Worauf sollte beim Kauf eines Photovoltaik-Speichers geachtet werden?

Die Installation einer Photovoltaik-Anlage reicht in der Regel nicht aus, um unabhängig von den Energieversorgern zu werden. Wer sich autark mit Energie versorgen möchte, der ist auf die Verwendung eines hochwertigen Photovoltaik-Speichers angewiesen. Diese Anlagen speichern den erzeugten Strom effektiv und sorgen dadurch dafür, dass dieser auch an bewölkten Tagen oder bei Nacht zur Verfügung steht. Hierbei ist jedoch einigen zu beachten, um das Maximum aus der eigenen Photovoltaikanlage herauszuholen und den selbst produzierten Strom effizient zu nutzen.

Kapazität sollte anhand des Strombedarfs gewählt werden

Der optimale Photovoltaik-Speicher ist stets vom individuellen Strombedarf des Nutzers abhängig. Grundsätzlich gilt hierbei, dass eine höhere Kapazität stets vorteilhafter ist als eine niedrigere Kapazität. In der Praxis hat sich jedoch gezeigt, dass in den seltensten Fällen eine Kapazität benötigt wird, die 24 Stunden übersteigt. In der Regel genügt ein Photovoltaik-Speicher, der den gesamten Haushalt am Abend, in der darauffolgenden Nacht sowie in den Morgenstunden mit Energie versorgt. Welche Kapazität demnach benötigt wird, ist vom jeweiligen Stromverbrauch des Haushalts abhängig. Für sämtliche Haushalte mit einem durchschnittlichen Energieverbrauch ist daher ein Speicher ausreichend, der über eine Kapazität von drei bis acht Kilowattstunden verfügt. Die optimale Kapazität des Speichers ist jedoch ebenfalls von dessen Leistungsabgabe abhängig. Hierbei sollte beachtet werden, dass elektrische Durchlauferhitzer für die Heizung oder Warmwasser sowie der Küchenherd einen enormen Stromverbrauch aufweisen.

Bleibatterie oder Lithiumakku – eine Frage der Effizienz

Bei Ihrem Kauf eines Photovoltaik-Speichers sollten Sie insbesondere auf die verwendete Batterie achten. Hierbei unterscheidet man zwischen Bleibatterien und Lithiumakkus. Bleispeicher werden bereits seit über 100 Jahren erfolgreich verwendet und arbeiten daher überaus zuverlässig. Der einzige Nachteil dieser Speicher besteht darin, dass sie lediglich über eine effektive Speicherkapazität von maximal 50% verfügen. Das bedeutet, dass Sie für eine nutzbare Kapazität von acht Kilowattstunden über einen Speicher mit einer Gesamtkapazität von 16 Kilowattstunden verfügen müssen.

Lithiumakkus hingegen weisen eine effektive Speicherkapazität von 80 bis 90% auf. In diesem Fall benötigen Sie bei gleichem Stromverbrauch maximal einen Speicher mit einer Kapazität von zehn Kilowattstunden. Preislich unterscheiden sich beide Arten jedoch noch immer stark voneinander. Für einen Lithiumakku mit gleicher effektiver Kapazität zahlt man in der Regel etwa doppelt so viel wie für eine Bleibatterie. Aufgrund der stetig sinkenden Preise der Lithiumakkus ist jedoch von einer angleichenden Preislage auszugehen.

Photovoltaik-Speicher erst nach der Photovoltaik-Anlage kaufen

Die Anschaffung eines Photovoltaik-Speichers ist nur dann wirtschaftlich sinnvoll, wenn sich durch diesen eine deutlich bessere Nutzbarkeit des selbst erzeugten Stroms realisieren lässt. Aus diesem Grund sollte der Speicher stets erst dann gekauft werden, wenn Sie bereits erste Erfahrungen mit der Photovoltaik-Anlage sammeln konnten. Der Photovoltaik-Speicher dient lediglich der Speicherung übriggebliebener Energie während des Tages zur Nutzung während der Abendstunden und in der Nacht. Deckt Ihre Photovoltaik-Anlage also bereits tagsüber Ihren Stromverbrauch nicht vollständig, so ist der Kauf eines Photovoltaik-Speichers nicht zielführend. Darüber hinaus müssen Sie für den Kauf zwingend Ihren maximalen Stromverbrauch zwischen Sonnenuntergang und Sonnenaufgang kennen.




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Achten Sie auf qualitativ hochwertige Geräte und Komponenten

Insbesondere bei Photovoltaik-Speichern ist die Qualität der Komponenten von entscheidender Bedeutung. In der Praxis hat sich gezeigt, dass vermeintlich preiswerte Alternativen aus asiatischen Ländern oftmals nicht ausreichend auf das deutsche Stromnetz angepasst wurden und dadurch eine wesentlich schlechtere Speicherkapazität aufweisen. Aus diesem Grund sollten stets deutsche Photovoltaik-Speicher bevorzugt werden. Sowohl deren Ladeelektronik als auch die Sicherungen und Freischalter sind optimal auf das deutsche Elektroniknetz angepasst und führen dadurch zu wesentlich besseren Ergebnissen. Darüber hinaus profitieren Sie aufgrund der Nähe der deutschen Hersteller in der Regel von einem deutlich besseren Service. Im Falle einer Reklamation oder einer Beschädigung bei laufendem Betrieb sind daher deutsche Produkte stets die bessere Wahl.

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