Baugenehmigung Solaranlage

Die Installation von Photovoltaikanlagen auf DĂ€chern oder FreiflĂ€chen ist nicht ohne weiteres gestattet. Sonderauflagen gelten z.B. fĂŒr Freilandanlagen und denkmalgeschĂŒtzte HĂ€user. Auch Schatten werfende BĂ€ume können nicht ohne weiteres der SĂ€ge zum Opfer fallen.

Eine Baugenehmigung ist grundsĂ€tzlich nicht notwendig, wenn eine Montage von Photovoltaik Anlagen auf DĂ€chern oder an Fassaden ansteht. Die Anlage wird in diesem Fall als „bauliche Anlage“ betrachtet. Die Bestimmungen sind in der Bauordnung des jeweiligen Bundeslandes nachzulesen.

Bei HĂ€usern, die unter Denkmalschutz stehen, ist eine Baugenehmigung erforderlich. Das jeweilige Bundesland stellt diese Baugenehmigung aus, nachdem sichergestellt wurde, dass das GebĂ€ude nicht beschĂ€digt wird. Auch BebauungsplĂ€ne vor Ort können zur einer EinschrĂ€nkung der Anlageninstallation fĂŒhren. Einige BundeslĂ€nder erheben eine Genehmigungspflicht fĂŒr Anlagen, die aus dem GebĂ€ude hervortreten. Die entsprechenden Informationen sind in der jeweiligen Bauordnung zu finden. Freilandanlagen benötigen in jedem Fall eine Baugenehmigung, da eine VerĂ€nderung des Landschaftsbildes erfolgt.

Falls fĂŒr die Montage einer Photovoltaikanlage keine Baugenehmigung erforderlich ist, trĂ€gt die volle Verantwortung der Bauherr, sĂ€mtliche baurechtlichen Vorschriften einzuhalten. Ausgenommen ist hier von die Baubehörde. Das setzt voraus, dass der Bauherr dafĂŒr Sorge trĂ€gt, dass unter anderem die Statik des GebĂ€udes keiner BeeintrĂ€chtigung unterzogen wird und keine öffentliche Gefahr entsteht.




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In die Umwelt darf nur mit Vorsicht eingegriffen werden. VerĂ€nderungen im natĂŒrlichen Einflussbereich der Anlage mĂŒssen mit der Bauordnung ĂŒbereinstimmen. Ein gutes Exempel ist die Frage, ob ein Baum gerodet werden darf, um eine Verschattung der Photovoltaikanlage auszuschließen.

In Deutschland ist eine Genehmigung erforderlich, wenn der Baum eine auserkorene GrĂ¶ĂŸe erreicht. Die Festlegung der Grenzen fĂ€llt in den ZustĂ€ndigkeitsbereich der Gemeinden. BĂ€ume mit einem Stammdurchmesser von mehr als 10 cm bedĂŒrfen ĂŒblicherweise einer Genehmigung. Wird ein derartiger Baum ohne die entsprechende Genehmigung gefĂ€llt, können Strafen von bis zu 50.000 Euro erhoben werden. Falls in ErwĂ€gung gezogen wird, einen nahestehenden Baum zu roden, ist dies unbedingt vorab mit der Heimatgemeinde abzuklĂ€ren.

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