Blockheizkraftwerk Test & Erfahrung 2017

Blockheizkraftwerk (BHKW)

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© Peter Lehmacher_wikipedia

In der heutigen Zeit wird, aufgrund von stetig steigenden Strompreisen, immer mehr über Alternativen nachgedacht. Ein immer häufiger genutztes System ist das sogenannte Blockheizkraftwerk, kurz BHKW. Einfach gesagt sind dies Heizungen, die gleichzeitig auch Strom produzieren. Für den Laien klingt dies zunächst kompliziert, aber ist möglich diese beiden Arbeiten zu verbinden. Wie das funktioniert und alles weitere rund um das BHKW wird nun erläutert.

 

 

 

 

  1. Blockheizkraftwerks-Angebote
  2. Was genau ist ein BHKW?
  3. Was sind die Bestandteile eines BHKWs?
  4. Womit wird ein BHKW betrieben?
  5. Was bedeutet Wirkungsgrad?
  6. Vorteile von BHKWs
  7. Nachteile von BHKWs
  8. Welches BHKW eignet sich für ein Einfamilienhaus?
  9. Die Finanzierung eines Blockheizkraftwerks
  10. Fazit: Hat das BHKW Zukunft?

Blockheizkraftwerks-Angebote


Was genau ist ein BHKW?

Ein BHKW ist quasi ein kleines Kraftwerk, welches nicht besonders viel Platz einnimmt. So kann es problemlos in ein Gehäuse eingebaut werden, dass die Größe eines Kühlschrankes hat. Hierdurch lässt sich auch der erste Teil des Names, B = Block, erklären, da die Form des Gehäuses eben diesem gleicht. Das Kraftwerk sorgt, wie oben schon kurz angeschnitten, jedoch nicht nur für die Strom-, sondern auch für die Wärmeversorgung. In den letzten Jahren wurde die Technik von BHKWs immer weiter entwickelt und aufgrund der hohen Nachfrage werden sie nun in großen Mengen produziert. Bei dem Verbraucher selbst muss die Anlage nur noch angeschlossen und installiert werden.

Was sind die Bestandteile eines BHKWs?

Blockheizkraftwerke bestehen aus drei Hauptbestandtteilen:

• Motor

• Generator und

• Wärmetauscher

Um den Motor zu betreiben, wird ein Brennstoff benötigt. Es entsteht Energie, die jetzt von dem Generator weiterverarbeitet wird, und zwar zu elektrischem Strom. Durch diesen Vorgang entsteht Abwärme welche von dem Wärmetauscher zu nutzbarer Wärme (Heizenergie) umgewandelt wird. Die Motoren, die in BHKWs zum Einsatz kommen, sind sozusagen Weiterentwicklungen der Motoren, die auch in Autos oder Schiffen vorkommen. Der große Unterschied zwischen diesen und den BHKW-Motoren ist hingegen, dass Letztere konstant laufen und über eine längere Lebensdauer verfügen.

Womit wird ein BHKW betrieben?

Es gibt unterschiedliche Modelle zu erwerben, die mit unterschiedlichen Ressourcen betrieben werden können. Für diese Zwecke können gleichermaßen fossile Energieträger, wie zum Beispiel Gas oder Öl, wie auch regenerative Rohstoffe, wie zum Beispiel Holzpellets oder auch Hackschnitzeln genutzt werden.

Was bedeutet Wirkungsgrad?

Wenn über BHKWs oder auch andere diverse Kraftwerke gesprochen wird, ist immer wieder der Begriff Wirkungsgrad zu hören, doch was ist das eigentlich? Einfach gesagt gibt der Wirkungsgrad in Prozent an, wie viel der eingebrachten Ressourcen tatsächlich auch in nutzbare Energie umgewandelt wird. Ist zum Beispiel von einem Wirkungsgrad von 70 % zu hören, bedeutet dies, dass von den 100 % eingesetzten Ressourcen lediglich 70 % dieser, in Form von Strom oder Heizwärme, genutzt werden können. Ein aktuelles BHKW verfügt über einen Wirkungsgrad von ungefähr 80 – 95 %. Hier ist auch schon der erste Vorteil dieses Kraftwerks zu diversen Anderen zu erkennen. Die ebenfalls sehr häufig genutzten Photovoltaikanlagen haben einen vergleichsweise sehr geringen Wirkungsgrad (ca. 20 %).

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Vorteile von BHKWs

Blockheizkraftwerk - Pflanzenöl
© Franko30_wikipedia

BHKWs werden immer beliebter und das aus unterschiedlichsten Gründen. Zunächst muss hier die Wirtschaftlichkeit erwähnt werden. Denn allgemein kann gesagt werden, umso größer das BHKW desto höher die Rendite. Zudem werden staatliche Subventionen für die Anschaffung eines BHKWs fällig. Sollte überschüssiger Strom entstehen, kann dieser ins Stromnetz eingespeist werden, wofür ebenfalls staatliche Zahlungen fällig werden. Ein wichtiger Faktor, der diese Kraftwerke so beliebt macht, ist die Umweltverträglichkeit. Durch den hohen Wirkungsgrad lässt sich erkennen, dass die eingesetzten Ressourcen fast komplett genutzt werden. Dadurch, dass weniger Verlust als bei anderen Kraftwerken zu verzeichnen ist, fällt der Bedarf an notwendigen Ressourcen auch dementsprechend geringer aus. Auch der CO2-Ausstoß eines BHKWs ist vergleichsweise gering. So wurde festgestellt, dass die getrennte Wärme- und Stromgewinnung rund 2/3 mehr Ausstoß hervorbringt als die Kraft-Wärme-Kopplung eines BHKWs. Allein diese Tatsache, die gleichzeitige Produktion von Strom und Wärme ist ein großer Vorteil, denn so muss lediglich eine Anlage gekauft und installiert werden.

Nach der Installation gehört das Kraftwerk fest zu dem Gebäude, hierdurch steigt dieses in seinem Wert. Auch das Erscheinungsbild des jeweiligen Gebäudes wird nicht verändert, bei der Nutzung von zum Beispiel Photovoltaikanlagen hingegen schon. Die Strompreise steigen immer mehr, eine Tatsache, die den Nutzer eines BHKWs nicht stört, da er seinen eigenen Strom produziert. Auch die Witterung stellt kein Problem dar, denn das Kraftwerk befindet sich im Haus und nicht wie zum Beispiel Windkraftanlagen außerhalb. Da bei anderen Kraftwerken eine Strecke überwunden muss, bis der Strom den Endverbraucher erreicht hat, kommt es immer wieder zu Leistungsverlusten. Auch hier sind BHKW-Besitzer außen vor, denn es besteht keine Entfernung, das Kraftwerk steht im eigenen Keller. Der Betrieb eines solchen Kraftwerks ist zudem sehr geräuscharm und kann ganz einfach über einen Schalter geregelt werden.

Nachteile von BHKWs

Neben den zahlreichen Vorteilen weisen BHKWs auch einige wenige Nachteile auf. So sind die Anschaffungskosten deutlich höher als bei zum Beispiel Gasheizungen. Diese Kosten können jedoch später gespart werden, vor allem durch den hohen Wirkungsgrad. Zwar ist der Nutzer nicht abhängig vom dem Strompreis, jedoch aber schon von dem der verwendeten Rohstoffe. Ein BHKW loht sich nur, wenn es lange Zeit ohne Unterbrechung eingeschaltet wird. Häufig entsteht dabei ein Überschuss an Strom, welcher jedoch problemlos in das Stromnetz eingespeist werden kann.

 


Welches BHKW eignet sich für ein Einfamilienhaus?

Um ein Einfamilienhaus durch ein BHKW mit Strom und Wärme zu versorgen, empfiehlt sich die Nutzung eines sogenannten Nano-BHKW. Modelle, die weniger als 2,5 Kilowatt Strom erzeugen werden mit dem Zusatz „Nano“ versehen. Wie auch größere Modelle kann dieses ebenfalls einen Wirkungsgrad von ungefähr 90 % erreichen. In früheren Zeiten waren Nano-BHKWs jedoch nicht besonders effektiv. Durch die verbesserte Technik änderte sich dies und immer mehr dieser Modelle werden genutzt.

 

Die Finanzierung eines Blockheizkraftwerks

Im Grunde gibt es viele Möglichkeiten ein Blockheizkraftwerk zu finanzieren. Zum einen steht natürlich die Hausbank mit Rat und Tag zur Seite. Zumeist sind online Kredite .günstiger.

Fazit: Hat das Blockheizkraftwerk Zukunft?

Aufgrund der vielen Vorteile und der guten Umweltverträglichkeit gehört dem BHKW die Zukunft. Auch wenn die Anschaffungskosten noch realtiv hoch sind, im Laufe der Jahre rentiert sich das eigene kleine Kraftwerk. Auch die vorhandene Kraft-Wärme-Kopplung ist ein wichtiger Punkt. Denn wie auch die Stromkosten, steigen auch die Heizkosten immer mehr an, bei einem BHKW wird die Wärme als Nebenprodukt quasi kostenlos mitgeliefert. Natürlich muss etwas Platz im Keller vorhanden sein, um die Anlage zu verstauen. Da das Gehäuse jedoch lediglich die Größe eines Kühlschrankes hat, stellt auch diese Tatsache kein Problem dar. Abschließend kann also gesagt werden, dass das Blockheizkraftwerk in Zukunft sicherlich noch häufiger zu sehen sein wird. Vor allem aufgrund der Unabhängigkeit von den Stromanbietern und deren immer mehr steigenden Preisen steigen sicherlich auf Dauer immer mehr Hausbesitzer auf das BHKW um.

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