Was ist ein Einspeisezähler?

Um die Investition in eine Photovoltaikanlage auch für private Nutzer attraktiver zu machen, erhalten Sie für überflüssigen Strom eine sogenannte Einspeisevergütung. Die Betreiber der Stromnetze bezahlen Ihnen also die Energie, die in das öffentliche Netz eingespeist wird. Für die Abrechnung zwischen Betreiber der Anlage und den Stromanbietern spielt der sogenannte Einspeisezähler eine zentrale Rolle.

Was ist ein Einspeisezähler genau?

Die Netzbetreiber sind zur Abnahme der überschüssigen Energie aus den Photovoltaikanlagen verpflichtet. Diese Pflicht und auch die entsprechende Einspeisevergütung regelt das Erneuerbare-Energien-Gesetz. Pro eingespeister Kilowattstunde Strom erhält der Betreiber der Photovoltaikanlage eine Vergütung, die gesammelt am Ende des Jahres geltend gemacht werden kann.

Wichtig für die Abrechnung ist ein fachgerechter Nachweis der eingespeisten Energie. Der Einspeisezähler stellt für diesen eine zentrale Rolle dar. Der Zähler ermittelt im Laufe der Anwendung die Anzahl der Kilowattstunden, die beispielsweise als Überschussenergie in das öffentliche Netz gebracht werden. Im Grunde basiert der Einspeisezähler auf dem gewohnten Prinzip eines Stromzählers.

Welche Voraussetzungen gelten für den Einspeisezähler?

Doch es reicht nicht, irgendeinen einfachen Zähler für den Nachweis zu verwenden. Der genutzte Einspeisezähler muss entsprechende Voraussetzungen erfüllen, damit die gesammelten Werte als Nachweis bei der Geltendmachung der Einspeisevergütung berücksichtigt werden können. Unter anderem muss eine sogenannte Rücklaufsperre vorhanden sein.

Nur so lassen sich die unterschiedlichen Beträge für den bezogenen und den eingespeisten Strom gleichermaßen genau berechnen. Zudem ist es wichtig, dass der gewählte Einspeisezähler die Vorschriften der „Technischen Anschlussbedingungen (TAB) 2007 für den Anschluss an das Niederspannungsnetz“ erfüllt. Abschließend spielt auch die regelmäßige Eichung eine zentrale Rolle.

Für das Einhalten der Vorschriften und die konstante Eichung ist der Betreiber der Photovoltaikanlage verantwortlich. Versäumt dieser die wiederkehrenden Pflichten, erfolgt in der Regel keine Auszahlung der Einspeisevergütung bzw. diese lässt sich nicht genau berechnen.

Wie kann der Einspeisezähler genutzt werden?

Der Betreiber der Photovoltaikanlage ist aber nicht nur für die Instandhaltung und Wartung verantwortlich, auch die Beschaffung muss er selbst übernehmen. Generell bestehen hierfür zwei Möglichkeiten: Den Einspeisezähler können Sie beim zuständigen Netzbetreiber erwerben oder alternativ zu einer festen Gebühr mieten. Aus finanzieller Sicht rechnet sich in der Regel ein Kauf, auch unter Beachtung der laufenden Kosten.

Allerdings überträgt sich durch das Erwerben des Einspeisezählers das Risiko für funktionsuntüchtige Zähler auf den Betreiber der Anlage. Sie haben somit kein Recht mehr auf eine Abgeltung, wenn aufgrund des defekten Zählers eine ordnungsgemäße Erfassung des eingespeisten Stroms nicht erfolgt. Bei einem Mietzähler liegt die Haftung hingegen beim Netzbetreiber.

Welche Unterschiede zeigen sich bei den Einspeisezählern?

Auch technisch stehen rund um den Einspeisezähler mehrere Möglichkeiten zur Verfügung. So besteht unter anderem die Möglichkeit, einen sogenannten Zweirichtungszähler zu verwenden, der generell gegen eine Gebühr vom Netzbetreiber zur Verfügung gestellt wird.

Bei ausreichend Platz ist auch die Nutzung von zwei einzelnen Zählern für den Strombezug und die Einspeisung gleichermaßen möglich, hier zeigt sich dann der Unterschied zwischen mieten und kaufen. Probleme ergeben sich bei einem Zweirichtungszähler vorwiegend bei einem Stromanbieterwechsel, da unter Umständen ein Austausch notwendig wird. Bei ausreichend Platz empfiehlt sich also die Lösung mit zwei einzelnen Zählern.