l√§sst sich nicht mehr nachvollziehen. Sie gilt jedenfalls seit damals als die sogenannte ‚Bagdad-Batterie‘. Dass sie wirklich als Batterie benutzt wurde, ist ebenso unwahrscheinlich wie unbewiesen. Praktische Anwendungen unter Inanspruchnahme von Elektrizit√§t gab es ja nicht. Der Verwendungszweck der ‚Bagdad-Batterie‘ ist bis heute im Dunkeln geblieben. Erst in der Neuzeit wurde Genaueres √ľber das Ph√§nomen der Elektrizit√§t und in Verbindung damit des Magnetismus entdeckt, bis hin zu der Tatsache, dass es eine Wechselwirkung gibt zwischen flie√üenden Str√∂men und dem Wesen des Lichts. Es folgten zahlreiche geniale und umw√§lzende Entdeckungen, die irgendwann dazu f√ľhrten, dass Telekommunikation – erstmals √ľber das Morse-Verfahren, sp√§ter das Telefon – und schlie√ülich sogar bildgebende Verfahren wie beim Fernseher m√∂glich wurden. Die ersten elektrischen Lampen brannten um 1844 auf der Place de la Concorde in Paris. Sp√§testens von da an nahm die Erforschung der Elektrizit√§t eine rasante Entwicklung. Fachbegriffe wie Ohm, Volt, Amp√®re oder andere trietzen bis heute ahnungslose Penn√§ler. Einem sind sie seit langem gel√§ufig: dem Elektriker. Auch der Unterschied zwischen Elektrodynamik und Elektrostatik ist sicher nur dem auf diesem Gebiet Gebildeten oder Ausgebildeten gel√§ufig, und doch haben sie heute einen weitreichenden Einfluss auf unser aller Leben. Schalter ‚rum oder Knopf gedr√ľckt und alles flutscht? Der Elektriker wei√ü es besser.

Die Entstehung des ‚elektrischen‘ Berufsstandes

Den Begriff Elektrizit√§t benutzte erstmals um 1600 der englische Naturforscher William Gilbert. Er unterschied als Erster zwischen Magnetismus und Reibungselektrizit√§t. Nicht unerhebliche weitere Erkenntnisse erbrachten die Experimente von Luigi Galvani im Jahr 1792 mit seinem ber√ľhmt gewordenen Froschschenkel-Experiment, mit dem er nachwies, dass elektrische Str√∂me selbst in eigentlich schon toten Tieren Muskelzuckungen hervorriefen. Wie berichtet wurde, erkannte er zwar nicht die genauen Zusammenh√§nge, legte aber doch mit seinen Experimenten die Grundlage der modernen Elektrochemie und Elektrotechnik. Faraday, Kirchhoff oder Siemens – sie und andere legten weitere Grundlagen f√ľr die k√ľnstliche Erzeugung von Elektrizit√§t und ihrer massenweisen Verbreitung. 1882 wurde in New York das erste Elektrizit√§tswerk in Gang gesetzt, das eine Versorgung breiter Schichten der Bev√∂lkerung m√∂glich machte. Das war die Ausgangsbasis f√ľr einen eigenen Berufsstand, den des Elektrikers. Im Biltmore-Estate, damals das gr√∂√üte private Anwesen der Vereinigten Staaten, brannten um 1895 die ersten der von Thomas Edison neu erfundenen Gl√ľhbirnen. Ohne gewiefte Elektriker w√§re das nicht m√∂glich gewesen. Hervorgegangen ist der eigene selbst√§ndige Berufsstand des Elektrikers, nicht in den USA, sondern in Deutschland, aus dem Gewerbe der Schlosser und Klempner. Um 1900 gab es bereits √ľber 20 eingetragene Firmen f√ľr ‚elektro-technische Gesch√§fte‘. Anfangs hatten die, die wir heute als Elektriker zu bezeichnen pflegen, immense Widerst√§nde der alteingesessenen Berufszweige zu √ľberwinden. Selbst Apotheker nahmen f√ľr sich in Anspruch, √ľber das alleinige richtige Fachwissen zu verf√ľgen. 1903 nahm die Handelskammer Freiburg die ersten Meisterpr√ľfungen im Elektrohandwerk vor, was aber noch lange nicht mit einer allgemein anerkannten Berufsausbildung verbunden war. Noch anfangs des 20. Jahrhunderts also war das Ansehen des Elektrikers das eines vielfach beargw√∂hnten Exoten. Die Ausbreitung des neuen Berufes war aber nicht mehr aufzuhalten. Von den Wirren des Ersten und sogar noch des Zweiten Weltkriegs gehemmt, nahm die Entwicklung des Berufsbildes einen teils kuriosen, aber letztlich unaufhaltsamen Fortgang. Schon 1926 wurden in 460 Klassen ungef√§hr 4600 Sch√ľler in diesem Berufszweig unterrichtet. Um die selbe Zeit entstanden die ersten eigenst√§ndigen Innungen. Die endg√ľltige Konsolidierung des Handwerks erfolgte erst zwischen 1933 und 1945. Von da an nahm das Handwerk des Elektrikers und einiger weiterer damit verbundener Berufszweige einen rapiden Aufschwung. Zu finden sind Elektriker heute in buchst√§blich allen Lebensbereichen. Sie werden gebraucht auf der Baustelle ebenso wie in der Wohnung. Sie arbeiten im Elektrogro√ühandel oder in produzierenden Firmen wie dem Maschinenbau. Kein Handyhersteller kommt ohne Elektriker (Elektroniker) aus, und ohne sie w√ľrde kein Computer funktionieren, kein Radio und kein Smartphone. Speziell bei allem, was mit Computern zu tun hat, kommt der Elektriker / Elektroniker mit dem technischen Teil der Informatik in Ber√ľhrung. Elektriker als Vertreter der Ingenieurtechnik und Informatiker arbeiten fach√ľbergreifend miteinander. Beide T√§tigkeitsfelder √ľberlappen sich also zum Teil. Kraftwerksbau, Luftfahrt und Raumfahrt: nichts davon w√§re ohne Elektriker denkbar. Ohne diese Spezialisten w√§re der Mensch nie auf dem Mond gelandet oder gar – wenn auch noch ohne menschliche Besatzung – auf dem Mars.

Was macht eigentlich ein Elektriker?

Auf den ersten Blick scheint die Aufgabe des Elektrikers eine einfache zu sein. Er besch√§ftigt sich mit allen Anlagen, durch die Strom flie√üt. Lampen anbringen oder Schaltk√§sten montieren, welche die geordnete Strom-Versorgung garantieren, sind aber nur die simpelsten Herausforderungen. Moderne Haushalte und Firmen-Anlagen stellen weitaus kompliziertere Aufgaben. F√ľr nachfolgende elektronische Anlagen stellt der Elektriker zun√§chst die grundlegenden Voraussetzungen zur Verf√ľgung. Speziell in hochger√ľsteten industriellen Anlagen ist zuerst einmal ein funktionsf√§higes elektrisches Grundversorgungs-System n√∂tig, ohne das elektronische Einrichtungen nicht m√∂glich w√§ren. Der Elektriker stellt damit eine wichtige Verbindungsfunktion zwischen dem Eigent√ľmer oder Bauherren und den eventuellen weiteren Kr√§ften dar. Es gibt ein eindringliches Beispiel aus der Praxis der neuesten Zeit: In einem hochmodernen Hochregallager einer weltweit operierenden Firma der Medizintechnik kam es vor einiger Zeit zu einem Zwischenfall. In einem Beh√§lter hatte sich ein eingelagertes Material wider Erwarten verkantet und hochgestellt und, indem es einen Sprenkler streifte, einen Einsatz der Feuerwehr ausgel√∂st. Der Schaden war enorm. Gel√∂st haben das Problem damals die Haus-Elektriker.

Der Elektriker ist heute Elektroniker oder Elektrotechniker

Auch nach dem Zweiten Weltkrieg hat sich der Beruf weiterentwickelt. So gibt es, kaum war er endg√ľltig eingef√ľhrt, den „Elektriker“ als solchen schon gar nicht mehr, und selbst die Ausbildung zum Elektroinstallateur ist in Deutschland schon seit 2004 nicht mehr existent. Statt dessen werden heute Elektroniker und Elektrotechniker ausgebildet. Der Beruf des Elektroinstallateurs ist in dem des Elektronikers aufgegangen, wobei sich dieser aufgliedert in die Fachgebiete Energie– und Geb√§udetechnik, Informations- und Kommunikationstechnik sowie Automatisierungstechnik. An den Bezeichnungen ist schon grob umrissen die Art der jeweiligen T√§tigkeit erkennbar. Der Energie- und Geb√§udetechniker sorgt f√ľr die Installation aller notwendigen elektrischen Leitungen und Schaltungen. Informations- und Kommunikationstechniker haben vorzugsweise mit Daten√ľbertragung zu tun, von der Telefonanlage bis zur Alarmanlage oder beispielsweise einem Zutrittssystem in einer Firma. Automatisierungstechnik findet sich in zahlreichen gr√∂√üeren Anlagen wie Verkehrsleitsystemen, in L√ľftungs- und Heizungssystemen oder etwa Automatisierungsanlagen, zum Beispiel im Maschinen- oder Autobau. Der Elektrotechniker ist eine weiterf√ľhrende Ausbildung, in der sich der Auszubildende f√ľr ein bestimmtes Gebiet spezialisiert. Das kann Kommunikationstechnik sein, aber auch Automatisierungstechnik oder EDV- und Netzwerktechnik.

Daneben gibt es den Elektro-Sicherheitsberater. Diese zwei bis drei Semester dauernde Weiterbildung findet meistens berufsbegleitend statt. Ebenfalls ein Aufbaustudium ist das zum Elektro-Projektleiter. In f√ľhrender Postion eines solchen Projekts muss sich der Elektriker nicht nur durch technisch-fachliche Qualit√§ten auszeichnen, sondern er muss auch menschlich und fachlich in der Lage sein, ein Team zu leiten. Diplomierter Elektroinstallateur ist eine Bezeichnung, die durch ein weiteres Studium erworben werden kann, zumeist berufsbegleitend. Die Pr√ľfung entspricht der Meisterpr√ľfung im Handwerk. Ein auf seine Art besonders spezialisierter Elektriker ist der Nachrichtentechniker. Er muss sich mit elektromagnetischen Wellen, mit Signal√ľbertragung und mit Hochfrequenztechnik auskennen, was seines ein St√ľck weit vom √ľblichen Elektriker-Dasein unterscheidet. Wenn hier √ľbrigens immer von „der“ Elektriker“ oder Elektroniker gesprochen wird, dann hat das einen Grund: Diese Berufe sind bis heute weitgehend M√§nnerdom√§ne geblieben. Frauen in diesen Berufen gibt es, aber sie sind eine kleine Minderheit. Auch das wird sich vielleicht irgendwann einmal √§ndern, wie der Beruf selbst. Eines ist den Berufsfeldern, die hier beschrieben sind, gemeinsam: alle, die in einem dieser T√§tigkeitsbereiche arbeiten, besch√§ftigen sich genau genommen immer nur mit dem Einen: mit Strom. Ohne Strom funktioniert heute buchst√§blich gar nichts. Das wird deutlich, wenn schon am Morgen die Kaffeemaschine kaputt ist. Das zeigt sich, wenn sich anschlie√üend unterwegs zur Arbeit der Verkehr staut, weil eine Ampel ausgefallen ist. Und schlie√ülich im B√ľro sto√üen wir auf das Thema Strom, wenn das Telefon nicht funktioniert oder der Rechner „tillt“. Welche enorme Bedeutung Strom heute hat, zeigt sich an einer beeindruckenden Zahl: Der Nettostromverbrauch in Deutschland lag im Jahr 2016 bei rund 525 Terawattstunden und wird seither vermutlich kaum gesunken sein.

Dieser Beruf stellt hohe Anforderungen

Wer sich zum Elektriker (der Einfachheit halber bleiben wir bei dieser an sich ungenauen Bezeichnung) ausbilden lassen will, muss sich hohen Anforderungen stellen. Er muss √ľber ein gro√ües Ma√ü an technischem Verst√§ndnis verf√ľgen, er muss gute Mathematik- und Physikkenntnisse haben, er muss logisches Denkverm√∂gen besitzen und komplexe Zusammenh√§nge durchschauen k√∂nnen, sowie ein gutes visuelles Aufnahme- und Umsetzungsverm√∂gen besitzen. Wer schon einmal einen etwas gr√∂√üeren Schaltplan gesehen hat, wei√ü, weshalb. Sich gut sprachlich ausdr√ľcken k√∂nnen und m√∂glichst zumindest Englischkenntnisse sind dar√ľber hinaus sehr von Vorteil.
Die Ausbildung in den Elektriker-Berufen ist im Berufsbildungsgesetz BBiG geregelt und dauert dreieinhalb Jahre, wobei bei allen das erste Jahr gleich ist. Anschlie√üend beginnt die weitere Spezialisierung. Die Ausbildungsverg√ľtung weicht bis heute in den ostdeutschen und den westdeutschen Bundesl√§ndern von einander ab. Gesetzlich geregelte schulische Voraussetzungen gibt es nicht. In der Regel werden Bewerber mit mittlerer Reife bevorzugt. Nach der dreieinhalb j√§hrigen Ausbildung, die in Deutschland im Dualen System (Betrieb und Berufsschule) erfolgt, ist ein weiterf√ľhrendes Studium, sowohl berufsbegleitend als auch in Vollzeit, m√∂glich. Da ohne Elektrizit√§t heute kein Wirtschaftszweig auskommt, ist der Bedarf an gut ausgebildeten Elektrikern hoch. Die beruflichen Aufstiegschancen sind dem entsprechend sehr gut. Die Betriebe des Handwerks sind in Landes-Fach- oder Innungsverb√§nden organisiert.

Ein Beruf mit sehr großer Verantwortung

Die T√§tigkeit des Elektrikers ist mit einer gro√üen Verantwortung verbunden. Schlie√ülich ist die Ber√ľhrung von ungesch√ľtzten Strom leitenden Teilen gegebenenfalls lebensgef√§hrlich. Das gilt nicht nur, wenn ein Blitz einschl√§gt. Die Gr√∂√üe der Gefahr h√§ngt weitgehend von der Einwirkungsdauer und der St√§rke des Stromes ab. Bekanntlich wird Elektrizit√§t auch zum bewussten T√∂ten von Menschen verwendet, vor allem durch den „Elektrischen Stuhl“. Strom wird gelegentlich auch nat√ľrlich vorkommend in Nervensystemen von Tieren gemessen, dort, von Zitteraalen und Zitterrochen abgesehen, allerdings in sehr geringen Spannungen.

Beschäftigungsmöglichkeiten in der ganzen EU

Der Beruf kann in allen L√§ndern der Europ√§ischen Union (Freiz√ľgigkeit) ausge√ľbt werden. Beschr√§nkungen gibt es nur aus Gr√ľnden der √∂ffentlichen Sicherheit, Ordnung und Gesundheit oder bei Besch√§ftigung im √Ėffentlichen Dienst. Zeitweilige Beschr√§nkungen k√∂nnen nach wie vor f√ľr B√ľrger aus Kroatien gelten. F√ľr Menschen, die sich selbst√§ndig machen wollen, gelten leicht abweichende Regelungen. Auch im Bereich der Elektronik und Elektrotechnik gelten in Deutschland Mindestl√∂hne, die Mitarbeitern aus allen EU-L√§ndern bezahlt werden m√ľssen, um Lohndumping so weit wie m√∂glich zu unterbinden.

Zu guter Letzt: Was ist das eigentlich РElektrizität?

Elektrizit√§t ist in einfachster Formulierung die Zusammenfassung alles dessen, was mit elektrischer Ladung zu tun hat, sowohl flie√üender als auch ruhender. Ladung ist eine Eigenschaft von atomaren Teilchen, den (positiv geladenen) Protonen und den (negativ geladenen) Elektronen. Gleichgerichtete Ladungsteile (Protonen mit Protonen oder Elektronen mit Elektronen) sto√üen sich ab, Protonen und Elektronen dagegen ziehen einander an. Wenn solche Ladungsteilchen in sogenannten leitenden Materialien in Fluss geraten, dann flie√üt Strom, gemessen in der Einheit Ampere. Der Laien besser bekannte Begriff Volt bezeichnet die elektrische Spannung, die sich aus dem elektrischen Feld ergibt, welches erzeugt wird, wenn Strom flie√üt (nicht alle Stoffe k√∂nnen bekanntlich Strom leiten). Viele Begriffe aus dem Bereich der Elektrizit√§t klingen deshalb so fremdartig, weil sie sich oft von den Namen ihrer Entdecker ableiten. So stammt das Wort Ampere von dem franz√∂sischen Physiker und Mathematiker Andr√©-Marie Amp√®re. Das Volt ist benannt nach dem italienischen Physiker Allessandro Volta. Mit Begriffen wie Coulomb oder Ohm verh√§lt es sich √§hnlich. Strom flie√üt √ľbrigens nicht einfach so vor sich hin. Um den Tr√§ger, durch den er flie√üt, entwickelt sich ein elektromagnetisches Feld, welches daf√ľr sorgt, dass man einen Gegenstand, der es von sich aus eigentlich nicht ist, mittels Strom magnetisch machen kann. In Zusammenhang mit dieser Erscheinung entstand nicht nur der Elektromagnet, sondern auch der Telegraf. Strom gibt es in drei Formen: Gleichstrom, Wechselstrom und Mischstrom. Bei Gleichstrom flie√üt die elektrische Ladung immer und immer in der selben Menge in eine einzige Richtung. Beim Wechselstrom wechselt die Ladung in regelm√§√üigen zeitlichen Abst√§nden die Richtung. Stromerzeugung mittels einer elektrischen Maschine gelang erstmals 1851 und 1854 dem Tschechen Anyos und dem D√§nen Hjorth. Zur Serienreife gebracht wurde diese Art der Stromerzeugung 1866 von dem Deutschen Werner von Siemens. Die Ph√§nomene rund um die Elektrizit√§t werden von zwei Wissenschaften untersucht, der Festk√∂rperchemie und der Festk√∂rperphysik. Von beiden muss der Elektriker eine geh√∂rige Portion Ahnung haben. Eine weitergehende Spezialisierung ist die Quantenelektrodynamik. Ein gro√üer Vorteil von Elektrizit√§t ist, dass sie sich √ľber entsprechende Leitungen transportieren l√§sst. Ein Nachteil ist, dass sie sich bis heute zwar in gro√üem Umfang erzeugen, aber schlecht speichern l√§sst. In Zuammenhang damit steht die z√∂gerliche Entwicklung der Elektromobilit√§t, also der Elektroautos, wobei die Speichersysteme in den letzten Jahren immer mehr Kapazit√§t bekommen haben. Die weite Verbreitung von Anwendungen der Elektrizit√§t setzte √ľbrigens erst ab etwa 1830 ein und erstreckte sich bald auf elektrische Antriebe ebenso wie auf Nachrichten√ľbermittlung.

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