Alles Wissenswerte zur Photovoltaik auf einen Blick

Die Sonne ist der wichtigste Energielieferant der Erde, sie spendet Wärme und Licht in einem Maß, das alle anderen Energiequellen buchstäblich in den Schatten stellt. In den letzten Jahrzehnten wurden immer bessere Methoden entwickelt, diese Energie in Strom umzuwandeln und somit für den Menschen besser nutzbar zu machen.

Photovoltaikanlage auf dem Dach eines Hauses in Deutschland
Solarzellen auf dem Dach. Immer mehr Deutsche nutzen Photovoltaik, um sauberen Strom auf ihren Dächern zu generieren. Bildquelle: ulleo /Pixabay

 

Technik und Produktion

Die Photovoltaik macht sich die Eigenschaft bestimmter Materialien zunutze, um Licht direkt in Strom umzuwandeln. Die gängigen Photovoltaikanlagen bestehen aus einem Zusammenschluss von Solarzellen, die Silizium als maßgebliches Element zur Stromumwandlung nutzen. Im Schnitt haben die verschiedenen Module der Photovoltaikanlagen eine Lebensdauer von 30 Jahren. Hier ein Überblick der unterschiedlichen Photovoltaik-Module für die private Nutzung:

 

Vorteile Nachteile
Monokristalline Photovoltaik Module – Hoher Wirkungsgrad (14 % – 20 %)

– Geringer Wartungsaufwand

– Hohe Fertigungskosten

– Hoher Energieverbrauch bei der Fertigung

– Temperaturempfindlich

Polykristalline Photovoltaik Module – Geringe Kosten

– Geringer Wartungsaufwand

– Temperaturempfindlich
Dünnschichtmodule – Leicht und flexibel

– Widerstandsfähig gegenüber schlechter Witterung

– schlechter Wirkungsgrad (6 % – 10 %)
Glas-Glas-Module – Robust

– Widerstandsfähig gegenüber schlechter Witterung

– Höhere Lebensdauer

– Aufwendige Montage

 

Produziert werden die meisten Solarmodule mittlerweile in Asien. China ist mit einem Anteil von 50 % an der weltweiten Produktion der Marktführer, während deutsche Hersteller, die lange Zeit Vorreiter der Solarbranche gewesen sind, nur noch 5 % Marktanteil besitzen.

Weitere wichtige Produktionsländer sind Taiwan, Malaysia, Japan, USA und Südkorea. Bei der Qualität der Module ist das Produktionsland im Grunde genommen unwichtig, allerdings sollte auf den Preis geachtet werden. Billige Anbieter stellen häufig qualitativ minderwertige Solarmodule her. Diese haben eine geringere Leistung und Lebensdauer.




Vorteile von Photovoltaikanlagen

Die Nutzung von Photovoltaikanlagen bringt eine Reihe von Vorteilen mit:

  • Strom selbst erzeugen und – Anschaffungskosten der Anlage außenvorgelassen – kostenlos nutzen
  • Unabhängigkeit von den Energieversorgern
  • Reduktion oder Tilgung der Stromkosten
  • Strompreise sind nicht mehr dem Markt unterworfen
  • Überproduzierter Strom kann in das Stromnetz eingespeist und dort verkauft werden
  • Mit Stromspeichern kann die Solarenergie auch bei schlechtem Wetter und Dunkelheit genutzt werden

Die Anschaffungskosten einer Photovoltaikanlage für ein Einfamilienhaus betragen ca. 8000 € – 15000 €. Zusätzlich werden für den Wechselrichter 2500 € – 3000 € und für einen Stromspeicher 6000 € – 15000 € fällig. Die Kosten mögen zwar auf den ersten Blick hoch wirken, jedoch aromatisieren sich diese mit der Zeit, da überschüssiger Strom ins Stromnetz eingespeist sowie verkauft werden kann, und durch die Nutzung der eigenen Photovoltaikanlage die Energiekosten drastisch sinken.

Wer nicht über die Mittel verfügt, sich eine Photovoltaikanlage anzuschaffen, kann dennoch vom Solarstrom anderer profitieren und diesen vom Netzanbieter beziehen. Es empfiehlt sich dabei, einen Ökostromvergleich vorzunehmen, um das beste, d.h. kostengünstigste Angebot zu finden.




Wartung von Photovoltaikanlagen

Die Module von Photovoltaikanlagen haben eine durchschnittliche Lebensdauer von 20 – 30 Jahren und müssen in einem derart langen Zeitraum natürlich auch gewartet werden. Zu den wichtigsten Wartungsarbeiten gehört die Reinigung.

Schmutz, Vogel-Kot und Flechten sind typische Probleme und verringern die Menge des Lichtes, das auf die Solarzellen trifft. Für die Reinigung empfiehlt es sich, professionelle Reiniger zu engagieren, da die Photovoltaikanlagen oft schwer zugänglich sind und die Solarmodule sehr empfindlich sein können.

Zusätzlich können die Anlagen durch Hagel oder Blitzeinschläge beschädigt werden. Wichtig ist es daher, die Photovoltaikanlage auf Sturm- und Hagelschäden zu versichern.

Die Photovoltaik wird in den kommenden Jahren immer wichtiger werden. Stetig verbessert sich die Technik von Solarzellen und Stromspeichern, sodass diese mehr Strom produzieren und dabei noch günstiger zu erstehen sind. Wer nachhaltig handeln will, und das nicht nur für die Umwelt, sondern auch für sich und die eigenen Nachkommen, investiert jetzt in Photovoltaikanlagen.

Bildquellen: gerhardt12 / pixartbay, ulleo /Pixabay

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