Direkte Strahlung

Aus drei Faktoren wird die globale Strahlung, d.h. die komplette Sonneneinstrahlung auf der Erde gebildet: die direkte Strahlung, die diffuse Strahlung und die Reflexionsstrahlung. Ihre Anteile sind unterschiedlich und von zahlreichen unterschiedlichen Faktoren abhÀngig.

Die direkte Strahlung ist der Bruchteil der Sonneneinstrahlung, die unverzĂŒglich die ErdoberflĂ€che erreicht. Durch Verteilung der Sonneneinstrahlung, Reflexionen und Teilabsorption der direkten Strahlung wird der Anteil direkter Strahlung reduziert. Diese Strahlung trifft auf die AtmosphĂ€re mit einer StĂ€rke von etwa 1340 W/mÂČ, jedoch erhĂ€lt die OberflĂ€che nur noch etwa 1000 W/mÂČ. Hier sind bereits die diffuse Strahlung und die Reflexionsstrahlung inbegriffen.

Der Proportion der direkten Strahlung an der globalen Strahlung ist unterschiedlich. Er ist niemals homogen, da die Jahreszeit, der geografische Punkt, Klimabedingungen, Wetterbedingungen, Luftverschmutzung,Meereshöhe usw. eine Rolle spielen. Diese Strahlung besitzt in Deutschland einen durchschnittlichen Jahresanteil von etwa 50% der globalen Strahlung. Der Anteil verhÀlt sich im gleichen VerhÀltnis zur Menge der Gobalstrahlung. Bei einem Anstieg der Globalstrahlung ist auch der Anteil dieser Strahlung umso höher.

Es gibt Methoden zur Berechnung, wie die anteilige Strahlung an der Sonneneinstrahlung ausgerechnet werden kann. Dies ist besonders fĂŒr die genaue Einstellung der Solarmodule und die Berechnung der ErtrĂ€ge von Bedeutung. FĂŒr diesen Zweck sind jedoch zahlreiche Faktoren zu berĂŒcksichtigen: Deklination, Azimutwinkel, geografische Breite, Dachneigung, Einfallswinkel sowie Stundenwinkel. Solarzellen können nicht nur die direkte Strahlung sondern auch verteilte Sonneneinstrahlung nutzen. Deswegen sollten Interessierte bevorzugt auf die Daten der Globalstrahlung fĂŒr die AbschĂ€tzung des Photovoltaik Ertrages achten. DafĂŒr gibt es Kartenmaterial fĂŒr die Öffentlichkeit oder gratis Geoinformationsstrukturen, z.B. das PVGIS der EuropĂ€ischen Union.

Aus anwendungsbezogener Sicht sollten sich Anlagenbesitzer keine Gedanken ĂŒber die verstreute Strahlung machen, weil daraus keine Konsequenzen ersichtlich sind. Idealerweise ist eine perfekte Ausrichtung der Solarkollektoren oder Solarmodule zur Sonne, um eine optimierte Ausnutzung der direkten Strahlung zu erhalten. Die Nutzung des diffusen Strahlungsanteils ist kaum zu beeinflussen.

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