Photovoltaik Kosten 2017

Photovoltaik Kosten
© Rainer Sturm_pixelio.de

In den letzten Jahren fand ein enormer Preisverfall bei den Photovoltaik-Anlagen statt, was mit dem veränderten Wettbewerb einhergeht. Viele asiatische Modulhersteller haben sich auf dem deutschen Markt platziert. So haben sich die Kosten für eine Anlage seit 2010 fast halbiert. Zudem wurde die Einspeisevergütung abgesenkt, was die Preise vieler Hersteller ebenfalls sinken ließ. Sie wird mit dem Gesetz für Erneuerbare Energien (EEG) geregelt. Die Einspeisevergütung ist von der Größe der Anlage abhängig, garantiert dem Nutzer über zwanzig Jahre einen festen Preis für den eingespeisten Strom. Da die EEG Umlage deutlich niedriger ist als in früheren Jahren, lohnt sich der Eigenverbrauch des erzeugten Stroms finanziell eher als die Einspeisung in das öffentliche Netz.

Für die Anschaffung einer Photovoltaik-Anlage müssen Nutzer mit Kosten zwischen 5000 € und 15.000 € rechnen, je nach Qualität der Module und der Größe der Nutzungsfläche. Man hält beispielsweise für ein Einfamilienhaus durchschnittlicher Bauart eine Leistung zwischen vier und sechs kW für ausreichend. Hinter der Abkürzung verbirgt sich die maximale Leistung eines Photovoltaik-Moduls. Hierfür sind Kosten von ungefähr 6000 bis 9000 € zu veranschlagen.

Von allen Materialkosten entfällt der größte Anteil auf die Module, sie betragen etwa 80 % der Gesamtkosten. Preisunterschiede ergeben sich aus der Herstellungsweise. Polykristalline Module sind etwas preiswerter als aufwendiger produzierte monokristalline Module. Besonders günstig sind Dünnschichtmodule, die einen etwas niedrigeren Wirkungsgrad haben, dafür aber sehr leicht sind. Bei der Montageder Photovoltaik-Anlage muss der Hausbesitzer mit 10-15 % der Investitionskosten rechnen.

Der Wechselrichter ist unverzichtbar, um den erzeugten Strom umzuwandeln. Im Haushalt wird Wechselstrom benötigt, für die Einspeisung in das Stromnetz ebenso. Die Kosten liegen je nach Qualität zwischen 800 € und 2000 €. Nach etwa zehn Jahren Betriebsdauer muss er ausgetauscht werden, was in die Gesamtrechnung einfließen muss.

 

  1. Photovoltaik Kosten: Wartungskosten
  2. Photovoltaik Kosten: Reinigungskosten
  3. Photovoltaik Kosten: Versicherungskosten/a>
  4. Photovoltaik Kosten: Zählermiete
  5. Photovoltaik Kosten: Speicher für die Photovoltaikanlage
  6. Photovoltaik Kosten: Anschaffungskosten für den Speicher
  7. Photovoltaik Kosten: Nachrüstkosten für einen Photovoltaik Speicher Akku
  8. Photovoltaik Kosten: Gesamtkosten
  9. Fördermöglichkeiten
  10. Amortisation

 

Photovoltaik Kosten: Wartungskosten

Die Wartung der Anlage umfasst die regelmäßige Inspektion und sollte einmal im Jahr durchgeführt werden. Dabei werden die Solarmodule auf Schäden untersucht und die Kabelverbindungen überprüft. Hier kann ein Wartungsvertrag nützlich sein, er kostet etwa je nach Größe der Anlage zwischen 150 € bis 250 € jährlich. Einen ähnlichen Betrag bezahlt man, wenn man die Wartung einzeln beauftragt wird. Allerdings knüpfen einige Hersteller ihre Garantieleistung an einen Wartungsvertrag.

 

Photovoltaik Kosten: Reinigungskosten

Die Verschmutzung der Module kann zur Ertragsminderung führen, weshalb eine regelmäßige Reinigung für den reibungslosen Betrieb der Anlage nötig ist. Oberflächlicher Schmutz wird zwar durch Regen entfernt, aber auf Dauer setzten sich hartnäckige Verkrustungen an. Die professionelle Reinigung wird mit 1€ bis 2,50 € pro Quadratmeter berechnet. Die Reinigung sollte spätestens dann durchgeführt werden, wenn die Ertragsminderung höher ausfällt als die zu veranschlagenden Reinigungskosten.

 

Photovoltaik Kosten: Versicherungskosten

Zu den laufenden Betriebskosten, die in jedem Jahr anfallen, zählen auch die Kosten für eine Versicherung, um sich gegen Schäden der Anlage mit hohen Folgekosten abzusichern. Es gibt spezielle Versicherungen für Solaranlagen, man kann sie ebenfalls in die Gebäude- und Haftpflichtversicherung einbeziehen. Die Gebäudehaftpflicht muss dann neu berechnet werden. Die Haftpflicht ist schon bei der Installation sinnvoll, damit Schädigungen Dritter versichert sind. Ein Versicherungsvergleich lohnt sich in jedem Fall, man muss mit jährlichen Kosten von rund 200 € rechnen.

 

Photovoltaik Kosten: Zählermiete

Beim Betreiben der Photovoltaik-Anlage muss ein Zähler vom Energieversorger gemietet werden, die Preise variieren hierbei je nach Anbieter und liegen zwischen 20 € und 60 € im Jahr.

 

Photovoltaik Kosten: Speicher für die Photovoltaikanlage

Vor der Senkung der Einspeisevergütung war es für Betreiber einer Photovoltaik-Anlage lohnender, den erzeugten Strom ins Netz einzuspeisen. Die Vergütung lag höher, als der Haushaltsstrom vom Energieversorger kostete. Bei gestiegenen Strompreisen und gesunkener Einspeisevergütung macht es kaum Sinn, den Strom für wenig Geld einzuspeisen, um anschließend den teuren Strom zu beziehen. Deshalb ist ein Speichersystem aktuell gefragt, allerdings erhöht dies die Gesamtkosten der Anlage erheblich. Der Markt ist in Bewegung gekommen und die Preise sind gesunken, außerdem gibt es Fördermöglichkeiten.

 

Photovoltaik Kosten: Anschaffungskosten für den Speicher

Zwei Technologien beherrschen den Markt, die Speicher werden entweder mit Blei-Akkus und Lithium-Akkus betrieben, diese bestimmten den Preis. Speichersysteme mit Lithium-Batterien sind deutlich teurer, sie gelten als langlebiger und leistungsstärker. Die Investitionskosten für einen Speicher liegen zwischen 4000 € und 10.000 €.

 

Photovoltaik Kosten: Nachrüstkosten für einen Photovoltaik Speicher Akku

Nach ca. 10 Jahren müssen die Blei Akkumulatoren gewechselt werden. Dabei entstehen je nach Hersteller ca. 800 – 2.000 € Nachrüstkosten. Eine wesentliche längere Lebenszeit haben Lithum-Akuus. Auch hier muss die Batterie nach spätestens 15-20 Jahren gewechselt werden. Sprechen Sie mit Ihrem Solateur über dieses Thema und informieren Sie sich im Vorfeld.

 

Photovoltaik Kosten: Gesamtkosten

Bei der Anschaffung einer Photovoltaikanlage sind alle Kostenfaktoren zu bedenken:

  • Materialkosten plus Montage
  • Wartung und Reinigung
  • Versicherung
  • Zählermiete und Stromkosten
  • Zinsen für Kredite
  • Evtl. Anschaffungskosten für den Speicher
  • Nachrüstkosten für enien Photovoltaik Speicher

Bei den hohen Investitionskosten sollten immer mehrere Angebote eingeholt werden, um in Qualität und Preis für eine effiziente Anlage den besten Anbieter zu finden.

 

Fördermöglichkeiten

Photovoltaik wird mit verschiedenen Programmen vom Bund und einzelnen Ländern gefördert. Auch einzelne Energieversorger gewähren Förderung in Form von Einmalzahlungen oder Zuschüssen auf die Einspeisevergütung. Eine zinsgünstige Finanzierung erhält man über die Kreditanstalt für Wiederaufbau (KFW), allerdings sind einige Förderkredite mit der Bedingung verbunden, den Strom ins Netz einzuspeisen. Speichersysteme werden seit 2013 ebenfalls staatlich gefördert, bis zu 30 % der Anschaffungskosten können eingespart werden.

 

Amortisation

Ab wann die schwarze Null unter der Rechnung steht, hängt wesentlich von den Anschaffungskosten ab. Hinzu kommen die Kosten für den laufenden Betrieb und eventuelle Zinsen für Kredite. Durchschnittsberechnungen zeigen, dass sich eine Photovoltaik-Anlage nach 13 bis 15 Jahren amortisiert, danach können bereits Gewinne erwirtschaftet werden. Selbst wenn nach zwanzig Jahren die Einspeisegarantie abläuft, wird mit selbst erzeugtem Strom Geld gespart. Werden alle Fördermöglichkeiten optimal ausgeschöpft, kann bei guten Erträgen die Wirtschaftlichkeit einer Anlage bereits nach neun Jahren gegeben sein.

Photovoltaik Kosten 2017
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