Photovoltaik Wartung

Photovoltaikanlagen arbeiten nahezu wartungsfrei. Das bedeutet, dass man eben doch ab und zu nach dem Rechten sehen muss um bestimmte Wartungsarbeiten durchführen lassen sollte. Wenn Sie die folgenden Tipps befolgen, werden Sie mit Ihrer Anlage wenig Arbeit und mehr Gewinn und Freude haben.

Photovoltaik Monitoring mit dem Smartphone

Nutzen Sie Ihr Smartphone um Ihre Photovoltaikanlage zu überwachen. Dies ist mittlerweile Standard. Via App können Sie die Daten Ihrer Photovoltaikanlage checken und somit recht schnell etwaige Störungen entdecken. Der Solarfachbetrieb Ihres Vertrauens berät Sie gerne.

Photovoltaik Wartung: Solarmodule

Solarmodule sind dauerhaft jeglichen Witterungsbedingungen ausgesetzt, aus diesem Grund sollten Sie alle sechs Monate eine Sichtprüfung durchführen. Dabei sollten Sie sicherstellen, dass die Solarmodule unversehrt sind. Etwaige Verschmutzungen lassen sich schnell entfernen. Auch Veränderungen die Sie mit dem bloßen Auge erkennen können, wie Hot Spots, Modulklemmen, etc.

Photovoltaik Wartung: Wechselrichter

Der Wechselrichter ist das Herzstück einer Photovoltaikanlage. Dieser ist nicht so robust, wie die Solarmodule es sind. Ein Wechselrichter hat eine Haltbarkeit von ca. 10 -12 Jahren, dementsprechend sollte dieser regelmäßig gewartet werden.

Zudem sollte die Software aktualisiert werden. Die Stecker und Steckverbindungen sollten regelmäßig in Augenschein genommen werden. Bei dem täglichen Gang in den Keller prüfen Sie das Gerät, ob alles einwandfrei funktioniert.

Photovoltaik Wartung: Die Verkabelung

Ein Solarkabel ist enormen Witterungseinflüssen ausgesetzt. Von über 30° im Sommer bis -20° im Winter. Zwar sind die Solarkabel genau dafür konzipiert, dennoch sollten die Steckverbindungen zu den Modulen in einem Tonus von 6 Monaten überprüft werden.

Der Zähler

Sind Sie Eigentümer des Zählers, dann sollte dieser regemäßig geeicht werden, was bezüglich der Einspeisevergütung auch relevant für Sie ist. Ist der Netzbetreiber der Eigentümer des Zählers, so ist dieser für die Eichung und Wartung verantwortlich. Protokolieren Sie die Zählerstände am besten monatlich, auch wenn Sie für das Monitoring der Anlage eine Smartphone App nutzen.

Das Montagesystem

Die Unterkonstruktion der Photovoltaikanlage hält die Module und ist für die Sicherheit entscheidend. Durch Windbelastungen kann es passieren, dass Schraubverbindungen oder Klemmen sich lösen. Dies kann zur Gefahrenquelle werden. Drum ist es wichtig auch diese, in einem Abstand von sechs Monaten, eine Sichtkontrolle zu unterziehen.

Ist eine Wartungsvertrag für ein PV-Anlage sinnvoll?

Eine Solaranlage ist eine Investition, die 20 Jahre und länger halten soll, drum ist es wichtig diese auch in regelmäßigen Abständen instandzuhalten. Ein Wartungsvertrag bietet eine Möglichkeit die Wartung dem Fachmann zu überlassend.

Der Vorteil ist, dass der Fachmann sich automatisch bei Ihnen meldet und die Wartung durchführt ohne, dass Sie sich an Termine erinnern müssen. Für viele Versicherungen sind Wartungsverträge Voraussetzung und Nachweis, dass die Sicherheit der PV-Anlage geprüft wurde.

Was kosten Wartungsverträge?

Normalerweise wird eine jährliche Inspektion und Überprüfung sowie Reparatur mit der Fachfirma vereinbart, von der Sie im Idealfall die Solaranlage gekauft haben. Diese stellt den Betrieb und Sicherheit der Photovoltaikanlage sicher. Wie bereits erwähnt meldet sich das Unternehmen automatische bei Ihnen und vereinbart einen Termin.

Häufig ist ein Notdienst beim Ausfall einer PV-Anlage und kleine Verschleißteile mit im Wartungsvertrag inkludiert. Die Kosten belaufen sich auf ca. 100-150 € jährlich. Dies hängt natürlich ab von der jeweiligen Größe der PV-Anlage. Andere Abrechnungsmodelle nach Kilowatt peak sind möglich.

Umpfang der Wartungsaufagben

  • Modulprüfung für etwaige Schäden am Rahmen, Glas und Steckern.
  • Sichtprüfung des Montagesystems und der Verkabelung, dies ist wichtig um etwaige Brandquellen im Vorfeld zu minimieren. Denn durch Scheuern, etc. können Kabel über die Zeit porös werden.
  • Prüfung der Klemmen zwischen den Modulen
  • Soll-Ist-Vergleich der Ertragsdaten der gesamten Photovoltaikanlage
  • Überprüfung des Wechselrichters und der Kabel und Stecker
  • Bei Verdacht auf Störungen sind zum Beispiel die Module zu überprüfen. Kennlinienmessung, Funktionsanalyse, Thermografie oder die Strangsicherungen im Generatoranschlusskasten

Photovoltaik Reinigung

Photovoltaikanlagen auf einem Schrägdach mit einer Dachneigung von ca. 15-20° bedürfen keiner speziellen Reinigung. Der Regen ist für die Reingung der Module  zumeist ausreichen. Nichtsdestotrotz können Vogel Kot oder Moos, welches sich am Rahmen der Module mit der Zeit bildet, die Leistung der Solaranlage negativ beeinflussen. Diese sollten nach Möglichkeit entfernt werden.

Bei Dachneigungen unter 15° oder Solaranlagen an stark befahrenen Straßen sollte eine Reinigung alle 3 Jahre stattfinden. Dies gilt auch produzierende oder landwirtschaftliche Betriebe. Die Reinigung kostet ca. 2 €/qm. Dies kann sich bei stark verschmutzen Solaranlagen schon sehr lohnen.

Fazit

Eine Photovoltaikanlage sollte wie ein Auto gepflegt und gewartet werden, damit sie langfristig Erträge bringt. Schließen Sie einen Wartungvertrag ab, dann sind Sie auf der sicheren Seite.

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