Dachhaken

Dachhaken sorgen für die Verbindung zwischen Photovoltaikanlage und dem Dach. Ohne diese Haken ist es nicht möglich, die für die Montage bereitstehenden Solarmodule zu befestigen.
Sie werden auf den Dachsparren positioniert. Die Menge der benötigten Dachhaken ist abhängig von der Wind- und Schneelast, die eintreten kann. Im Grunde ist die Windlast am Giebel und an den Rändern des Daches höher. Die überwiegenden Hersteller von Montagesystemen raten deswegen, in diesen Arealen mehr Haken zu befestigen. Für jeden zweiten Sparren reicht zur Mitte hin unter Berücksichtigung des Sparrenabstandes ein Dachhaken. Die entsprechende Anzahl muss gemäß der Montaganleitung ausgerechnet werden.

Ein Dachhaken sieht prinzipiell wie ein U-förmiger Bügel aus, der an eine Ankerplatte geschweißt wurde. Diese Lochplatte wird auf dem Sparren aufgelegt und dort mit Schrauben befestigt. Gegenüber der Lochplatte werden am Ende des U-förmigen Hakens die Montageschienen für die Photovoltaik Module angebracht. Der Dachziegel ist für den Zwischenraum vorgesehen. Adäquate Aussparungen werden in die Dachziegel durch eine Säge oder Flex durchgeführt, um die Haken nach außen hin durchführen zu können. Mittlerweile gibt es für zahlreiche Standardziegel die angemessenen Dachhaken. Im Handel werden sie für Frankfurter Pfannen, Schieferdächer, Schindeldächer oder für Biberschwänze angeboten.

 

 

Dachhaken werden z.B. aus Edelstahl oder auch aus Aluminium produziert. Sie werden zudem nach der Traglast differenziert. Die Haken werden für normale Lasen, für Schwerlast oder Extremlasten angeboten. Für eine leichtere Ausgleichung von Ungleichmäßigkeiten im Untergrund werden verstellbare Haken benutzt. Bei höhenverstellbaren Haken in einfacher Ausführung ist der Ausleger in der Höhe justierbar. Doppelte verstellbare Modelle können additional auch an der Seite verstellt werden.

Die Zahl der benötigten Dachhaken hängt von der Modulgröße, dem Sparrenabstand und dem Standort ab. Standardbauformen werden bei Dächern mit Pfannen- und Falzziegeleindeckung verwendet. Spezielle Haken wurden für Sonderziegelformen, z.B. der Mönch oder den Biberschwanz entwickelt. Bezüglich der Blechstärke werden wenigstens 6 mm, bei höheren Belastungen durch Wind und Schnee auch 8 mm dicke Haken empfohlen.

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