Die Kosten Indischer Solarenergie erreichen einen neuen Tiefstand und unterbieten so fossile Brennstoffe

Der Preis von Solarenergie hat auf dem indischen Großmarkt ein Rekordtief erreicht, und das schneller als von Experten angenommen. In dem Land wird so der Preis der Energie aus fossilen Brennstoffen weiter unterboten. Die fallenden Preise der Solarenergie erhöhen auch die Chancen, dass Indien seine Ziele zu erneuerbaren Energien nicht nur erreicht sondern auch noch übersteigt. Diese Zielsetzung wurde im Dezember 2015 im Weltklimaabkommen in Paris festgehalten.

Indien ist der drittgrößte Kohlenstoff-Verursacher der Welt. Es wurde prognostiziert dass sich die Emissionen gar verdoppeln da Indien danach strebt die Wirtschaft zu verbessern und Millionen von Bürgern aus der Armut zu helfen.
Ein zentraler Punkt um katastrophale Temperaturanstiege zu verhindern, ist sicherzugehen, dass der Großteil der benötigten Energie aus erneuerbaren Quellen stammt.
Bei einer Rückwertsauktion in Rajasthan am Dienstag boten die Energieunternehmen Phelan Energy und Avaada Power einen Preis von 2.62 Rupien pro Kilowatt-Stunde Solarenergie. Diese soll in einem – so hoffen sie – bald errichteten Energiepark in der Wüste produziert werden. Das Rekordtief im letzten Jahr belief sich auf 4.34 Rupien pro Kilowatt-Stunde.
Experten nannten den Preisabfall von rund 40% „historisch“ und gehen davon aus, dass die Ursache dafür in billigerer Finanzierung liege, ebenso wie im höheren Vertrauen der Investoren darauf, dass Indien das Versprechen, seine Kapazitäten an erneuerbaren Energien zu erhöhen, einhalten wird.
Das reduziert den Solartarif weit unter den Durchschnittspreis, der von Indiens größtem Steinkohle Konglomeraten berechnet wird, und momentan bei rund 3.20 Rupien pro Kilowatt-Stunde liegt. Die Großmarkt Preise für Windenergie erreichten im Februar ebenfalls ein Rekordtief von 3.46 Rupien.
Kanik Chawla, eine Leiterin des Rates für Energie, Umwelt und Wasser (CEEW) in Delhi sagte es wäre ermutigend, dass die Bieter des Rajasthan Projekts „neue Akteure seien, und nicht dieselben alten Marktführer.“

Es ist wahrscheinlich, dass die Preise weiter fallen werden, sollten die Kosten für das Leihen von Geld ebenso geringer werden. Laut Chawla ist dies der Hauptgrund für die Rekordtiefe in diesem Jahr.
„Weitere Errungenschaften die Preise betreffend kommen nicht von niedrigeren Preisen für Technologien sondern von kostengünstigeren Finanzierungsmöglichkeiten.“
Investoren wurden vermutlich auch dadurch bestärkt, dass seit kurzem die staatlich unterstütze Solarenergie Gesellschaft Indiens befähigt ist, als Garantiegeber für Abkommen zwischen Energieentwicklern und Indiens verschuldeten Energiekonzernen zu fungieren.
Tim Buckley, Direktor des Instituts für Energiewirtschaft und Finanzanalyse, sagte dass der wohl wichtigste Faktor für internationale Investitionen in Indiens erneuerbare Energien „die Transparenz, Langlebigkeit und Sicherheit“ der Energiepolitik des Landes sei.
„Investiert man für rund 25 oder 30 Jahren, dann sind Sicherheit und Transparenz der Police absolut wesentlich.“

„Indiens Premierminister Narendra Modi sagt, dass das sein oberstes Ziel sei, Energieminister Piyush Goyal spricht ebenfalls jeden Tag darüber. Es besteht kein Zweifel an Goyals Engagement für das Programm sowie an Modis Bestätigung für Goyals Handeln.“ Sagt er.
Indiens Ziel ist es bis 2022 die Kapazität zu haben um 175 Gigawatt an Solar-, Bio- und Windenergie zu erzeugen. Ein Entwurf der indischen Agentur für Elektrizität prognostiziert, dass die Kapazität bis 2027 bei 275 Gigawatt liegen könnte.
Der gleiche Entwurf geht davon aus, dass der Bedarf an neuen Kohlekraftwerken zusätzlich zu den bereits produzierten 50 Gigawatt jährlich für mindestens die nächsten 10 Jahre gedeckt ist.
Chawla sagte dass die aufeinanderfolgenden Preissenkungen erneuerbarer Energien “gefeiert werden sollten“ aber verweist auch darauf, dass noch weiterer systematische Reformen umgesetzt werden müssen um diese Entwicklung nachhaltig zu machen.
Projekte erneuerbarer Energien profitieren im Gegensatz zu fossilen Brennstoffen außerdem noch von Steuernachlassen, fügte sie hinzu. „Es muss noch einiges berechnet werden um definitiv sagen zu können, dass Solarenergie billiger ist als Kohle. Aber diese Form der Energie ist durchaus wettbewerbsfähig.“

Quelle: climatecentral.org
Bild: pixabay

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