Photovoltaik Förderung Februar 2022 UPDATE

Das Jahr 2022 bringt einige Veränderungen mit, auch beim Thema Photovoltaik-Förderung. Lassen Sie im Rahmen der energetischen Sanierung auf dem Dach Ihres Hauses eine Photovoltaik-Anlage errichten, können Sie einen staatlichen Zuschuss bis zu 50 Prozent erhalten. Diese Förderung wird nur gewährt, wenn Sie keine Einspeisevergütung erhalten. Ein Experte berät und prüft, was in Ihrem Fall günstiger ist.

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Zuschuss vom Bund bei Verzicht auf Einspeisevergütung

Die Einspeisevergütung für neu in Betrieb genommene Photovoltaikanlagen fällt mit jedem Monat der Inbetriebnahme geringer aus. Eine Alternative zur Einspeisevergütung nach dem Erneuerbare-Energien-Gesetz (EEG) ist die Bundesförderung für effiziente Gebäude (BEG), deren zweite Stufe im Juli 2021 in Kraft getreten ist.

Ein staatlicher Zuschuss bis zu 50 Prozent kann gewährt werden, wenn Sie im Rahmen der energetischen Sanierung auf dem Dach Ihres Hauses eine Photovoltaikanlage installieren lassen. Es spielt dabei keine Rolle, ob Sie den Strom selbst verwenden oder in ein öffentliches Netz einspeisen. Voraussetzung für diese Förderung ist der Verzicht auf die Einspeisevergütung. Einen Zuschuss in derselben Höhe können Sie auch für die Installation eines Solarstromspeichers erhalten.

Umfassende energetische Sanierung als Bedingung

Es mag lukrativ erscheinen, für die Photovoltaikanlage und den Solarstromspeicher einen Zuschuss von 50 Prozent zu bekommen. Allerdings werden diese Zuschüsse nur bei einer Sanierung gewährt, die einen energetischen Standard des Wohngebäudes in einer bestimmten Höhe schafft.

Der Zuschuss fällt umso höher aus, je höher der Energiehausstandard ist. Wird bei einem Altbau der Standard Effizienzhaus 40 erreicht, liegen die maximal förderfähigen Kosten bei 120.000 Euro. Der Zuschuss beträgt dann 45 Prozent der Gesamtinvestition. Werden Beheizung und Kühlung des Gebäudes mindestens zu 55 Prozent aus erneuerbaren Energien gedeckt, erhöhen sich die förderfähigen Kosten auf maximal 150.000 Euro.

Der Anspruch auf eine Förderung liegt bei 50 Prozent. Überschreiten Sie die maximal förderfähigen Kosten nicht, können Sie für eine Photovoltaikanlage zum Preis von ca. 20.000 Euro und einer installierten Leistung von zwölf Kilowatt eine Förderung von 10.000 Euro bekommen.

BEG-Förderung lohnt sich bei hohem Eigenverbrauch

Die Einspeisevergütung trägt immer weniger zur Refinanzierung der Photovoltaikanlage bei, da sie immer geringer ausfällt. Allerdings muss die BEG-Förderung im Zuge der energetischen Sanierung nicht immer günstiger sein. Die Einspeisevergütung wird über einen Zeitraum von 20 Jahren gewährt.

Nur dann, wenn die Förderung vom Bund höher ausfällt als die Einspeisevergütung über 20 Jahre, lohnt sie sich tatsächlich. Die Einspeisevergütung erhalten Sie für mit der Anlage erzeugten Strom, den Sie selbst nicht verbrauchen und daher ins Netz einspeisen. Verbrauchen Sie einen großen Teil des Stroms selbst, ist die Einspeisevergütung insgesamt nur gering. In diesem Fall ist der Zuschuss vom Bund lohnender.

Direktvermarktung von Solarstrom

Die Direktvermarktung von mit der Photovoltaikanlage erzeugtem Strom gewinnt immer mehr an Bedeutung. Besitzer einer Solaranlage verkaufen den Strom, den sie nicht selbst verbrauchen, an einen Direktvermarkter, unter anderem eine Firma oder die Stadtwerke. Dieses Modell lohnt sich jedoch nur für große Anlagen.

In diesem Fall kann eine Förderung durch das BEG sinnvoll sein. Bevor Sie sich entscheiden, welche Förderung Sie für Ihre Anlage in Anspruch nehmen möchten, sollten Sie sich von einem Experten beraten lassen.

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Beschleunigung des Zubaus von Photovoltaikanlagen gefordert

Die neue Ampelkoalition könnte einiges verändern, wenn es um Umwelt- und Klimaschutz sowie Erneuerbare Energien geht. Geplant ist eine Solarpflicht, nach der auf jedem neu gebauten Haus eine Photovoltaikanlage installiert werden muss. Auch sanierte Dächer sollten nach der Solarpflicht mit einer Photovoltaikanlage ausgestattet werden.

Die neue Regierung plant ein Klimaschutz-Sofortprogramm, das 2022 auf den Weg gebracht werden soll. Geplant sind die Ausweitung des abgabenfreien Eigenverbrauchs von Photovoltaik-Strom, die Abschaffung der Personenidentität beim Verbrauch des Photovoltaikstroms vor Ort, eine höhere Ausschreibungsgrenze für Aufdachanlagen sowie der Abbau bürokratischer Hindernisse.

Der Koalitionsvertrag kündigt bereits eine Anpassung der Vergütungssätze an. Für Solaranlagenbetreiber soll eine langfristige Planungssicherheit etabliert werden.

Änderungen bei der Einspeisevergütung bei Nichtinanspruchnahme

Speisen Sie mit der Photovoltaikanlage erzeugten Strom ins öffentliche Netz ein, erhalten Sie 20 Jahre lang pro Kilowattstunde einen festen Vergütungssatz. Die feste Einspeisevergütung für die Photovoltaikanlage auf dem Dach sinkt seit Juli 2018 jeden Monat.

Das bedeutet, dass die Einspeisevergütung immer geringer wird, je später Sie die Anlage installieren. Was Sie tatsächlich bekommen, hängt vom Anlagentyp und von der Nennleistung der Anlage in kWp ab. Für Januar 2022 sieht die Einspeisevergütung folgendermaßen aus:

  • bis 10 kWp: 6,83 Cent
  • 10 bis 40 kWp: 6,63 Cent
  • 40 bis 750 kWp: 5,19 Cent

Diese Einspeisevergütung gilt für Anlagen, die auf Wohngebäuden oder anderen Gebäuden installiert sind. Für sonstige Anlagen bis 750 kWp beträgt die Einspeisevergütung 4,67 Cent. Nehmen Sie die Anlage erst im Februar oder später 2022 in Betrieb, fällt die Einspeisevergütung noch geringer aus.

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Fördermöglichkeiten der Bundesländer prüfen

Möchten Sie 2022 eine Photovoltaikanlage installieren, sollten Sie sich informieren, ob es in Ihrem Bundesland spezielle Fördermöglichkeiten gibt. In einigen Bundesländern gibt es bereits Förderungen, während sie in anderen Bundesländern erst eingeführt werden. Auch Stromanbieter gewähren mitunter eine Förderung.

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