Ölheizung Test 2017

Ölheizung

Klassische Ölheizungen verfügen heutzutage aus umweltbedingten Gründen nicht über den besten Ruf. Allerdings hat die innovative Technologie auch hier Einzug gehalten und bietet auch für eine Ölheizung moderne wie auch für die Ressourcen verträgliche Technik-Alternativen, sodass sich die Wirtschaftlichkeit um fast 25 Prozent erhöhen lässt.

 

Ölheizungs-Angebote

 

Aufbau einer Ölheizung

Die Ölheizung steht hinter der Gasheizung an zweiter Stelle der verbauten Heizungsanlagen in Deutschland und wird neben der Wärmeerzeugung auch für die Warmwasserversorgung in Bauwerken beziehungsweise Immobilien genutzt.

 

Folgende Komponenten werden für eine einwandfrei funktionierende Ölheizung benötigt:

Ölheizung
© Wusel007_wikipedia
  •  ein Öltank, um das Heizöl sicher zu lagern
  • die Ölleitung, welche die Anlage mit Brennstoff versorgt sowie der Heizkessel (Brennwert- oder Niedertemperaturkessel), der sich aus nachfolgenden Einzelteilen zusammensetzt:
  • ein Ölbrenner, wobei heutzutage Blaubrenner (blaue Flamme) üblich sind, die deutlich weniger Ruß beim Verbrennen des Heizöls erzeugen
  • eine Steuerung, die über die gewählte Raumtemperatur oder die Witterung beziehungsweise Umgebungstemperatur geführt wird
  • der Wärmetauscher, um die erzeugte Verbrennungswärme dem Heizwasser-/Heißwasserkreislauf zuzuführen
  • eine sichere und geprüfte Abgasleitung zum Schornstein – bei Brennwertkesseln führt diese zum speziellen Abgasrohr, welches aus Edelstahl, Kunststoff oder Keramik besteht
  • das Druckausgleichsgefäß, welches die Ausdehnung des erhitzten Heizungswassers ausgleicht und so die Rohrleitungen schützt
  • eine Umwälzpumpe, die für die Wasserverteilung im Heizungssystem sorgt. Hierbei sind Hoch-Effizienz-Pumpen vorzuziehen, da diese nur geringfügig Energie benötigen.

Des Weiteren natürlich auch Heizkörper und Heizungsrohre, die die Wärme in den Räumen verteilen. Handelt es sich um eine Ölheizung, die mit geringer Vorlauftemperatur arbeitet wie eine Brennwert-/Niedertemperaturheizung, ist es sinnvoll Flächenheizkörper (beispielsweise Fußbodenheizungen) zu installieren.

 

Die Funktionsweise des Ölbrenners

Doppelwandige Batterietanks
© IWOeV_wikipedia

Bei dem Ölbrenner handelt es sich den Mittelpunkt einer Ölheizung. Der komplexe Verbrennungsprozess läuft folgendermaßen ab: Mittels einer Pumpe wird das Heizöl zum Brenner befördert, wofür die Heizungs-Regelung je nach erreichter Kesseltemperatur den Impuls gibt. An dieser Position erfolgt das Aufwärmen des Brennstoffs. Ein Magnetventil öffnet sich und der Brennraum erhält das Öl durch die Einspritzdüse fein zerstäubt. Durch Zündfunken beginnt die Verbrennung des Heizöls. Bei Betrieb der derzeit üblichen Blaubrenner verbrennt das Heizöl wie Gas (blaue Flamme= saubere Verbrennung), da es im Vorfeld bereits verdampft. So verbleibt nach der Verbrennung lediglich eine minimale Menge Ruß. Das An- beziehungsweise Abschalten der Zündung wird als Taktung bezeichnet.

 

Die Ölheizung als Kombianlage für Wärme und Warmwasser

Um neben der Raumwärme auch Warmwasser zu erzeugen, wird für die Öl-Heizung ein Warmwasser-Speicher benötigt. Dieser kann in der Anlage integriert sein oder alternativ als Standspeicher angeschlossen werden. Über eine spezielle Regelung der Heizungsanlage wird sichergestellt, dass bei Bedarf schnell ausreichend Warmwasser bereitsteht.

Innerhalb des Speichers wird die Wärme mittels Wärmetauscher dem Trinkwasser zugeführt – Warmwasser wird somit primär erhitzt. Hat das Leitungswasser im Warmwasser-Speicher die exakte Temperatur erreicht, erfolgt die weitere Abgabe an das Heizungswasser. Befindet sich die Wasser-Zapfstelle an einer weit entfernten Position, ist es manchmal sinnig, das Leitungswasser mittels separater Installation wie beispielsweise Durchlauferhitzer zu erwärmen. Normalerweise eignen sich Brennwert- und Niedertemperatur-Heizanlagen jedoch zur energiesparenden Erhitzung des Leitungswassers.

 

 

Die Abgasführung bei einer Ölheizung mit Niedertemperatur- und Brennwert-Anlage

Wird das Heizöl verbrannt entstehen in der Regel Abgase, welche nach außen abzuleiten sind. Wird die Ölheizung als Niedertemperatur (NT-Technologie) betrieben, sind die bestehenden Schornsteine meistens ausreichend, da die Abgas-Temperaturen etwa 150 Grad Celsius betragen. Bei älteren Öl-Heizanlagen liegen die Werte dagegen fast bei 200 Grad Celsius. Der zuständige Schornsteinfeger ist für dieses Thema ein wichtiger Ansprechpartner und Berater, da die Abgasanlage von ihm abgenommen werden muss.

Die Öl-Heizung als Brennwert-Variante benötigt grundsätzlich eine neu installierte Abgasanlage, da die Abgase sehr kühl sind und in minimaler Menge anfallen. Es wird eine Abgasleitung mit kleinem Durchmesser benötigt, die allerdings gegenüber anfallendem Kondensat resistent sein muss. Geeignete Materialien sind dafür Edelstahl, Keramik oder auch Kunststoff. Die Verlegung/Installation kann in „Leichtbau-Schächten“ oder direkt an einer Außenwand der Immobilie erfolgen. Bei Neubauten kann dadurch der Schornstein entfallen beziehungsweise nach der Sanierung in Altbauten als Kaminabzug eine Aufgabe finden.

 

Die Vor- und Nachteile einer Ölheizung

Die besonderen Vorteile einer Öl-Heizung liegen darin, dass weder Gasleitung noch Gasanschluss (Infrastruktur) vorhanden sein muss. Der Ölanbieter/Händler kann aufgrund seiner Heizöl-Angebote und seinem Service selbst gewählt werden. Des Weiteren bestimmt jeder Besitzer einer Öl-Heizung wann und wie viel Liter Heizöl geordert wird.

Die Nachteile einer Ölheizung zeigen sich darin, dass der Heizöltank und der Heizkessel einen gewissen Platz beanspruchen. Des Weiteren liegen die CO2-Emissionen derzeit deutlich höher als bei einer Erdgas-Heizanlage. Das Heizöl muss zudem auf Vorrat eingekauft werden, wobei die Kosten je Liter oft starken Schwankungen unterliegen und eher steigen als sinken.

 
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Umweltverträglichkeit und Wirtschaftlichkeit der Ölheizung

Die Ressource Erdöl nimmt weltweit in ihrer vorhandenen Menge stetig ab, sodass die Beschaffung schwieriger und immens teuer werden kann. Hierin liegt auch einer der Gründe für die zeitweise erheblichen Preisschwankungen.

Des Weiteren beinhaltet Erdöl/Heizöl Kohlenstoff, der sich beim Verbrennungsprozess innerhalb der Ölheizung negativ auf die Umgebungsluft (Feinstaub) auswirkt und die Klimaerwärmung sogar beschleunigt. Die Ölheizung verursacht somit Emissionswerte (etwa 300 Gramm CO2/(kWh) Kilowattstunde), welche trotz Einsatz innovativer Technik die Werte einer effizienten Gasheizung (circa 240 Gramm CO2/(kWh) Kilowattstunde) übertreffen. Ein Kohleofen stößt dagegen ungefähr 660 Gramm CO2/kWh aus. Die Ökostrom Wärmepumpe liegt bei etwa 15 bis 20 Gramm CO2/kWh.

Einen Lichtblick für die Ölheizung stellt eine Kombination mit regenerativen Energien dar. Hierfür bietet sich zum Beispiel eine Potovoltaikanlage an, die die eigene CO2-Bilanz in gewissem Rahmen ausgleichen kann. Zur Ergänzung/Unterstützung der Öl-Heizung kann eine Solarthermie Anlage wertvolle Dienste leisten.

 

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Preisbeispiele und Fördermittel für eine Ölheizung

Niedertemperatur-Ölheizungen sind grundsätzlich günstiger im Anschaffungspreis als Anlagen mit Brennwerttechnik. Letztere liegen mit deutscher Herstellung und gleicher Leistung zum Beispiel bei etwa 4.000 Euro, können jedoch im Verbrauch deutlich positiv punkten. Der Preis einer gleichwertigen NT-Anlage (Ein-/Zweifamilienhaus) beläuft sich dagegen beispielsweise auf ungefähr 2.300 Euro. Bei Kombinationen mit Wärmepumpe oder Solaranlage können die Kosten auch den fünfstelligen Bereich erreichen.

Im Fall einer Sanierung und dadurch Austausch einer herkömmlichen Heizung gegen eine innovative Öl-Heizung mit Brennwert-Technologie können unterschiedliche Förder-Programme (zum Beispiel ‚Energieeffizient Sanieren‘) der KfW‘ (Kreditanstalt für Wiederaufbau) in Anspruch genommen werden. Ebenso bietet das ‚Bundesamt für Wirtschaft und Ausfuhrkontrolle‘ verschiedene Förder-Programme (beispielsweise der Kesseltausch-Bonus), die vor einem Kauf der Öl-Heizung angefragt werden können.

 

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Die Preise für Heizöl sind nicht stabil

Die Heizöl-Kosten basieren auf dem Verbrauch. Dieser hängt vom persönlichen Verhalten sowie der Fläche und dem Zustand des Gebäudes (Verglasung, Art der Dämmung) ab. Die Art der Ölheizung ist ein weiterer Aspekt – Brennwert-Ölheizungen sind effizienter in der Brennwertnutzung.

Handelt es sich um eine Brennwert-Ölheizung ohne Neutralisierungs-Einrichtung, darf lediglich schwefelarmes Heizöl (hochpreisiger) verbrannt werden. Die Preise je Liter Heizöl schwanken je nach Jahreszeit und Weltmarktangebot, sodass vor jedem Kauf stets ausreichend Informationen eingeholt werden sollten.

 
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