Das Dach

Das Dach eines GebĂ€udes ist ein grundlegendes Element. Ohne eine Dach gilt ein GebĂ€ude nicht als fertig. DĂ€cher gehören dabei zum Ă€ußeren Erscheinungsbild eines GebĂ€udes und sind fĂŒr zahlreiche Dinge wichtig – etwa fĂŒr den Schutz vor Witterungen oder die Isolierung. Doch ein Dach kann auch anderweitig genutzt werden.

GrundsÀtzliches rund ums Thema Dach

Ein Dach ist eine Konstruktion, die ein GebĂ€ude nach oben hin abschließt. DĂ€cher sind meist auf dem Baukörper aufliegend, können aber auch freischwebend sein (beispielsweise in Form eines Überdachs im Eingangsbereich). Die meisten DĂ€cher lassen sich dabei in die Dachkonstruktion und die Dachhaut einteilen.

Die verschiedenen Elemente eines Dachs tragen Namen. So sind die einzelnen, meist rechteckigen FlĂ€chen die DachflĂ€chen. Die unteren Begrenzungen dieser FlĂ€chen werden als Traufe bezeichnet, der oberste Zusammenlauf mehrerer DachflĂ€chen ist der First. WandflĂ€chen, welche mindestens teilweise die Höhe der DachflĂ€chen erreichen und optisch zwischen mehreren DachflĂ€chen liegen, werden als Giebel bezeichnet. In der standardmĂ€ĂŸigen Darstellung eines schematischen Hauses mit quaderförmigen Grundriss und zwei DachflĂ€chen ergeben sich entsprechend zwei dreieckige Giebel, ein Frist und zwei Traufen.

Es handelt sich hierbei allerdings nur um grundlegende Elemente, die weder alle vorhanden sein mĂŒssen noch in dieser Anzahl. Sie wissen sicherlich um die verschiedenen Dachtypen – beispielsweise solche mit Trapezgiebel, mehr als zwei DachflĂ€chen oder sogar nur einer DachflĂ€che (Flachdach).

DĂ€cher sind bei der Konstruktion von GebĂ€uden unabdingbar, da sie den Abschluss bilden. Ohne ein Dach regnet es schlichtweg rein. Auch kommt dem Dach eine isolierende Funktion zu. Allein die DĂ€mmung eines Dach(-stuhls) ist bereits eine Wissenschaft fĂŒr sich.

SelbstverstĂ€ndlich hat sich das Dach im Laufe der Zeit und abhĂ€ngig von den kulturellen Gegebenheiten weiter entwickelt. Heute geht meist um FunktionalitĂ€t oder Design. FrĂŒher waren DĂ€cher aber StandesreprĂ€sentation (siehe die schmucken Giebel der Hanseaten) oder auch Lagerraum. In einigen frĂŒheren Kulturen gab es Wohnbereiche, die Grunde nur aus einem Dach – entweder auf einer Grube aufliegend oder auf Stelzen montiert – bestanden.

DĂ€cher sind in Form, Farbe, AusfĂŒhrung und Wertigkeit den Kulturen und Ă€sthetischen Vorlieben ebenso unterworfen wie sĂ€mtliche GebĂ€ude. Dach Dach bildet dabei in vielen Sprachen auch einen sprichwörtlichen Abschluss. Im Bauwesen wird nach Vollendigung des Dachstuhls das sogenannte Richtfest gefeiert – ein Brauch, der sich ĂŒber circa 700 Jahre zurĂŒckverfolgen lĂ€sst.

Dachtypen und Dachmaterialien

Es gibt mehr als zwanzig verschiedene Dachformen, die unterschieden werden. Die bekanntesten sind das Satteldach, das Flachdach, das Tonnendach, das Zeltdach, die Dachkuppel, das Schleppdach oder das Berliner Dach. Diese Dachformen bilden teilweise auch Hybride und daher wird die Benennung eines Dachtyps im Zweifel anhand der vorherrschenden Elemente entschieden. Das Berliner Dach ist dabei ein gutes Beispiel fĂŒr eine Dachform, die je nach Betrachtungswinkel unterschiedliche Bezeichnungen zulĂ€sst.

So wird die Schauseite von einem steil abfallenden Dach geprĂ€gt, was an ein sehr steiles Satteldach erinnern lĂ€sst. Faktisch geht die DachflĂ€che allerdings nicht bis zu einem Frist, sondern wird durch eine flache FlĂ€che unterbrochen, die auf der anderen Seite des Hauses wiederum entweder an der Wand abschließt oder ihrerseits in eine weniger steile DachflĂ€che ĂŒbergeht. Das Berliner Dach ist als solches also nur von der Seite zu erkennen.

Ansonsten gibt es auch Dachformen, die keine genormte Bezeichnung zulassen, weil ihre gesamte Konstruktion auf Einzigartigkeit ausgelegt war. Hier sind etwa das Opernhaus in Sydney, die Elbphilharmonie in Hamburg oder die komplizierten Dachformen vieler Tempel in SĂŒdostasien zu nennen.

Die Materialien eines Dachs sind vielfĂ€ltig und abhĂ€ngig vom Ort, dem Baustil und der Kultur. Bestehen DĂ€cher aus Konstruktion und Haut, ist die Konstruktion meist aus Holz. Die Dachhaut bezeichnet im Grunde alles, was außen am Dach sichtbar ist, also Dachziegel, Dachpappe etc.

WĂ€hrend die Materialien bei der Dachkonstruktion eher beschrĂ€nkt sind (meist Holz, Stahl oder in seltenen FĂ€lle auch Betonelemente), kann die Dachhaut verschiedentlich sein. Klassisch sind natĂŒrlich die gebrannten Dachklinker bzw. Dachziegel. Aber ein Dach kann auch aus Bitumen, Holz, Pflanzenmaterial, Glas, Kunststoff und vielem mehr bestehen. Erlaubt ist alles, was sich dicht und stabil verbauen lĂ€sst. HĂ€ufig sind es aber die geographischen und kulturellen Gegebenheiten, die ĂŒber die Dachhaut bestimmen. Zudem geht es hĂ€ufig um FunktionalitĂ€t, weshalb Dachpfannen aus Beton oder Dachziegel hierzulande die hĂ€ufigsten Materialien sind; schließlich isoliert eine solche Dachhaut ausreichend und ist bestĂ€ndig genug.

Auf den Friesischen Inseln wird hÀufig mit Reet gebaut. Diverse Kulturellen auf tropischen Inseln verwendet die Fasern von Kokospalmen sowie die BlÀtter der BÀume zum Dachbau. Andernorts werden Lehm oder sogar Ton verwendet.

 

Konstruktionen und Bauten im und am Dach

DĂ€cher mĂŒssen verschiedene AnsprĂŒche erfĂŒllen. Professionelle Ingenieure, Architekten, Dachdecker und Statiker wirken hieran mit. Ein Dach soll dicht sein, eine gute Luftzirkulation begĂŒnstigen und im Idealfall im Sommer die Hitze draußen halten. Im Winter soll es wiederum die AbwĂ€rme des Hauses isolieren. Ein Dach ist somit multifunktional.

HierfĂŒr werden zum Beispiel DĂ€mmstoffe, Fugenstoffe, LĂŒftungen und Ă€hnliches direkt bei der Konstruktion des Dachs verbaut. Aber auch andere, funktionale Aspekte spielen eine große Rolle: So sind die DĂ€cher ja immer die FlĂ€chen, die von den Witterungen am meisten betroffen sind. Das bedeutet, dass DĂ€cher diesen gegenĂŒber gewappnet sein mĂŒssen. Regenrinnen, SchneefĂ€nge und eine entsprechende Neigung zum Ablaufenlassen des Niederschlags sind wichtig.

Zudem liegen DĂ€cher in den allermeisten FĂ€llen so, dass sich ein genutzter Raum unter ihm befindet. Entsprechend gibt es kaum DĂ€cher ohne Fenster. Schon hier gibt es verschiedene Möglichkeit – vom Erker bis zum geneigten, eingelassenen Fenster.

Weiterhin kann ein Dach auch so gestaltet werden, dass Raum und Lichteinfall vergrĂ¶ĂŸert werden. HierfĂŒr kann etwa von DachaufsĂ€tzen Gebrauch gemacht werden (meist turmförmig), von Balkons, einer Loggia oder ganzen Dachterrassen. DĂ€cher lassen sich bei entsprechender Konstruktion nahezu in WĂ€nde eines Raumes umwandeln und ĂŒbernehmen auch deren Funktionen. Die Herausforderung besteht hier darin, die Isolation des Daches zu gewĂ€hrleisten, eine DurchlĂŒftung herzustellen und gleichzeitig Wasserdichte zu garantieren. Gerade die ĂŒblichen DĂ€mmmaterielien, die sich innen im Dach befinden, sind dabei allerdings Ă€sthetisch kaum befriedigend. Meistens wird deshalb bei DĂ€chern, die einen Nutzraum begrenzen, von einem Zwischendach bzw. einer Zwischendecke Gebrauch gemacht.

Unabdingbar sind fĂŒr DĂ€cher zudem Blitzableiter und mindestens eine Form von Schornstein. Der Schornstein wird zwar immer seltener mit einem Kamin begrĂŒndet, aber dafĂŒr eben aufgrund einer Zentralheizung oder fĂŒr die AblĂŒftung von KĂŒche und Co. Zudem gehört ein Schornstein fĂŒr viele Menschen einfach zum Bild. Entsprechend können diese Elemente auch rein dekorativer Natur sein.

Insgesamt kann auf dem Dach alles ein- und angebaut werden, was fĂŒr nötig befunden wird, solange das Dach dadurch nicht undicht wird. WĂ€hrend Erker, Fenster und Balkone schon wĂ€hrend der Planung berĂŒcksichtigt werden mĂŒssen, können Blitzableiter, SatellitenschĂŒsseln, SchneefĂ€nge und Dachrinnen auch im Nachhinein angebracht und verĂ€ndert werden.




Anzeige

DĂ€cher als funktionale FlĂ€chen – Photovoltaik

DĂ€cher sind sonnenexponiert und bieten meist mehr als zwei FlĂ€chen. Entsprechend sind sie ideal dafĂŒr geeignet, Photovoltaik Anlagen zu installieren. Aufgrund der höheren Lage ist eine Beschattung der Sonnenkollektoren auszuschließen. Zudem begĂŒnstigen flach und geneigte FlĂ€chen die Menge der einfallenden Sonnenstrahlen zusĂ€tzlich.

Die einzige Voraussetzung zum Installieren von Photovoltaik Anlagen auf einem Dach ist eine ausreichende StabilitĂ€t der Dachhaut. Die Anlagen mĂŒssen entsprechend so angebracht werden, dass sie die Nachhaut nicht beeintrĂ€chtigen. Zudem muss gewĂ€hrleistet sein, dass sie fĂŒr Wartungsarbeiten erreicht werden können. Photovoltaik Anlagen lassen sich daher am besten auf Gestellen montieren.

Eine Photovoltaikanlage auf dem Dach kann problemlos den gesamten Strom fĂŒr einen Haushalt liefern und sogar einen StromĂŒberschuss erzeugen. Dabei ist bei der Planung zu berĂŒcksichtigen, dass eine Solarstromanlage sich meist nach ein paar Jahren wirklich rentiert. FĂŒr Hausbesitzer sind Sonnenkollektoren daher ideal, um vorerst UnabhĂ€ngigkeit von der externen Stromversorgung zu erreichen. Sie können sich zudem mit guten Solarkollektoren ein kleines Zubrot verdienen, wenn der ĂŒberschĂŒssige Storm ins Netz eingespeist. Der Staat setzt hier unterschiedliche Anreize.

Photovoltaik Anlagen auf dem Dach sind zudem ein Beitrag zur Reduzierung von Treibhausgasen, denn die Produktion von Strom aus Sonnenenergie ist emissionsfrei. Entsprechend bieten Photovoltaik Anlagen auf dem Dach Autonomie und sorgen dabei fĂŒr Umweltfreundlichkeit. Da die Außenhaut eines Dachs ohnehin in den meisten FĂ€llen ĂŒberhaupt keinen praktischen Nutzen (mit Ausnahme des isolierenden Abschlusses eines GebĂ€udes) hat, bietet sich das Installieren von Solarstromanlagen an.

 

 

DĂ€cher als funktionale FlĂ€chen – DachgĂ€rten

DachgĂ€rten sind eine weitere Möglichkeit, die triste FlĂ€che eines Sattel- oder Flachdachs Ă€sthetisch zu nutzen und gleichzeitig die Umwelt zu bereichern. DachgĂ€rten sind ĂŒberall dort möglich, wo ein Statiker festgestellt hat, dass das Dach eine gewisse Traglast ĂŒberstehen wird. DachgĂ€rten sind allerdings nur mit ein paar Zentimetern Erde versehen und tragen keine großen Pflanzen.

Besonders geeignet sind wilde Wiesen, Wildblumen, GrĂ€ser, Bodendecker und Sukkulenten. All diese Pflanzengruppen kommen ohne Pflege und ohne zusĂ€tzliche BewĂ€sserung (außer im Hochsommer) hervorragend zurecht. Die Wuchshöhe ist begrenzt, die Verwurzelung ist nicht tiefgehend und SchĂ€den am GebĂ€ude sind nicht zu befĂŒrchten.

DachgĂ€rten lassen sich allerdings nicht einfach auf einem gedeckten Dach aufbringen. Denn fĂŒr DachgĂ€rten muss der gesamte Untergrund wasserdicht sein (Beton ist hervorragend geeignet) und ĂŒberschĂŒssiges Wasser muss dennoch ablaufen können. Insofern der Dachgarten also nicht von Anfang an geplant war und eine Drainage angelegt wurde, sollte eine FlĂ€che mit Neigung gewĂ€hlt werden.

Bei ausreichend stabilen DĂ€chern (mit Terrasse) lassen sich zudem auch NutzgĂ€rten anlegen. DachgĂ€rten haben immer den Vorteil, dass Temperatur und Sonneneinstrahlung höher sind als in BodennĂ€he. Wenn die BewĂ€sserung von Zierpflanzen und GemĂŒse gewĂ€hrleistet werden kann, können Sie auch Ihren eigenen Nutzgarten auf dem Dach einplanen.

Wohnraum und Nutzraum unterm Dach

Einen Dachboden kennt jeder. Wird das Dach vorwiegend als Stellraum genutzt, ist der Anspruch nicht hoch. Wasserdicht und schattig muss es sein. Fehlender Steckdosen, mangelnde Sauberkeit und schlechtes Licht werden da schnell verziehen.

Doch ganz anders verhĂ€lt es sich damit, wenn unter dem Dach gelebt oder gearbeitet wird. Schließlich gibt es nicht unwesentlich viele Menschen, die in Dachwohnungen oder Dachgeschossen leben. Hier ist dann zum Beispiel wichtig, dass WĂ€nde vorhanden sind, die die Dachkonstruktion ausreichend ĂŒberdecken, das Fenster existieren und dass Strom und andere Leitungen verlegt sind.

Dies ist rein eine Frage des Innenausbaus und kann in der Regel auch nachtrĂ€glich noch bewerkstelligt werden. Wichtig ist, dass genĂŒgend Platz vorhanden ist, um wirkliche RĂ€ume unterm Dach zu schaffen. Entsprechend eignen sich nicht alle DĂ€cher zum Ausbau gleichermaßen.

Komplizierter ist es, wenn es um die Isolation und BelĂŒftung von DachrĂ€umen geht. Da DĂ€cher so konzipiert sind, dass sie möglichst dicht sein soll und meist schrĂ€g sind, staut sich im Sommer die Hitze. Zudem sind starke Schauer sehr laut, wenn Sie unter dem Dach wohnen. Das Leben unterm Dach kann also mit Unannehmlichkeiten verbunden sein.

Bei EinfamilienhĂ€usern werden die DĂ€cher hingegen in fast allen FĂ€llen so geplant, dass sie sich als Wohnraum ideal eignen. Der Dachgiebel als Außenwand eines Raumes kann den aufheizenden Effekt der DachflĂ€chen reduzieren und fĂŒr den nötigen Lichteinfall garantieren. Zudem wird der Dachstuhl direkt so konstruiert, dass er nicht negativ Ă€sthetisch auffĂ€llt oder den Raum einengt.




Anzeige

Ein Dach konstruieren

Wird ein Dach konstruiert, gehen dem ein paar Grundgedanken voraus. Da ist zum Beispiel die Statik: Welche Lasten muss das Dach tragen, welcher Neigungswinkel der DachflÀchen ist stabil und bei welcher Neigung wird wie viel Material gebraucht?

Es lassen sich unterschiedliche PrioritĂ€ten ausmachen. Wer Geld und Material sparen will, baut FlachdĂ€cher, doch wer ein klassisches Haus baut, wird wohl ein Satteldach oder ein vergleichbares Dach bevorzugen. Dabei muss dieses dringend von einem Fachmann geplant werden – denn ein instabiles Dach ist ein nutzloses Dach.

Es ist immer wichtig im Hinterkopf zu behalten, dass allein der Dachstuhl ausschlaggebend fĂŒr die Statik ist, wĂ€hrend die Dachhaut vor allem die Isolation und Dichte ausmacht. Die Dachkonstruktion gibt die Form schon vor: Eventuelle Einschnitte fĂŒr Balkone, Fenster und so weite mĂŒssen eingeplant sein.

Dach Dachstuhl wird zuerst konstruiert. Anschließend werden DĂ€mmschichten und Ă€hnliches angebracht. Zuweilen wird auf der Dachkonstruktion eine großflĂ€chige Beschichtung angebracht, auf welcher die Dachhaut am Ende aufliegt. Zudem sind die örtlichen Regelungen bezĂŒglich des Brandschutzes hier zu beachten. Da ein Dachstuhl in der Regel aus Holz besteht, muss dringend verhindert werden, dass Feuer von außen auf diesen ĂŒbergreifen kann. DafĂŒr gibt es unter anderem BrandwĂ€nde oder es werden Elemente aus Aluminium verwendet.

Insofern der Dachstuhl fertig konstruiert ist und die grundlegende DÀmmung eingebracht ist, wird das Dach gedeckt. Der Beruf des Dachdeckers ist dabei ein eigener Handwerksberuf und erfordert ganz andere FÀhigkeiten als der Beruf des Statikers oder des Ingenieurs. Der Dachdecker muss sauber, dicht und sicher arbeiten. Von der QualitÀt seiner Arbeit hÀngen am Ende die optische QualitÀt des Daches sowie die WitterungsbestÀndigkeit ab. Zudem kann ein Dachdecker beim Arbeiten am Dach noch feststellen, wo am Dachstuhl oder an der DÀmmung nachgebessert werden muss.

Es ist davon abzuraten, das Dach ohne Vorkenntnisse selber zu decken. Die Konstruktion eines einfach Dachstuhls kann einem handwerklich begabten Menschen durchaus gelingen und auch die DĂ€mmung kann einfach gehalten werden. Aber insofern Ihnen die Fertigkeit zum Dachdecken fehlt, sollten Sie spĂ€testens hier einen Fachmann zurate ziehen. Zudem ist es notwendig, dass ein Dachstuhl wĂ€hrend des Baus ĂŒberprĂŒft wird. Es muss festgestellt werden, dass dieser das geplante Dach auch wird tragen können.

Anzeige

DachschÀden und SchÀdlinge

Ein Dach wird hĂ€ufig beschĂ€digt, was sich meist auf das Wetter zurĂŒckfĂŒhren lĂ€sst. SturmschĂ€den sind dabei die hĂ€ufigsten SchĂ€den. So kann ein Dach etwa teilweise abgedeckt werden, was bedeutet, dass einzelne Elemente der Dachhaut gelöst werden. Im Falle von Klinkern oder Pfannen ist dies gefĂ€hrlich, da herabfallende Bauteile einen Menschen scher verletzen oder töten können.

Einzelne Teile des Daches lassen sich jedoch leicht ersetzen. Gute Dachdecker konstruieren die Dachhaut so, dass schadhafte Teile jederzeit mit relativ wenig Aufwand ausgetauscht werden können. Diese Arbeiten variieren dabei je nach Dachtyp. Dachziegel lassen sich anders austauschen als ReetdÀcher oder Dachpappen.

Zudem ist es notwendig, ein Dach alle paar Jahrzehnte zu sanieren. Das ist abhĂ€ngig vom Material: Dachziegel halten bis zu 50 Jahre. Aber ein Dachstuhl aus Holz kann aufgrund von Feuchtigkeit oder SchĂ€dlingen nach mehreren Jahrzehnten marode werden. Um einem Einsturz zuvorzukommen, sollten Sie das Dach daher ĂŒberprĂŒfen und gegebenenfalls sanieren lassen.

Dabei gilt, dass nicht reparierte SchĂ€den im Dach (Löcher, Risse) die Zeit bis zur fĂ€lligen Sanierung verkĂŒrzen. Die grĂ¶ĂŸte Gefahr fĂŒr ein Dach sind dabei FeuchtigkeitsschĂ€den, die sich negativ auf das Holz, die DĂ€mmung und Verbundstoffe auswirken. Wenn es ins Haus tropft oder ein feuchter Fleck unterm Dach erscheint, ist eine Reparatur zwingend nötig. Einlaufendes Wasser kann Zwischendecken und ZwischenwĂ€nde schnell zerstören.

Bei Tieren im Dachstuhl muss immer abgewogen werden, um welche Tiere es sich handelt und wie weit sie den Dachstuhl schĂ€digen können. Bei HolzschĂ€dlingen (Nagetiere, die Rossameise, Termiten) muss dringend gehandelt werden. Bei Vögeln, FledermĂ€usen und einigen anderen mittelgroßen SĂ€ugetieren besteht in der Regel kein Handlungsbedarf, wenn Sie persönlich sich nicht an den Tieren stören. Gerade FledermĂ€use und Eulen sind zudem hervorragende SchĂ€dlingsbekĂ€mpfer, denn sie jagen Motte bzw. MĂ€use.

Fazit

Das Dach schließt ein GebĂ€ude nach oben hin ab und ist fĂŒr einen guten Teil der Isolation verantwortlich. Ein sauber gearbeitetes, stabiles Dach schĂŒtzt das gesamte GebĂ€ude, wĂ€hrend ein maroder Dachstuhl eine Gefahr fĂŒr das Haus bedeutet.

Doch ein Dach ist nicht nur der obere Teil eines Hauses, sondern auch NutzflĂ€che: Als GrĂŒnflĂ€che oder mit Photovoltaik Anlagen ausgestattet, eignet sich ein Dach, um einen Beitrag zum Umweltschutz zu leisten. Zudem kann ein Dach auch Lebensraum fĂŒr Mensch und Tier sein. Wenn Sie selbst ein Dach planen, dann beachten Sie, dass es mehr ist als ein bloßer Schutz vor Witterungen.

Hi Five!
Danke!