Bürgersolaranlagen

Als Bürgersolaranlagen (BSA) werden die Gemeinschaftsanlagen, mit denen Solarstrom erzeugt und in das öffentliche Netz eingespeist wird, bezeichnet. Hierbei schließen sich Bürger zusammen, die sich mit einem festgelegten Investitionsbetrag an der Photovoltaik Anlage beteiligen. Zu diesem Zweck wird die Photovoltaikanlage in den meisten Fällen auf Dächern, die eigens dafür angemietet werden, oft auch auf öffentlichen Gebäuden, installiert.

Bürgerinitiativen, Kommunen oder Vereine haben es sich zum Ziel gesetzt, die Verwendung von Solarenergie zu fördern und der Bevölkerung diese Energieart in höherem Maße zugänglich zu machen. Der Gewinn, der durch die Einspeisevergütung erzielt wird, steht anschließend allen Anteilseignern zur Verfügung. Ein weiterer Grund, der Förderung der erneuerbaren Energien liegt in der Möglichkeit dadurch eine wirtschaftlich rentable Kapitalanlage zu erhalten. Die Photovoltaikanlagen stellen mit einer Rendite-Erwartung von bis zu 6% eine lohnende und sichere Investitionsmöglichkeit dar.

Das Erneuerbare-Energien-Gesetz (EEG) gewährleistet eine staatlich gesicherte Einspeisevergütung. Dem Investor bieten sich zusätzliche Sicherheiten mittels der Herstellergarantien sowie durch Allgefahrenversicherungen. Die Bürger erhalten die Möglichkeit, die Bürgersolaranlagen im Rahmen einer Rechtsform einer Gesellschaft des bürgerlichen Rechts zu betreiben. In zweiter Linie käme auch eine Genossenschaft oder KG als Rechtsform in Frage, diese werden aber seltener gegründet.

In der Praxis werden die Beteiligungen meist durch eine Bürgerinitiative oder gemeinnützigen Verein initiiert und abgesichert. Der Bürger beteiligt sich als Gesellschafter von Bürgersolaranlagen mit einer Geldanlage. Diese wird im Rahmen der erzielten Erlöse durch den Stromverkauf verzinst. Durch die staatlich festgelegte Einspeisevergütung läßt sich der Strompreis für einen Zeitraum von bis zu 20 Jahren ermitteln und damit kalkulieren. Diese Einspeisevergütung ist höher als für den aus konventionellen Anlagen gewonnenen Strom.

Es besteht die Möglichkeit, eine Investition durch Bankkredite oder die subventionierten Kredite von KfW zu finanzieren. Die Höhe der Anteile beträgt zumeist zwischen 500 – 5.000 Euro. Die Überschußausschüttung an die einzelnen Gesellschafter erfolgt nach Abzug der Verwaltungskosten.

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