Im ersten Halbjahr 2017 erzeugt Deutschland 35 % des erzeugten Stromes aus alternativen Energien

Zur Jahreshälfte 2017 erzielte Deutschland einen neuen Rekord bei der Erzeugung von erneuerbaren Energien.

Mit 35,1 % liegt der Anteil laut dem Bund für erneuerbare Energien (BEE) so hoch wie noch nie. Damit kommt Deutschland den für 2020 gesetzten Klimazielen schneller und besser als geplant näher.

Deutschlands Anteil an erneuerbaren Energien hat sich in den letzten Jahren im Gesamten gesehen stetig erhöht. Im ersten Halbjahr 2015 lag dieser noch bei 30,8 % und steigerte sich auf 32,7 % im ersten Halbjahr 2016.

Obwohl dieser Rekord an sich gesehen eine gute Nachricht ist, wiegt dieser den schleppend voran gehenden Fortschritt in den anderen Sektoren nicht auf. In seiner Pressemitteilung erklärte der Bund für erneuerbare Energien, dass dieser Erfolg vom Rückgang der erneuerbaren Energien im Transportsektor und einem nur minimalen Wachstum im Heizungssektor gemindert wird. Harald Uphoff, Geschäftsführer des BEE, meint dazu: “ Die Energieerzeugung in Deutschland entwickelt sich viel zu langsam.“

Die Stromerzeugung aus Windkraftanlagen kann einen kräftigen Zuwachs verzeichnen. Im Jahr 2015 wurden 34,08 TWh aus Windanlagen auf dem Festland, so genannten Onshore-Anlagen erzeugt. 2016 lag die Produktion bei 34,71 TWh und steigerte sich auf 39,75 TWh im ersten Halbjahr diesen Jahres. Auch die Offshore-Windanlagen, also Anlagen auf offenem Meer, legten mit einer Steigerung von 2,15 TWh in 2015 auf 8,48 TWh dieses Jahr stark zu.

Die Solarenergie hat mit 19,5 TWh in 2015 auf 19,30 TWh in 2016 und 21,74 TWh im ersten Halbjahr 2017 kleinere Zuwächse zu verzeichnen.

Als Zielsetzung legte Deutschland fest, wie hoch der Anteil der erneuerbaren Energien gemessen am Bruttoenergieverbrauch des Landes sein soll. Im Jahr 2020 sollen diese bei 18 % liegen, 2030 bei 30 %, 2040 bei 45 % und im Jahr 2050 sollen schließlich 60 % erreicht werden. Laut dem Bund für erneuerbare Energien könnte Deutschland das gesetzte Ziel für 2020 trotzdem noch verpassen, denn mit dem aktuellen Verlauf rechnet der BEE damit, dass nur ein Anteil von 16,7 % erreicht werden könnte, wenn das Problem nicht politisch zielgesteuert wird und sich der Ausbau nicht noch verschnellert.

Deutschland war auch im Pariser Klimaabkommen ein Vorreiter und mit Kalifornien wurde, trotz der Ankündigungen von US-Präsident Donald Trump aus dem Klimaabkommen auszusteigen, kürzlich eine gemeinsame Erklärung zum weiteren gemeinsamen Klimaschutz abgegeben. Trotz allem muss neben den politischen Bemühungen noch mehr getan werden, denn gerade diese führen nach wie vor immer noch selten zu wirklichen Veränderungen.

Die Kosten für erneuerbare Energien sollten durch politische Unterstützung und technischen Fortschritt gesenkt werden. Die ersten Offshore-Windkraftanlagen wurden dieses Jahr bereits dank Unternehmen wie der EnBW in Deutschland komplett ohne Fördermittel geschaffen und tragen zum Erfolg der Windenergie bei. Das zeigt das große Potenzial der alternativen Energien, deshalb sollte auch mehr dafür getan werden um neue Orte für solche erneuerbaren Energien zu finden.

Quellen: Bund für erneuerbare Energien (BEE)

Im ersten Halbjahr 2017 erzeugt Deutschland 35 % des erzeugten Stromes aus alternativen Energien
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